Archiv der Kategorie: Bodensee

5 schöne Schneeschuhtouren auf und um den Pfänder

Pfänder im Winter

Es müssen nicht immer Touren im Hochgebirge sein, die bezaubern! Wenn es frisch angezuckert hat, dann ist eine schöne Schneeschuhwanderung auch in den Niederungen oder Mittelgebirge schön. Mein Hausberg, der Pfänder bietet einige schöne Möglichkeiten dem Schneeschuhwandern zu frönen. Ich möchte Euch heute fünf wunderschöne, leichte Touren vorstellen!

Tatzen, Trögerhöhe und St. Ulrich

Diese schöne Schneeschuhtour beginnt in Möggers Dorf. Also am nördlichsten Teil des Pfänderrückens. Parken kann man hier direkt bei der Kirche beziehungsweise knapp darunter (gebührenpflichtig!). Von Möggers Dorf aus geht es sanft ansteigend hoch in Richtung Wald. Unterhalb des Tatzen (1.024m) geht es durch wunderschönen Wald in Richtung Trögerhöhe (1.039m). Frisch verschneit ist die Landschaft hier am Schönsten. Ein wahres Bilderbuch erwartet Dich dann hier! Kurz vor der Trögerhöhe zweigt ein Weg ab in Richtung Bromatsreute. Ab hier geht es nun leicht abfallend zum schön gelegenen Bromatsreute. Nur kurz lichtet sich hier der Wald, ehe man wieder durch den verschneiten Wald wandert. Sobald man den kleinen Fahrweg erreicht, wandert man am besten quer Feld ein in Richtung Scheidegg. Bald erreicht man den Kapellenweg, der zur schönen St. Ulrichs Kapelle führt. Ein Platz, der immer zum Verweilen und Innehalten einlädt. Ab hier geht es leicht ansteigend wieder retour nach Möggers.

Eine wunderschöne, leichte Tour, die sich ideal für den Einstieg ins Schneeschuhen eignet oder einfach eine Tour für richtige Genießer!

 Wegstrecke 6,4km
Gehzeit 2-2 ½ Stunden
Höhenmeter 276m
Höchster Punkt 1.063m
Einkehrmöglichkeiten
Parkmöglichkeiten Parkplatz in Möggers (Dorf)

Pfänder im Winter

Durch Wald und über Wiesen

Diese Tour beginnt in Lutzenreute. Bevor es in Richtung Gasthaus Paradies geht, gibt es hier in der Regel am Rande des Fahrwegs einige wenige Parkmöglichkeiten. Achtung: bitte nicht entlang dem Fahrweg wandern, sondern in Richtung Gasthaus Paradies aufsteigen und links am Gasthaus vorbei durch lichten Wald. Nach wenigen Schritten im Schnee wandert man hier entlang dem herrlichen Bergrücken. Dies ist weitaus schöner, als die Route entlang dem Fahrweg. Über die verschneiten Felder erreicht man hier die Parzelle Geigers. Ab Geigers läuft man ein kleines Stück neben der Fahrstraße entlang, bis das Hinweisschild den Weg in Richtung Riedstüble weist. Ab hier steigt man nun durch den Wald ab zum idyllisch gelegenen Riedstüble. Das übrigens jederzeit für eine Einkehr zu empfehlen ist. Durch die schöne Wiesen geht es nun hier hoch in Richtung Möggers Dorf. Ab hier wandert man (wie bei der ersten Tour beschrieben) durch schönen Wald in Richtung Trögerhöhe. Wer möchte, der kann hier zum Trögerstüble absteigen und dort den Einkehrschwung machen. Alle anderen wandern nördlich am Hochberg (1.069m) vorbei und wandern vorbei am schönen Fesslerhof zurück nach Lutzenreute.

Eine wunderschöne Route, die vor allem mit einigen Einkehrmöglichkeiten aufwarten kann! Einkehrmöglichkeiten, die in der Regel auch im Winter geöffnet haben. Vielleicht auch so etwas wie eine Genuss-Tour 😉

 Wegstrecke 8,5km
Gehzeit 2 ½ -3 Stunden
Höhenmeter 317m
Höchster Punkt 1.064m
Einkehrmöglichkeiten Ried Stüble, Ghf. Paradies
Parkmöglichkeiten Lutzenreute

Pfänder im Winter

Vom Bodensee hoch zur Ruggburg und Lutzenreute

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist die Parzelle Backenreute in Hörbranz. Achtung: hier gibt es nur wenig Parkmöglichkeiten, dafür ist der Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel hier sehr gut. Durch schönes Waldgebiet geht es hier sofort bergauf. Keine Sorge, diese Route schreckt vielleicht am Anfang die weniger Geübten etwas mit ihrer Steigung ab, lässt aber hernach immer wieder Ruhephase mit moderater Steigung zu. Richtig idyllisch und schön wird diese Wanderung ab dem Weingärtle, das man nach einigen Serpentinen durch den Wald erreicht. Ab hier geht es beinahe hoch oberhalb vom Bodensee in Richtung Ruggburg. Kurz bevor es über die Brücke zur verfallenen Ruine Ruggburg geht, zweigt man links ab in Richtung Lutzenreute. Erneut geht es hier wieder steil zur Sache und hier gilt es aufpassen, denn bei guter Schneelage ist das hier eine beliebte und genauso berüchtigte Rodelstrecke! Also lieber am Rand entlang wandern. Kurz bevor man Lutzenreute erreicht zweigt unterhalb der kleinen Parzelle ein Weg rechter Hand in den Wald ab. Über eine Brücke geht es hier nun leicht abfallend in Richtung Eichenberg. Kaum zu glauben, in früheren Jahren war das hier die Gemeindestraße. Erneut wollen wir das Dorf Eichenberg nicht sehen und zweigen noch im Wald in Richtung Ruggburg und Hörbranz talwärts ab. Steil geht es nun bergab in Richtung Ruggburg. Diese kann – auf Voranmeldung – auch besichtigt werden. Über einen wunderschönen Weg geht es hier erneut steil bergab nach Hörbranz. Auch hier gilt es wieder achtsam sein, denn erneut wandern wir auf der rassigen Rodelstrecke. Bald ist die Parzelle Backenreute erreicht. Ab hier ist man nur noch einen Steinwurf vom Ausgangspunkt entfernt.

Eine schöne Tour, die immer wieder schöne Blicke auf den Bodensee erlaubt. Allerdings auch jene Route, die im Jahr – aufgrund von Schneemangel – am seltensten in Angriff genommen werden kann.

