Archiv der Kategorie: Urlaub in den Alpen

Wandern kann man auch im Winter

Viele verbinden Wandern mit Frühling, Sommer und Herbst. Aber Wandern ist auch in der kalten Jahreszeit mehr als nur schön und erholsam. Die schönen, weißen Schneekristalle verzaubern die Seele und die Ruhe der verschneiten Landschaft hüllt die oftmals von Stress geplagte Seele in einen warmen, behaglichen Schleier, der wahre Wunder wirkt. 

Auf in das Wintermärchen Österreichs

Funkelnde Eiskristalle, blitzblauer Himmel und die strahlende Wintersonne, so empfangen die Wanderdörfer in Österreich ihre Besucher. In beinahe allen Wintersportregionen treffen dabei die Wanderbegeisterten auf gut präparierte Winterwanderwege. Viele herrliche Tipps und Routen findet ihr hier. Wer es einmal probiert hat, das wohltuende Gehen, der kann den Winter auch gut ohne Skier überstehen.

(c) Ötztal Tourismus, Ewald Schmid
(c) Ötztal Tourismus, Ewald Schmid

Der Winter, mit seinem Schnee, seiner klaren Luft und dem Eis hat für Geist und Seele eine wohltuende Wirkung. Wer einmal einen Winterurlaub genossen hat, der weiß, welchen Erholungswert diesem inne wohnt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Dich mit Schneeschuhen, Skiern, Langlaufskiern oder Bergschuhen durch das schöne Weiß bewegst, denn Spaß macht hier wirklich alles und wo der Spaß Einzug hält, da lacht das Herz.

Winterwandern
Bregenzerwaldgebirge

Mit Kindern macht zum Beispiel der Ausflug auf eine Rodelbahn so richtig Spaß. Die Begeisterung der Kleinen kennt dabei keine Grenzen. Nach ausgiebiger sportlicher Betätigung wärmt das romantisch knisternde, offene Feuer in der Hütte oder der Unterkunft. Die wohlige Wärme des Feuers, der dampfende Punsch oder Tee in der Hand runden einen rundum gelungenen, aber vor allem gesunden Tag an der frischen Bergluft ab.

Wandern über den Wolken…

In der Region Schladming-Dachstein geht’s rauf auf die Hochwurzen, die Planai, den Dachstein und den Galsterberg. Keine Sorge für Winterwanderer gibt es hier eine kostengünstige Alternative zu den herkömmlichen Liftkarten für Skifahrer. Und endlich oben angelangt? Wartet eine Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch. Nicht weit von hier entfernt, in der Ramsau, wird ebenfalls dem Winterwandern gefrönt. Hoch oben auf dem Sonnenplateau warten hier 70 Kilometer markierte und bestens präparierte Winterwanderwege auf Sportbegeisterte.

(c) Ötztal Tourismus, Ewald Schmid
(c) Ötztal Tourismus, Ewald Schmid

Von den Bärentatzen zur Winterauszeit…

„Auf die Bärentatzen, fertig, los!“, heißt es im Montafon. Die atemberaubenden Gipfel des Rätikon, der Silvretta und des Verwall begeistern wirklich jeden. Schneeschuhwanderer freuen sich hier auf 150 Kilometer an Routen. Winterwanderer dürfen sich über 290 Kilometer präparierte Winterwanderwege freuen. Für all jene, die es besonders romantisch mögen, gibt es sogar geführte Wanderungen bei Nacht. Eine Abenteuernacht auf dem Golm mit Lagerfeuer und einer rasanten Abfahrt mit dem Flying Fox haben es in sich.

Montafoner Winterbergwelt
Montafoner Winterbergwelt

Wintermärchen im Großarltal

Nicht weniger verzaubert das Großarltal am Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern. Auch hier kann man den Winter abseits der Skipisten in voller Pracht genießen. Egal, ob Du eine geführte Schneeschuhwanderung machen möchtest oder ob Du auf einsamen Pfaden mit Deinen Liebsten wandern möchtest, hier bist Du richtig. Glitzernde, tief verschneite Gipfel sorgen für das richtige Ambiente. Wer etwas Besonderes erleben möchte, der geht mit Guides zum Eisklettern und durchsteigt gefrorene Wasserfälle. Der Verein „Berg-Gesund“ bietet ein tolles Programm für all jene, die sanft in den Wintertraum einsteigen möchten.

Wandern für die Gesundheit

Viele von uns können mit dem Wort „Seele“ nicht mehr wirklich etwas anfangen. Für all jene, kann und soll aber die Gesundheit (sorry: hängt auch mit dem Wohlbefinden der Seele zusammen) im Vordergrund stehen. Das schöne am Winterwandern ist, dass jeder die für sich richtige Dosis wählen kann. Jeder kann hier für sich die optimale Dosis bestimmen und das soll man auch. Denn schlussendlich hängt der gesundheitliche Effekt stark davon ab, dass man sich auch nicht überfordert. Durch das Wandern wird der Bewegungsapparat gestärkt und gleichzeitig Kondition aufgebaut. Das Bergwandern fördert zudem die Trittsicherheit, also den Gleichgewichtssinn.

Bregenzerwaldgebirge
Bregenzerwaldgebirge

Entscheidend für den Erfolg, aber auch die Freude am Wandern ist, dass man die Tour gut vorbereitet und plant und vor allem gut auf sich abstimmt. Wanderst Du mit Freunden, dann stimme die Tour auf den am wenigsten trainierten ab!

Plane Pausen, ausreichend davon, ein, um Dein Herz-Kreislaufsystem nicht zu überfordern. Viele Unfälle in den Bergen passieren, weil man eben dieses überfordert.

Montafoner Winterbergwelt
Montafoner Winterbergwelt

Wenn Du Deine erste Bergwanderung planst und Du nicht ganz so viel in Deinen Rucksack packen möchtest, dann mache eine Hüttenwanderung („Von Hütte zu Hütte“). Dein Gepäck wird dadurch leichter und Du kannst zudem die Gastfreundschaft und gute Küche in den Bergen genießen!

Stimme und gewinne …

Stimme für Deinen Lieblings Outdoor-/Wanderblog und gewinne einen der tollen Sachpreise. Zur Wahl stehen in diesem Jahr über150 deutschsprachige Outdoorblogs. Neben tollen Outdoor-Ideen wirst Du auf diesen tollen Blogs auch Vieles andere lesenswerte finden. Mit persönlichen Tipps, Tricks und Vorschlägen wird nicht gespart. Ein wahrer Fundus für echte Outdoor-Freaks.

