Archiv der Kategorie: Klostertal

Erzbergkopf (2.421m) – Blick auf Stuben

Die Arlbergregion ist ein wahres Eldorado für Wanderer, Kletterer, Skifahrer und Tourengeher. Egal zu welcher Jahreszeit – hier kommt man auf seine Kosten. Für jeden ist etwas dabei. Für anspruchsvolle Wanderer, Freunde des Kletterns und vieles mehr. Eine Region, die es in sich hat und jede Bergfex so richtig erfreut.

Ausgangspunkt – Wanderparkplatz Flexenpass

 

Egal, ob man auf die Gruppenjochspitze,  die Flexenspitze, die Erzbergspitze oder auf die Wildgrubenspitze wandern möchte, der Flexenpass ist der ideale Ausgangspunkt dafür. Entlang dem Flexenbach steigt man auf in Richtung Muggengrat. Die herrlichen Gipfel liegen bereits vor der Nase. Die Erzbergspitze ganz links, die markante Grubenjochspitze etwas weiter rechts und noch etwas versteckt die Flexenspitze. Rechts liegt die Hasenfluh.

Heimat der Murmeltiere

 

Beim Aufstieg über die Wiesen und den Schotter wird bald klar, wer hier wohnt – die Murmeltiere. Kaum an einem anderen Fleck findet man derart viele Gebirgsfreunde. Neugierig recken sie den Hals und betrachten die seltenen Wanderer. Ein schönes Schauspiel.

Bis zum Ursprung des Flexenbach bleibt man auf dem Pfad. Dort wo der Flexenbach entspringt, blickt man direkt auf den Muggengrat und kann die eindrucksvollen Felsgipfel bewundern. Einer ist atemberaubender als der andere.

Orientierungslos darf hier nicht sein

 

Unmittelbar am Flexenbach Ursprung heißt es Augen offen halten. Ein schmaler Pfad führt nördlich Richtung Muggengrat, westlich über Schutt und Stein kann man ins Jöchle zwischen Erzbergspitze und Grubenjochspitze aufsteigen. Für die hier angeführte Tour schlägt man den Pfad Richtung Süden (Stuben) ein. Er ist nicht markiert, aber eigentlich gut zu finden.

Unterhalb der Erzbergspitze und dem Erzbergkopf wandert man in Richtung Rosskopf, ehe man nach Westen wandert. Ohne große Steigung geht es zum Erzberg, dessen Gipfelkreuz man bereits sehen kann.

Erzberg – Blick auf Stuben

 

Der Aufstieg zum Erzberg ist wenig spektakulär, aber die Aussicht ist ein Gedicht. Stuben unter den steil abfallenden Felswänden tief im Tal. Der Blick auf die umliegende Gebirgswelt ist ein Traum. Alle Gipfel mit Rang und Namen sind hier vertreten. Hier lohnt es sich eine kurze Rast einzulegen, ehe man sich auf die Pfadsuche begibt.

Über kargen Fels hoch zum Erzbergkopf

 

Entlang dem Grat (westlich) steigt man anfänglich hoch in Richtung Erzbergkopf. Lawinenverbauungen säumen den Aufstieg, sie sind nicht schön anzusehen, aber man kann verstehen, dass sie hier für den schönen Ort Stuben benötigt werden und dann und wann sind sie beim Aufstieg behilflich. Ich habe mich hier an keinen Weg gehalten, sondern bin entlang dem äußeren Kamm aufgestiegen.

Immer wieder werde ich mit herrlichen Blicken ins Tal und die Gebirgswelt beschenkt. Mit Erreichen der letzten Lawinenverbauung steigt man ein in den „nackten“ Fels. Immer wieder muss man Hand anlegen. Keine schwierige Kletterei sondern Kraxelei, die einfach Spaß macht. Allerdings muss man Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen.

Ausrutschen sollte man nicht, aber diese Voraussetzung bringt so mancher Gipfel mit. Der Aufstieg macht richtig Freude und der Blick auf dem Erzbergkopf ist ein Traum. Wenngleich man neidisch auf die Erzbergspitze und die Grubenjochspitze blickt. Sie sind einfach noch eine Spur verlockender. Auch die Wasenspitze und die Blisadonaspitze haben ihren Reiz. Aber man kann an einem Morgen eben nicht Bäume ausreißen. Der Blick ist beeindruckend, atemberaubend.

