Archiv der Kategorie: Wissenswertes

Neues Jahr, neues Glück

Ich habe mir jetzt eine lange „Auszeit“ vom „Bloggen“ gegönnt, was aber nicht heißen soll, dass ich nicht in meinen geliebten Bergen unterwegs war. Nein, ich war sogar mehr, als je zuvor unterwegs. Ich habe mir für 2016 sehr Vieles vorgenommen und werde auch wieder regelmäßiger, nicht ganz so häufig wie zuletzt, posten.

Neben zwei intensiven Ausbildungen, die ich im neuen Jahr in Angriff nehme, soll es aber auch ein Jahr der Erfüllung von einigen Träumen von mir werden, die ich bereits lange hege 😉 und dazu braucht es natürlich gute Vorsätze, die etwas finanziellen Spielraum ermöglichen! Soll heißen, ich gehöre auch zu jenen, die sich für das neue Jahr sehr viel vorgenommen haben 😉 mal sehen, was daraus wird.

Was aber sind meine Träume, die endlich wahr werden sollen in den nächsten Jahren?

  • Inka Trail
  • Tibet Trekking
  • Kanada Trekking

Wie dem auch sei, entsprechend werde ich auch meine Touren in den Alpen anlegen, um mich auf meine Traumerfüllung einstimmen zu können. Eine kleine Brücke nach Tibet habe ich bereits geschlagen …

„Warte nicht darauf, dass Dinge sich ändern, ändere sie selbst.“

oder

„Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst,

wirst du zwischen den Sternen landen“. F. Nietzsche

Ich ziele also Richtung Mond und hoffe, dass es der eine oder andere von euch ebenfalls macht! Denn man ist nie zu alt, um Neues zu entdecken! Ändern wir einige Dinge und starten in das Abenteuer. Ich freue mich schon darauf, mit euch viele Erlebnisse teilen zu dürfen und wünsche euch allen ein erfülltes, glückliches neues Jahr.

Und nicht vergessen, nicht der Erfolg im täglichen Hamsterrad erfüllt uns schlussendlich mit Glück und gibt unserem Leben einen Sinn, sondern wie wir gelebt und geliebt haben und zu anderen Menschen waren.

Oder wie es Walking-Wolf ausdrückt:

„Unser wichtigster Vorsatz ist, uns immer mehr zum „MENSCHEN“ zu entwickeln. Ein MENSCH in unserem Sinne, ist ein liebendes, mitfühlendes Wesen, stark und klar in seinem Sein, unfähig sich selbst oder anderen Leid zuzufügen. Ein Wesen, welches Schönheit sieht und Schönheit sät, sich selbst liebt und Liebe gibt, wo Liebe fehlt.“

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Thomasnacht – die erste der Rauhnächte

Die Wintersonnenwende steht bevor und beginnt mit der dem 21. Dezember des Jahres. Mit der sogenannten Thomasnacht. Diese Nacht geht zurück auf den Apostel Thomas. Thomas war der „Zweifler“ unter den Jüngern Jesu. Thomas war auch jener Jünger, der sich nach dem Pfingstwunder nach Persien und Indien begab. Nicht zuletzt gibt es dort auch heute noch sogenannte „Thomaschristen“.

Die Thomasnacht ist jene Nacht, die im Jahreskreis am längsten dauert und mit dem kürzesten Tag aufwartet.

Die Thomasnacht wird auch die Nacht der Liebenden genannt. Früher wurde in jener Nacht der Partner für das Leben orakelt. Man legte sich hierfür Zettel mit Namen unter das Kopfkissen und zog am Morgen einen davon. In anderen Regionen wiederum sagte man, dass man in jener Nacht vom Partner des Lebens träumt. Wer in dieser Nacht im Traum erscheint, ist laut Aberglauben, der Partner, den man wahrhaftig liebt.

In anderen Bergregionen legte man sich in der Thomasnacht einen Bergkristall in die Hände und ging mit diesem und der Bitte, die wahre Liebe zu offenbaren, in das Reich der Träume. Der Heilige Thomas sorgte dann für die entsprechenden Träume … der beziehungsweise jene, die sich in dieser Nacht in den Träumen offenbarte, war der/die für das gemeinsame Leben.

In Kärnten wiederum war man davon überzeugt, dass man in der Thomasnacht in die Zukunft sehen kann. Jungbauern haben früher das sogenannte „Zaunstecken-Zählen“ veranstaltet. Dabei hat man eine Zahl genannt und hat von der Zauntür ausgehend nach rechts gezählt. Der Stecken auf den man so gelangte sollte Aufschluss darüber geben, wie der künftige Partner aussah.

Auch in Böhmen war man davon überzeugt, dass man in der Thomasnacht seinen künftigen Ehepartner erkennen kann. Dazu werden in der Thomasnacht aus neun Arten verschiedenen Holz Kränze gefertigt. Diese setzt man am Abend auf den Kopf und begibt sich in der Nacht an einen Bach. Im Wasser des Baches soll dann das Gesicht des künftigen Partners erscheinen.

