Archiv der Kategorie: Aktivitäten in den Bergen

Hinteres Jöchle (Brandnertal) – Skitour

Schneelage:

Die Sonne hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet. Auch heute liegen die Temperaturen am frühen Morgen bei gerade null Grad. Pulver gehört der Vergangenheit an, der Schnee ist feucht und schwer. Was auch die Lawinengefahr deutlich erhöht! Bitte daher die Touren gut planen und im Zweifelsfall mit dem örtlichen Tourismusverband die Routen abstimmen.

Route:

Die Tour auf das Hintere Jöchle ist eine wunderschöne Tour, die vor allem durch landschaftliche Reize besticht. Der Anstieg ist steht und nimmt gegen Ende etwas Fahrt auf.

Bis zur Unterzalimalpe steigt man entweder entlang der Skipiste auf oder geht, wie ich, über den Glingaweg hoch. Bis zur Unterbrüggelealpe geht es nun beinahe flach weiter, ehe es heißt: Luft holen für den Anstieg. Durch den Wald geht es nun hoch zur Oberbrüggelealpe. Hier erreicht man zum einen die Waldgrenze und den ersten lohnenden Aussichtspunkt. Eine Alpe, die wirklich traumhaft schön gelegen ist. Und hier fange ich auch die ersten Sonnenstrahlen heute ein.

Aber der Oberbrüggelealpe geht es linker Hand hoch in Richtung Oberzalimhütte, rechter Hand Richtung Hinteres Jöchle. Ab hier steigt man in der Sonne hoch und links und rechts von mir sieht man den Hängen die liebe Mühe mit der Sonne an.

Der letzte Anstieg auf das Jöchle ist der steilste, aber schlußendlich lohnt sich, denn das Panorama ist ein Traum! Und die bevorstehende Abfahrt lässt ja das Herz auch höher schlagen.

Bis zur Oberbrüggelealpe erfolgt die Abfahrt entlang ab dem Aufstieg. Oberhalb der Oberbrüggelealpe links halten und den Spuren durch den Tiefschnee folgen. Es lohnt sich ab hier nicht mehr der Aufstiegsroute zu folgen!

Tourendaten:

Höhenmeter: 1085m

Länge: 12,5km

Einkehrmöglichkeiten: nur in Brand

Die detaillierte Route könnt ihr auch hier abrufen!

Weiterer Tourenbericht zur Region:

Frühlings-Skitour auf die Oberzalimhütte

 

 

Hinweis:

Einmal mehr möchte ich auf das Spenden-Projekt für Nepal aufmerksam machen! Die Kinder in Nepal brauchen unsere Hilfe! Jeder noch so kleine Betrag hilft!

Nepal-Hilfe

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Auf dem Falken – Powder-Genuss pur

Schneelage:

Herrlicher Neuschnee! Die meisten Abfahrten können am Vormittag in reinstem Pulver abgefahren werden! Ein Traum. Eine Schneedecke, die man nur selten so vorfindet! Also raus und ab auf die Skier.

Route:

Am Ende des Lecknertales befindet sich ein geräumter Parkplatz für Winterfreunde. Von hier aus geht es den Spuren folgend linker Hand hoch in Richtung Hochhäderich und auf den Falken. Diese Seite des Lecknertales ist vor allem am frühen Morgen ein Genuss, da man hier in der Regel in den Genuss der Morgensonne kommt.

Der Aufstieg auf den Falken ist einfach und wenig anspruchsvoll. Immer wieder gibt es flache Passagen, die auch Anfänger durchatmen lassen.

Mir gefällt die Tour in Richtung Falken besser, da sie für die Abfahrt mehrere Varianten, aber vor allem längere Abfahrten ermöglicht.

Tourendaten:

Höhenmeter: 667m

Länge: 9,8km

Einkehrmöglichkeiten: keine

Weiterer Tourenbericht zur Region:

Frisches Pulver in den Bergen – Hochhäderich

Hinweis:

Einmal mehr möchte ich auf das Spenden-Projekt für Nepal aufmerksam machen! Die Kinder in Nepal brauchen unsere Hilfe! Jeder noch so kleine Betrag hilft!

Nepal-Hilfe

 

Eine Tour, die jedem Wetter trotzt… – Gurtisspitze

Schönes Wetter ist nicht selbstverständlich und daher braucht es für die etwas „dunkleren“ Tage schöne Alternativen. Die drei Gipfel im Walgau, Gurtisspitze, Zäwas Heil und Goppaschrofa, sind eine ideale Tour, die auch bei Regenwetter in Angriff genommen werden kann und dazu noch einiges zu bieten haben. Eine ideale Tour auch für Familien mit Kindern (vielleicht den Goppaschrofa dann einfach weglassen), denn es gibt viel zu entdecken.