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Hüttentour durch Rätikon und Silvretta

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Wer eine auf der Suche nach einer mehrtägigen Hüttentour ist und auch etwas Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringt, für den ist die hier vorgestellte Tour ein echter Leckerbissen! Die Hüttentour führt durch den Rätikon und die Silvretta und beeindruckt durch eine landschaftliche Schönheit, die ihres Gleichen sucht. Echte Gebirgstiger und Kletterfreaks können zudem die Einzeletappen mit herrlichen Berggipfeln abrunden.

1.     Tag – Gargellen – Tübinger Hütte

 

  • Wegstrecke                     12,2km
  • Höhenmeter                    1.267m
  • Dauer                              4 ½ – 5 ½ h

Ausgangspunkt für diese herrliche Hochgebirgswanderung ist der wunderschöne, kleine Gebirgsort Gargellen. Gargellen ist ein Luftkurort und im Winter beliebt bei allen Schneeverrückten, da es als echtes „Schneeloch“ unter den Insidern gilt.

Über das schöne Vergaldental steigt hat man in die hintersten Regionen des Rätikons auf und nähert sich der Staatsgrenze zur Schweiz. Auf dem Weg passiert man wunderschöne Alpen, Alpen wie die Vergaldner Alpe. Stet geht es bergauf, ehe man das Vergaldner Joch mit seinen 2.511 Höhenmetern erreicht.

Ab hier heißt es langsam absteigen in Richtung Tübinger Hütte. Die Silvretta mit ihren markanten Gipfeln rückt immer näher und lässt bereits Vorfreude für den nächsten Tourentag empor steigen. Die Tübinger Hütte liegt herrlich eingebettet zwischen beeindruckenden Gipfeln. Da es – zu Recht – eine sehr beliebte Hütte ist, empfiehlt sich eine telefonische Reservation beim Hüttenwart Thomas (0664/2587804).

Gargellen - Tübinger

2.     Tag – Tübinger Hütte – Klostertaler Umwelthütte

 

  • Wegstrecke                     8,6km
  • Höhenmeter                    1.065m
  • Dauer                              4 – 5 h

Nach einem guten Frühstück auf der Tübinger Hütte führt der Weg östlich der Plattenspitze hoch zum Plattenjoch. Zwischen Östlicher und Westlicher Plattenspitze wandert man hoch bis zum Joch. Der Kleine Litzner, die Kromerspitze, das Große Seehorn und der Große Litzner bilden hier das einmalige Gipfelpanorama.

Auf dem Weg liegt eine kleine, gut versteckte, aber wunderschön idyllische Schutzhütte. Aber für eine Pause ist es noch zu früh. Wer aber einmal hoch erhaben nächtigen möchte, der ist hier richtig. Denn die Schutzhütte (ohne Bewirtung) liegt auf über 2.700 Höhenmeter.

Entlang der Schweizerlücke geht es östlich weiter zur Kromerlücke. Unterhalb des Kleinen Litzner geht es weiter bis zur imposant gelegenen Saarbrückner Hütte, die direkt unter dem Gipfel des Kleinen Litzner wacht und einen herrlichen Blick auf die Gipfel der Silvretta bietet. Ein idealer Platz also, um sich zu stärken und Kraft zu tanken.

Gestärkt geht es unterhalb der Glötterspitze hoch zum Litznersattel auf 2.773 Höhenmeter. Von hier aus blickt man auf den beeindruckenden Großen Litzner. Ein Anblick, den man genießen sollte, ehe man durch das Verhupftäli absteigt.

Auf steinigen Wegen führt der Weg ins Klostertal, wo auch die Klostertaler Umwelthütte liegt. Eine Selbstversorger Hütte (Achtung: vorher Schlüssel organisieren oder alternativ im Winterraum nächtigen) die zwischen herrlichen Gipfeln liegt und als Schutz für die heutige Nacht dienen soll.

tübinger klostertaler

3.     Tag – Klostertaler Umwelthütte – Jamtalhütte

 

  • Wegstrecke                     15,3km
  • Höhenmeter                    1.108m
  • Dauer                              6 – 7 h

Für die bevorstehende Etappe sollte man sich unbedingt kräftig stärken am Morgen,  denn neben einigen Höhenmeter, werden auch einige Kilometer Wegstrecke zurückgelegt. Von der Klostertaler Umwelthütte steigt man nördlich in Richtung Bielerhöhe durch das schöne Klostertal ab.

Am Fuße der Kleinen Schattenspitze schlägt man wieder Richtung Süden ein und wandert zur Wiesbadener Hütte, die bei vielen beliebt ist als Stützpunkt, die sich auf den Weg zum höchsten Gipfel in Vorarlberg, den Piz Buin, machen.

Auf der Wiesbadener Hütte sollte man einen Einkehrschwung vornehmen, so man noch einen Platz findet, ehe man über die Tirolerscharte zu den östlichen Nachbarn, die Tiroler, wandert. Zwischen Ochsenkopf (3.057m) und Tiroler Kopf (3.095m) geht es hoch zur Scharte. Am unteren Ende des Jamtalferners steigt man nun ab zur Jamtalhütte. Eine Hütte, die wie die Wiesbadener Hütte gerne besucht wird und daher sollte man auch hier telefonisch vorreservieren. Lorenz, der Pächter, wird es ihnen danken (05443 8408).

Klostertal - Jamtal

4.     Tag – Jamtalhütte – Friedrichshafner Hütte

 

  • Wegstrecke                     15,5km
  • Höhenmeter                    907m
  • Dauer                              5 – 6 h

Eine Tagestour beginnt, die anfänglich gemütlich und wenig fordernd ist, aber gegen Ende des Tages nochmals an Fahrt aufnimmt und noch einiges abfordert.

Durch das Jamtal wandert man Richtung Norden nach Galtür. Östlich und westlich wird das Jamtal durch mächtige Gipfel begrenzt. Alles Gipfel, die knapp an der 3.000er Mark kratzen und zu begehrten Zielen von „Gipfelstürmern“ zählen.

Entlang dem schönen Jambach geht es vorbei an schönen Alpen, ehe man das hochgelegene Galtür erreicht. Ein Ort, der sich vor allem unter Wintersportlern einen Namen gemacht hat, aber auch zu anderen Jahreszeiten seinen Reiz hat.