Das Bettstaffel-Treten ist ein Brauch, der den gleichen Zweck erfüllt. Vor dem Schlafengehen tritt man mit dem linken Fuß in den untersten Teil des Bettes und sagt dabei folgende Worte:

„Bettstaffel ich tritt dich, heiliger Thomas ich bitt dich, lass mir erscheinen den allerliebsten meinen.“

Bauernweisheit für die Thomasnacht:

„Friert’s am kürzesten Tage, so ist’s immer eine Plage.“

 

Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Nacht, wunderbare Träume und dass ihr von Verletzungen an den Füßen verschont bleibt. Und wenn du dir nicht sicher bist oder jemand neben dir liegt, der unter Umständen nicht 🙂 … dann stelle lieber keine Fragen 🙂 man muss nicht immer ALLES wissen 🙂

Lostage im schönen April (Bauernregeln)

 

Tag Prognose lt. 100-jährigem Kalender Lostag / Bauernregel
1.-2. April Erneut kalt 2. April: „Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) und gelind.“
3.-5. April Warmes und sehr schönes Wetter 4. April: „Erbsen säe Ambrosius, so tragen sie reich und geben Mus.“

5. April: „Ist St. Vinzent Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.“

6.-7. April Windig und regnerisch
8.-11. April Schönes, warmes Wetter 8. April: „Wenn’s viel regnet am Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.“

10. April: „Leinsamen sollst Du säen am St. Ezechiel.“

12. April Starker Regen, teilweise heftige Gewitter
13.-14. April Schönes Wetter 14. April: „Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach.“
15.-21. April Regnerisches Wetter und teilweise gewittrig 16. April: „Regnet’s stark zu Albinus, macht’s den Bauern viel Verdruß.“
22.-25. April Sehr kalt und windig 22. April: „Wenn vor Georgi regen fehlt, wird man nachher damit gequält.“

23. April: „Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag.“

24. April: „Wenn es friert an St. Fidel, bleibt’s 15 Tag noch kalt und hell.“

25. April: „Leg erst nach Markus Bohnen, er wird’s dir reichlich lohnen.“

26.-29. April Kaltes und trübes Wetter 26. April: „Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen säen.“
29.-30. April Regnerisches Wetter 30. April: „Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.“

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Österliche Bräuche – Brauchtum

Ostern, in der Regel jene Zeit, in der die Krokusse, Osterglocken, Schneeglöckchen und Märzenbecher aus dem Boden sprießen. Eine Zeit, in der die Natur langsam wieder aus ihrem langen Winterschlag erwacht. Einem Schlaf, der in früheren Jahren länger und vor allem intensiver war. Ostern eine Zeit für die letzten Schwünge im Schnee, idealerweise von Sonne begleitet, oder eine Zeit, um die Skier gegen die Bergschuhe zu tauschen. Ostern, eine Zeit, die ähnlich, wie Weihnachten von Bräuchen begleitet wird, die weit zurück reichen.

Das Osterei – lange Tradition

Das Osterei kann auf eine lange Geschichte verweisen. Das sogenannte Pasch-Ei wird nachweislich erstmals 1054 erwähnt und wurde am Ostermorgen als Symbol geschenkt. In der Regel wurde das Ei rot eingefärbt. Erzählt man sich mancher Orts, dass das Ei als Symbol der Auferstehung geschenkt wird, so wurde es damals als Symbol für das Grab Jesu gesehen. Durch das Erhitzen war es hart wie Stein, tot, leblos und kalt. Die heute übermittelte Botschaft hingegen klingt schöner, fröhlicher: Christus ist auferstanden – das Ei als Zeichen der Auferstehung.

Das Ei selbst hat aber seinen Ursprung wohl eher in der Fastenzeit, die in früheren Jahren deutlich intensiver gelebt wurde. In der vierzigtägigen Fastenzeit haben die Christen früher, dank des Fastens, geistig gelebt. Verzichtet wurde auf Fleisch, Fette, Milch, Butter, Sahne und Käse. Auch auf Eier wurde verzichtet, da man diese als flüssiges Fleisch ansah. Da das Frühjahr die beste Legezeit für Hühner ist, entstand dadurch ein Problem. Eier haltbar zu machen ist nicht einfach. Daher entstand der Brauch vom Fastnachthuhn. So wurde auf Umwegen auch die Anzahl der gelegten Eier reduziert.

Die Chinesen haben bemalte Eier schon vor fünftausend Jahren bemalt zum Frühlingsanfang verschenkt. Für die Chinesen ist das Ei ein Symbol der Fruchtbarkeit.

Aber auch für die Juden hat das Ei Tradition. Brezel und Eier stehen symbolisch für den fortdauernden Charakter des Lebens. Daher werden sie bei Trauerfeiern als Speise serviert. Das Ei selbst steht hier für verhindertes Leben und ist ein Symbol der Trauer.

Bei den Christen gelangt das Ei normalerweise in den sogenannten Weihekorb und wird mit anderen Spesen (Osterlamm, Osterfladen, ein Stück Schinken oder Speck, Salz) zum Altar zur Weihe getragen. Die geweihten Speisen wurden dann zum Frühstück verzehrt, da man diese nüchtern essen musste, damit sie, laut Brauchtum, wirken konnten. Mancherorts wurden die Eier „angeditscht“, also an beiden Enden eingedrückt, damit sie die Weihe besser empfangen konnten. In bäuerlichen Regionen wurde das geweihte Ei auch auf dem Acker vergraben, damit eine gute Ernte eingefahren werden konnte.

lebensbaum

Der Osterhase – ursprünglich von der Kirche verpönt

Der Hase selbst war in frühen Jahren ein unter Christen verpöntes Tier. Sein Liebesleben, das als „ausufernd“ angesehen wurde, stieß dabei auf. Deshalb wurde der Hase von gläubigen Christen auch nicht verspeist. Der Hase stand für Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit.