Ausgangspunkt

Hinter dem kleinen Ort Gurtis, der oberhalb von Frastanz liegt, versteckt sich das Alpgebiet Bazora. Hinter dem Weidegatter befindet sich ein kleiner Wanderparkplatz. Allerdings stellt man hier sein Auto auf eigene Gefahr ab. Wer also dem Weidevieh nicht vertraut, sollte sein Auto noch vor dem Weidegatter parkieren.

3 Gipfel – herrliche Wanderwege und bei schönem Wetter ein herrliches Panorama

Vom Wanderparkplatz geht es über herrliche Wiesen, die im Winter eine kleine, aber feine Liftanlage beheimaten, hoch in Richtung Bazoralpe. In der Regel tummelt sich hier sehr viele Kühe, wer also Respekt davor hat, der sollte nicht den Weg über die Wiesen, sondern den Güterweg wählen. Allerdings verpasst man dadurch herrliche Blicke in den Walgau und auf Feldkirch.

Die Stimmung heute ist trotz der dunklen Wolken, oder vielleicht gerade deshalb, traumhaft schön und beeindruckend. Einzelne Sonnenstrahlen suchen immer wieder ihren Weg durch die dichten Wolken, sind aber heute chancenlos. Einzelne Nebelschwaden und Wolkenfelder ziehen durch den Wald und hüllen die meisten Gipfel in einen Mantel der Überraschung.

Blick in den Walgau
Blick in den Walgau

Entlang dem Skilift schlängelt sich der Weg hoch zur Bazoraalpe, die mit einem schönen Blick in den Walgau aufwarten kann. Eine schöne, alte Alpe. Eine Alpe, die es mir angetan hat. Hinter der Alpe führt der Weg in den Wald hinein. Hier gabelt sich der Weg. Linker Hand geht es nun in vielen Serpentinen hoch in Richtung Goppaschrofa. Mittlerweile bin ich auf der Höhe der Wolkenfelder angelangt und die Sicht wird im schlechter und gleichzeitig mystischer.

Salamander
Alpen Salamander

Salamander säumen den Weg und der Nieselregen, der mittlerweile eingesetzt hat zaubert eine herrliche Stimmung in den Wald. Immer felsiger wird das Terrain, der erste Gipfel ist nicht mehr weit. Mit einem letzten Anstieg geht es hoch zur Gurtisspitze, die ansonsten mit einem herrlichen Panorama und schönen Tiefblicken aufwarten kann. Heute ist alles in „Watte“ gehüllt. Am Gipfelkreuz ist eine Gebetsfahne angebracht. Und die hier angeführten zehn Gebote haben was.

Zehn Gebote
Zehn Gebote

Zurück auf den Sattel und an einer kurzen mit Stahlseil gesicherten Stelle geht es hoch zur nächsten Erhebung, die nicht einmal zehn Minuten von der Gurtisspitze entfernt ist, sich aber gut zu verstecken weiß und auch nicht angeschrieben ist. Das Kleinod, die Zäwas Heilspitze. Ein Örtchen an dem man Verweilen kann. Ein Blick ins Gipfelbuch bestätigt die Vermutung, eine Spitze, die von Stammgästen besucht wird. Kein Wunder.

Zäwas Heilspitze
Zäwas Heilspitze

Von hier geht es entlang einer Felswand zur Spitzlewiese. Auch hier tummeln sich viele Kühe. Die Sicht ist nach wie vor sehr schlecht und der Regen hat mittlerweile etwas zugenommen. Ab hier geht es hinunter zum Fuße des Goppaschrofen. Ein letzter heftiger, kurvenreicher und heute etwas rutschiger Anstieg führt hoch zum Sattel und entlang der südlichen Flanke etwas ausgesetzt hoch zum Gipfel des Goppaschrofen. Ein Felskoloss der mich immer schon irgendwie beeindruckt hat. Gott weiß warum. Der ansonsten beängstigende Blick ins Tal fällt heute sehr sanft aus, denn auch hier ist alles in einen dicken Schleier gehüllt.

Von hier geht es zurück zur Bazoralpe. Ein wunderschöne Tour, die nicht sehr anspruchsvoll ist (Ausnahme vielleicht der Goppaschrofa für die etwas weniger Geübten) und mit viel Abwechslung und herrlicher Landschaft aufwarten kann. Bei nassen Verhältnissen wie heute, heißt es die Schritte vorsichtig zu setzen, denn der Boden ist rutschig und teilweise steil.

