Archiv der Kategorie: Hinterer Bregenzerwald

Manchmal muss man die üblichen Wege verlassen – Flexenspitze

Die Flexenspitze liegt im Herzen des Lechquellengebirges und gehört zu den markanten Gipfeln, die sich um die höchste Erhebung, die Große Wildgrubenspitze, angesammelt haben. Die Gipfel dort sind einsam und bieten alles, was das Bergfexen-Herz begehrt. Aber sie fordern, was aber auch schön ist. Die heutige Tour auf die Flexenspitze, die eigentlich bis zur Grätligratspitze hätte führen sollen, hatte es in sich und so dann und wann musste ich die üblichen Wege verlassen. Aber auch das muss dann und wann einmal sein, wenn man etwas anderes in seinem Leben erleben möchte. In den Bergen nicht immer ganz ungefährlich, zugegeben, aber heute hat es sich mehr als nur gelohnt.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der findet hier auch eine Haltestelle vor. Was durchaus seinen Reiz hat, da man in diesem Fall nicht auf dem gleichen Wege absteigen muss, sondern die schönere Variante über den Alpsee nach Lech wählen kann. Was mehr als nur lohnend ist!

Auf Wegen ohne Markierung

Gleich vorab: die Tour auf die Flexenspitze erfordert zum einen Orientierungssinn, da es keine Markierungen außer den „Steinmandl“ gibt und zum anderen absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer zudem das Absteigen über losen Schotter nicht mag, der sollte die Tour sofort wieder aus dem Programm streichen! Gerade der Gipfelauf-/abstieg auf die Flexenspitze erfordern zu dem Erfahrung in leichter Kletterei.

Das erklärte Ziel heute ist die Grätligratspitze, die sich hinter der Flexenspitze versteckt. Mein Fuß, der eigentlich nur die Berge gewöhnt ist, ist noch lädiert vom Fußball-Spielen. Aber bei diesem Wetter muss es einfach klappen.

Gebirgsbach auf dem Weg zum Grubenjoch
Flexenbach auf dem Weg zum Grubenjoch

Über die Wiesen, entlang dem rauschenden Gebirgsbach (Flexenbach) steige ich früh morgens (halb sechs Uhr) auf. Als ich auf das Grubenjoch blicken kann, macht sich Enttäuschung breit, denn hier liegen noch mächtige Alt Schneefelder. Vielleicht sollte ich doch besser auf die Große Wildgrubenspitze aufsteigen? Als ich beim Ursprung des Flexenbaches von einem ersten Schneefeld aus in Richtung Grubenjoch blicke und anschließend die mächtige Flexenspitze vor mir sehe, weiß ich, dass ich es probieren muss. Vielleicht mit einer etwas anderen Variante? Noch habe ich großen Respekt vor den Schneefeldern, aber da sich dort auch das Steinwild „tummelt“ ist es vielleicht nicht ganz so schlimm. Ich steige am rechten Rand des Schneefeldes unterhalb der Kleinen Grubenjochspitze auf. Und das macht sogar richtig Spaß, denn immer wieder heißt es etwas mit den Händen zupacken. Ja, so mag ich es. Ab und dann muss man die üblichen Wege einfach verlassen, wie es scheint. Aber Achtung: Ungeübte sollten das im freien Gelände tunlichst unterlassen!

Herrliche Morgenstimmung in den Bergen
Herrliche Morgenstimmung in den Bergen

Direkt unter der Kletterwand zum Grubenjoch komme ich heraus. Heute wähle ich die Umgehung, da selbst in dieser senkrechten Wand noch Schneewehen hängen, das ist mir dann doch etwas zu „haarig“. Auf dem Grubenjoch lacht mir die Morgensonne ins Gesicht und bereits hier erschließt sich ein herrliches Panorama auf meine Lieblinge im Lechquellengebirge. Die Wasenspitze ist noch ummantelt von mächtigen Schneefeldern, aber alle anderen Gipfel sind frei von Schnee und warten auf Besuch.

Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch
Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch

Nach einer kurzen Genuss-Pause an der Sonne geht es weiter in Richtung Flexenspitze. Achtung: hier nicht über den verlockenden Grat ab dem Grubenjoch aufsteigen, sondern die Flexenspitze westlich umgehen. Der Einstieg zum Gipfelsturm ist mit einem „Steinmandl“ versehen, was allerdings etwas gesucht werden will. Von hier aus geht es nun stark ansteigend, über losen Schotter hoch zur südlichen Flanke. Immer wieder auf die einzelnen, wenigen „Steinmandl“ achten. Diese erleichtern die Orientierung. Die südliche Flanke erreicht, geht es auf der östlichen Seite senkrecht bergab, daher gilt es hier die Schritte vorsichtig zu setzen, denn der Grat für den Aufstieg ist schmal und die Felsen hier werden immer loser (zumindest ist das mein Eindruck). Vielleicht haben die Klimaforscher doch Recht …

Morgenstimmung auf dem Grubenjoch
Morgenstimmung auf dem Grubenjoch

Immer wieder muss man Hand anlegen und mit leichter Kletterei kleine Felsen überqueren. Das macht Spaß und erleichtert mir zumindest den Aufstieg. Der Gipfel ist bald erreicht und belohnt mit einem fabelhaften Gipfelpanorama. Eine erste Pause ist mehr als verdient. Schade, dass heute der Himmel etwas trüb ist und dadurch die Fernsicht etwas eingeschränkt ist. Aber selbst ohne die ansonsten grandiose Fernsicht, befindet man sich auf einem wahrhaft herrlichen Gipfel. Leider spüre ich meine Mittelfußverletzung mehr, als mir lieb ist. Nichts desto trotz wandere ich dem Grat entlang in Richtung Grätligratspitze. Da der Schmerz immer stärker wird, entschließe ich mich aber vor dem finalen Anstieg auf den Gipfelsturm zu verzichten, denn immerhin möchte ich ja auch wieder ins Tal kommen und dafür brauche ich auf diesem unwegigen Gelände heute beide Füße.

Auf dem Gipfel der Flexenspitze
Auf dem Gipfel der Flexenspitze

Der Abstieg von der Flexenspitze über das lose Gestein ist mit meinem Bein heute sehr mühsam und erfordert sehr viel Feingefühl. Und so versuche ich das Bein so gut wie möglich zu schonen, was bei diesem Gelände nicht einfach ist. Auf jeden Fall bin ich froh, als ich wieder auf dem Grubenjoch stehe.

Die schöne Grubenjochspitze
Die schöne Grubenjochspitze

Um schneller talwärts zu kommen, entscheide ich mich für die Abfahrt mit den Bergschuhen über das vor mir liegende Schneefeld. Achtung: auch das ist absolut nicht empfehlenswert, wenn man sich mit Alt Schneefeldern nicht auskennt! Eine tolle Entscheidung, denn auf den Schuhen geht es wie auf Skiern zur Sache und so überwinde ich eine ansonsten von Schotter geprägte Strecke in nur 10 Minuten, für die man ansonsten gut und gerne 30-40 Minuten benötigt. Den Spaß, den ich dabei hatte, ließ jeden Schmerz im Bein vergessen! Einfach ein Traum.

Alt Schneefeld - rasante Abfahrt
Alt Schneefeld – rasante Abfahrt

Eine herrliche Tour, die nicht jedermanns Sache ist, aber für einsame Gebirgsjäger vielleicht zu den schönsten gehört.

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Details

Wegstrecke 6,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 942m
Höchster Punkt 2.627m Flexenspitze
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine – auf dem Flexenpass bzw. in Zürs J
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

Weitere Bilder zur Tour

Gibt es auf Facebook.

Karte und Höhenprofil

karte - flexenspitze
Quelle: outdooractive.com
flexenspitze - höhenprofil
Quelle: Outdooractive.com

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Die schönsten Wanderungen im Bregenzerwald

 

Der Bregenzerwald ist bekannt für seine Ursprünglichkeit, seine schönen Dörfer, seine Tradition und seine Gastfreundlichkeit. Fast scheint es so, als ob man in einer anderen Welt gelandet ist. Einer Welt, in der die Uhren noch anders ticken, als anderswo. Der Bregenzerwald kann vor allem mit Vielfalt und Herzlichkeit aufwarten. Wer hier die schönste Zeit des Jahres verbringt – seinen Urlaub – dem ist Erholung gewiss.