Seit 1800 ist der Osterhase jedoch fixer Bestandteil des österlichen Brauchtums. Wenngleich bereits früher über seine Bedeutung zu lesen ist. Urkundlich wird von sogenannten „Haseneiern“ gesprochen. Damals wurde oft erzählt, dass der Osterhase diese Eier in den Garten legt. Richtigen Einzug in das österliche Fest erhielt der Osterhase durch die Entdeckung des Rübenzuckers und der Süßwarenindustrie, die mit sympathischen Hasen eine neue Absatzquelle in der Frühjahrszeit fand. Der Osterhase wurde als Süßigkeit in vielen unterschiedlichen Formen erfolgreich verkauft.

Der Osterhase selbst, als Symbol für Ostern, war noch vor dem ersten Weltkrieg, in vielen ländlichen Regionen unbekannt. Erst in den dreißiger Jahren war er dann in kaum einer Familie mehr wegzudenken.

Die Tiroler konnte dem Eier legenden Hasen nichts abgewinnen und haben seit jeher von der Osterhenne gesprochen. Kein Wunder, sind sie der Landwirtschaft doch deutlich mehr verwurzelt als viele andere Regionen 😉

In Thüringen, Schleswig-Holstein und Oberbayern war es interessanterweise in der Regel der Hahn, der als Symbolfigur diente. Hoffen wir, dass sie dort nicht denken, er legt die Eier …

huflatich

Pumpermittwoch – die stummen Glocken

In vielen Gegenden verstummen die Kirchenglocken ab Gründonnerstag. Sie sind, so erzählt man, nach Rom geflogen. In Tirol hat man in früheren Jahren, in Gedenken an den nahen Tod Jesu, am Mittwoch vor dem Gründonnerstag die Kerzen gelöscht. Die Finsternis war ein Zeichen der Trauer. Die Gründonnerstagsmesse – das letzte Abendmal – war eine der bedeutsamsten Messen. Der Verrat von Judas stand im Mittelpunkt und wurde am Ende der Predigt mit einem starken Schlagen gegen die Kirchenbänke lautstark hervorgehoben.

Später wurden auch selbst aus Holz hergestellte Geräte mitgebracht, um die Wut, den Ärger und die Trauer zum Ausdruck zu bringen. So hielten die „Ratschen“ Einzug in das österliche Leben. Die „Ratschen“ ersetzten in der Folge die Kirchenglocken, die Stumm blieben bis zur Auferstehungsfeier.

Prozessionen – Grabwachen

Nach wie vor wird in einigen Orten Tirols die Tradition der Grabwachen und Prozessionen intensiv gepflegt. In Arzl und Nauders finden solche statt und die heiligen Gräber werden mystisch geschmückt und nicht selten finden auch heute noch sogenannte Grabwachen statt. Das eigentliche Osterfest wurde am Karsamstag mit der Auferstehungsfeier gefeiert.

Am Ostermorgen selbst kam die dörfliche Gemeinschaft zusammen. Es wurden und teilweise werden sie das heute noch Osterläufe abgehalten. Teilweise musste mit Eiern ein Hindernispacour bewältigt werden.

Emmausgehen und Osterziehen

Auch der Ostermontag hat in der ländlichen Region tiefe Wurzeln. Am Ostermontag wurden die Verwandten besucht. Dieser Brauch geht auf das Evangelium von Lukas zurück, der davon berichtet, dass sich zwei Jünger auf den Weg machten, um in den Ort Emmaus zu gehen. Auf dem Weg dorthin trafen sie Jesu, erkannten diesen aber auf den ersten Blick nicht. Erst als dieser das Brot mit ihnen teilte wurde ihnen bewusst, dass Jesus von den Toten auferstanden sein musste.

Das Osterziehen hingegen – ebenfalls vor allem im Tirol verbreitet – geht es darum, dass junge Burschen am Abend des Ostersonntags durch die Straßen ziehen und aus unaufgeräumten Gärten Gegenstände einsammeln und zum Dorfplatz tragen. Die Besitzer konnten diese Gegenstände, unter Belustigung der anderen Dorfbewohner, dort am Morgen des Ostermontag wieder abholen. In Kematen (liegt bei Innsbruck) wird dieser Brauch noch heute gelebt.

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Die Berge laden zum Träumen ein – Bilder bringen strahlende Erinnerungen

Die Schönheit des Augenblicks, das ist es, was die Faszination der Berge ausmacht. Wenn die Sonne die Täler beleuchtet oder die Berggipfel durch die Wolken dringen, sollte die Kamera am Besten nicht fehlen. Hier ein paar Tipps, wie man die Berge und Touren noch schöner in Erinnerung behält.

Das passende Motiv

Die gute Nachricht; alles kann das passende Motiv sein, die schlechte – jedes Motiv kann schlecht fotografiert werden. Zum passenden Motiv gehört nämlich vor allem auch der richtige Standpunkt. Der entscheidet, ob das Foto einfach nur geknipst oder perfekt wird. Wer mag, kann sich auch gerne mal durch meine Bilder klicken.