Richtung Adamsberg geht es von Galtür aus nun wieder bergwärts. Verlorene Höhenmeter müssen nun wieder gut gemacht werden und so steigt man von Galtür knapp 600 Höhenmeter auf, ehe man die schöne Friedrichshafener Hütte erreicht. Eine Hütte, die wahrlich in einem kleinen Paradies liegt. Ein herrliches Panorama wird mit einem kleinen Bergsee abgerundet. Ein toller Platz, um einen schönen Tag ausklingen zu lassen.

Jamtal - Friedrichshafner

5.     Tag – Friedrichshafner Hütte – Konstanzer Hütte

 

  • Wegstrecke                     10,0km
  • Höhenmeter                    541m
  • Dauer                              3 ½ – 4 h

Über die Muttenalpe geht es am nächsten Morgen hoch in Richtung Schafbichljoch. Dabei steigt man auf 2.636 Höhenmeter hoch und blickt anschließend auf den märchenhaften Schottensee. Ein Anblick der Kraft hat und verzaubert.

Entlang dem Fasulbach geht es in Richtung Norden. Zwischen Vollandspitze und Matnalkopf geht es zur Fasulhütte. Linker Hand liegt der beinahe von überall sichtbare, markante Patteriol. Das Fasultal ist ein echtes Kleinod, nein ein Paradies.

Östlich vom Tal begrenzen die Kuchenspitze und die Faselfadspitze das Tal. Ehe man am Ende des Tales auf die Konstanzer Hütte zu wandert, die auch unser heutiges Etappenziel ist. Von hier aus kann man bei einem ausgezeichneten Abendessen die mächtigen Gipfel nochmals intensiv genießen und bewundern. Was will man mehr nach einem herrlichen Tag im Hochgebirge.

friedrichshafner - konstanzer

6.     Tag – Konstanzer Hütte – Zeinisjochhaus

 

  • Wegstrecke                     15,4km
  • Höhenmeter                    806m
  • Dauer                              5 – 6 h

Durch das Schönverwall geht es auf der westlichen Seite des Patteriol wieder südwärts. Der Anblick des Patteriol erinnert an Südtirol, an die Dolomiten. Sanft ansteigend geht es unterhalb des Patteriol vorbei. Auf knapp 2.000 Höhenmeter erreicht man die Schönverwall-Hütte.

Entlang dem Albonabach geht es hoch zu den Scheidseen. Erneut erreicht man damit ein kleines Paradies auf Erden. Am anderen Ende der Seen liegt die schöne Heilbronner Hütte. Ein idealer Platz, um eine Pause einzulegen.

Der Verbellabach ist nun der stete Begleiter. Wer noch Zeit und Lust hat, sollte unterhalb der Heilbronner Hütte nach dem Pfannensee Ausschau halten. Ein Abstecher, der mehr als lohnend ist. Anschließend steigt man ab zu einer der wohl schönsten Alpen, der Verbellaalpe. Wer bei der Heilbronner nicht zugekehrt ist, der sollte dies spätestens hier nachholen!

Von der Verbellaalpe geht es sanft abfallend – unterhalb der Fluhspitzen – zum Zeinissee. Das Zeinisjoch Haus liegt direkt am Stausee Kops und ist ein idealer Platz für den Tagesausklang. Im Rücken die Fluhspitzen und der Blick auf die schöne Ballunspitze gerichtet. Was will man mehr erwarten?

konstanzer - zeinisjoch

7.     Tag – Zeinisjochhaus – Gaschurn

 

  • Wegstrecke                     12,1km
  • Höhenmeter                    456m
  • Dauer                              4 – 5 h

Es ist schwer nach derart herrlichen Eindrücken mit dem Gedanken in den Tag zu starten, dass eine schöne Tour zu Ende geht. Aber zumindest kann auch die letzte Etappe mit schönen Eindrücken aufwarten, so dass ein Abschied vielleicht etwas leichter fällt.

Unser erstes Ziel ist erneut die Verbellaalpe. Von hier wandern wir unter der Versalspitze in Richtung Wiegensee. Zwei herrliche Bergseen, die nochmals mit aller Schönheit, die die Natur zu bieten hat, für uns aufwarten.

Erst ab dem Wiegensee gilt es sukzessive Höhenmeter abzugeben. Immer wieder wird man mit herrlichen Blicken auf das Montafon und die umliegende Bergwelt beschenkt. Eine Bergwelt, die man mit dieser Tour umwandert hat.

Oberhalb von Partenen geht es langsam in Richtung Gaschurn. Das letzte Ziel einer Hochgebirgstour, die ihres Gleichen sucht.

zeinisjoch - gaschurn

Empfehlungen

 

  • Nehmen sie nicht zu viel Gepäck mit (maximal 20kg inkl. Trinkwasser – besser jedoch 15kg)
  • Packen sie Handwaschmittel ein, um Kleidung während der Tour auf den Hütten zu reinigen
  • Sorgen sie für ausreichend Trinkwasser (2-3l), nicht immer sind Gebirgsbäche verfügbar
  • Führen sie Bargeld mit, nicht auf jeder Hütte kann mit Karte gezahlt werden
  • Achten Sie auf die Wettervorhersage
  • Lieber weniger Kleidung, dafür aber hochwertige, vor allem auch Regenbekleidung ist angezeigt
  • Planen sie genügend Pausen ein, denn 8 Tage auf den Füßen ist nicht ohne
  • Erkundigen sie sich bei den erfahrenen Hüttenwirten nach den Verhältnissen
  • Notieren oder speichern sie sich Notrufnummern und die Telefonnummern der hier angeführten Hütten – für den Fall der Fälle
  • Eine Notfallausrüstung (Erste Hilfe) sollte obligat sein
  • Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung für die hier angeführte Tour
  • Trittsicherheit, Kondition und Schwindelfreiheit sind für die hier angeführte Tourenbeschreibung erforderlich
  • Eine gute Softshelljacke, die wasserabweisend und winddicht ist – von der Jack Wolfskin Assembly bin ich persönlich begeistert
  • Gutes Kartenmaterial (Empfehlung: OEAV)
  • Einen guten Rucksack (hoher Tragekomfort) und einem Fassungsvolumen von 35-45l – meine Empfehlung: Tatonka Pacy 35 EXP

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Hüttentour – von Hütte zu Hütte (Lechquellengebirge)

Das dichte Hüttennetz in den Alpen ermöglicht herrliche Touren ohne dabei auf einen gewissen Komfort verzichten zu müssen. Für all jene, die nicht unter freiem Himmel schlafen möchten, sind die Schutzhütten der Alpenvereine ein idealer Ort für das Kraft tanken nach einer anstrengenden Tour. Eine wunderschöne Hüttentour im Hochgebirge möchte ich in diesem Artikel vorstellen. Eine Tour durch das Lechquellengebirge.