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Details

 

Wegstrecke 9,9km
Gehzeit 4 – 5 Stunden
Höhenmeter 923m
Höchster Punkt 1.781m Goppaschrofa
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Bazora

 

Weitere Bilder zur Tour

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Karte und Höhenprofil

gurtisspitze wanderkarte
Quelle: Outdooractive.com
gurtisspitze höhenprofil
Quelle: Outdooractive.com

 

 

„Wenn der Weg schön ist,

dann frag dich nicht,

wohin er führt. Geh in

einfach.“ 

   

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Manchmal muss man die üblichen Wege verlassen – Flexenspitze

Die Flexenspitze liegt im Herzen des Lechquellengebirges und gehört zu den markanten Gipfeln, die sich um die höchste Erhebung, die Große Wildgrubenspitze, angesammelt haben. Die Gipfel dort sind einsam und bieten alles, was das Bergfexen-Herz begehrt. Aber sie fordern, was aber auch schön ist. Die heutige Tour auf die Flexenspitze, die eigentlich bis zur Grätligratspitze hätte führen sollen, hatte es in sich und so dann und wann musste ich die üblichen Wege verlassen. Aber auch das muss dann und wann einmal sein, wenn man etwas anderes in seinem Leben erleben möchte. In den Bergen nicht immer ganz ungefährlich, zugegeben, aber heute hat es sich mehr als nur gelohnt.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der findet hier auch eine Haltestelle vor. Was durchaus seinen Reiz hat, da man in diesem Fall nicht auf dem gleichen Wege absteigen muss, sondern die schönere Variante über den Alpsee nach Lech wählen kann. Was mehr als nur lohnend ist!

Auf Wegen ohne Markierung

Gleich vorab: die Tour auf die Flexenspitze erfordert zum einen Orientierungssinn, da es keine Markierungen außer den „Steinmandl“ gibt und zum anderen absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer zudem das Absteigen über losen Schotter nicht mag, der sollte die Tour sofort wieder aus dem Programm streichen! Gerade der Gipfelauf-/abstieg auf die Flexenspitze erfordern zu dem Erfahrung in leichter Kletterei.

Das erklärte Ziel heute ist die Grätligratspitze, die sich hinter der Flexenspitze versteckt. Mein Fuß, der eigentlich nur die Berge gewöhnt ist, ist noch lädiert vom Fußball-Spielen. Aber bei diesem Wetter muss es einfach klappen.

Gebirgsbach auf dem Weg zum Grubenjoch
Flexenbach auf dem Weg zum Grubenjoch

Über die Wiesen, entlang dem rauschenden Gebirgsbach (Flexenbach) steige ich früh morgens (halb sechs Uhr) auf. Als ich auf das Grubenjoch blicken kann, macht sich Enttäuschung breit, denn hier liegen noch mächtige Alt Schneefelder. Vielleicht sollte ich doch besser auf die Große Wildgrubenspitze aufsteigen? Als ich beim Ursprung des Flexenbaches von einem ersten Schneefeld aus in Richtung Grubenjoch blicke und anschließend die mächtige Flexenspitze vor mir sehe, weiß ich, dass ich es probieren muss. Vielleicht mit einer etwas anderen Variante? Noch habe ich großen Respekt vor den Schneefeldern, aber da sich dort auch das Steinwild „tummelt“ ist es vielleicht nicht ganz so schlimm. Ich steige am rechten Rand des Schneefeldes unterhalb der Kleinen Grubenjochspitze auf. Und das macht sogar richtig Spaß, denn immer wieder heißt es etwas mit den Händen zupacken. Ja, so mag ich es. Ab und dann muss man die üblichen Wege einfach verlassen, wie es scheint. Aber Achtung: Ungeübte sollten das im freien Gelände tunlichst unterlassen!

Herrliche Morgenstimmung in den Bergen
Herrliche Morgenstimmung in den Bergen

Direkt unter der Kletterwand zum Grubenjoch komme ich heraus. Heute wähle ich die Umgehung, da selbst in dieser senkrechten Wand noch Schneewehen hängen, das ist mir dann doch etwas zu „haarig“. Auf dem Grubenjoch lacht mir die Morgensonne ins Gesicht und bereits hier erschließt sich ein herrliches Panorama auf meine Lieblinge im Lechquellengebirge. Die Wasenspitze ist noch ummantelt von mächtigen Schneefeldern, aber alle anderen Gipfel sind frei von Schnee und warten auf Besuch.

Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch
Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch

Nach einer kurzen Genuss-Pause an der Sonne geht es weiter in Richtung Flexenspitze. Achtung: hier nicht über den verlockenden Grat ab dem Grubenjoch aufsteigen, sondern die Flexenspitze westlich umgehen. Der Einstieg zum Gipfelsturm ist mit einem „Steinmandl“ versehen, was allerdings etwas gesucht werden will. Von hier aus geht es nun stark ansteigend, über losen Schotter hoch zur südlichen Flanke. Immer wieder auf die einzelnen, wenigen „Steinmandl“ achten. Diese erleichtern die Orientierung. Die südliche Flanke erreicht, geht es auf der östlichen Seite senkrecht bergab, daher gilt es hier die Schritte vorsichtig zu setzen, denn der Grat für den Aufstieg ist schmal und die Felsen hier werden immer loser (zumindest ist das mein Eindruck). Vielleicht haben die Klimaforscher doch Recht …