Es gibt einen einfachen Trick, um Motiv und Standpunkt zu finden. Formen Sie mit den Fingern ein Viereck und schauen sie sich die Landschaft, die Sie gerne fotografieren wollen, durch dieses Viereck an. Manchmal hilft es, einen intensiven Vordergrund zu haben, wie beispielsweise ein Ast mit den letzten Hagebutten, vor einer Schneelandschaft. Es kann aber auch sein, dass ein Objekt im Hintergrund, ein grünlich schimmernder See zwischen den Gipfeln der Berge, dem Foto den letzten Schliff gibt.

Sonnenaufgang in den Bergen

Das Licht macht den Augenblick

Wenn das Motiv stimmt, ist Geduld gefragt. Geduld ist nicht jedermanns Sache, meine leider auch nicht immer. Wann ist das richtige Licht, um genau diesen Augenblick festzuhalten. In der Regel ist das in den frühen Morgenstunden oder während der Abenddämmerung. Dann sind die Schatten lang und die Kontraste entsprechend intensiv. Doch manche Fotos leben vom gnadenlosen Licht der Mittagssonne. Dies gilt beispielsweise für Winterlandschaften unter strahlender Sonne. Wer sein Lieblingsmotiv in der Nähe seiner Wohnung, oder Ferienwohnung gefunden hat, der sollte sich die Freude erlauben es zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten abzulichten. Manchmal kommen hierbei erstaunliche Ergebnisse heraus.

Die Könige des Lechquellengebirges
Die Könige des Lechquellengebirges

Über allen Gipfeln ist …

… nicht immer nur Ruh‘. Wer fotografiert, lichtet immer auch den Himmel mit ab. Ein perfektes Foto bringt eine Verbindung zu dem, was die Landschaft aussagt und der Himmel zu bieten hat. Gerade wer Gebirgslandschaften fotografiert, kennt das Phänomen. Die gleiche Bergwiese sieht unter blauem Himmel lieblich und unter grauen Wolken furchterregend aus. Ist gar die Wolkenformation von einem grünlichen Gelb durchzogen, eine Farbe die immer auf Unwetter und Hagel hinweist, kann so eine Gebirgslandschaft rasch einen beinahe apokalyptischen Eindruck erwecken.

Drei Schwestern (2.052m) - Halbtagstour auf den Hausberg von Feldkirch

Es ist also der Himmel, der die Stimmung eines Bildes macht. Diese kann durch eine gute Bildbearbeitungssoftware noch unterstrichen werden. Die Grundlagen jedoch muss noch immer der Fotograf selbst schaffen.

Der letzte Schliff mit Bildbearbeitung

Es ist durchaus erlaubt, seine Bilder mit der passenden Bildbearbeitungssoftware zu optimieren. Das schmälert die eigene Leistung keineswegs, im Gegenteil. Je nach Bedarf und Anspruch gibt es eine Fülle von Softwareprogrammen, die zur Bildbearbeitung herangezogen werden können. Auch preislich variieren die Programme sehr stark. Doch der Preis ist nicht unbedingt ausschlaggebend, um seine Bilder zu optimieren. Bei Netzsieger findet man z. B. eine praktische Übersicht der verschiedenen Anbieter und was die einzelnen Programme voneinander unterscheidet.

Das Riedberghorn (1.787m) - ein Traum für JEDERMANN

Für eine optimale Bearbeitung gilt es, einige wichtige Dinge zu beachten. Die erste und beinahe wichtigste Regel lautet: niemals mit der Originaldatei arbeiten. Die Originaldatei ist unantastbar. Duplizieren diese und arbeiten sie mit den Duplikaten. Dort können Sie nach Herzenslust ausprobieren. Die zweite Regel lautet: Weniger ist mehr. Die modernen Bildbearbeitungsprogramme laden zum Spielen und ausprobieren ein. Das dürfen Sie auch gerne tun, doch Sie werden sehr schnell feststellen, dass die Bilder, die am dezentesten bearbeitet wurden, letztlich am aussagekräftigsten sind.

Murmeltier beim Blumenpflücken

Bildbearbeitung am Beispiel der Farbkorrektur

Eine der wichtigsten und häufigsten Bildbearbeitungen ist die Farbkorrektur, vor allem wenn es um Fotos geht, die im Hochgebirge aufgenommen worden sind. Zunächst ist es notwendig, den sogenannten Weißabgleich vorzunehmen. Dies geht bei Fotoshop, indem die Datei mit Camera Row geöffnet wird. Andere Bildbearbeitungssysteme bieten hierbei die „Farbinformation“ an.

Grauner Berg (2.526m) und Pedrosee - hoch über dem Reschensee

Als Erstes messen Sie mit der Pipette den hellsten Punkt auf ihrem Foto. Die Farbe Weiß hat den RGB Wert von 255,255,255. Anhand der Verschiebung der einzelnen Rot, Gelb und Blau Wert erkennen Sie nun den Farbbereich, der verringert, bzw erhöht werden soll. Bei Bildern im Hochgebirge ist das der Cyan-Bereich, also der Blau Bereich. Öffnen sie nun die Farbregler und arbeiten Sie in ganz kleinen Schritten.