Abstieg über den Rosskopf

 

Bis zum Schwarzen Turm steigt man auf gleichem Wege ab und orientiert sich anschließend am Roßkopf, den man einfach noch mitnehmen sollte. Er ist schnell erreicht und schenkt einen schönen Blick auf Zürs und die dahinter liegende Bergwelt.

Entlang dem Flexenbach geht es retour zum Parkplatz

Eine herrliche, eindrucksvolle Tour, die gut und gerne an einem kurzen Vormittag in Angriff genommen werden kann. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch Voraussetzung.

 

 

  • Wegstrecke:                     6,6km
  • Gehzeit:                            3 – 4 Stunden
  • Höhenmeter:                     753m
  • Höchster Punkt:                Erzbergkopf (2.421m)
  • Einkehrmöglichkeiten:      die Kräuter in den Alpwiesen
  • Parkmöglichkeiten:           Wanderparkplatz Flexenpass

Erzberg - Karte

Erzberg - Höhenprofil
Quelle: outdooractive.com

Quelle: outdooractive.com

 

 

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Sonnenkopf – Familien Skigebiet im Klostertal

sonnenkopf

Der Sonnenkopf liegt im Herzen des Klostertal. Dannöfen/Klösterle sind die Talorte am Fuße des Sonnenkopfes. Das Skigebiet liegt unmittelbar vor den großen Skigebieten am Arlberg. Im Sommer ist der Sonnenkopf bekannt als beliebter Ausflugs-/Wanderberg für Familien mit Kindern. Aber nicht nur im Sommer wird einiges geboten, auch im Winter hat der Sonnenkopf einiges zu bieten, auch wenn man nicht zu den ganz Großen gehört.

Nun aber zum eigentlichen Kern der Sache, dem Skigebiet. Hier die Facts:

  • 5 Schlepplifte
  • 4 Sesselbahnen
  • 1 Kabinenbahn

Die Kabinenbahn führt den Skibegeisterten vom Talort direkt ins Skigebiet. An Wochenenden kann es hier durchaus zu Wartezeiten kommen, die sich dann im eigentlichen Skigebiet am Fuße der schönen Gipfel wieder etwas verkürzt.

33,5 Pistenkilometer gehören zum Angebot. Für die ganz hohen Ansprüche an das skifahrerische Können fehlt es etwas an anspruchsvollen Pisten, aber für alle anderen gibt es eine schöne Auswahl an Varianten und Möglichkeiten.

  • 12,8 km “blaue” Pisten (leicht)
  • 19,9 km “rote” Pisten (mittel)
  • 0,8 km “schwarze” Pisten (schwer)

Preise:

  • Tageskarte/Erwachsene € 38,–
  • Tageskarte/Kinder € 22,–

Mit diesen Preisen liegt man im guten Mittelfeld. Man ist weder günstig, noch extrem teuer.

Sportmöglichkeiten im Winter:

  • Beginner-Funpark (Corner, Boxen, Slides)
  • Klassische Loipen (8km)
  • Skatingloipe (8km)
  • Höhenwanderweg (13,5km)
  • Winterwanderweg auf das Muttjöchle
  • Rodelbahn (2km)

Auch Freerider und Tourengeher fühlen sich am Sonnenkopf wohl.

Mit dem hier gebotenen gehört man nicht mehr zu den Kleinen, sondern bereits zu den etwas ambitionierteren Skigebieten.

Wissenswertes:

  • 681 Einwohner (Klösterle)
  • Fans der Klostertaler befinden sich hier in der Heimat von Markus Wolfahrt

Luxus-Herbergen in der Region:

Wer auf der Suche nach einer Luxusherberge ist, der ist hier am falschen Ort. Hier ist es beschaulicher und bodenständiger, aber nicht weniger angenehm.

Hier ein paar ausgewählte Unterkünfte:

Haubenlokale in der Region:

Auch die echten Feinspechte unter den Besuchern müssen hier auf Haubenküche verzichten bzw. auf nahe gelegene Alternativen mit dem Auto ausweichen. Alle anderen finden im Klostertal ein schönes Angebot an gut bürgerlichen Gasthäusern.

Hier einige ausgewählte Gasthäuser und Restaurants in der Region:

Nightlife in der Region:

Wie bereits am Anfang erwähnt, ist das Laternsertal nicht bekannt für Nightlife und Après-Ski. Es wäre auch nicht ehrlich und konsequent!