Morgenstimmung auf dem Grubenjoch
Morgenstimmung auf dem Grubenjoch

Immer wieder muss man Hand anlegen und mit leichter Kletterei kleine Felsen überqueren. Das macht Spaß und erleichtert mir zumindest den Aufstieg. Der Gipfel ist bald erreicht und belohnt mit einem fabelhaften Gipfelpanorama. Eine erste Pause ist mehr als verdient. Schade, dass heute der Himmel etwas trüb ist und dadurch die Fernsicht etwas eingeschränkt ist. Aber selbst ohne die ansonsten grandiose Fernsicht, befindet man sich auf einem wahrhaft herrlichen Gipfel. Leider spüre ich meine Mittelfußverletzung mehr, als mir lieb ist. Nichts desto trotz wandere ich dem Grat entlang in Richtung Grätligratspitze. Da der Schmerz immer stärker wird, entschließe ich mich aber vor dem finalen Anstieg auf den Gipfelsturm zu verzichten, denn immerhin möchte ich ja auch wieder ins Tal kommen und dafür brauche ich auf diesem unwegigen Gelände heute beide Füße.

Auf dem Gipfel der Flexenspitze
Auf dem Gipfel der Flexenspitze

Der Abstieg von der Flexenspitze über das lose Gestein ist mit meinem Bein heute sehr mühsam und erfordert sehr viel Feingefühl. Und so versuche ich das Bein so gut wie möglich zu schonen, was bei diesem Gelände nicht einfach ist. Auf jeden Fall bin ich froh, als ich wieder auf dem Grubenjoch stehe.

Die schöne Grubenjochspitze
Die schöne Grubenjochspitze

Um schneller talwärts zu kommen, entscheide ich mich für die Abfahrt mit den Bergschuhen über das vor mir liegende Schneefeld. Achtung: auch das ist absolut nicht empfehlenswert, wenn man sich mit Alt Schneefeldern nicht auskennt! Eine tolle Entscheidung, denn auf den Schuhen geht es wie auf Skiern zur Sache und so überwinde ich eine ansonsten von Schotter geprägte Strecke in nur 10 Minuten, für die man ansonsten gut und gerne 30-40 Minuten benötigt. Den Spaß, den ich dabei hatte, ließ jeden Schmerz im Bein vergessen! Einfach ein Traum.

Alt Schneefeld - rasante Abfahrt
Alt Schneefeld – rasante Abfahrt

Eine herrliche Tour, die nicht jedermanns Sache ist, aber für einsame Gebirgsjäger vielleicht zu den schönsten gehört.

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Details

Wegstrecke 6,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 942m
Höchster Punkt 2.627m Flexenspitze
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine – auf dem Flexenpass bzw. in Zürs J
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

Weitere Bilder zur Tour

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Karte und Höhenprofil

karte - flexenspitze
Quelle: outdooractive.com
flexenspitze - höhenprofil
Quelle: Outdooractive.com

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Mancher Irrweg ist ein Glücksfall

Vielleicht war es der Frust über das schlechte Wetter und die „geplatzte“ Trekking-Tour im Südtirol, die mich heute nochmals einen Versuch im Gebirge unternehmen ließ und das abseits der üblichen Wege auf meine Gipfel. Etwas, das man, zugegeben, eigentlich nicht machen sollte. Aber in diesem Fall war es lohnend, vielleicht aber auch ein Glücksfall.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für die Tour auf die Maroispitze und den Knödelkopf ist der Wanderparkplatz auf der Alpe Rauz (kurz vor dem Arlbergpass). Die Alpe Rauz kann auch sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Wer sich einige Höhenmeter ersparen möchte, aber auf das Gipfelglück nicht verzichten möchte, der kann von Stuben aus mit der Sesselbahn bis zum Albonagrat hochfahren. Für mich ist das nichts J

Auf Wegen ohne Markierung

Bei der Alpe Rauz wechselt man die Straßenseite und steigt auf noch markierten Wegen über die Stubigeralpe hoch bis zur Mittelstation der Sesselbahn. Wer lieber auf markierten und gut befestigten Wegen wandert, der bleibt hier auf dem Paul-Bantlin Weg. Alle anderen folgen meinen Spuren, die auf nicht beziehungsweise nur sehr selten markierten Wegen entlang der Sesselbahn und den Pisten des Winters hochführen. Ich habe mich für diese Variante entschieden, da sie ruhiger, einsamer und für meinen Geschmack auch schöner ist. Man durchwandert hier schöne Hochmoore, quert wilde Bergbäche und hat einen herrlichen Wasserfall vor der Nase. Aber man erreicht auf diesem Wege vor allem die schönen Maroiseen.

Gebirgsbach
Gebirgsbach

Ab der Halbstation wird der Weg immer alpiner und führt steil bergwärts. Die Spuren des Winters sind noch zu sehen. Immer wieder quert man Alt-Schneefelder und die Natur kämpft sich erst langsam durch die einst dicke Schneedecke und doch blühen hier und da schöne Alpenrosen in voller Pracht. Aufgrund des regnerischen Wetters der letzten Tage rauschen die ansonsten sehr mageren Gebirgsbäche mit voller Kraft ins Tal und der ansonsten kleine Wasserfall zeigt sich heute in voller Pracht.