Gute Fotos und ergänzende Bildbearbeitung

Ein Foto ist immer so gut, wie sein Fotograf. Daran ändern auch die modernsten Bildbearbeitungsprogramme nichts. Diese jedoch können unterstützend wirken. Dabei profitieren sowohl Profis, als auch Anfänger.

Schafgafall (2.414m) - ein einsamer Gipfel hoch über dem Lünersee

 

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Alt, aber bewährt – Wettervorhersage nach dem 100 jährigen Kalender

Der 100 jährige Kalender ist zwar alt, aber er bewährt sich nach wie vor. Die Prognosen für den letzten Sommer und für den bisherigen Winter waren treffend, was vor allem für die Monate Januar und Februar für Wintersportfreaks hoffen lässt. Grund genug, einen Blick auf die Monate März bis Mai zu werfen.

Ausblick für März 2015

1.März Heftige Winde – Schnee teilweise bis in die Tallagen
2.-3. März Schönes Winterwetter
4.-7. März Regnerisches Wetter
8. März Windiges, sehr trübes Wetter
9. März Deutlich wärmer, regnerisch
10. März Erneut Schneefall
11.-13. März Kaltes, aber schönes Wetter
14. März Regnerisches Wetter; teilweise Schnee bis in tiefere Lagen
15.-16. März Deutlich kälter, aber klar
17.-18. März Stark windig, tlw. sehr heftige Böen
19.-20. März Kalt und windig und es fällt erneut Schnee (tlw. sehr ergiebig)
21.-23. März Kaltes Winterwetter
24.-31. März Frost am Morgen, am Tag Tauwetter

Ausblick für April 2015

1.-2. April Erneut kalt
3.-5. April Warmes und sehr schönes Wetter
6.-7. April Windig und regnerisch
8.-11. April Schönes, warmes Wetter
12. April Starker Regen, teilweise heftige Gewitter
13.-14. April Schönes Wetter
15.-21. April Regnerisches Wetter und teilweise gewittrig
22.-25. April Sehr kalt und windig
26.-29. April Kaltes und trübes Wetter
29.-30. April Regnerisches Wetter

Ausblick für Mai2015

1.-2. Mai Raues, kaltes und windiges Wetter
3.-14. Mai Schönes Frühlingswetter, das nur zeitweise von leichtem Regen unterbrochen wird
15.-22. Mai Kaltes und regnerisches Wetter, zeitweise sogar Hagel möglich
24.-26. Mai Sehr schönes Frühlingswetter
27.-29. Mai Erneut kalt und leichter Regen
30. Mai Der Winter kehrt zurück – es fällt tlw. Schnee bis in die Tallagen

Vorhersage für Januar und Februar 2015

Die Vorhersage nach dem 100 jährigen Kalender für die Monate Januar und Februar findet ihr hier.

Weiterführende Informationen

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Dankbar ist das Gedächtnis des Herzens – Tourenjahr 2014

Das Jahr 2014 geht zu Ende und es ist Zeit etwas rückwärts zu blicken und ein bewegtes Jahr Revue passieren zu lassen. Ein Jahr, das für mich und bergeinvorarlberg.com mehr als nur bewegt war. Anfang 2014 habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, meinen Blog einzustellen und doch habe ich es nicht über das Herz gebracht. Rückblickend betrachtet muss ich sagen, gut, dass ich es nicht gemacht habe.

Statistische Fakten

2013 haben insgesamt 27.118 Leser meinen Blog besucht. 2014 bereits mehr als 101.000. Ein Ergebnis, das mich bewegt, freut und anspornt, auch weiterhin zu Schreiben. Die meisten meiner Leser kommen aus Deutschland (mehr als 50 %) und Österreich (ein Drittel). Aber der Blog darf sich auch über Leser aus der Schweiz, USA, Niederlande und Russland erfreuen.

Überraschungen

Ein tieferer Blick in die Statistik offenbart mir, dass nicht jene Artikel, die ich favorisiert hätte, ganz vorne in der Hitliste rangieren, sondern Beiträge, die mit dem Thema Outdoor und Wandern nur bedingt etwas zu tun haben, mich aber selbst fasziniert haben.

War es zum einen die überraschende Treffsicherheit bei der Wetterprognose des 100 jährigen Kalenders, so haben sich offensichtlich viele, wie auch ich, für die Rauhnächte interessiert. Meine Tourenberichte rangieren, mit Ausnahme von Zwei, nicht unter den Top 10. Vielleicht muss ich 2015 doch mit etwas anderen Kalibern aufwarten J

Top 10 Beiträge in diesem Jahr auf bergeinvorarlberg.com

  1. Der beliebteste Outdoor-/Wanderblog 2014
  2. Camping Plätze im Bregenzerwald und Montafon
  3. 100 jähriger Kalender – ein Sommer nach Plan
  4. 12 Rauhnächte stehen bevor – Wintersonnenwende
  5. 100 jähriger Kalender – ein Winter ohne Schnee?
  6. 5 tolle Wanderziele, die Kinderherzen höher schlagen lassen
  7. Drei wunderschöne Skitouren im Laternsertal
  8. 100 jähriger Kalender – Prognose für Winter 2014
  9. Besler und Beslerkopf – eine herrliche Rundtour auf dem Riedbergpass
  10. Vom Hafelekar zur Rumer Spitze