 Wegstrecke 8,1km
Gehzeit 2 ½ – 3 ½ Stunden
Höhenmeter 397m
Höchster Punkt 841m
Einkehrmöglichkeiten Ghf. Paradies
Parkmöglichkeiten Hörbranz (Backenreute)

Vollmondwanderung im Winter

Der Klassiker …

Nicht ohne Grund ist diese Wanderung der viel begangene Klassiker unter den Routen am Pfänder. Er führt zum einen durch eine wunderschöne Landschaft und zum anderen bietet diese Wanderung die schönsten Blicke auf den wunderschönen Bodensee! Ein Traum! Auch bei Vollmond sehr empfehlenswert. Parken kann man hier direkt auf der Fluh. Unmittelbar bei den ersten Häusern ist in der Regel ein Parkplatz frei geräumt. Über einen Teil des Jakobsweg (Einsiedeln-Bregenz-Möggers) geht es hoch in Richtung Pfänder. Immer wieder lichtet sich der Wald und man wird mit wunderschönen Blicken auf den Bodensee belohnt. Hier kann es dann und wann sehr eisig sein und in guten Wintermonaten herrscht hier auch Rodelbetrieb. Also entweder immer wieder über die Felder im tiefen Schnee hochsteigen oder am Rande des Weges wandern. Die Pfänderdohle – ein beliebtes, uriges Gasthaus – ist bald erreicht. Entlang dem Fahrweg wandert man unterhalb der Bergstation der Pfänderbahn in Richtung Eichenberg/Möggers. Direkt beim Wanderparkplatz, dort wo auch die Straße in Richtung Eichenberg/Möggers führt, wandert man rechter Hand talwärts in Richtung Langen/Wirthatobel. Nach einigen Serpentinen gabelt sich hier der Weg. Hier hält man sicher rechts und wandert oberhalb von Grasreute zurück nach Fluh.

Der Klassiker am Pfänder, vielleicht auch die schönste der Touren, dafür aber nicht selten überlaufen. Wer es also lieber etwas ruhiger mag, der wählt eine der anderen Alternativen.

 Wegstrecke 9,1km
Gehzeit 3- 3 ½ Stunden
Höhenmeter 412m
Höchster Punkt 1.052m
Einkehrmöglichkeiten
Parkmöglichkeiten Fluh

Pfänder im Winter

Wanderung zum Nachbarn des Pfänders – Hirschberg

Für diese Variante startet man am besten vom Gasthof Stollen (Traube) in Langen aus. Direkt bei der Kapelle Stollen beziehungsweise beim Gasthof gibt es einige, wenige Parkmöglichkeiten. Über den Fahrweg geht es hier anfänglich hoch in Richtung Geserberg (939m). Ab hier geht es beinahe eben weiter nach Ahornbach. Ab hier wird es nun endlich wieder etwas ernster, aber vor allem auch schöner und eindrucksvoller. Unterhalb des Hirschberg wandert man durch den schönen Wald in Richtung Hinteregg. Beim alten Sägewerk hält man sich wieder rechts und wandert durch den Wald hoch zum Hirschberg und dessen schön gelegenen Alpe. Vorbei an der schönen Kapelle geht es hier über die Wiese hoch zum Gipfel. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Vorderen Bregenzerwald und das Allgäu. Von hier steigt man direkt (südlich) ab in Richtung Ausgangspunkt.

Eine schöne Tour, die vor allem durch ein schönes Panorama beeindrucken kann. Ein Tour, die sich ideal auch für Sonnenaufgangs-Jäger eignet, denn die Sonne geht hier traumhaft schön auf.

 Wegstrecke 9,3km
Gehzeit 3 – 3 ½ Stunden
Höhenmeter 380m
Höchster Punkt 1.092m  Hirschberg
Einkehrmöglichkeiten Ghf. Stollen
Parkmöglichkeiten Langen (Stollen)

 

Weitere Tipps und Empfehlungen für die Region

 

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Vollmondwanderung in einer Rauhnacht – Pfänder

Wer etwas Besonderes erleben möchte, der muss nicht unbedingt in ferne Länder reisen, hohe Gipfel erklimmen oder mit anderem Programm aufwarten. Ab und dann reicht eine Vollmondnacht ganz und gar aus. Wie die heutige Vollmondwanderung in einer Rauhnacht (Nacht der Transformation) etwas ganz Besonderes, Mystisches und Beeindruckendes hatte.

Der ideale Gipfel für eine Vollmondnacht

Gibt es den idealen Gipfel, die ideale Stelle für eine gelungene Vollmondwanderung überhaupt? Ich glaube, in einer Nacht wie dieser, in der der Vollmond derart zu überzeugen weiß, spielt es keine große Rolle, wo man seine Wanderung anlegt beziehungsweise unternimmt. Ich persönlich liebe aber die Berge, den Blick auf einen See und die wunderschönen Konturen in den Wäldern. Von daher bin ich durchaus etwas wählerisch. Für die heutige Vollmondnacht, die übrigens eine der letzten Rauhnächte (Nacht der Transformation) war, habe ich mir eine Rundtour auf dem Pfänder ausgewählt. Der Pfänder ist der Hausberg und gleichzeitig die Aussichtskanzel der Bodenseeregion.

Die Tour/Wegbeschreibung

Um den Vollmond in dieser Jahreszeit in vollen Zügen genießen zu können, sollte man die Startzeit für den Abmarsch auf 5 Uhr 30 beziehungsweise 6 Uhr legen. Ausgangspunkt ist das Kloster Thalbach in Bregenz. Von hier aus wandert man in Richtung Fluh. Der Weg führt direkt entlang der wunderschönen Rodelbahn, die leider nur noch sehr selten ausreichend Schnee hat, um befahren werden zu können. In früheren Jahren, konnte man hier beinahe an zwei Monaten durchgehend vom Pfänder auf den Kufen in das Tal rutschen.

Der Weg führt durch wunderschönen Wald hoch auf die Bregenz Fluh. Der Vollmond wirft bereits seine Strahlen durch die Baumwipfel und kann bereits jetzt verzaubern. Noch liegt er hoch über dem Bodensee und sein Licht schimmert bezaubernd im Wasser. Mit Erreichen der Fluh eröffnet sich auch ein herrlicher Blick auf Bregenz und den Bodensee. Der Vollmond ist nun in seiner vollen Pracht zu erkennen. Mystisch spiegelt sich sein Licht im schönen Bodensee. Ein schönes, beeindruckendes Naturschauspiel, das ich heute Morgen hier bewundern darf.

Der wenige Schnee, der noch liegen geblieben ist, ist gefroren und so geht es auf hartem, teilweise rutschigem Untergrund weiter bergwärts. Immer wieder darf ich das schöne Bild vom Vollmond und dem Bodensee erhaschen. Einfach beeindruckend.