Kurz vor der Bergstation der Albonabahn erreicht man die herrlich gelegenen, dunkel farbenen Maroiseen. Ein Plätzchen, das für eine erste Pause einlädt und zum Träumen verleitet.

Morgenerwachen am Arlberg

Unterhalb der Bergstation geht es nun auf schönen Wanderwegen hoch in Richtung Maroijöchle (2.380m). Der Blick auf das Klostertal und das Lechquellengebirge ist von hieraus besonders beeindruckend. Wer möchte, kann auf dem Maroijöchle die Route verkürzen und über die Kaltenberghütte (geöffnet ab Ende Juni) wieder absteigen nach Stuben oder zur Alpe Rauz. Für mich ist das nichts und daher geht es von hier aus hoch zur Maroispitze (2.548m). Die Wolken verdichten sich bereits und der Wind braust kalt und eisig um meine Ohren. Daher verzichte ich hier auf eine Pause und steige wieder ab zur Bergstation um von hier aus auf dem westlichen Rücken des Knödelkopf aufzusteigen.

Maroisee
Maroisee

Der Knödelkopf ist zwar ein unscheinbarer Gipfel, aber bietet einen herrlichen Blick auf das Lechquellengebirge, den Verwall und das Klostertal. Für mich also immer ein lohnendes Ziel. Auch hier ist es eisig, aber eine Pause ist mehr als verdient und immerhin soll man ja die Berge genießen und auf einem derart einsamen Gipfel fällt mir das besonders leicht. Und als halber Tiroler fühlt man sich hier besonders wohl, denn auf dem Gipfel des Knödelkopfs kann man zwischen Vorarlberg und Tirol wandern 😉

Blick ins Lechquellengebirge
Blick ins Lechquellengebirge

Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg. Wer gerne Abwechslung hat, der kann auch über den wunderschönen Berggeistweg nach St. Christoph am Arlberg absteigen und von dort entweder zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Alpe Rauz fahren.

Details

Wegstrecke 14,6km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 1.109m
Höchster Punkt 2.522m Marospitze
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine – in Stuben J
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Alpe Rauz

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Karte und Höhenprofil

Maroispitze
Quelle: outdooractive.com

knödelkopf höhenprofil

„Es ist nicht leicht,

Glück in sich selbst zu finden,

aber unmöglich,

es anderswo zu finden.“

Agnes Repplier

 

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Manchmal kommt es anders, als man denkt…

Wer in die Berge geht, der muss damit rechnen, überrascht zu werden, quasi wie im echten Leben. Selbst die beste Planung und Vorbereitung hilft nichts, wenn das Leben seine Streiche spielt. Und so ist aus einer geplanten mehrtägigen Trekking Tour im Südtirol ein kurzer Ausflug in den Winterraum der Augsburger Hütte geworden und hat mit dem Abbruch der Tour geendet. Was bleibt, ist die Hoffnung auf schöne Tagestouren im schönen Ländle.

 

Die Wetterprognosen für diese Woche waren alles andere gut und deshalb habe ich mir gleich mehrere Touren im ganzen Südtirol zu Recht gelegt. Aber schon bei der Anfahrt auf den Reschenpass wurde klar, dass es ein sehr feuchtes Unterfangen werden würde. Da der Regen immer heftiger wurde und auch die Sicht zu wünschen übrig ließ, habe ich mich auf die Wetterprognosen konzentriert und mich aufgrund dieser für die Umkehr ins nördliche Tirol entschieden. Da man vom Schönsten irgendwann genug hat, habe ich mich in Landeck, eigentlich Grins, dazu entschieden, trotz starker Bewölkung in Richtung Augsburger Hütte aufzubrechen.

Feucht, nass und kalt

Augsburger Höhenweg

Im Kopf geplant hatte ich bereits den Augsburger Höhenweg. Schön, wenn man so viele gute Ideen hat und diesen auch brav Folge leistet. Und so trotzte ich den widrigen Bedingungen und stieg in Richtung Augsburger Hütte auf. Ein kalter Wind und dichte Nebelschwaden begleiteten mich dabei. Das einzige was blieb, war in Wehmut an vermeintlich angenehme Temperaturen im Südtirol zu denken.

Der Aufstieg zur Augsburger Hütte ist eine schöne Wanderung, die landschaftlich einiges zu bieten hat und etwa drei Stunden dauert. Bereits in der Hälfte des Weges war heftiger, kühler Regen mein Begleiter und meine an und für sich gute Ausrüstung war quasi einem Extremtest ausgesetzt. Im oberen Drittel des Weges, der durch die Gasilschlucht führt, erschwerten einzelne Schneefelder (bei diesen Verhältnissen) den Aufstieg etwas. Durchnässt und ausgefroren erreichte ich die Augsburger Hütte, die erst kommende Woche für Tagesgäste ihre Pforten öffnet. Gott sei Dank war der Winterraum geöffnet und mein Glück, dass ich für Outdoor Trekking vorbereitet war, denn Wasser und Holz sind in diesem eigentlich angenehmen Winterraum, Fehlanzeige.