Après-Ski

Natürlich kann die Region nicht mit einem Après-Ski Angebot wie andere größere Skigebiete aufwarten, aber die Kelobar hat ihren Ruf und bekannt für Action in der Region. Echte Après-Fans werden sich hier wohlfühlen.

Für alle die es etwas gediegener mögen, gibt es mit dem Bergrestaurant am Sonnenkopf, dem Bergrestaurant am Muttjöchle und in der Bündthütte weitere Angebot für einen Einkehrschwung. Das Bergrestaurant am Sonnenkopf bietet zudem eine stilvolle Eis-Bar.

Fazit:

Der Sonnenkopf ist keines der großen Skigebiete, aber man kann dem Wintersportler dennoch einiges bieten. Neben gut präparierten Pisten und hochwertigen Liftanlagen wartet man mit einem runden Package für Wintersportfans auf.

Auch Tourengeher und Freerider kommen auf ihren Geschmack und mit dem Beginners-Funpark versucht man auch dem Action orientierten Besucher etwas mehr gerecht zu werden.

Ein Highlight für Winterwanderer ist der schöne Winterwanderweg auf das Muttjöchle. An schönen Wintertagen ein herrliches Ziel.

Alles in allem ein gediegenes Wintersportgebiet, das einiges mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Bewertung: 

Bewertungskriterien  
Größe des Skigebietes ««
Pistenangebot, Pistenzustand und Variationen ««
Liftangebot, Komfort der Lifte, Bahnen ««
Schneesicherheit ««««
Anfahrt, Parkmöglichkeiten ««««
Pistenplan, Ausschilderung, Beschreibung «««««
Gastronomie, Hotel, Unterkünfte ««
Après-Ski «
Unterkünfte direkt an den Liften ««
Angebot für Familien mit Kindern «««
Freerider, Tourengeher «««
Pisten für Anfänger «««««
Langlauf, Loipen ««
Snowparks ««
Anspruchsvolle Pisten, Abfahrten ««
Nightlife «
Wintersportangebot abseits der Pisten «««
Rodeln, Snowtubing ««««
 
  47/90

skiegebiete

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Östliche Eisentalerspitze (2.753m) – ein Gipfel mit herrlichem Panorama

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Das Nenzigasttal ist ein wenig begangenes Tal im Klostertal. Zu Unrecht, denn das lang gezogene Tal entlang dem Nenzigastbach hat Vieles zu bieten. Herrliche Gebirgsbäche, schöne Naturseen, herrliche Alpen und nicht zuletzt traumhaft schöne Gipfel, die es zu erklimmen gilt.

Ausgangspunkt für diese schöne, aber konditionell vor allem fordernde Tour ist Klösterle im Klostertal. Beim Campingplatz bzw. Freibad kann der PKW parkiert werden. Ab hier geht es zuerst entlang der Alfenz Richtung Langen. Nach einem kurzen Stück zweigt der Weg rechts ab. Der Wegweiser zeigt bis zur Neuen Reutlinger Hütte eine Wanderung von vier Stunden an.

Über einen steilen Waldweg geht es nun hoch zum Nenzigasttal. Knapp zweihunderfünfzig Höhenmeter führt der Weg hoch, ehe man den Güterweg erreicht, der zur Nenzigastalpe führt. Der wunderschöne Gebirgsbach, die herrlichen Wiesen und Wälder sind Begleiter beim Aufstieg zur Alpe, die wunderschön eingebettet in herrlicher Bergwelt liegt. Die Alpe liegt auf knapp 1.476m und ist an schönen Tagen vor allem ein beliebtes Ziel von Bikern.

Die Alpe lädt zu einer kleinen Stärkung mit Produkten aus der eigenen Sennerei ein. Der Blick auf die umliegende Gebirgswelt sucht seines Gleichen. Die Alpe beheimatet über zwanzig Kühe, Hennen und auch einige Schweine.

Aber der Alpe führt der Weg nun wieder steiler hoch in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Achtung: die Hütte ist eine Selbstversorgerhütte und ist nur mit AV-Schlüssel zugänglich. Das Tal wird immer enger und links und rechts rauschen von den steilen Hängen die Bäche wild rauschend ins Tal. Mittlerweile hat man die Waldgrenze hinter sich gelassen und steigt steil steigend in schöner Gebirgslandschaft auf, die immer karger wird.