1.     Tag – Schoppernau – Biberacher Hütte

 

  • Wegstrecke                     12,8km
  • Höhenmeter                    1.838m
  • Dauer                             5 ½ – 6 ½ h

Die erste Tagestour hat es in sich und ist vom Anspruch her die absolute Königsetappe. Dafür entlohnt sie aber den Wanderer mit herrlichen landschaftlichen Hochgebirgseindrücken. Wem diese Variante zu anspruchsvoll ausfällt, der kann natürlich alternativ auch über Schröcken/Unterboden und die Treuealpe aufsteigen. Dies verkürzt diese Tagesetappe erheblich, reduziert sie aber von den Eindrücken wesentlich.

In Schoppernau steigt man über den Ortsteil Gräsalp entlang dem Dürrenbach auf. Zwischen herrlicher Berg- und Gipfelwelt geht es in Richtung Zitterklapfen. Herrliche Alpen werden passiert und der Weg wird mit zunehmender Höhe alpiner. Vorbei an der verfallenen Töbelealpe geht es hoch zum Töbeljoch (2.101m). Hier erreicht man auch den höchsten Punkt dieser Tour. Unterhalb des Schöneberg und der Glattjochspitze geht es in Richtung Biberacher Hütte. Eine herrliche Hütte, die schöner nicht gelegen sein könnte. Aber das Beste daran, sie verfügt über ein herzliches Hüttenteam und eine ausgezeichnete Küche! Am Abend heißt es die herrliche Bergwelt auf der schönen Terrasse genießen. Hochkünzelspitze, Braunarlspitze und andere namhafte Gipfel sind hier vertreten. Was will man mehr?

Schoppernau - Biberacher

2.     Tag – Biberacher Hütte – Göppinger Hütte

 

  • Wegstrecke                     10,0km
  • Höhenmeter                    1.238m
  • Dauer                             4 – 5 h

Gestärkt von einem guten Frühstück auf der Biberacher Hütte geht es unterhalb des Rothorn in Richtung Braunarlspitze, die auch der Höhepunkt des 2. Tages darstellt. Durch herrliche Alplandschaft schlängelt sich der alpine Weg hoch zum Fürggele (2.145m). Ab hier geht es dann nochmals richtig zur Sache, denn auf der westlichen Flanke heißt es aufsteigen in Richtung Braunarlspitze (2.649m). Einer der Königsgipfel im Lechquellengebirge, die man besucht haben muss, denn das Panorama auf diesem Gipfel ist einmalig.

Über Fels und Stein steigt man auf der anderen Seite wieder ab und wandert unterhalb der Hochlichtspitze (2.600m) in Richtung Göppinger Hütte, die unterhalb des Gamsbodenjoch liegt. Die Göppinger Hütte bietet einen traumhaft schönen Blick auf das umliegende Lechquellengebirge und vor allem die Sonnenauf- und untergänge sind hier sehenswert.

Biberacher - Göppinger

3.     Tag – Göppinger Hütte – Ravensburger Hütte

 

  • Wegstrecke                     12,9km
  • Höhenmeter                    624m
  • Dauer                             4 ½ – 5 ½ h

Die Tour am dritten Tag ist etwas für die Erholung und Seele. Deutlich weniger Höhenmeter als an den ersten beiden Tage müssen bewältigt werden und dass ohne dabei auf landschaftliche Schönheiten verzichten zu müssen.

Von der Göppinger Hütte steigt man über das Obere und Untere Älpele ab ins Zuger Tal. Mit Erreichen des Tales steigt man auf der anderen Seite zwischen Mehlsack (2.651m) und Pfaffeneck (2.539m) auf zur Dalaaser Staffel (1.746m). Von hier ist es nicht mehr weit zum wunderschönen Spullersee und zum Tagesendziel, der Ravensburger Hütte.

Die Hütte liegt unterhalb des beliebten Spullerschafberg und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Spullersee und die umliegende Bergwelt.

göppinger - ravensburger

4.     Tag – Ravensburger Hütte – Kaltenberghütte

  • Wegstrecke                     13,2km
  • Höhenmeter                    1.340m
  • Dauer                             5 ½ – 6 ½ h

Wer im Hochgebirge ist, der steigt nur ungern ab, aber für diese Etappe ist der Abstieg ins Klostertal unerlässlich. Von der Ravensburger Hütte geht es in Richtung Spullersee und von dort direkt und stark abfallend ins Tal nach Klösterle. Rauschende Gebirgsbäche und Wasserfälle begleiten uns beim Abstieg.

Der Ort Klösterle muss komplett durchquert werden, um auf der anderen Seite in Richtung Untere Bludenzer Alpe aufzusteigen.  Von hier geht es direkt zur Oberen Bludenzer Alpe und anschließend zur wunderschön gelegenen Kaltenberghütte.

Ein Blick auf die Lage der Hütte genügt, um sicher zu sein, dass man hier einen herrlichen Abend und Morgen verbringen wird können. Und unter Kennern ist die Hütte ohnehin ein Geheimtipp.

ravensburger - kaltenberg

5.     Tag – Kaltenberghütte – Konstanzer Hütte

 

  • Wegstrecke                     9,4km
  • Höhenmeter                    896m
  • Dauer                             4 – 5 h

Eine herrliche Tour durch einsame Gebirgswelt steht am fünften Tag bevor. Von der Kaltenberghütte steigt man „Im Krachel“ auf in Richtung Krachelspitze (2.686m). Von dieser Blickt man auf den mittlerweile recht dürftigen Kaltenberggletscher und die darunter liegenden Gebirgsseen. Ein herrlicher Anblick.

Der Abstieg zu den Seen ist rasch bewältigt ehe man einsam Richtung Gstansjöchli (2.573m) erneut einige Höhenmeter bewältigen muss. Ab hier heißt es dann absteigen in Richtung Tal und Konstanzer Hütte. Eine Hütte, die umrahmt ist von Gipfeln der Extraklasse! Patteriol und die Kuchenspitze sind nur zwei davon.

kaltenberg - konstanzer

6.     Tag – Konstanzer Hütte – St. Christoph (Hospiz)

 

  • Wegstrecke                    10,7km
  • Höhenmeter                    890m
  • Dauer                            4 – 5 h

Zwischen den Gebirgszügen geht es am nächsten Morgen in Richtung St. Anton. Der Weg verläuft entlang dem rauschenden Gebirgsbach. Erst kurz vor dem Stausee führt uns die heutige Etappe ins Maroital hoch in Richtung Tobelhütte.