Die 10 meist geklickten Outdoor-Blogs im Outdoorblog-Verzeichnis

  1. Auf und ab
  2. de
  3. Wusa on the mountain
  4. de
  5. de
  6. Auffi
  7. Via-ferrata.de
  8. Einfach-wandern
  9. de
  10. de

Die beliebtesten Seiten auf bergeinvorarlberg.com

  1. Outdoorblog-Verzeichnis
  2. Gipfelbuch
  3. About
  4. Wanderführer
  5. Unterkünfte

Die beliebtesten Suchbegriffe auf bergeinvorarlberg.com

 

  1. 100 jähriger Kalender
  2. Gipfel des Bregenzerwaldes
  3. Hochkünzelspitze
  4. Tilisuna Berge
  5. Schröcken Mohnenfluh Gipfel

Top 10 Beiträge in diesem Jahr auf alpenguide.wordpress.com

  1. Am Fuße der Mörzelspitze – die Kobelalpe
  2. Eingebettet in schöne Bergidylle – Gasthof Egender in Schönenbach
  3. Luxus-/Wellnesshotels im Bregenzerwald
  4. Nenzigastalpe – eine Alpe, die in herrlicher Gebirgswelt eingebettet ist
  5. Neue Reutlinger Hütte – eine Perle im Verwall
  6. Biberacher Hütte – ein Traum im Hochgebirge
  7. Camping in den Bergen – Alpin-Camping in Bürserberg
  8. Berghotel Körbersee – ein kleines Paradies
  9. Schwarzwasserhütte – Magnet am Fuße des Hohen Ifen
  10. Bad Laterns – im Herzen eines Wander- und Tourenparadies

Danke …

Ich möchte mich an dieser bei Euch allen für die Unterstützung, die Kommentare und das Lesen bedanken. Aus einem persönlichen Tagebuch ist DANK Euch ein öffentlicher Outdoor-/Wanderblog geworden, was ich mir nie erträumt hätte.

Ich wünsche Euch für das neue Jahr Glück, ein erfülltes Leben und viele spannende und eindrucksvolle Erlebnisse in der Natur. Und auch wenn das Jahr 2014 oft nicht von herrlichem Wander- und Tourenwetter geprägt war, hat man eines gesehen und spüren dürfen, rückblickend war auch 2014 ein wunderschönes Touren-/Wanderjahr. Viele schöne, eindrucksvolle Erinnerungen durfte ich erneut einsammeln und ich hoffe, Euch ist es persönlich ähnlich ergangen. Freuen wir uns also gemeinsam auf ein tolles, neues Jahr in der Natur.

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Der Winter kommt nicht, aber die Rauhnächte …

Auf den Winter, den Schnee und weiße Weihnacht ist kein Verlass. Aber die Rauhnächte halten jedes Jahr auf ein Neues Einkehr. Ihnen wohnt ein ganz besonderer Nimbus inne. Mit dem 21. Dezember beginnt die Zeit des Räucherns, der Einkehr und Besinnung.

Thomasnacht – die erste der Rauhnächte

Die Thomasnacht am 21. Dezember ist die erste aller Rauhnächte. Sie läutet eine ganz besondere Zeit ein. Eine mystische, eine von Sagen und Ritualen umwobene. Die Thomasnacht geht auf den Apostel Thomas zurück. Thomas, auch bekannt als der „Zweifler“, war einer der Jünger von Jesu. In den apokryphen Schriften wird Thomas auch als der Zwillingsbruder von Jesu bezeichnet. Und dies obwohl er jener Jünger war, der die Auferstehung erst glaubte, als er seine Finger in die Seitenwunde Jesu legen durfte.

Folgende Volksweisheiten/Sprüche gehen auf die Thomasnacht zurück:

„Frierts am kürzesten Tage, so ist’s immer eine Plage.“

„Wenn St. Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes Jahr.“

 

Rituale, Aberglauben oder doch mehr

Über die Rauhnächte habe ich bereits einiges zusammengetragen (siehe unter weiterführende Informationen oder auch auf http://bergeinvorarlberg.com). Daher möchte ich in diesem Beitrag auf die alten Bräuche, Rituale und auch Vorstellungen, die jene Nächte umgaben eingehen. Sie sind faszinierend und beinahe unglaublich zu gleich.

Brauch/Aberglaube aus Österreich

Um den künftigen Ehepartner zu erkennen, werden am Heiligen Abend, in der Thomasnacht und in der Johannesnacht Kränze aus neun verschiedenen Arten Holz gefertigt. In einer sternenklaren Nacht begibt man sich dann mit dem Kranz auf dem Kopf an einen Bach. Der Volksmund sagt, dass man, wenn man nun ins Wasser des Baches blickt, den künftigen Ehegenossen im Wasser erkennt.

Mythos aus Österreich

Wer in der Thomasnacht einen Spiegel zur Hand nimmt und mit einem brennenden Licht sich auf den Weg ins Freie macht, der kann um Mitternacht, wenn er in den Spiegel blickt, erkennen, was diejenige Person tut, die ihm lieb ist.

Aberglaube aus Niederösterreich

Man soll in der Thomasnacht einen Apfel entzweien und anschließend die darin enthaltenen Kerne zählen. Wenn es eine gerade Zahl ist, dann steht eine baldige Heirat bevor. Andernfalls darf man darauf hoffen und warten. Wird beim Durchschneiden ein Kern gespalten, dann steht Streit bevor. Wenn man gar zwei Kerne durchschneidet, dann steht der Tod des Partners bevor.