Leichte Wanderungen und Touren

 

Mörzelspitze (1.830m)

Morgenerwachen auf der Mörzelspitze
Morgenerwachen auf der Mörzelspitze

Die Mörzelspitze ist vielleicht einer der schönsten Aussichtsberge, wenn es darum geht, den Bodensee und seine Umgebung von seiner schönsten Seite zu betrachten. Nämlich von Oben. Die Mörzelspitze kann von vielen Seiten her erreicht werden. Mir persönlich gefällt der Anstieg über die Unterfluhalpe am besten. Zudem ermöglich diese Variante, für all jene, die noch nicht genug haben, auch den Gipfelsturm des Hohen Freschen (2.004m).

Winterstaude (1.877m)

Winterstaude - hoch über der Nebelgrenze
Winterstaude – hoch über der Nebelgrenze

Die Winterstaude ist ein wunderschöner Gipfel im Vorderen Bregenzerwald. Viele kennen sie vom Winter her – denn Egg/Schetteregg ist als Skigebiet vor allem bei Familien sehr beliebt. Die Winterstaude ist aber auch bei Wanderern beliebt. Sie bietet wunderschöne Varianten und Möglichkeiten für eine Rundtour. Das Schönste aber ist der herrliche Blick den der Gipfel dem Gipfelstürmer bietet. Egal, ob sie über den Hasenstrick, den Tristenkopf oder die östliche Flanke aufsteigen, sie werden es nicht bereuen, denn landschaftlich steht die Winterstaude kaum einem anderen Gipfel in etwas nach.

Drei Gipfel – herrliche Bergseen und wunderschöne Panoramen

Sünser See von Oben
Sünser See von Oben

Eine Wanderung, die auch Kinder begeistern wird, denn sie lässt keine Wünsche offen. Allerdings sollten ihre Kinder das Wandern gewöhnt sein, denn etwas Ausdauer ist erforderlich. Das Ziel sind drei wunderschöne Gipfel – die Sünser Spitze, der Portlakopf und das Portlahorn. Für Kinder liegt der wunderschöne Sünser See als Attraktion am Fuße der Sünser Spitze. Landschaftlich eine wunderschöne Tour, die mit der Sünser Spitze einen herrlichen Aussichtsgipfel zum Ziel hat.

Hoch Häderich (1.565m)

Hoch Häderich - Kleinod
Hoch Häderich – Kleinod

Die Nagelfluhkette und das Hochmoor am Hoch Häderich sind landschaftlich eine Besonderheit. Arten- und Pflanzenvielfalt sind kaum zu überbieten. Für alle, die nicht zu den Gipfelstürmern gehören, gibt es herrliche Rundwege durch das schöne Hochmoor. Alle anderen sollten den Hoch Häderich und den Falken in Angriff nehmen. Es sind keine echte Größen unter den Gipfeln Vorarlbergs, aber sie beeindrucken, sind landschaftlich schön und bietet schöne Blicke ins Tal. Kurzum eine Tour, die man gemacht haben sollte als Wanderfreund. Eine Tour, die man auch gut mit Kindern in Angriff nehmen kann. Übrigens: der Hädrich ist auch im Winter ein schönes Skigebiet für Familien.

Schönenbach – Käsknöpfle, Gipfel und Alplandschaft

Schönenbach - sanfte Berglandschaft
Schönenbach – sanfte Berglandschaft

Eine Wanderung, die vor allem mit Kindern immer ein schönes Highlight ist. Schönenbach ist eine herrliche Alp-/Almlandschaft und ist umrahmt von schönen Gipfeln. Schöne Touren sind von hier aus möglich – zB zum Hohen Ifen und dem Gottesackerplateau. Wer aber mit seinen Kindern unterwegs ist, der sollte die Idylle hier genießen und den Rundweg in Angriff nehmen. Immer wieder gibt es schöne Bäche, Pfützen und vieles mehr zu entdecken. Hier lässt es sich verweilen, denn Schönenbach ist in der Tat ein kleines Paradies. Nach einem ausgedehnten Tag an der frischen Luft bieten sich die allseits bekannten Käsknöpfle im Gasthof Egender an. Diese sollten sie auf keinen Fall verpassen. Sie sind ein Gedicht!