Augsburger Höhenweg

Ausgefroren packte ich mich in Schlafsack und Decken ein und studierte den Wetterbericht. In der Hoffnung, dass ich Morgen bei Sonnenaufgang in Richtung Gatschkopf aufbrechen kann und vielleicht sogar noch die Parseierspitze mit ins Gepäck einpacken kann.

Pünktlich um fünf Uhr ging mein Wecker. Nach wie vor war mir kalt und der Blick nach draußen ließ nichts Gutes vermuten. Meine Tagesplanung schien einmal mehr für die Katze zu sein. Dichte Nebelschwaden, ein kalter Wind und Regen ersetzten den erhofften Sonnenaufgang. Noch ist nicht aller Tage Abend und die Hoffnung auf einen Wetterumschwung blieb bestehen. Aber auch nach einer heißen Tasse Kaffee, immerhin eine Stunde später, machte das Wetter keine Anstalten auf Änderung. Beim Packen des Rucksackes und Aufräumen des Winterraumes keimte immer wieder die leise Hoffnung auf …

Augsburger Höhenweg

Aber spätestens, als ich in voller Montur vor der Hütte stand, war klar, an einen Aufstieg war nicht zu denken und so hieß es absteigen. Leider nicht über die Hummel-Leiter, sondern über den Normalweg. Einmal mehr kämpfte ich mich durch strömenden, kalten Regen und eine katastrophale Sicht. So gesehen ein Glück, dass ich mich gegen den Aufstieg entschieden habe.

 

„Leben bedeutet:

Loslassen und aus Fehlern lernen.

Tränen wegwischen und lächeln.

Die Vergangenheit akzeptieren und

die Zukunft leben.

Weiterkämpfen obwohl die Kraft

fehlt….“

Mehr Bilder zur Tour

findest auf auf meiner Facebookseite.

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5 Wanderungen und Bergtouren für den Frühsommer

Der Frühling lockt mit seiner Farbenpracht. Bergwiesen erwachen aus ihrem Winterschlaf und sind übersäht mit herrlichem Enzian, Berg Anemonen und anderen herrlichen Frühlingsbooten. Und doch gilt es im Frühjahr Vorsicht walten zu lassen. Alt-Schneefelder, nasse Wiesen und andere unliebsame Begleiter können den Ausflug in die schöne Bergwelt sehr schnell zum Albtraum werden lassen. Daher ist die Tourenplanung gerade zu dieser Jahreszeit besonders wichtig. Die hier angeführten Touren sind bei „normalen“ Wetterverhältnissen, also wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt, ein wahrer Frühlingstraum

1.     Mottakopf im Brandnertal

Mottakopf

Der Hausberg vom kleinen, idyllischen Bergdorf Brand steht wie ein Wächter im Süden von Brand. Der Aufstieg erfolgt von der Südseite des Gipfels über herrliche Wiesen und immer wieder an herrlichen rauschenden Gebirgsbächlein. Die Tour auf den Mottakopf ist ein wahres Naturerlebnis und entlohnt den fleißigen Naturfreund mit einem beeindruckenden Gipfelpanorama. Im April beziehungsweise Mai kann es, je nach Wetterlage, immer wieder kleine Reste von Schneefeldern geben, die aber in der Regel keine große Gefahr darstellen. Der Mottakopf ist so gesehen ein echter Gipfel des Frühsommers.

Brand von Oben – Hausberg Mottakopf

2.     Zafern Horn im Großen Walsertal

Zafern Horn

Das Zafern Horn ist quasi der Hausberg der Faschina. Zugegeben auf den ersten Blick kein beeindruckender Gipfel, aber er hat einiges zu bieten und kann gerade gegen Ende Mai und Anfang Juni mit herrlich blühenden Wiesen und einer Artenvielfalt aufwarten, die zu begeistern weiß. Die Tour auf das Zafern Horn kann auch als Rundtour oder im Kombipack mit dem Hochlicht angelegt werden. Der Aufstieg erfolgt entlang wunderschöner alpiner Bergwege und gewinnt an Reiz, wenn man entlang des südlichen Grates aufsteigt. Das Panorama auf dem Gipfel lässt nichts vermissen und bietet einen Blick bis zum Bodensee und tief in den Rätikon hinein.

Zafernhorn – Blick auf die Riesen in Vorarlberg

3.     Drei Schwestern am Eingang des Rätikon

Drei Schwestern

Die Drei Schwestern sind quasi der Hausberg von Feldkirch. Was man hier kaum erwartet, wird Wirklichkeit, sobald man die Alpwege verlassen hat und auf alpinen Wegen empor zu den lieblichen Schwestern steigt. Man befindet sich, man kann es kaum glauben, in einer alpinen, beinahe hochalpinen Landschaft. Die Drei Schwestern sind zudem Teil einer Sage und wenn man dieser glauben darf, in ihrer schroffen Art, sogar weiblich. Das Gipfelpanorama auf dem Gipfel ist sagenhaft und die herrlichen Alpwiesen sind vor allem im Frühsommer ein wahres Naturerlebnis.