Übrigens: man wandert hier auf einem Teil des Jakobsweges, der über den Pfänderrücken führt. Der Hennenbühel, die lichte Stelle auf der Mitte des Weges, sollten sie für eine Pause nützen und den Blick auf den See und den Vollmond genießen.

Hernach geht es weiter bergwärts durch schönen Wald. Vorbei an der schönen Pfänderdohle und schon steht man vor der Bergstation der Pfänderbahn. Erneut, wenn man denn zügig und zeitig genug unterwegs war, kann man von hier aus einen herrlichen Blick auf den See und den Vollmond genießen.

Der Abstieg erfolgt etwas direkter, knackiger, aber vielleicht mit noch besserer Aussicht. Wer möchte kann natürlich die Route auch auf den Kopf stellen. Bei der Pfänderdohle (Gasthaus) geht es dieses Mal nicht Richtung Fluh weiter, sondern rechter Hand direkt nach Bregenz. Entlang dem Maldonalift (auch Winterbetrieb, wenn denn Schnee liegt) steigt man hier mit beeindruckendem Blick ab in Richtung Bregenz. Orientieren Sie sich beim Abstieg an der Pfänderbahn, denn der Weg führt entlang dieser talwärts und zweigt erst kurz vor erreichen von Bregenz wieder in Richtung Bregenz Thalbach ab.

Eine herrliche Tour, die auch mit Kindern gut begangen werden kann und vor allem mit dem schönen Blick auf den Bodensee zu beeindrucken weiß. Allerdings: in den Sommermonaten ist hier reger Betrieb, denn der Pfänder ist beliebt und kann bequem per Bahn erreicht werden. Sprich: wer die Ruhe sucht, sollte dann andere Varianten wählen.

Weiterführende Informationen

Informationen zu den Rauhnächten

Tourdaten

Wegstrecke: 9,8km
Höhenmeter: 672m
Parkplatz: Oberstadt Bregenz, Berg Isel bzw. Kirche St. Gallus
Einkehrmöglichkeiten: Um die hier angeführte Uhrzeit keine 😉 – ansonsten auf der Fluh, direkt auf dem Pfänder beziehungsweise in Bregenz

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Eine leichte, aber schöne Schneeschuhtour auf dem Pfänderrücken

An Tagen wie diesen – mit viel Schnee und herrlichem Wetter, muss man nicht unbedingt ins Hochgebirge ziehen, um schöne Schneeschuhtouren zu machen. Die hier beschriebene Tour, die jederzeit ausgebaut, aber auch verkürzt werden kann, ist ideal für den Einstieg in die Schneeschuhtourenwelt. Denn sie hat kaum Höhenmeter, kann aber landschaftlich mehr als nur beeindrucken und sie macht richtig Spaß auf mehr.

Ausgangspunkt

Als Ausgangspunkt für diese Tour kann entweder Möggers Dorf oder aber die Parzelle Oberschwenden in Scheidegg ausgewählt werden. An beiden Orten sind ausreichend Parkplätze für den PKW vorhanden. Möggers Dorf kann auch bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, was an Wintertagen bei Schneefahrbahn sicherer und bequemer ist.

Durch Wälder, Wiesen und Schnee

Direkt vom Parkplatz in Oberschwenden kann man auf dem Wanderweg in Richtung Pfänder in die Winterwelt eintauchen. Wenn es nicht gerade frisch geschneit hat und man nicht sehr früh am Morgen unterwegs ist, findet man hier in der Regel Spuren, denen man folgen kann. Hier kann man im Übrigen auch in die wunderschöne Langlaufloipe von Scheidegg einsteigen. Unmittelbar neben der Loipe verläuft der gespurte Winterwanderweg.

Durch tiefen Schnee geht es vom Parkplatz aus in Richtung Wald und Pfänder. Durch das sogenannte „Kapellenholz“ führt die Tour durch den tief verschneiten Wald. Auf der Südseite des Tatzen (1.024m) durchwandert man in idyllischer Landschaft sanft ansteigend den Winterwald. Den vorhergesagten Wetterumschwung kann man heute bereits spüren, denn der Schnee fällt nass und schwer von den Bäumen ab. Schade um diese Bilderbuchlandschaft.

Am höchsten Punkt dieser Tour erreicht man den Höhenweg Pfänder-Möggers, der auch Teil des Jakobsweges ist. Ab hier wandert man wieder retour in Richtung Möggers. Auch hier führt der Weg, bis knapp vor Möggers Dorf durch den Wald.

An der schönen Kirche von Möggers vorbei führt der Weg wieder Richtung Scheidegg in den Wald hinein. Mit leichtem Gefälle wandert man hier wieder in Richtung Oberschwenden. Mitten im schönen Wald erreicht man die idyllische Bilderbuch Kapelle St. Ulrich. Die Kapelle ist bekannt für ihren Brunnen, dessen Wasser nachgesagt wird, dass es Heilkräfte für Augenleiden hat.

Ab hier geht es über tief verschneite Wiesen wieder retour zum Parkplatz in Oberschwenden.

Tourdaten

Wegstrecke: 8,3km
Höhenmeter: 275m
Parkplatz: Parzelle Oberschwenden in Scheidegg oder Möggers Dorf
Einkehrmöglichkeiten: Auf dem Weg keine – Ausnahme: Sky Walk in Scheidegg oder mit einem Abstecher ins Gasthof Riedstüble

ulrichs kapelle

ulrichs kapelle höhenprofil

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Auf Stippvisite in der Konzilstadt Konstanz

Bregenz, die Hauptstadt Vorarlbergs grenzt an den Bodensee. Nicht weit davon entfernt liegt Konstanz. Am größten See Deutschlands gelegen schaut man von hier aus auf ein herrliches Alpenpanorama. Die Konstanzer Altstadt ist für sich schon einen Besuch wert. Sie ist von den Bombardements des Zweiten Weltkrieges verschont geblieben, weshalb Besucher sich noch heute an einem der bedeutendsten mittelalterlichen Stadtensembles erfreuen können.

Bodensee - Bregenz
Bregenzer Bodenseeufer

Derzeit ist Konstanz in aller Munde, denn in den Jahren 2014 bis 2018 wird hier ein großes Jubiläum gefeiert, 600 Jahre Konstanzer Konzil. Dieses Jubiläum begeht die Stadt mit zahlreichen Sonderveranstaltungen und historischen Führungen. Von Vorarlberg aus ist es nicht weit bis nach Konstanz. Für Urlauber und Einheimische ist die Stadt daher ein lohnendes Ausflugsziel.