Auf knapp 1.900m quert man den Gebirgsbach und wandert in Richtung Bettleralpe. Die eigentlich verfallen ist, aber soeben erneuert wird. Kurz vor der Bettleralpe führt ein schmaler Gebirgsweg in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Der Weg ist nun alpin. Zwei herrliche Gebirgsseen liegen am Weg zur Hütte und laden zu einer ausgedehnten Rast ein.

Ab dem letzten See ist es nicht mehr weit zur Hütte und zum Sattel bzw. zur Wildebene. Auf 2.395m liegt die wunderschöne Neue Reutlinger Hütte des DAV Reutlingen. Der Blick von hier auf die umliegenden Gipfel ist herrlich und reicht von der Pflunspitze, zur Östlichen Eisentalerspitze und zum Pateriol. An schönen Tagen mit guter Fernsicht überblickt man hier das gesamte hintere Montafon.

Ab der Hütte gibt es hoch zur Östlichen Eisentalerspitze keine Wegmarkierung mehr. Aber die schönen, gut platzierten Steinmanderln weisen den Weg hoch zum Gipfel. Über die Wildebene, die heute noch von vielen Schneefeldern gesäumt ist, steigt man hoch in Richtung Gipfel, der bereits jetzt seine magische Anziehung auf den Gipfelstürmer ausübt.

Bis zum Gipfel gilt es nochmals knapp 353 Höhenmeter zu bewältigen, die aber angesichts der landschaftlichen Schönheit kaum mehr ins Gewicht fallen. Der Blick auf den zurück gelegten Weg, die schönen Alpen, den Kaltenberg und die umliegende Bergwelt ermuntern für den letzten Gipfelsturm.

Das Panorama auf dem Gipfel ist einmalig und scheint schier endlos zu sein. Ein Traum! Ein Traum, der jedes Alpinisten Herz höher schlagen läßt.

Der Abstieg zur Neuen Reutlinger Hütte erfolgt auf gleichem Wege. Wir haben uns hier für eine Nacht in herrlicher Umgebung entschieden, denn immerhin sollen die Jungs (vier an der Zahl) auch an weiteren Wanderungen ihre Freude finden.

Die Hütte bietet alles, was das Herz begehrt und ist der ideale Ort in alpiner Bergwelt, um sich von einer strengen Wanderung zu erholen.

  • Höhenmeter: ca. 1.750m
  • Wegstrecke: 11,7km
  • Anforderungen: gute Kondition, Trittsicherheit und Sicherheit bei Begehung von Schneefeldern
  • Höchster Punkt: 2.753m – Östliche Eisentalerspitze

Bilder zur Tour gibt es hier!

Details zur Neuen Reutlinger Hütte

Variante 1 für Tagestourengeher:

Wer keine Nacht in der schönen Reutlinger Hütte verbringen möchte, der kann über den Stubener Höhenweg absteigen. Eine herrliche Variante für den Abstieg nach Klösterle. Insgesamt muss man dafür etwa drei zusätzliche Stunden einplanen. Dieser Weg führt hoch oberhalb der Nenzigastalpe in Richtung Klösterle. Unterhalb des Pflunspitze und dem Kaltenberg wandert man entlang in schönem hochalpinen Gebiet. Alpen-Salamander, Steinwild und Murmeltiere geben sich bei dieser Variante die Hand. Im Gebiet vor der Satteinser Alpe erreicht man einen wunderschönen Gebirgssee, der zum Verweilen einlädt. Ab hier ist die Satteinser Alpe bald erreicht. Diese bietet einen schönen Blick auf den Spullersee und die umliegenden Gipfel. Ab hier geht es steil bergab Richtung Klösterle. Ganze siebenhundert Höhenmeter müssen hier auf kurzer Distanz bis nach Klösterle abgegeben werden. Eine schöne Variante, die aus der oben beschriebenen Tour eine echte konditionelle Herausforderung machen. Mit Kindern nicht mehr ideal, aber für den geübten Tourengeher eine schöne, fordernde Tour.