Unterhalb des Wirt (2.339m), dem Hausberg von St. Christoph am Arlberg, geht es mit herrlichem Blick auf das Obere Inntal in Richtung St. Christoph am Arlberg.

St. Christoph liegt bereits vor den Füßen und so heißt es absteigen in diesen geschichtsträchtigen Wintersportort. Eine Übernachtung nicht in einer Hütte, sondern im Hospiz ist heute angezeigt für all jene, die tatsächlich auch auf Spuren der Geschichte wandern möchten. Für alle anderen gibt es im Ort genügend Alternativen.

konstanzer - st. christoph

7.     Tag – St. Christoph – Stuttgarter Hütte

 

  • Wegstrecke                     9km
  • Höhenmeter                    1.189m
  • Dauer                             4 – 5 h

Die vorletzte Etappe führt wieder zurück ins Lechquellengebirge. Allerdings dieses mal auf der Seite der mächtigen Valluga (2.809m). Über die Ulmer Hütte heißt es aufsteigen in Richtung Trittkopf (2.720m). Über die Trittscharte geht es hoch zum Jöchle zwischen Trittkopf und Pazüelfernerspitze (2.712m). Von hier steigt man ab in Richtung Pazüeljoch.

Die Roggspitze, die Erlispitze werden unterhalb passiert, ehe man direkt auf die Stuttgarter Hütte zu wandert.

Eines gleich vorab, genießen sie den letzten Abend in den Bergen, denn am nächsten Morgen wird abgestiegen ins Tal nach Lech, von wo uns der Bus zurück nach Schoppernau bringt.

st. christoph - stuttgarter

8.     Tag – Stuttgarter Hütte – Lech

 

  • Wegstrecke                     10,4km
  • Höhenmeter                    490m
  • Dauer                             3 ½ – 4 ½ h

Um schonend unterwegs zu sein, ist die letzte Etappe so ausgelegt, dass sie unterhalb des Trittwangkopf und der Gümpelspitze vorbeiführt. Echte Gebirgsjäger können einen Abstecher auf einen dieser erhabenen Gipfel aber einplanen. Der Weg führt Richtung Bockwangsattel und von dort heißt es Absteigen über das Ochsengümpele zur Bergstation der Rüfikopfbahn.

Wer bereits jetzt genug hat, kehrt bei der Bergstation ein und fährt mit der Bahn ab. Für alle anderen heißt es jetzt Höhenmeter lassen. Lohnend ist es alle mal. Denn der Weg führt anfänglich über hochalpines Gelände bergab und geht später über in einen traumhaft schönen Hochgebirgswaldweg. Ein Traum.

In Lech angekommen fährt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Schoppernau. Was bleibt sind herrliche Eindrücke von der Hochgebirgswelt, die Ruhe und die Kraft der Natur und ein wunderschöner, sportlicher Urlaub. Eine 8-Tagestour, die mehr als lohnend ist.

stuttgarter - lech

Empfehlungen

 

  • Nehmen sie nicht zu viel Gepäck mit (maximal 20kg)
  • Packen sie Handwaschmittel ein, um Kleidung während der Tour auf den Hütten zu reinigen
  • Sorgen sie für ausreichend Trinkwasser (2-3l), nicht immer sind Gebirgsbäche verfügbar
  • Führen sie Bargeld mit, nicht auf jeder Hütte kann mit Karte gezahlt werden
  • Achten Sie auf die Wettervorhersage
  • Lieber weniger Kleidung, dafür aber hochwertige, vor allem auch Regenbekleidung ist angezeigt
  • Planen sie genügend Pausen ein, denn 8 Tage auf den Füßen ist nicht ohne
  • Erkundigen sie sich bei den erfahrenen Hüttenwirten nach den Verhältnissen
  • Notieren oder speichern sie sich Notrufnummern und die Telefonnummern der hier angeführten Hütten – für den Fall der Fälle
  • Eine Notfallausrüstung (Erste Hilfe) sollte obligat sein
  • Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung für die hier angeführte Tour
  • Trittsicherheit, Kondition und Schwindelfreiheit sind für die hier angeführte Tourenbeschreibung erforderlich
  • Gutes Kartenmaterial (Empfehlung: OEAV)
  • Rucksack: diesen hier (Tatonka Pacy 35 EXP) kann ich wärmstens empfehlen – er ist ideal für eine Tour dieser Art

 

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Hüttenurlaub mit Kindern

Urlaub in den Alpen

Urlaub in den Bergen kann für Familien mit Kindern ein eindrucksvolles Erlebnis sein. Bei entsprechender Planung und Berücksichtigung einiger Faktoren. Berg-/Schutzhütten sind ein idealer Ausgangspunkt oder vielleicht besser die ideale Voraussetzung für einen erholsamen Urlaub. Berghütten sind ein uriges, einmaliges Erlebnis. Insbesondere für die Kleinen. Knarrende Holzdielen, herrliche Sonnenaufgänge und der rote Himmel am Abend. Handys haben oft keinen Empfang und so wird der Urlaub auf das Wesentliche reduziert. Eine Erfahrung, eine neue, aber wertvolle Erfahrung.

Kinderfreundliche Hütten in den Alpen

Frassenhütte (Vorarlberg)

Eine traumhaft schön gelegene Hütte im Herzen von Vorarlberg. Auf rund 1.725 Höhenmeter kann man eine herrliche Aussicht genießen. Für die Kleinen ist ein Teich in der Nähe.

Die Hütte wird von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Das Haus verfügt über 20 Zimmer- und 40 Matratzenlager.

Der Hohe Frassen (1.979m) kann in weniger als einer Stunde erreicht werden und die Gamsfreiheit (2.211m) liegt gerade mal drei…

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Übernachten unter freiem Himmel – Naturerlebnis pur

Übernachten unter freiem Himmel in den Bergen hat es in sich. Man wird geerdet, gewinnt Abstand zur Welt im Tal und kann Kraft tanken und vor allem die Natur so nahe wie sonst nicht erleben. Allerdings gilt es einige Regeln dafür einzuhalten und nicht zuletzt auf die Wildnis Rücksicht zu nehmen. Was man beachten sollte, was man nicht machen darf und worauf man achten muss, möchte ich Euch hier näher bringen. Das Naturerlebnis soll auch ein solches sein.