Ein Highlight: Die Konstanzer Altstadt

Die Geschichte der Stadt Konstanz geht bis auf die Römerzeit zurück. Vom Mittelalter an, beginnend mit der Romanik, sind alle baulichen Epochen in der Stadt vertreten. Somit ist die Stadt ein Erlebnis, nicht nur für Kunsthistoriker. In jeder Stil prägenden Epoche war Konstanz eine wirtschaftlich blühende Gemeinde. Davon zeugen viele Denkmäler, die aus dieser Zeit erhalten geblieben sind, unter anderem, weil Konstanz nicht den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges ausgesetzt war. Heute ist die Stadt eines der größten, zusammenhängenden Flächenensembles im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Auch die jüngeren Fassaden der Altstadt verbergen oft einen alten Kern. Hinter ihnen könnten sich gut erhaltene Kernbauten aus dem 13. bis zum 16. Jahrhundert verbergen.

Konstanz gedenkt dem Konzil

Das Konstanzer Konzil ist nicht nur das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der kleinen Gemeinde am Bodensee. Die Entscheidungen, die zwischen 1414 und 1418 dort getroffen wurden, strahlten ins restlichte Europa aus. Die Rede ist nicht ausschließlich von der Beendigung des größten Abendländischen Schismas in der Kirchengeschichte. Es wurden außerdem große Herren belehnt und Ketzer wie Jan Hus und Hieronymus von Prag auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Erhalten geblieben sind aus dieser Zeit unter anderem zahlreiche Fresken und eine Chronik über die fünf Jahre des Konzils.

Das Eröffnungsjahr des Jubiläumsjahrs, 2014, steht ganz im Zeichen König Sigismunds, dem späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Im Jahr 1414 gab es drei Päpste, die unter dem Einfluss verschiedener Herrscher standen. So hatte das große Schisma nicht nur Einfluss auf sakrale, sondern auch auf weltliche Angelegenheiten. König Sigismund hat deswegen das Konstanzer Konzil einberufen.

Das Jahr 2015 gedenkt des Reformers Jan Hus, der vor 600 Jahren nach Konstanz gekommen war, um seine Lehren zu verteidigen. Statt angehört zu werden, wurde er am 6. Juni 1415 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Zum Gedenken an ihn und an seinen Gefährten Hieronymus von Prag wird es zahlreiche ökumenische Veranstaltungen geben. Beispielsweise findet im Hus-Haus das ganze Jahr über die Ausstellung „Jan Hus- Mut zu denken, Mut zu glauben, Mut zu sterben“ statt.

Im Jahr 2016 steht keine reale Person im Vordergrund, sondern eine Literarische. Gedacht wird der „Imperia“, deren Statue die Hafeneinfahrt von Konstanz schmückt und an Angehörige verschiedener Gewerbe erinnert, die aus dem Konstanzer Konzil ihren Profit schlugen.“Imperia“ ist eine Schöpfung des Romanciers Honoré de Balzac. Das Motto verspricht viel Spaß für Groß und Klein. Ein detailliertes Programm zum Gedenkjahr „Lebendiges Mittelalter“ gibt es allerdings noch nicht.

Im Jahr 1417 war es so weit: Die erste und letzte Papstwahl auf deutschen Boden fand statt. Mit der Wahl Martins V. endete das größte Schisma der Kirchengeschichte. Im Jahr 2017 wird die Stadt Konstanz diesem Ereignis gedenken. Das Jahr steht völlig im Zeichen der Religionen, da auch die Reformation sich am 31. Oktober 2017 zum 500. Mal jährt. Auch für dieses Gedenkjahr gibt es leider noch kein genaues Programm.

Im letzten Gedenkjahr 2018 wird es um den europäischen Kulturaustausch als zentrales Thema gehen. Außerdem wird das Spannungsfeld zwischen christlicher und weltlicher Literatur behandelt. Als repräsentierende Person dieses Jahres wurde der Minnesänger und Ritter Oswald von Wolkenstein ausgewählt.

Mehr zum Programm, den Gedenkjahren und den Highlights gibt es im Internet auf den Seiten der Stadt Konstanz.

An- und Abreise aus Vorarlberg

Weil Konstanz als Ausflugsziel an dieser Stelle für Vorarlberg-Urlauber schmackhaft gemacht werden soll, dürfen natürlich die An- und Abreisemöglichkeiten von Vorarlberg aus nicht fehlen. Die sind davon abhängig, wo man sich in Vorarlberg einquartiert hat. Als Beispiele dienen die Fahrtzeiten ab Dornbirn, Bregenz, Au und Mittelberg. Wer noch keine Unterkunft hat, der kann sich hier eine passende suchen und buchen.

Lindau Insel
Lindau Insel

Konstanz ist mit dem Pkw binnen 90 Minuten aus Bregenz zu erreichen. Aus Dornbirn sind es ebenfalls 90 Minuten und aus Au benötigt man etwa 2 Stunden. Am weitesten fährt man von Mittelberg. Von hier aus beträgt die Fahrzeit knapp 2,5 Stunden. Die Straße B200 führt vorbei am Naturpark Rheindelta, durch die Schweiz direkt am Bodensee entlang, sodass es auf der Fahrt dorthin nicht langweilig wird.

Direkte Zugverbindungen gibt es leider nicht. Auch dauert die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bereits aus Bregenz fast drei Stunden, da man mehrmals umsteigen muss. Zwischen Bregenz und Konstanz besteht eine Fährverbindung. Die Fähre verkehrt allerdings nur in der Sommersaison.

Weiterführende Informationen:

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Walderlebnispfad Möggers – Sägetobel

Urlaub in den Alpen

Möggers ist ein kleiner, beschaulicher und vor allem ruhiger Ort im Herzen des Pfänderstocks. Hier wird vorwiegend Landwirtschaft betrieben und der Tourismus spielt eine untergeordnete Rolle. Für Kinder bietet aber die kleine Gemeinde – die laut Zählungen mehr Kühe als Menschen beheimaten soll – ein kleines Paradies – den Walderlebnispfad!

 

Ausgangspunkt – Schönsteinhof

 

Ausgangspunkt ist der schön gelegene Schönsteinhof. Wenn man von Lindau/Hohenweiler mit dem PKW anreist, dann passiert man unmittelbar nach Erreichen der Waldgrenze die ersten Häuser und Höfe. Nach einer scharfen links ausgerichteten Kurve folgt eine Kurve in die andere Richtung. Unmittelbar in dieser Kurve zweigt man links zum Schönsteinhof ab. Der Walderlebnispfad ist hier bereits angeschrieben.