Anspruchsvolle Touren und Wanderungen

 

Zitterklapfen (2.403m)

Zitterklapfen Panorama
Der erhabene Zitterklapfen

Zugegeben, der Zitterklapfen ist kein echter Riese, wenn man es rein auf die Höhenmeter absieht. Aber gehört zu den ganz Großen Zielen, die jeder Alpinist und Bergsteiger auf seiner Karte stehen hat, wenn er in Vorarlberg unterwegs ist. Die Tour verlangt einiges ab. Neben Ausdauer und Kondition sind für den Zitterklapfen Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit unabdingbar. Wer sich aber erfolgreich überwunden hat, der wird mit herrlicher landschaftlicher Schönheit beschenkt und einem Panorama, das schöner nicht sein könnte. Für jeden anspruchsvollen Bergfreund ist der Zitterklapfen ein Muss.

Hochkünzelspitze (2.397m)

Hochkünzelspitze
Hochkünzelspitze

Die Hochkünzelspitze ist ein ganz besonderer Gipfel. Er besticht nicht durch seine Höhe, aber durch sein beeindruckendes Gipfelpanorama. Der Aufstieg fordert etwas Kondition und auf dem letzten Stück vielleicht etwas Überwindung, aber hier lohnt sich wirklich jede Mühe. Die Hochkünzelspitze ist ein beliebtes Ziel vieler Tourengeher. Nicht ohne Grund, denn landschaftlich ist sie spätestens ab der Biberacher Hütte kaum mehr zu toppen.

Großer Widderstein (2.533m)

Großer Widderstein
Großer Widderstein

Der Große Widderstein gehört mit Sicherheit zu den beliebtesten Gipfelzielen am Arlberg. Kein Wunder, denn der dank seiner markanten Erscheinung und seinem herrlichen Panorama ist er eine beliebte Trophäe eines jeden Gipfelstürmers. An Wochenenden sollte man Acht geben, denn dann kann es beim schmalen Aufstieg immer wieder mal zu Steinschlag kommen. Der Aufstieg auf den Gipfel ist kurz und knackig. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gehören zur Grundausstattung, aber ansonsten ein wunderschöner, leicht zu begehender Gipfel.

Vier Walser und ein Kamm

Walserkamm
Walserkamm

Eine wunderschöne Wanderung zwischen dem Laternsertal, dem Großen Walsertal und mit Blick auf den Bregenzerwald. Keine wirklich schwierige Tour, aber eine Tour, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Eine Tour, die einen herrlichen Blick auf das Rheintal, das Große Walsertal, aber vor allem auf die umliegende Bergwelt Vorarlbergs erschließt. Eine Tour im Herzen von Vorarlberg, die landschaftlich beeindruckt und wirklich kaum einen Wunsch offen lässt. Aufgrund einzelner ausgesetzter Stellen, sollten diese Tour aber nur geübte Wanderer unternehmen und last but not least: bei feuchten Verhältnissen sollten sie diese Tour nicht machen.

Weiterführende Links zum Thema

 

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Flexenspitze (2.627m) – markant, karg, aber schön …

Die Flexenspitze liegt im Lechquellengebirge und da ich heute nur am Vormittag Zeit für einen Gipfelsturm hatte, durfte die markante Flexenspitze herhalten. Damit schließen sich langsam meine Lücken im Lechquellengebirge. Viele Nachbarn habe ich bereits besucht: Große Wildgrubenspitze, Grubenjochspitze, Erzbergkopf, Schwarzer Turm und die Hasenfluh.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Ein Parkplatz, der mich zuletzt nicht selten begrüßen durfte. Nicht ohne Grund, denn immerhin gibt es hier einige Gipfel zu erklimmen.

Aufstieg entlang dem Flexenbach

 

Vom Flexenpass aus läuft man entweder über Almwiesen oder direkt auf dem Güterweg entlang dem Flexenbach in Richtung Grubenjochspitze und Flexenspitze. Beeindruckend, beinahe Angst einflößend posieren die Gipfel des hinteren Lechquellengebirges hier vor dem Wanderer. Rechter Hand befindet sich die Hintere und Vordere Hasenfluh. Im Rücken liegt der Trittkopf und die Valluga.