Eine spannende Nacht

Wenn man sich in der Thomasnacht anders bettet, sprich den Kopf dort lagert, wo ansonsten die Füße liegen, dann geschieht alles, was man in dieser Nacht träumt, im kommenden Jahr.

Keine Sorge, ich bin nicht abergläubisch und weit davon entfernt all dies zu glauben. Aber es ist wichtig, auch diese Hintergründe zu durchleuchten, wenn es darum geht, zu verstehen, welche Bedeutung den Rauhnächten unsere Ahnen zugestanden haben.

Die besonderen Rauhnächte

Insbesondere der Dreikönigsnacht, dem Heiligabend und dem Tag der Kinder (28.12.) werden und wurden eine ganz besondere Bedeutung zu Teil. Früher war man sogar davon überzeugt, dass in der Heiligen Nacht die Tiere sprechen können. Nicht zuletzt auch deshalb gibt es diesbezüglich Filmmaterial.

Warum gerade zum Jahreswechsel räuchern?

Wie bei vielen Dingen, die wir von unseren Ahnen übernommen haben, hat auch das Räuchern zum Jahreswechsel bei genauerer Betrachtung seinen Sinn. Zum einen haben Heilkräuter in dieser Zeit ihre größte Wirkung, zum anderen sind an den kürzesten Tagen im Jahr die Erdstrahlungen am Höchsten. Dadurch können empfindsame Menschen in dieser Zeit tatsächlich körperliche Probleme haben. Zudem waren die Winter in früheren Zeiten härter und von deutlich mehr Schnee geprägt. Nicht selten war man von anderen Familien und Gehöften viele Tage abgeschnitten. Das Räuchern gab Sicherheit und trug zum Wohlbefinden bei.

Weiterführende Informationen:

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Skifahren, Skitouren: wo kann man derzeit Wintersportvergnügen erleben?

Der wenige Niederschlag und die warmen Temperaturen lassen viele Gebirgsregionen nach wie vor eher herbstlich, als winterlich erscheinen. Nur einige wenige handverlesene Regionen können in die Skisaison starten. Die Aussichten, dass sich das kurzfristig ändert sind nicht rosig. Wo aber kann man derzeit Winterspaß genießen?

Mittelfristige Wetteraussichten

Sowohl der 100 jährige Kalender (Ein Winter ohne Schnee?), als auch hoch moderne Wetterstationen lassen derzeit keine Hoffnungen auf Schnee in absehbarer Zeit zu. Große Skiregionen hätten eigentlich normalerweise dank guter Ausstattung mit Schneekanonen kein Problem damit, doch in diesem Jahr machen ihnen die warmen Temperaturen und der anhaltende Fön Sorgen. Die Inbetriebnahme der Schneekanonen ist derzeit kaum möglich beziehungsweise zielführend. Die mittelfristigen Prognosen sehen keine Änderung der aktuellen Wetterlage vor. Fön und Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad gehören auch in den nächsten Tagen zum Adventsprogramm.

Wo kann man sich derzeit ins Schneevergnügen stürzen?

Eigentlich sollten mit diesem Wochenende beinahe alle Skiregionen in eine schneereiche Ski- und Wintersaison starten. Allerdings musste der Saisonstart vielen Orts verschoben werden. Darunter sind selbst schneesichere Gebiete wie zum Warth.

Im Bregenzerwald ist Damüls/Mellau in die Saison gestartet. Am Arlberg hat Zürs/Lech seine Pforten geöffnet. Im Montafon haben einige höher gelegene Skigebiete den Saisonstart wie geplant durchgeführt. Nichts desto trotz fehlt es auch in diesen Gebieten an einer schönen, ausreichenden Decke des schönen Weiß.

Skitouren?

Konnte man im letzten Advent zu dieser Zeit bereits zahlreiche Touren in Angriff nehmen, so zeigt sich das Bild in diesem Jahr umgekehrt. Derzeit fehlt es an ausreichend Schnee, damit eine Skitour richtig Spaß macht. Derzeit fehlt es in beinahe allen Gebieten an Schnee. Daher warten auch meine Tourenskier (bereits vorbereitet auf die Saison) noch im Keller auf ihren Einsatz.

 

Bleibt zu hoffen, dass der 100 jährige Kalender RECHT behält und zumindest der Januar und Februar schneereiche Monate werden.

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Adventszeit: viel mehr als nur Weihnachtsmärkte und Weihnachtseinkauf

Keine Sorge ich schreibe hier nicht einen kritischen Bericht über die heutige Zeit und ich werde auch nicht moralisieren. Immer wieder habe ich auf meinem Blog über Brauch, Sitten und Praktiken aus früheren Zeiten berichtet. Immer wieder mit Bezug vor allem auf Gebirgstäler und hochgelegene Ortschaften. Das soll auch so bleiben. Als Gebirgsfex interessiere ich mich nicht nur für die Gipfel der schönen Region, sondern auch dafür, wie die Menschen hier früher gelebt haben.