Parken kann man gegen eine kleine Gebühr auf dem Gelände des Schönsteinhofes, der für die Kinder bereits einige Überraschungen bereithält. Neben frei umher laufenden Tieren kann man hier in einem aus Holz gezimmerten Ausschank idyllisch Produkte direkt vom Erzeuger…

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Pfänderstock – auf alten Wegen

Der Pfänder, Hausberg von Bregenz und Aussichtsgipfel am Bodensee, ist auf „herkömmlichen“ Pfaden kein Ziel nach meinem Geschmack, da er richtig überlaufen ist. Die schöne Aussicht, die Schwebeseilbahn, die Adlerwarte und der Wildpark ziehen jährlich viele Besucher an. Kein Wunder, denn schön ist es hier ja. Ich bevorzuge es ruhiger und wenn ich mal keinen richtigen Gipfel erklimmen kann und will, dann geht es auf „alten“ Pfaden (alter Schulweg) quer durch den Wald.

Ausgangspunkt – Kapelle Giggelstein

Die Kapelle in Giggelstein ist ein kleines Idyll und gleichzeitig hat sie Geschichten zu erzählen. Die St. Rochus Kapelle, so ihr Name, am Giggelstein ist eine Pestkapelle und so verwundert es auch nicht, dass es die eine oder andere Geschichte zu erzählen gibt. Die Hörbranzer folgen jährlich ihrem Versprechen und halten als Dank für die Befreiung der „Pestplage“ eine Prozession ab. Die Kapelle selbst ist, wenn nicht gerade ein Gottesdienst stattfindet, verschlossen. Aber einen Besuch ist sie alle mal wert. Direkt vor der Kapelle kann man das Auto parkieren, denn von hier aus führt der „alte“ Lutzenreuter Schulweg durch den Wald hoch in den Pfänderstock.

Wanderung auf „alten“ Wegen

 

Achtung: hier wandert man auf unbeschilderten Wegen, wer dies vermeiden möchte, fährt mit dem Auto etwas weiter bis nach Backenreute und folgt hier dem beschilderten Weg oder wählt zum Beispiel als Alternative die Wanderung auf dem Pfänderrücken. Auf dem hier beschriebenen Weg muss man sich zudem ab und dann durch dichtes Gebüsch kämpfen. Das ist nicht jedermanns Sache und zudem sollte man sich nach der Wanderung intensiv auf Zecken untersuchen!

Bei der Kapelle Giggelstein wandert man vorab entlang dem ausgetrockneten Bach in den Wald hinan. Dieser kleine Forstweg nimmt bald sein Ende, hier hält man sich nun rechts und steigt auf einem schmalen Waldweg etwas steiler auf. Hier lässt sich der Pfad sehr gut finden und wer diesem folgt, gelangt später auf den zuvor beschilderten Forstweg der nach Lutzenreute bzw. Eichenberg führt.

Entlang diesem Forstweg läuft man durch das Weingärtle in Richtung Eichenberg. Bis man die Kreuzung erreicht an der sich der Weg Richtung Lutzenreute und Eichenberg gabelt. Übrigens: hier befindet man sich unmittelbar hinter der Ruine Ruggburg. Damit auf geschichtsträchtigem Boden.

Wer möchte, der kann ab hier den Forstweg Richtung Lutzenreute weitergehen, mein Pfad führt mich zurück durch das Weingärtle bis zur kleinen Brücke, die über den seichten Bach führt. Kurz vor der Brücke hält man sich rechts und steigt auf einem schmalen Waldpfad hoch in Richtung Lutzenreute. Der Pfad ist gut auszumachen, aber echter Weg ist es keiner mehr J

Mit Erreichen der Waldgrenze erreicht man auch den zuvor erwähnten Forstweg, bevor sich dieser scharf links windet, führt ein kleiner Forstweg wieder in den Wald hinein. In das sogenannte Niederhaus-Bocherttobel. Diesem Weg folgt man bis man an den Bach gelangt. Hier nimmt der Weg nun auch sein Ende und man muss den Waldpfad entlang der Alpwiese suchen, bahnen und finden. Wer es angenehmer möchte, der steigt zum Bauernhof in Stegen auf und folgt dem Wald- und Wiesenweg der Stegerwiese. Diesem folgt man bis man auf die Stegerwiese gelangt. Eine Wiese, die mit einer herrlichen Artenvielfalt aufwarten kann.

Ich nehme an dieser Stelle immer noch den Aussichtspunkt mit, der rasch erreicht ist und einen herrlichen Blick auf den Bodensee bietet. Kurz nachdem man die Stegerwiese wieder Richtung Lutzenreute verlassen hat, führt links ein schmaler Pfad den Fels hoch. Achtung: hier ist es gerne rutschig und der Pfad ist dicht bewachsen.

Nach einem kurzen steilen Anstieg durch den Wald gelangt man zu einer kleinen Wiese, von hier aus kann man bereits einen Bauernhof ausmachen. Entlang dieser Wiese führt ein kleiner Pfad zum Aussichtspunkt. Zurück geht es wieder auf gleichem Wege bis zum Ausgangspunkt bei der Stegerwiese. Hier heißt es etwas genauer schauen, denn hier führt ein schmaler Waldpfad hinab durch den Wald. Über einen steileren, dicht bewachsenen Pfad geht es nun durch den Wald zurück bis auf den Forstweg, der nach Lutzenreute führt. Ab hier folgt man wieder dem Aufstiegsweg zurück zur Kapelle Giggelstein.

Eine schöne Wanderung, auf Pfaden, die früher als Schulweg gedient hat. Allerdings muss man heute etwas Leidenschaft mitbringen, denn viele Stellen sind dicht bewachsen und manches Mal muss man den Weg leidenschaftlich suchen. Also Orientierungssinn ist gefragt. Ab und dann muss man etwas Hand am Wurzelwerk anlegen, um die eine oder andere Hürde zu überwinden, aber insgesamt eine tolle Wanderung im Wald. Wer etwas die Augen offen hält, der kann zwei kleine Wasserfälle, die Ruine Ruggburg und vieles mehr entdecken.

In jedem Falle sollte man nach der Wanderung – so man die hier vorgestellte Route wählt – duschen und sich intensiv auf Zecken untersuchen. Ich bringe immer wieder solche ungeliebten Geister mit nach Hause und das obwohl ich diese Tour immer in einem schönen Tempo renne und nicht wandere J

Wegstrecke 8km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden (als Wanderung)
Höhenmeter 650m
Höchster Punkt Aussichtspunkt (Känzele) 841m
Einkehrmöglichkeiten Lutzenreute Ghf. Paradies oder Riedstüble in Möggers
Parkmöglichkeiten Kapelle Giggelstein

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

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Aktivurlaub am Bodensee (2. Teil)

Der Bodensee-Radwanderweg gehört zu den schönsten Radwegen in Europa. Im ersten Teil habe ich die ersten drei Etappen bis Überlingen vorgestellt. In diesem Bericht möchte ich Euch die restlichen Tourenziele vorstellen. Ziele, die den bisherigen in nichts an Schönheit, Eindrücken und Erlebnissen nachstehen.