Beim Ursprung des Flexenbaches in der steinernen Hochebene teilt sich der Weg. Wer weiter nördlich wandert, der erreicht den Muggengrat und kann von hier die Große Wildgrubenspitze erreichen. Wer in Richtung Süden wandert, der erreicht den Erzbergkopf und den Schwarzen Turm. Für diese Tour gilt es sich jedoch westwärts zu halten. Ein Blick hoch zum Grubenjoch zeigt, wohin der Weg führt. Steil bergwärts über Schotter, Kies und Stein. Gamsen und andere Einheimische fühlen sich hier wohl, aber gerade dieses Teil des Weges ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, denn es geht steil zur Sache und Weg oder Markierung gibt es ebenfalls nicht. So heißt es mit Steinen und Orientierung zu kämpfen. Aber eines gleich vorab, es lohnt sich mehr als.

Kurz vor dem Grubenjoch heißt es eine herrliche Steinwand, die mit Rillen durchzogen ist, zu überwinden. Das macht Spaß und ist etwas anderes. Wer dem Aufstieg über die Wand nicht traut, der kann rechter Hand (unterhalb des Sendemastes) über moosige Felsen aufsteigen. Das ist nicht schwer, aber Hand anlegen ist angesagt.

Auf dem Grubenjoch hält man sich rechts und läuft unterhalb der Flexenspitze einen kaum erkennbaren Pfad bis unter die westliche Flanke der Flexenspitze. Einzelne „Steinmandl“, die aber nicht gut zu sehen sind, weißen den Pfad hoch zur Spitze. Von hier aus steigt man bei leichter Kletterei leicht südlich orientiert auf, bis man die südwestliche Flanke der Flexenspitze erreicht. Ab hier kann man dem Grat/der Flanke entlang aufsteigen. Auch hier ist leichte Kletterei angesagt, aber wer etwas geübt ist, für den stellt der Aufstieg kein Problem dar. Allerdings sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit natürlich Voraussetzung. Angesichts des losen Gesteins, das sich hier tummelt und der vielen einheimischen Bewohner (Wild) ist zudem ein Helm empfehlenswert.

Den Gipfel hat man bald erreicht. Die Flexenspitze bietet – wie beinahe alle Gipfel hier – ein wunderschönes Panorama. Allerdings schaut die Grätlisgratspitze, die von hier aus scheinbar zum Greifen nahe ist, sehr verlockend aus. Über den Grat kann diese von hier aus erreicht werden. Heute reicht leider meine Zeit nicht und so heißt es die Flexenspitze in vollen Zügen genießen. Auch nicht schlecht.

Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route. Ein sehr lohnender Gipfel, der ein schönes Panorama bietet und mit leichter Kletterei Lust auf mehr macht.

 

Wegstrecke 6,1km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden
Höhenmeter 959m
Höchster Punkt 2.627m (Flexenspitze)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

 

flexenspitze - höhenprofil

flexenspitze

 

 

 

 

Karte zum Ausdrucken für die Tour als PDF

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Die schönsten Wanderungen am Arlberg

Der Arlberg ist bekannt als Wintersport-Eldorado. Die Region spielt im Winter – ohne Frage – auch alle Stückchen, die man sich als Wintersportfan wünscht. Im Frühling, Sommer und Herbst scheint er bei vielen in Vergessenheit zu geraten. Das ist schade, denn die Region besticht auch in den anderen Jahreszeiten mit landschaftlicher Schönheit und das Beste daran, sie bietet wirklich für jeden etwas. Grund genug, hier die schönsten Wanderungen und Touren aufzulisten.

Leichte Wanderungen und Touren

 

Maiensee-Rundwanderung

Eine wunderschöne Wanderung, die zwar mit keinem Gipfel aufwarten kann, dafür aber mit vielem anderen aufwarten kann. Eine Wanderung, die nicht nur Naturfreunde, sondern auch Kinder begeistern wird. Wunderschöne, idyllische Seen, eine Schlucht, eine Kapelle und wunderschöne hochalpine Berglandschaft begeistern die Seele.