Adventkranz – Brauchtum aus der Hansestadt

 

Der Adventkranz ist kein Brauchtum aus den Gebirgstälern, da er aber heute nicht mehr weg zu denken ist, ähnlich wie der Christbaum, soll auch dieser hier seine Erwähnung finden. Der Theologe Wichern hat den Kranz im Jahr 1839 für seine Kinder gestaltet. Diese fragten immer wieder danach, wie lange es noch bis Weihnachten ist und so machte er einen Kranz aus Holz mit 19 kleinen roten und 4 großen weißen Kerzen. Täglich wurde eine rote angezündet, an den Sonntagen jeweils eine weiße.

Die Tannenzweige, die heute noch oft für den Kranz verwendet werden, kamen erst später (1851) dazu. Sie waren ein Symbol des Lebens und der Hoffnung.

Weihnachtsbaum – Brauchtum unbekannten Ursprungs

 

Ungeklärt ist der Ursprung für den Weihnachtsbaum. 1419 wurde in Freiburg von der Bäckerschaft in der Stadt ein Baum für Kinder mit Naschwerk aufgestellt. 1539 wurde beim Straßburger Münster erstmals ein Weihnachtsbaum aufgestellt.

Barbarazweige – Zeichen der Hoffnung

 

Die Hl. Barbara fiel der Christenverfolgung im 3. Jahrhundert nach Christus zum Opfer. Ihr eigener Vater zeigte sie nach ihrer Taufe an und so wurde sie festgenommen und inhaftiert. Ein verdorrter Kirschzweig, den sie immer wieder mit Wassertropfen benetzte, spendete ihr Trost, denn er begann zu blühen.

In vielen Tälern und Gegenden wird auch heute noch am 4. Dezember der Hl. Barbara gedacht. Es wird ein Obstzweig, bevorzugt Kirsche, in ein Glas Wasser gestellt. Beginnt dieses Gehölz an Weihnachten zu blühen, ist das ein gutes Zeichen. Früher ging man davon aus, dass ein blühender Barbarazweig eine bevorstehende Hochzeit oder eine Kindstaufe im neuen Jahr zu bedeuten habe.

Frauentragen – ein Brauch aus Österreich

 

Vor allem in Tirol und Salzburg war dieser Brauch sehr viel verbreitet. Ein Marienbild wird zu einer Familie getragen und dort über Nacht abgestellt. Gemeinsam wurde dann gegessen, gesungen und gebetet. Das Marienbild wanderte in der Adventszeit von Familie zu Familie und man pflegte so nicht nur den besinnlichen Advent, sondern vor allem die Gemeinschaft in der kalten Jahreszeit.

Kletzenbrot – und die bevorstehende Hochzeit

 

Vieler Orts wurde früher das Kletzenbrot gebacken. Das Kletzenbrot galt als segensreich. Das Ende des Kletzenbrotes, der Schwartling, galt vor allem bei den jugendlichen Männern als Liebesbeweis. Aber auch junge Frauen waren auf den Schwartling aus, denn wer neun von ihnen sammeln konnte, der durfte darauf hoffen, dass eine Heirat im neuen Jahr anstand.

Christstollen – das neugeborene Jesuskind

 

Der Christstollen hat seine Form nicht von ungefähr. Seine Form symbolisierte das frisch geborene Jesuskind. Wer sich nun wundert, der muss wissen, dass früher frisch geborene Babys mit Windeln eingepackt wurden und tatsächlich der Form des Christstollens sehr ähnlich waren.

Weihnachtskrippe – und die Burgkapelle in Hocheppan

 

Das Krippenspiel gehört schon lange zum fixen Bestandteil der christlichen Weihnacht. Um etwa 1200 nach Christus wurde erstmals (urkundlich erwähnt) in der Burgkapelle in Hocheppan im deutschsprachigen Raum ein Krippenspiel abgehalten.

Hl. Nikolaus und seine dunklen Begleiter

 

Der Heilige Nikolaus steht im krassen Gegensatz zu seinen Begleitern, der in vielen Regionen gar düstere Auswüchse annahm. Der Begleiter war in der Regel zur Bestrafung von ungezogenen Kindern dabei. Bekannt ist der Begleiter unter folgenden Namen:

  • Knecht Rupprecht
  • Beelzebub
  • Krampus
  • Hans Muff
  • Pelzprecht
  • Pelzmärtel
  • Rasselbock
  • Klaubauf

Die Perchten und die Rauhnächte

 

Ähnlich, wie auch die Begleiter des Hl. Nikolaus, ist das Brauchtum um die sogenannten Perchten eher düster. Die Erklärungen für diesen Brauch sind unterschiedlicher Natur. In Erscheinung treten die Perchten, wild maskierte Menschen, an den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Heilig Dreikönig. Im Tirol gab es sogenannte Schiachperchten, die in der Nacht und in großer Zahl auftraten und die sogenannten Schönperchten, die am Tag in Erscheinung traten und den Bewohnern Glück und Segen wünschten.

Das Brauchtum um die Perchten ist vor allem in Süddeutschland, Tirol und Salzburg verbreitet.

Anklopfen – Brauchtum der Geselligkeit

 

In vielen Bergregionen war das „Anklopfen“ ein beliebter und gelebter Brauch. Dabei ziehen in kleinen Gruppen junge Männer durch die Ortschaft. Sie sind als Hirten, Josef und Maria verkleidet und spielen die Herbergssuche mit Liedgut nach. Früher war man davon überzeugt, dass man mit dem „Anklopfen“ böse Geister vertreiben konnte.

Weiterführende Informationen

 

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