Der Bodensee-Radwanderweg (Teil 2)

Der klassische Verlauf des Bodensee Radwanderweges

 

Gleich vorab: die Route kann jedem Geschmack und Anspruch angepasst werden. Wem die Etappen zu lang sind, der kann auf die Bodenseeschifffahrt ausweichen und so jede Route verkürzen. Die Kleinen werden für einen derartigen Ausgleich immer dankbar sein!

Überlingen – Friedrichshafen (31km)

 

Vielleicht die schönste der Etappen, aber das ist natürlich Geschmacksache. Das schöne Örtchen Überlingen wird in Richtung Nußdorf verlassen. Beim Schloss Maurach sollten man einen kleinen Stopp einplanen, denn der Aufstieg von hier zur Wallfahrtskirche Birnau ist mehr als lohnend und das nicht nur für Gläubige, denn Birnau liegt an einem wahrhaft schönen Platz mit einem herrlichen Blick über den See! Aber die alte Barockkirche hat auch abseits der landschaftlichen Schönheiten ihren Reiz.

Durch das Naturschutzgebiet der Seefelder Aachmündung geht es nach Seefelden und von dort direkt zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen. Die Pfahlbauten stammen aus vorgeschichtlicher Zeit vom 5. bis 1. Jahrtausend vor Christus. Spätestens jetzt heißt es vom Rad absteigen und in die Geschichte eintauchen.

Entlang dem See geht es direkt weiter nach Meersburg. Meersburg wohnt ein Zauber inne, den man erlebt haben muss. Die Burg Meersburg (erstmals erwähnt 988) liegt erhaben über dem See. Beim Schlendern durch die Gassen von Meersburg spürt man Fürstbischöfliche Zeiten und die engen, verwinkelten Gässchen erinnern beinahe an Italien.

Von Meersburg aus geht es weiter zur Weinstadt Hagnau und von dort direkt nach Immenstaad. Ab hier ist es nicht mehr weit nach Friedrichshafen, dem letzten Ziel dieser Etappe.

Die Etappe ist ohne Frage landschaftlich eine beeindruckende, hat aber den Nachteil, dass sie teilweise auch entlang dem Wanderweg führt, der in der Hochsaison stark frequentiert ist. Damit wird die Tour zu einer gemütlichen.

Die Sehenswürdigkeiten auf dieser Etappe:

  • Wallfahrtskirche Birnau
  • Das historische Gasthaus „Zum Sternen“ bei Birnau
  • Die Pfahlbauten in Unteruhldingen
  • Meersburg und seine erhabene Burg
  • Das Weindorf Hagnau
  • Immenstaad mit seinen drei Schlössern
  • Zeppelin Museum in Friedrichshafen

In Friedrichshafen findet man für jeden Geldbeutel eine Übernachtungsmöglichkeit. Am Abend lohnt sich ein Spaziergang an der Hafenpromenade entlang. Wer noch nicht genug gesehen hat, der kann auch das Zeppelin Museum besuchen.

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

Friedrichshafen – Bregenz (33km)

 

Unmittelbar nach der Zeppelinstadt Friedrichshafen geht es in das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried. Das Eriskircher Ried ist das größte Naturschutzgebiet am nördlichen Bodenseeufer und beheimatet viele Vogelarten. Ab hier ist es nicht mehr weit nach Langenargen und von hier direkt weiter nach Kressbronn. Wer eine Abkühlung braucht, der ist hier richtig, denn Kressbronn beheimatet das größte Naturstrandbad am Bodensee.

Nach dem verdienten Bad im See geht es weiter nach Nonnenhorn. Nonnenhorn ist bekannt als Luftkurort und Weinort. Hier kann man den Weintorkel besichtigen, der zu den ältesten Weinpressen am Bodensee gehört. Danach geht es zum geschichtsträchtigen Ort Wasserburg. Das Herzstück des kleine Örtchens ist das Schloss Wasserburg.

Über Bad Schachen geht es direkt weiter zur Inselstadt Lindau. Die Perle am Bodensee. Hier sollte man nun wirklich eine Pause einlegen und genießen.

Direkt am Bodenseeufer geht es nun weiter Richtung Pfänder und Bregenz. Die Festspielstadt Bregenz ist auch das Endziel dieser Etappe. Hier lohnt sich ein Spaziergang direkt am See bis zum Festspielhaus. In den Sommermonaten kann hier an Festspieltagen die Festspiel-Atmosphäre genossen werden.

Die Sehenswürdigkeiten dieser Etappe:

  • Adlerwarte und Panorama auf dem Pfänder bei Bregenz
  • Die Inselstadt Lindau
  • In Langenargen das Schloss Montfort
  • Der Weintorkel in Nonnenhorn
  • In Wasserburg das Schloss
  • Das Festpielhaus in Bregenz
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

Fortsetzung folgt ….

Die nächsten Etappen des Bodensee-Radwanderweges stelle ich Euch demnächst vor. Wer bereits mehr wissen möchte, der kann sich auch hier bereits einlesen.

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Staufen (1.456m) – der erhabene Hausberg von Dornbirn

Der Staufen (1.456m) ist der Hausberg von Dornbirn und befindet sich am westlichsten Rand des Bregenzerwald Gebirges. Der Staufen steht erhaben vor dem Rheintal und bietet einen herrlichen Blick auf Dornbirn und die Bodenseeregion. Eigentlich müssen sich die Dornbirner den Staufen mit den Hohenemsern teilen, aber wem gehört schon ein Berg?

Ausgangspunkt – Berggasthof Schuttanen

 

Der Ausgangspunkt für diese schöne und vor allem aussichtsreiche Tour ist der Berggasthof Schuttanen. Dieser kann über Hohenems über eine schmale Straße erreicht werden. Direkt beim Gasthof gibt es für Wanderfreunde einen Parkplatz. Die hier vorgestellte Runde ist nicht die klassische Staufenrunde, sondern die etwas gedehntere Form, die mir persönlich besser gefällt.

Über herrliche Alpwiesen steigt man auf der südlichen Flanke auf zum Unteren Staufen. Knapp unterhalb des Gipfels geht es etwas felsiger zur Sache. Bereits der Untere Staufen bietet einen herrlichen Blick. Zur östlichen Seite liegt das schöne Bregenzerwald Gebirge, nördlich liegt der Staufen und westlich blickt man in das Rheintal.

Über eine kleine Leiter geht es den Fels hinab, ehe man erneut aufsteigt in Richtung Staufen. Es geht dem Grat entlang, keine schwierige Übung, aber immer wieder muss Fels überwunden werden und dann und wann geht es links und rechts etwas steiler hinab. Nicht eines jeden Sache, aber sehr lohnend und mit etwas Vorsicht unkritisch.