Übernachten in den Bergen – gesetzliche Lage

 

Das Zelten unter freiem Himmel ist nicht überall erlaubt und zum Beispiel in Österreich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Am strengsten ist hier das liebe Tirol. Worauf man unbedingt achten sollte, sind Naturschutz-, Wasserschutz- und Wildschutzgebiete. Hier ist das biwakieren meistens verboten und die Strafen nicht unerheblich. Das hat seine guten Gründe, denn diese Zonen wurden nicht ohne Grund errichtet. Das Biwakieren unter freiem Himmel ohne Zelt ist hingegen in vielen Bundesländern erlaubt. Wenn man nicht gerade eine der genannten Schutzzonen verletzt. Rücksicht auf die Natur, die Tiere und die Umwelt sind auch hier das oberste Gebot. Der Mensch hat Natur und Tier weit zurückgedrängt und so ist es das Gebot des Outdoor-Liebhabers, sich an die wenigen Schutzzonen zu halten.

Naturerlebnis pur

 

Das Schlafen unter freiem Himmel in den Bergen reinigt Geist, Seele und Leib. Der Sternenhimmel ist so nah wie kaum wo anders und Sonnenaufgang und Sonnenuntergang können in vollen Zügen erlebt und genossen werden. Die erste Nacht unter freiem Himmel mag für den einen oder anderen Überwindung heißen, denn Tiergeräusche ersetzen den Lärm vom Tal und diese können – wenn man es nicht kennt – je nach Jahreszeit („Brunftzeit“) auch sehr seltsam anmuten. Wer sich überwunden hat, der wird das Erlebnis nie mehr vergessen.

Worauf man achten sollte?

 

Verzichte auf offenes Feuer, es sei denn, es sind Feuerstellen vorhanden. Nimm einen Gaskocher mit und schütze so die Umwelt vor unnötigem Funkenflug oder Brandgefahr. Natürlich ist ein offenes Feuer romantischer und schöner, aber die Gefahren – gerade in der trockenen Jahreszeit – einen Brand zu entfachen sind nicht zu unterschätzen. Und Indianer, die mit Feuer umgehen können, sind wir alle längst nicht mehr.

Nehmen sie ihren Müll wieder mit. Viele, die im freien Übernachten oder einfach nur in den Bergen unterwegs sind, entledigen sich auf dem Weg dem Müll. In den Bergen gibt es aber niemanden und kaum jemanden außer Schutzwarte und Alpenvereinsmitglieder, die den Müll wieder entsorgen. Er bleibt hier liegen und belastet die schöne Umwelt. Sei ein wahrer Naturfreund und nimm alles wieder mit. Vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist, muss man ein Vorbild sein!

Vor einer Übernachtung unter freiem Himmel in den Bergen gilt es, den Wetterbericht zu studieren. Ein Gewitter unter freiem Himmel hat es in sich und ist zudem gefährlich. Aber auch Wind und Kälte können über Nacht kräftig zusetzen. Der Liegeplatz sollte daher sorgfältig ausgesucht werden. Ist die Wetterprognose unsicher, sollte man unbedingt in der Nähe eines Unterstandes seinen Schlafplatz einrichten oder ganz auf das Abenteuer verzichten. Von Jägerständen sollte man sich fernhalten, denn hier ist man kein gern gesehener Gast. Aus gutem Grund. Wer also für keine schlechte Stimmung sorgen möchte und kein Tierschützer ist, der sollte Abstand von der Jagd halten.

Wer es auf einen Gipfel abgesehen hat, der sollte ausreichend Wasser dabei haben, denn nur selten findet man hier welches. Eine Nacht unter freiem Himmel ohne Wasser kann die Freude verderben.

Wenn man neben einem rauschenden Bach zwischen Sträuchern und Bäumen übernachtet, sollte man damit rechnen, dass Mücken ungeliebte Gäste sein können. Vor allem in der Nähe von Tümpeln oder Seen können diese sehr aufdringlich sein.

Bei der Übernachtung im Wald sollte man sich einen Schlafplatz abseits von toten Bäumen aussuchen. Denn hier ist Gefahr bei Wind sehr groß.

Woran man denken sollte?

 

Die übliche Bergausrüstung (Kleidung zum Umziehen, wasserdichte Regenkleidung, etc.) ist obligat. Für die Übernachtung selbst braucht es recht wenig, um genießen zu können:

  • Schlafsack
  • Isomatte
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Gaskocher, Gaskartusche, leichtes Geschirr
  • Wasser (nicht nur zum Trinken, sondern zum Kochen)
  • Biwak, wenn es ins Hochgebirge gehen soll
  • Fleecejacke für kühle Winde am Gipfel
  • Essen (Nudeln, Salz und Käse -> Käsnudeln J)
  • Löslicher Kaffee oder Tee für den Morgen
  • Dosenbrot und Schnittkäse für das Frühstück

Alles in allem braucht es wirklich nicht viel für ein gelungenes Outdoor-Abenteuer.

Gefährliche Tiere

 

Wer im Freien unterwegs ist, der bewegt sich im Areal der Tiere. Füchse, Wildschweine, Gämse und andere Tiere wohnen hier. Zuletzt hat man in Vorarlberg sogar Wölfe gesichtet. Aber alle samt sind, wenn sie nicht krank sind, scheu und gehen dem Menschen aus dem Weg. Es sind auch hier die kleinen Quälgeister, die einem das Leben schwer machen können. Zecken und Stechmücken. Daher sollte man den Schlafsack und den Biwak ganz schließen, nur so hat man garantiert Ruhe von diesen ungeliebten Gästen.

Der Mensch ist die eigentliche Gefahr, nicht die Tiere! Verhalten dich ruhig, mach keinen Lärm und verzichte auf Lärm aus dem Radio.

Nützliche Links

 

Nützliche Links in Bezug auf Wetter, Schutzhütten und andere wichtige Informationen findest Du unter https://bergeinvorarlberg.wordpress.com unter „Nützliches“.

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Allgäuer Alpen – Öffnungszeiten der Berghütten

 

Dank der guten Wetterlage ist die Wandersaison in den Allgäuer Alpen längst eröffnet. Noch ist man auf vielen Wegen als Selbstversorger unterwegs. Aber das ändert sich bald.