Bergsee bei der Satteinser Alpe
Bergsee bei der Satteinser Alpe

Variante 2 für konditionelle starke Tourengeher:

 Für konditionell starke Tourengeher, die vor allem ohne Kinder unterwegs sind, ist im Rahmen einer Tagestour die Ergänzung mit dem Rückweg über die Kaltenberghütte eine echte Empfehlung. Bei der Neuen Reutlinger Hütte wandert man in Richtung Konstanzer Hütte unterhalb des Fußes der Pflunspitze. Passiert das Gafluner Winterjöchle und steigt etwas zweihundert Höhenmeter ab.  Auf etwas 2.100 Höhenmeter zweigt man linker Hand in Richtung Gstansjöchli/Kaltenberghütte ab. Das Jöchli auf 2.573m ist bald erreicht und man blickt bereits auf den Kaltenberg und und die schönen, klaren Kaltenbergseen in der Kaltenbergmoräne. Vorbei an den beiden Seen (ein Gipfelsturm ist angesichts der ohnehin langen Tour nicht mehr empfehlenswert) steigt man hoch zur Krachelspitze (2.686m). Über den Krachel steigt man zur schön gelegenen Kaltenberghütte ab. Hier lohnt sich die Einkehr, denn die Küche hier ist ein Traum! Nach einer ausgedehnten Rast – wenn denn noch genügend Zeit verbleibt – steigt man über die Obere- und Untere Bludenzer Alpe nach Langen ab und fährt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Klösterle. Eine wunderschöne Ergänzung der Tour, die aber vor allem konditionell einiges abverlangt!

Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte
Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte

Weitere Touren, die ideal für Familien mit Kindern sind
Tolle Kamera zu sensationellem Preis – Olympus SP-810UZ

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Hoch über dem Klostertal – die Kaltenberghütte

Urlaub in den Alpen

Die Kaltenberghütte ist ein echter Geheimtip. Wer Ruhe sucht, einen schönen Sonnenuntergang und gute Küche genießen möchte, der ist hier richtig beraten. Sie liegt auf Stolzen 2.089m und thront hoch über dem Klostertal und dem Walgau. Der Blick auf die umliegende Bergkulisse ist beeindruckend. Mächtige Gipfel des Lechquellengebirges, sowie im Rücken des Rätikons rahmen die Hütte in ein hochalpines Bild. Ein Traum!

Die Hütte eignet sich perfekt für einen längeren Aufenthalt auch für Familien. Ein Wasserfall, ein kristallklarer Bergsee und ein Kletterfelsen sorgen für Abwechslung. Am Abend kann man einen der wohl schönsten Sonnenuntergänge in Vorarlberg genießen.

Herrliche Touren sind von hier aus möglich. Touren, die beinahe jedem Anspruch gerecht werden. Sogar einen Gletscher kann man bezwingen – den Kaltenberggletscher – wenn man denn möchte.

Seit über 20 Jahren wird die Hütte von der Familie Rief bewirtschaftet. Die Liebe, mit der hier die Arbeit verrichtet wird, kann man spüren und…

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Blisadona (2.150m) – einsamer Gipfel im Klostertal

Blisadona
Blisadona

Für jeden, der eine einsame Tour sucht, dem sei ein Ausflug auf den Aussichtsgipfel im Klostertal ans Herz gelegt. Auf normalen Wanderkarten ist der Weg auf die Blisadona nicht mehr bzw. nur noch selten zu finden. Orientierungssinn ist daher gefragt.

Ausgangspunkt

Das Auto kann in Klösterle beim Campingplatz abgestellt werden. Von hier aus geht es sofort steil zur Sache Richtung Spullersee. Der wunderschöne Waldweg führt steil entlang dem Wäldletobel hoch. Bereits beim Aufstieg beeindrucken herrliche Aussichten und Naturschönheiten, wie zB der wunderschöne Wasserfall.

Mit Erreichen der Baumgrenze steht man direkt vor der beeindruckenden Rohn Spitze und rechter Hand liegt die Blisadona, die nicht weniger zu beeindrucken weiß. Der Weg führt entlang dem Gebirgsbach weiter hoch. Wir gehen bis der Weg nach links eine scharfe Kurve Richtung Spullersee macht. Ab hier heißt es Orientierungssinn bereit halten, denn der Weg auf die Blisadona ist nicht beschildert.

Nun muss der Bach überquert werden, einzelne Wegmarkierungen sind noch ersichtlich, aber schwer auszumachen. Wir orientieren uns an der Rohnspitze und der Blisadona. Da der Gipfel nur wenig begangen ist, muss man die Pfade hoch zum Gipfel suchen. Mit etwas Ruhe und Orientierungssinn ist das aber kein Problem. Der Weg schlängelt sich durch Latschenkiefer, hohes Gras und anderes Gestrüb den Hang hinauf. Die herrlichen Aussichten, die immer wieder zu Tage kommen, belohnen für die Anstrenung, die man auf sich nimmt.