Die Drei Schwestern und der Garsellakopf

4.     Winterstaude im Vorderen Bregenzerwald

Winterstaude

Die Winterstaude ist beinahe zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Nicht ohne Grund gehört er zu einem beliebten Ziel vieler Bergfexen. Je nach Schnee- und Wetterlage kann man bei der Aufstiegsvariante variieren, denn der von mir geliebte Aufstieg über den „Hasenstrick“ ist gerade bei Alt-Schneefeldern nicht empfehlenswert. Die Wiesen, die dem Gipfel zu den Füßen liegen, warten mit einer herrlichen Artenvielfalt auf und sind ein wahrer Genuss für die Seele. Der Gipfel der Winterstaude bietet zudem einen herrlichen Blick auf die umliegenden Gipfel des Vorderen Bregenzerwaldes und reicht bis zum Bodensee.

Winterstaude – Gipfelsturm über die östliche Flanke

5.     Riedberhorn, das Tor zum Allgäu

Riedberghorn

Auch das Riedberghorn gehört zu jenen Gipfeln, die zu jeder Jahreszeit zu begeistern wissen und zudem auch für weniger Geübte geeignet ist. Für mich gehört er zudem zu jenen Gipfeln, auf denen der Sonnenaufgang einen besonderen Reiz ausübt. Im Frühling wartet der Aufstieg zum Gipfel mit wunderschönen Alpenblumen auf. Zudem beeindruckt das Panorama, was man kaum erwarten würde, auf dem Gipfel. Die Wanderung kann beliebig ausgedehnt und verkürzt werden und eignet sich daher auch ideal für einen Ausflug mit Kindern in die Bergwelt des Allgäu.

Morgenerwachen auf dem Riedberghorn

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Bei den Walsern zu Gast – Novaspitze und Marul

Eine schöne Wanderung im hinteren Walsertal beginnt bei der der Hubertuskapelle in Marul. Ein schmaler, dicht bewachsener Weg führt hinab zum rauschenden Marul Bach. Wer möchte, der kann sich dieses Stück des Weges auch sparen und noch ein Stückchen mit dem Auto bis zum Wanderparkplatz fahren. Aber irgendwie wäre es schade darum …

 

Von hier geht es durch den schönen Waldweg, entlang dem Marul Bach (Achtung: nicht auf dem Fahrweg bleiben, sondern den schönen Wanderweg entlang dem Marul Bach wählen) in Richtung Untere Nova Alpe. Auch hier bleibt man auf der rechten Seite des Baches, bis man entlang dem Faludrigbach in Richtung Weisses Rössle (2.214m) wandert.

Von hier geht es entlang dem tosenden Bächlein hoch zur Alpe. Ein schöner Anstieg, der immer wieder durch schöne Blicke auf den Bach und das Tobel zu beeindrucken weiß. Bei der Faldudriga Alpe zweigt sich der Weg. Links führt er hoch zum Schwarzen Fürkele, wir halten uns rechts in Richtung Fürkele und steigen nun im Rücken der Novaspitze hoch. Vor uns liegt die Gamsfreiheit (2.211m), der Novakopf (2.093m) und das Weiße Rössle (2.214m). In unserem Rücken der schöne Schafberg (2.413m) und der Blick auf das Schwarze Fürkele, das das Tor zur Roten Wand (2.704m) darstellt.

Ab dem Fürkele (1.937m) geht es bergab Richtung Novaalpe und Marul. Ein schöner Alp- und Wiesenweg führt hinab zum Lasanggabach.
 
Eine schöne Rundtour, die angesichts der vielen schönen Bächlein und Eindrücke auch gut mit Kindern gegangen werden kann.
 
Gerade am Marul Bach lässt sich der Tag herrlich mit einem schönen kühlen Bad ausklingen.

 Details:

 Wegstrecke 16,3km
Gehzeit 6 1/2 – 7 1/2 Stunden
Höhenmeter 1.121m
Höchster Punkt 1.937m Fürkele
Einkehrmöglichkeiten Walserklause in Marul
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Marul

 Karte/Höhenprofil:

novaspitze
Quelle: outdooractive.com

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Zafernhorn (2.107m) – Blick auf die Riesen in Vorarlberg

Der Wonnemonat Mai und ein freier Tag ziehen mich bei herrlichem Frühlingswetter in die Berge. Die Planung hätte mich auf das Karhorn bei Warth geführt, der Schnee auf den Gipfeln des Rätikon hat mich aber davon abgehalten. Vom Schnee habe ich eindeutig genug und daher geht es ab in Richtung Faschina. Die Berge hier sind – mit Ausnahme einzelner Schneefelder – im Frühlingsgewand, genau so wie es sein soll.