Für Hüttenfans und begeisterte Alpinisten habe ich hier eine Liste aller Hütten in den Allgäuer Alpen samt Öffnungszeiten zusammengestellt:

Hütte Hüttenart Öffnungs-zeiten Mail Telefon
Haus Missen Selbstver-sorger ganzjährig
Schwand-Alpe ganzjährig info @ dav-ulm.de 0731/9216777
Ravensburger Haus Selbstver-sorger ganzjährig 49/751/24287
Staufner Haus ganzjährig staufner-haus @ t-online.de 0049/8386/8255
Otto-Schwegler-Hütte Selbstver-sorger ganzjährig otto.schwegler.huette @ gmail.com 0175/9586137
Altes Höfle Selbstver-sorger 0049/(0)731/603075-20
Mahdtalhaus Selbstver-sorger ganzjährig info @ dav-mahdtalhaus.de 0043/5517/6423
Schwarzwasserhütte Anfang Juni-
Mitte Oktober
schwarzwasserhuette @ hotmail.com 0043/5517/30210
Fiderepaßhütte Ende Mai-
Mitte Oktober
info @ fiderepasshuette.de 0043/5517/20626
Mindelheimer Hütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
Rappenseehütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
0049/8322/700155 (Tonband)
Waltenberger Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
huettenwirt @ waltenbergerhaus.de 08322/700156 (Tonband)
Kemptner Hütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
0049/8322/700152 (Tonband)
Hermann von Barth Hütte Mitte Juni-
Ende September
info @ hermann-von-barth.at 0043/5634/6671
Edmund Probst Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
post @ edmund-probst-haus.de 0049/8322/4795
Prinz Luitpold Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
info @ prinz-luitpoldhaus.de 08322/700154 (Tonband)
Schwarzenberghütte ganzjährig 0173/3927766
Landsberger Hütte Pfingsten-
3. Sonntag im
Oktober
0043/5675/6282
Haus Schattwald Selbstver-sorger ganzjährig 0049/731/77884
Bad Kissinger Hütte Anfang Juni-
Ende Oktober
badkissingerhuette @ aon.at 43/5677/20088
Haldenseehaus Selbstver-sorger ganzjährig 0043/5675/8135
Tannheimer Hütte Mai bis Ende
Oktober
info @ dav-kempten.de 0043/676/5451700
Willi-Merkl Gedächtnis Hütte Selbstver-sorger
Otto Mayr Hütte Mitte Mai-
Mitte Oktober
ottomayrhuette @ post-ist-da.de 0043/5677/8457

 

Die Öffnungszeiten der Berghütten im Bregenzerwald gibt es hier!

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Drei Türme und ein Traum von einer Hütte – Lindauer Hütte

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Urlaub in den Alpen

Die Lindauer Hütte ist ein wahrer Magnet auf 1.708m. Kein Wunder, denn landschaftlich kann man schöner nicht liegen. Umgeben von namhaften Gipfeln der Region. Die Drei Türme, die Sulzfluh, die Drusenfluh und das Tilsuner Schwarzhorn, um nur einige zu nennen. Alles Ziele, die beinahe jeder Alpinist auf seiner Wunschliste stehen hat.

Die Hütte ist nicht nur im Sommer ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer, sondern auch im Winter ein attraktives Ziel für Tourengeher. Wer im Winter in der Nebensaison unterwegs ist, der kann den gemütlichen Winterraum benützen, der zu den wohl schönsten seiner Art gehört. Wer etwas mehr Komfort schätzt und liebt, der sollte die Winteröffnungszeiten für einen Besuch der Hütte nützen.

Thomas Beck und sein Team verwöhnen den Gast nach aller Kunst der Bewirtung. Freundlichkeit schreibt man sich nicht nur auf die Fahnen, sondern sie wird gelebt.

Die Hütte ist auch bestens für Familien mit Kindern geeignet.

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Breithornhütte – genießen auf der Alpe Oberpartnom

Urlaub in den Alpen

 

Die Breithornhütte liegt stolz am Fuße des Breithorn (2.081m) und dem Glattmar (1.930m) auf 1.652m.

Die Hütte gehört zur Alpe Oberpartnom und ist nicht ohne Grund allseits beliebt. Im Winter liegt sie direkt am Skigebiet im Sommer im herrlichen Wander- und Bikeparadies. Die Familie Bickel ist zudem ein freundlicher und herzlicher Gastgeber, der den Besucher nach aller Kunst verwöhnt.

Für Kinder gibt es auf der Alpe viel zu sehen und zu erleben und so ist auch ein angenehmer, erlebnisreicher Familienurlaub vorprogrammiert.

Die Hütte bietet Platz für 20 Übernachtungsgäste. Die urige Gaststuben lädt zum Verweilen ein und auch auf der Terrasse läßt es sich mit Blick auf das Breithorn gut leben. Auch die Zimmer und die Lager sind urig und romantisch!

Auf der Alpe Partnom wurde zudem der Film „Der Atem des Himmels“ gedreht. Für alle, die gerne am Schauplatz sind, ein guter Grund für einen Besuch der…

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Östliche Eisentalerspitze (2.753m) – ein Gipfel mit herrlichem Panorama

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Das Nenzigasttal ist ein wenig begangenes Tal im Klostertal. Zu Unrecht, denn das lang gezogene Tal entlang dem Nenzigastbach hat Vieles zu bieten. Herrliche Gebirgsbäche, schöne Naturseen, herrliche Alpen und nicht zuletzt traumhaft schöne Gipfel, die es zu erklimmen gilt.

Ausgangspunkt für diese schöne, aber konditionell vor allem fordernde Tour ist Klösterle im Klostertal. Beim Campingplatz bzw. Freibad kann der PKW parkiert werden. Ab hier geht es zuerst entlang der Alfenz Richtung Langen. Nach einem kurzen Stück zweigt der Weg rechts ab. Der Wegweiser zeigt bis zur Neuen Reutlinger Hütte eine Wanderung von vier Stunden an.

Über einen steilen Waldweg geht es nun hoch zum Nenzigasttal. Knapp zweihunderfünfzig Höhenmeter führt der Weg hoch, ehe man den Güterweg erreicht, der zur Nenzigastalpe führt. Der wunderschöne Gebirgsbach, die herrlichen Wiesen und Wälder sind Begleiter beim Aufstieg zur Alpe, die wunderschön eingebettet in herrlicher Bergwelt liegt. Die Alpe liegt auf knapp 1.476m und ist an schönen Tagen vor allem ein beliebtes Ziel von Bikern.