 Kreuzottern als Wegbegleiter

Die bunte Tierwelt hier ist beeindruckend und zeugt davon, dass hier nur wenige Wanderer unterwegs sind. Ich bin hier sogar einer Kreuzotter begegnet. Am hinteren Bergrücken führt der alpine Weg hoch zum Gipfel. Unterhalb liegt das Gipstäli. Steil geht es nun Richtung Blisadona hoch. Endlich erreicht man den höchsten Punkt der Tour, aber das Gipfelkreuz ist nach wie vor nicht zu sehen. Das Gelände hier ist älpisch, überraschend, denn eigentlich hätte man hier Geröll und Schotter erwartet. Erst wenn man sich auf den äußersten Felsrand begibt, dann kann man das imposant thronende Gipfelkreuz ausmachen.

Der Lohn – der aussichtsreiche Gipfel

Ein kleiner, leichter Abstieg lohnt mehr als, denn das Kreuz liegt beeindruckend über dem Klostertal. Die Bergkulisse ist ein Traum. Man sieht auf den Spullersee, den Spuller Schafberg, das Klostertal und den Kaltenberg Gletscher. Einfach ein Traum. Der anstrengende Aufstieg hat sich mehr als gelohnt und da man hier in der Regel sehr einsam ist, sollte die Ruhe richtig genossen werden.

Retour geht es auf den gleichen Pfaden, aber Achtung: die Orientierung ist noch etwas schwieriger, als beim Aufstieg.

 

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Kaltenberg (2.896m), ein beeindruckender Gipfel im Klostertal mit Gletscherbegehung

Kaltenberg
Kaltenberg

Der Kaltenberg ist im Winter ein beliebtes und vor allem sehr schönes Skitourenziel. Im Sommer ist er aufgrund der konditionellen Anforderungen an die Wanderer oftmals ein einsamer Gipfel, den es zu erklimmen gilt. Über die Kaltenberghütte, die Krachelspitze und den wunderschönen Kaltenbergsee ist der Kaltenberg zu erreichen. Ein Gipfel, der alles zu bieten hat. Herrlich hoch alpine Gebirgslandschaft und ein Rest von einem Gletscher mit Gletscherspalten. Zudem ist der Gipfel nur über leichte Kletterei zu erreichen. Was will man mehr?

Bei der Alpe Rauz kann der PKW abgestellt werden. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Von hier geht es Richtung Albonakopf hoch zur wunderschön gelegenen Kaltenberghütte. Die Hütte kann bei gutem Gehtempo in einer Stunde erreicht werden. Ab hier geht es Richtung Kachelspitze. Anfänglich geht es über schöne alpine Wiesen hoch, im letzten Drittel erfolgt der Anstieg über etwas unangenehmeren, aber unproblematischen Schotter/Schiefer. Der Aufstieg hat es in sich und fordert etwas Kondition, wenn man das anfängliche Tempo halten möchte.


Auf der Krachelscharte halten wir uns links und nehmen noch kurz die Krachelspitze mit. Der Rundblick von hier ist lohnend und das nächste Ziel, der Kaltenberg Gletscher, steht direkt vor uns.

Nun erfolgt der Abstieg zu den Kaltenbergseen, die direkt zu unseren Füßen liegen. Ab hier muss man sich an den „Steinmandl“ orientieren, da es keine Beschriftung gibt. Ich steige die Ostwand auf und erreiche bald den letzten Rest des Kaltenberggletschers. Diesen quere ich am Ostrand und mache im oberen Drittel eine Querung zur Westwand. Nur noch eine Serpentine liegt vor mir und führt mich direkt zu den letzten 30 Höhenmetern hoch zum Gipfel. Diese müssen über ein Seil erklettert werden. Diese Seil ist etwas waghalsig und sollte nur von erfahrenen in Angriff genommen werden. Der Aufstieg ist allerdings sehr lohnend, denn das Panorma ist ein Traum.

Zurück geht es auf gleichem Wege.

Zeitbedarf: 7 Stunden
Höhenmetere: 1.979hm
Wegstrecke: 20,1km
Erfordernis: Erfahrung bei leichter Kletterei, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

 
Kaltenberg Hütte