Schneelage

Auf der Ostseite des Zafernhorn muss man noch einzelne Schneefelder queren. Wie auch der Grat beim Aufstieg in Richtung Hochlicht noch teilweise mit Schnee bedeckt ist. Mit etwas Vorsicht stellen diese Schneefelder aber kein Problem für den Auf- und Abstieg dar. Wer es etwas vorsichtiger anlegen möchte, der wählt den Normalweg auf beide Gipfel und ist damit auf der sicheren Seite.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist Faschina. Direkt bei der Talstation der Liftanlagen kann man hier sein Auto parkieren oder aber auch gemütlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Der Bus verkehrt regelmäßig und direkt beim Ausgangspunkt befindet sich eine Haltestelle.

Strahlender Sonnenschein, blühende Wiesen

Von der Faschina aus wandert man Richtung Osten. Mit mäßigem Anstieg geht es auf einem Schotterweg hoch zur Bartholomäus Alpe. Die steil abfallende Nordflanke des Zafernhorn hat man dabei immer vor Augen. Bereits von der Bartholomäus Alpe aus hat man einen herrlichen Blick auf Damüls und das Bregenzerwald Gebirge.

Der mächtige Zitterklapfen
Der mächtige Zitterklapfen

Ab der Alpe wandert man endlich auf schönen alpinen Pfaden. Der Pfad schlängelt sich hoch zum Joch. Latschenkiefer, herrliche Wiesen, die bereits mit Enzian, Huflattich und Schlüsselblumen übersäht sind, und einzelne kleine Schneefelder wechseln sich ab. Bereits auf dem Joch lässt sich das Panorama auf dem Zafernhorn erahnen. Denn bereits hier blickt man auf den mächtigen Zitterklapfen, das Gräshorn und die anderen herrlichen Gipfel dieser Region.

Schneefelder auf der Ostflanke des Zitterklapfen
Schneefelder auf der Ostflanke des Zitterklapfen

Unterhalb der Ostseite des Zafernhorn geht es nun über Schneefelder hinüber zum anderen Sattel. Die Querung ist kein Problem. Allerdings sind hier Gamaschen von Vorteil. Immer wieder kann man erahnen, welche Schneemengen hier im Winter gelegen sind. Auf dem Sattel, den man über einen gesicherten Steig (unproblematisch, auch für weniger Geübte) erreicht, entscheide ich mich direkt von hier über die südliche Flanke entlang dem Grat aufzusteigen. Damit wird der Gipfelsturm etwas wild romantischer und abwechslungsreicher.

Blick ins Bregenzerwald Gebirge
Blick ins Bregenzerwald Gebirge

Entlang dem Grat blühen bereits die Alpenblumen und sattes gelb, blau und weiß wechseln sich im schönen Farbspiel ab. Der Gipfel des Zafernhorn ist bald erreicht. Das Panorama und die Fernsicht sind heute ein Traum! Die mächtige Nordseite der Roten Wand, der Zitterklapfen in seiner vollen Pracht, die Gipfel im Rätikon und im Großen Walsertal liegen hier direkt vor der Nase. Auf der anderen Seite blickt man beinahe (gefühlt) bis zum Bodensee und hat die schönen Gipfel des Bregenzerwald Gebirges vor sich.

Rote Wand
Rote Wand

Das schöne Wetter lässt mich hier etwas verweilen. Über den Normalweg steige ich ab zur kleinen Kapelle auf dem Sattel. Der Fahrweg zur Zafera Alpe wurde frei gefräßt und die Wände stehen noch mit 2 Metern Höhe links und rechts von mir.

Kapelle auf dem Sattel
Kapelle auf dem Sattel

Von hier aus steige ich entlang dem Kamm hoch in Richtung Hochlicht. Immer wieder muss ich am Grat Schneewehen und Schneefelder ausweichen und so bin ich dann doch irgendwie froh, dass ich bald den Normalweg erreicht habe und von hier den Gipfelsturm machen kann. Auch wenn das Hochlicht kaum begangen wird, da es umgeben ist von beeindruckenden Gipfeln, hat man von hier einen wunderschönen, lohnenden Blick auf die umliegende Gebirgswelt.

Blick zum mächtigen Zitterklapfen
Blick zum mächtigen Zitterklapfen

Der Rückweg zurück zur Faschina erfolgt auf gleichem Weg. Vielleicht auch deshalb, weil ich jetzt in Bezug auf die Schneefelder etwas auf den Geschmack gekommen bin J

 

Details:

 

 Wegstrecke 12,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 877m
Höchster Punkt 2.109m Hochlicht
Einkehrmöglichkeiten Zu dieser Jahreszeit keine!
Parkmöglichkeiten Faschina

 

Karte/Höhenprofil:

 

Wegstrecke
Quelle: Outdooractive.com
Höhenprofil
Quelle: outdooractive.com

Outdoorblog Award 2015 – auf zum Gipfelsturm

Der Outdoorblog Award wird heuer zum dritten Mal vergeben. Nur noch bis Ende Juni können die Leser für Ihren Favoriten stimmen und dabei tolle Preise gewinnen.

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