Staufen – Blick zum Bodensee

 

Der Staufen selbst bietet einen beeindruckenden Blick für einen Gipfel dieser Höhe. Dornbirn liegt zu Füßen und der Blick reicht weit bis über den Bodensee. Ein Traum! Hier lässt es sich verweilen. Über den „Wurzelweg“ steigen man ab Richtung Karren. Der Weg ist wunderschön, führt aber, wie der Name bereits sagt, über Wurzelwerk. An feuchten Tagen oder früh morgens kann es hier ganz schön rutschig sein. Also Acht geben. Nach einem schönen, rassigen Abstieg erreicht man den eigentlichen Staufenrundweg. Hier nicht den Weg Richtung Staufenalpe einschlagen (es sei denn man möchte die Rundtour verkürzen), sondern den Weg Richtung Ebnit einschlagen.

Durch den Hackwald geht es entlang auf einem Forstweg. Herrliche Pflanzenvielfalt und an feuchten Tagen viele Echsen beeindrucken das Auge. Der Weg führt bis zur schön gelegenen Spätenbachalpe. Ab hier geht es zurück in Richtung Ausgangspunkt, Berggasthof Schuttanen.

Eine Wanderung, die gut mit Kindern in Angriff genommen werden kann und für die Kleinen einiges zu bieten hat. Eine Tour, die auch bei mangelnder Höhe, herrliche Blicke ins Tal eröffnet und vor allem mit einer bunten Artenvielfalt zu beeindrucken weiß.

 

Daten :

  • Wegstrecke: 9,3km
  • Dauer: 3 ½ – 4 ½ Stunden
  • Höhenmeter: 878m
  • Höchster Punkt: 1.456m
  • Parkmöglichkeit: Ghf. Schuttanen
  • Einkehrmöglichkeiten: Ghf. Schuttanen

staufen wanderkarte

staufen höhenprofil

 

 

 

 

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Biketour – Rund um den Pfänder

Der Pfänder ist der Hausberg von Bregenz und bekannt für die Adlerwarte, den Wildpark und den herrlichen Blick über den Bodensee. Er gehört zu den viel besuchten Attraktionen am Bodensee. Nicht auch zuletzt, da er gemütlich per Kabinenseilbahn erreicht werden kann. Aber der Pfänder kann noch mehr – er ist auch ein ideales Ziel für Biker, die Touren suchen, die auch von Einsteigern noch gut zu bewältigen sind.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist Hörbranz. Ein kleiner Ort unterhalb des Pfänders und unmittelbarer Grenzort zu Lindau am Bodensee. Parken kann man direkt bei der Pfarrkirche. Hier geht es den schmalen Fahrweg hoch in Richtung Parzelle Giggelstein. Bereits nach kurzer Zeit macht der schmale Fahrweg eine Linkskurve, Biker können sich aber auch weiter geradeaus halten und auf dem kleinen Fußweg bis zur Allgäuerstraße hochfahren. Kurz die Brücke bei der Straße passieren und dann links hoch entlang der schmalen Fahrstraße (also die Allgäuerstraße verlassen). Bis zum Erreichen des Waldes bleibt man nun auf diesem Weg. Mit Erreichen des Waldes erreicht man nun auch den Einstieg in die eigentliche Tour.

Bergwärts Richtung Lutzenreute und Eichenberg

 

Kurz nach Erreichen des Waldes heißt es Augen offen halten, denn wer zügig unterwegs ist, kann unter Umständen die Abzweigung auf den Forstweg verpassen. Dieser führt scharf links hoch Richtungen Lutzenreute. Ab jetzt heißt es nun Höhenmeter machen und den Pedalen Stoff geben. Der Forstweg führt kurvenreich und teilweise schön ansteigend J durch den Wald hoch. Erst mit Erreichen des Weingärtle können die Beine für eine kurze Zeit verschnaufen, bevor es weiter bergwärts Richtung Lutzenreute geht.

Zwischenstopp am Höhepunkt

 

Wer durstig geworden ist, der kann entweder in Lutzenreute beim Gasthof Paradies zukehren oder noch ein paar weitere Höhenmeter zurückkehren und im Schüssellehen einen Drink zu sich nehmen. Was vielleicht nicht die schlechteste Alternative ist, denn ab hier geht es wieder deutlich gemütlicher zur Sache, denn die meisten Höhenmeter haben wir nun hinter uns.

Pfänderrücken – genießen auf dem Bike

 

Ab dem Schüssellehen geht es entlang der herrlichen Landschaft weiter Richtung Parzelle Hinteregg. Wer möchte, der kann hier in der Sennerei leckeren, mehrfach prämierten Käse in den Rucksack packen, bevor es nun talwärts geht. Bei Hinteregg hält man sich Richtung Wirthatobel/Hirschberg. Durch das wilde Wirthatobel geht es nun zügig talwärts. Achtung: hier fahren auch KFZ und der Forstweg ist nicht übertrieben breit. Und an so mancher Stelle geht es im Wirthatobel kräftig abwärts.

Wir fahren allerdings nicht ganz ab, sondern achten auf die Abzweigung, die Richtung Geserberg führt. Hier heißt es nochmals die letzten Kräfte etwas mobilisieren und einige Höhenmeter hoch in die Parzelle Geserberg zu machen.

Über den Stollen – Wallfahrtskapelle und Gasthaus – geht es nun endgültig talwärts Richtung Bregenz. Mit Erreichen des Endes des Wirthatobel kann man nun entscheiden:

…wer bereits genug hat, der fährt über die Langenerstraße gemütlich ab, wer noch „Saft“ in den Beinen hat, der fährt nochmals ansteigend hoch zur Fluh. Das ist die deutlich schönere Alternative und zudem wird man auf der Fluh nochmals mit einem herrlichen Blick über den See belohnt. Allerdings braucht es etwas „Most“ in den Beinen.

Über die Fluh geht es nun zurück nach Bregenz und von entlang dem Bodensee zurück nach Hörbranz.

Eine wunderschöne Tour, die nichts vermissen lässt. Schöne Steigungen für die Beine bietet, durch wunderschöne Natur führt und viele schöne Blicke auf den Bodensee gewährt! Eine Tour, die man immer wieder gerne macht.

Daten – Variante ohne Fluh:

  • Wegstrecke: 35,6km
  • Höhenmeter: 1.343m
  • Höchster Punkt: 992m
Biken Pfänder
Biken Pfänder

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Aktivurlaub am Bodensee – der Bodensee Radwanderweg (1. Teil)

Im Dreiländereck am Bodensee kann man nicht nur wunderschönen Bade- und Kultururlaub verbringen, nein, die Region bietet weitaus mehr. Vor allem Sportbegeisterte kommen hier auf ihren Geschmack und können einen Aktivurlaub der Sonderklasse verbringen. Der Bodensee ist für Wanderer und Biker ein wahres Eldorado. 