Die Alpe lädt zu einer kleinen Stärkung mit Produkten aus der eigenen Sennerei ein. Der Blick auf die umliegende Gebirgswelt sucht seines Gleichen. Die Alpe beheimatet über zwanzig Kühe, Hennen und auch einige Schweine.

Aber der Alpe führt der Weg nun wieder steiler hoch in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Achtung: die Hütte ist eine Selbstversorgerhütte und ist nur mit AV-Schlüssel zugänglich. Das Tal wird immer enger und links und rechts rauschen von den steilen Hängen die Bäche wild rauschend ins Tal. Mittlerweile hat man die Waldgrenze hinter sich gelassen und steigt steil steigend in schöner Gebirgslandschaft auf, die immer karger wird.

Auf knapp 1.900m quert man den Gebirgsbach und wandert in Richtung Bettleralpe. Die eigentlich verfallen ist, aber soeben erneuert wird. Kurz vor der Bettleralpe führt ein schmaler Gebirgsweg in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Der Weg ist nun alpin. Zwei herrliche Gebirgsseen liegen am Weg zur Hütte und laden zu einer ausgedehnten Rast ein.

Ab dem letzten See ist es nicht mehr weit zur Hütte und zum Sattel bzw. zur Wildebene. Auf 2.395m liegt die wunderschöne Neue Reutlinger Hütte des DAV Reutlingen. Der Blick von hier auf die umliegenden Gipfel ist herrlich und reicht von der Pflunspitze, zur Östlichen Eisentalerspitze und zum Pateriol. An schönen Tagen mit guter Fernsicht überblickt man hier das gesamte hintere Montafon.

Ab der Hütte gibt es hoch zur Östlichen Eisentalerspitze keine Wegmarkierung mehr. Aber die schönen, gut platzierten Steinmanderln weisen den Weg hoch zum Gipfel. Über die Wildebene, die heute noch von vielen Schneefeldern gesäumt ist, steigt man hoch in Richtung Gipfel, der bereits jetzt seine magische Anziehung auf den Gipfelstürmer ausübt.

Bis zum Gipfel gilt es nochmals knapp 353 Höhenmeter zu bewältigen, die aber angesichts der landschaftlichen Schönheit kaum mehr ins Gewicht fallen. Der Blick auf den zurück gelegten Weg, die schönen Alpen, den Kaltenberg und die umliegende Bergwelt ermuntern für den letzten Gipfelsturm.

Das Panorama auf dem Gipfel ist einmalig und scheint schier endlos zu sein. Ein Traum! Ein Traum, der jedes Alpinisten Herz höher schlagen läßt.

Der Abstieg zur Neuen Reutlinger Hütte erfolgt auf gleichem Wege. Wir haben uns hier für eine Nacht in herrlicher Umgebung entschieden, denn immerhin sollen die Jungs (vier an der Zahl) auch an weiteren Wanderungen ihre Freude finden.

Die Hütte bietet alles, was das Herz begehrt und ist der ideale Ort in alpiner Bergwelt, um sich von einer strengen Wanderung zu erholen.

  • Höhenmeter: ca. 1.750m
  • Wegstrecke: 11,7km
  • Anforderungen: gute Kondition, Trittsicherheit und Sicherheit bei Begehung von Schneefeldern
  • Höchster Punkt: 2.753m – Östliche Eisentalerspitze

Bilder zur Tour gibt es hier!

Details zur Neuen Reutlinger Hütte

Variante 1 für Tagestourengeher:

Wer keine Nacht in der schönen Reutlinger Hütte verbringen möchte, der kann über den Stubener Höhenweg absteigen. Eine herrliche Variante für den Abstieg nach Klösterle. Insgesamt muss man dafür etwa drei zusätzliche Stunden einplanen. Dieser Weg führt hoch oberhalb der Nenzigastalpe in Richtung Klösterle. Unterhalb des Pflunspitze und dem Kaltenberg wandert man entlang in schönem hochalpinen Gebiet. Alpen-Salamander, Steinwild und Murmeltiere geben sich bei dieser Variante die Hand. Im Gebiet vor der Satteinser Alpe erreicht man einen wunderschönen Gebirgssee, der zum Verweilen einlädt. Ab hier ist die Satteinser Alpe bald erreicht. Diese bietet einen schönen Blick auf den Spullersee und die umliegenden Gipfel. Ab hier geht es steil bergab Richtung Klösterle. Ganze siebenhundert Höhenmeter müssen hier auf kurzer Distanz bis nach Klösterle abgegeben werden. Eine schöne Variante, die aus der oben beschriebenen Tour eine echte konditionelle Herausforderung machen. Mit Kindern nicht mehr ideal, aber für den geübten Tourengeher eine schöne, fordernde Tour.

Bergsee bei der Satteinser Alpe
Bergsee bei der Satteinser Alpe

Variante 2 für konditionelle starke Tourengeher:

 Für konditionell starke Tourengeher, die vor allem ohne Kinder unterwegs sind, ist im Rahmen einer Tagestour die Ergänzung mit dem Rückweg über die Kaltenberghütte eine echte Empfehlung. Bei der Neuen Reutlinger Hütte wandert man in Richtung Konstanzer Hütte unterhalb des Fußes der Pflunspitze. Passiert das Gafluner Winterjöchle und steigt etwas zweihundert Höhenmeter ab.  Auf etwas 2.100 Höhenmeter zweigt man linker Hand in Richtung Gstansjöchli/Kaltenberghütte ab. Das Jöchli auf 2.573m ist bald erreicht und man blickt bereits auf den Kaltenberg und und die schönen, klaren Kaltenbergseen in der Kaltenbergmoräne. Vorbei an den beiden Seen (ein Gipfelsturm ist angesichts der ohnehin langen Tour nicht mehr empfehlenswert) steigt man hoch zur Krachelspitze (2.686m). Über den Krachel steigt man zur schön gelegenen Kaltenberghütte ab. Hier lohnt sich die Einkehr, denn die Küche hier ist ein Traum! Nach einer ausgedehnten Rast – wenn denn noch genügend Zeit verbleibt – steigt man über die Obere- und Untere Bludenzer Alpe nach Langen ab und fährt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Klösterle. Eine wunderschöne Ergänzung der Tour, die aber vor allem konditionell einiges abverlangt!

Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte
Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte

Weitere Touren, die ideal für Familien mit Kindern sind
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