Urlaub mit dem Rad am Bodensee

Radeln am See – Der Bodensee-Radwanderweg

Bregenzer Bodenseeufer
Bregenzer Bodenseeufer

Der Bodensee ist bekannt für sein gut ausgebautes Netz an Radwege rund um den See. Hier können Familien mit Kindern den See auf dem Rad umrunden und die Tagesetappen ganz auf jeden Geschmack und Anspruch abstimmen. An den Radwegen liegen wunderschöne Orte (Überlingen, Meersburg, Lindau, Bregenz, …), die auch für jeden Anspruch Übernachtungsangebote anbieten.

Wer mit Kindern unterwegs ist, der ist hier genau richtig, denn der Radweg ist gesäumt mit schönen Freibädern. Warum also nicht zwischendurch einen Sprung ins kühle Nass wagen? Auf der österreichischen Seite des Bodensee gibt es zudem frei zugängliche Uferstellen, die in herrlicher Natur zu einem ausgedehnten Bad einladen.

Eine Radtour macht natürlich hungrig! Die Gastronomie um den See herum ist ausgezeichnet und bietet für jeden Geschmack und jede Geldbörse etwas. Egal, ob sie gerne in einem Haubenlokal speisen oder doch lieber den Italiener um die Ecke bevorzugen. Es fehlt an nichts.

Auf dem Radweg liegen zudem viele Möglichkeiten für die Übernachtung. Neben privaten Unterkünften, gibt es viele Möglichkeiten für einen erholsamen und schönen Urlaub am Bodensee. In der Hochsaison sollten sie aber vorbuchen oder sich am umliegenden Hinterland orientieren – hier gibt es immer freie Zimmer! Wer lieber à la Natur nächtigt, der kann auf einen der schönen Campingplätze ausweichen.

Der Radweg rund um den Bodensee ist 260 Kilometer lang und erfreut sich jährlich an über 220.000 Radfahrern. Er gehört damit – nicht ohne Grund – zu den beliebtesten Radwegen Europas.

Der klassische Verlauf des Bodensee Radwanderweges

 

Gleich vorab: die Route kann jedem Geschmack und Anspruch angepasst werden. Wem die Etappen zu lang sind, der kann auf die Bodenseeschifffahrt ausweichen und so jede Route verkürzen. Die Kleinen werden für einen derartigen Ausgleich immer dankbar sein!

Konstanz bis Stein am Rhein (29km)

 

Wo sie mit ihrer Tour um den See beginnen, spielt nicht wirklich eine Rolle! Das ist Geschmacksache. Bei dieser Variante startet der Radurlaub in Konstanz. Die vielleicht heimliche Hauptstadt des Bodensee? Zumindest Universitätsstadt ist sie und an südländischem Flair fehlt es nicht.

Von Konstanz aus geht es in die Schweiz und entlang dem Untersee vorbei an Ermatingen, Salenstein, Steckborn, Mammern bis nach Stein am Rhein. Allein in Konstanz gibt es bereits viel zu sehen und zu entdecken, aber auch auf dem Weg nach Stein am Rhein kommt man aus dem Staunen nicht heraus:

  • Schloss Wolfsberg in Ermatingen
  • Die fünf Schlösser in Salenstein
  • Die Ruine Neuburg in Mammern
  • Die Altstadt von Stein am Rhein

Die Nächtigung in Stein am Rhein hat es in sich und ist empfehlenswert – wer aber mit etwas dünnerem Geldbeutel unterwegs ist, der sollte bei Ennetbruck die Schweiz verlassen und am deutschen Seeufer nächtigen!

 

Bodensee Radwanderweg
Quelle: outdooractive.com

Stein am Rhein bis Konstanz (43km)

 

Auf der anderen Uferseite geht es am nächsten Tag zurück in Richtung Konstanz. Ab Öhningen fährt man auf der Halbinsel Höri, die auch als Gottesgarten am See bezeichnet wird. Kleine, schöne Orte wie Wangen, Hemmenhofen oder Gaienhofen werden passiert ehe man über das Naturschutzgebiet am Zeller See nach Radolfzell gelangt. Ein Städtchen mit Geschichte. Über Allensbach geht es vis-à-vis der Gemüseinsel Reichenau durch das Wollmatinger Ried zurück nach Konstanz.

Auch entlang dieser Etappe gibt es viel zu Bestaunen:

  • Die Gemüseinsel Reichenau
  • Die Altstadt mit dem Münster in Radolfzell
  • Der Wildpark Bodanrück bei Allensbach
  • UNESCO-Weltkulturerbe auf der Reichenau
  • Das paradiesische Wollmatinger Ried mit vielen Hunderten von Vogelarten

Am Abend empfiehlt sich ein Spaziergang durch Konstanz oder vielleicht sogar noch der Besuch des Sea Life!

Bodensee Radwanderweg
Quelle: outdooractive.com

Konstanz bis Überlingen (40km)

 

Konstanz verlässt man über die alte Rheinbrücke in Richtung Fährhafen bei Staat (hier könnte man die Tour mit einer Überfahrt nach Meersburg deutlich verkürzen). Danach passiert man die Blumeninsel Mainau, die immer einen Abstecher wert ist. Nachdem man Litzelstetten, Dingelsdorf und Wallhausen hinter sich gelassen hat, geht es nun leicht aufwärts zum Bodanrück. Anschließend kann man auf das Treten verzichten, denn es geht abwärts nach Bodman-Ludwigshafen. Auf der anderen Seite des Überlinger Sees geht es über Sipplingen, Hödingen und Goldbach nach Überlingen. Überlingen ist ein wunderschöner, verwinkelter Ort mit besonderem Flair. Ein idealer Ort, um eine Pause einzulegen.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen entlang dieser Etappe:

  • Schloss auf der Blumeninsel Mainau und natürlich die schöne Insel selbst
  • Die Marienschlucht bei Langenrain (wirklich sehenswert)
  • Die Altstadt von Überlingen

Diese Etappe ist von der Steigung her die anspruchsvollste – daher sollten sie, wenn sie mit nicht so geübten Kindern unterwegs sind, in Betracht ziehen, diese Etappe auszulassen und mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg überzufahren.

Bodensee Radwanderweg
Quelle: outdooractive.com

Fortsetzung folgt ….

 

Die nächsten Etappen des Bodensee-Radwanderweges stelle ich Euch demnächst vor. Wer bereits mehr wissen möchte, der kann sich auch hier bereits einlesen.

Rheindelta
Rheindelta

 

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