Wirth, Knödelkopf und Peischlkopf – der Berggeistweg

Der Berggeistweg beginnt in St. Christoph am Arlberg und führt in eine alpine Wunderwelt. Gebirgsseen, herrliche Fauna und drei Gipfel, die mit Weitblick aufwarten können. Eine Wanderung, die keine besonderen Anforderungen (mit Ausnahme: etwas Orientierungssinn) stellt und auch Kinder begeistern wird. Der Hausberg von St. Christoph am Arlberg, der Wirth, wartet mit einem herrlichen Panorama auf. Eine Tour, die vor allem mit ihrer Schönheit beeindruckt.

Anspruchsvolle Touren und Wanderungen

 

Grubenjochspitze (2.659m)

Die Grubenjochspitze befindet sich im Herzen des Lechquellengebirges. Ausgangspunkt ist der Flexenpass beziehungsweise alternativ der Wanderparkplatz bei Zürs. Der Aufstieg zum Grubenjoch ist führt zwar über Schotter in steilem Gelände, dafür wird man aber spätestens auf dem Grubenjoch mit herrlicher Hochgebirgslandschaft verwöhnt. Der Aufstieg zur Grubenjochspitze ist mit leichter Kletterei verbunden, stellt aber ansonsten keine großen Herausforderungen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber Voraussetzung für diese schöne Tour auf diesen herrlichen Aussichtsgipfel.

Mohnenfluh (2.549m)

Die Mohnenfluh ist ein herrlicher Aussichtsgipfel und liegt direkt bei Lech. Der wunderschöne Gipfel kann von Schröcken aus, aber auch von Lech aus begangen werden. Landschaftlich kann die Tour auf den Gipfel punkten, denn sie bietet alles, was das Naturfreundeherz begehrt. Alplandschaft, karge Felsen und herrliche Panoramen und mit dem Butzensee ein Gebirgssee der Extraklasse. Gipfelstürmer sollten Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen.

Große Wildgrubenspitze (2.753m)

Die Große Wildgrubenspitze ist der höchste Gipfel im Lechquellengebirge. Ein Gipfel, der nicht viel begangen wird, aber zu Unrecht ein Mauerblümchen-Dasein führt. Denn der Gipfel kann mit einem einmaligen Panorama aufwarten. Der Aufstieg auf den Gipfel fordert etwas Geschick, aber vor allem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ab und dann muss man etwas Hand anlegen und sich in leichter Kletterei üben. Aber all dies lohnt sich mehr als, denn wer auf dem Gipfel steht, der hat alle Mühen vergessen.

Östlicher Johanneskopf (2.508m)

Im Herzen des Lechquellengebirges eingebettet zwischen herrlichen Gipfeln liegt der Östliche Johanneskopf. Der Gipfel gehört zu jenen, die nur wenig bestiegen werden, vielleicht auch deshalb, da der Weg auf den Gipfel gesucht werden muss, aber der Gipfelsturm ist mehr als nur lohnend. Der Gipfel liegt westlich der Göppinger Hütte und kann mit einem wunderschönen Panorama aufwarten.

Hochkünzelspitze (2.397m)

Die Hochkünzelspitze ist ein ganz besonderer Gipfel. Er besticht nicht durch seine Höhe, aber durch sein beeindruckendes Gipfelpanorama. Der Aufstieg fordert etwas Kondition und auf dem letzten Stück vielleicht etwas Überwindung, aber hier lohnt sich wirklich jede Mühe. Die Hochkünzelspitze ist ein beliebtes Ziel vieler Tourengeher. Nicht ohne Grund, denn landschaftlich ist sie spätestens ab der Biberacher Hütte kaum mehr zu toppen.

Großer Widderstein (2.533m)

Der Große Widderstein gehört mit Sicherheit zu den beliebtesten Gipfelzielen am Arlberg. Kein Wunder, denn der dank seiner markanten Erscheinung und seinem herrlichen Panorama ist er eine beliebte Trophäe eines jeden Gipfelstürmers. An Wochenenden sollte man Acht geben, denn dann kann es beim schmalen Aufstieg immer wieder mal zu Steinschlag kommen. Der Aufstieg auf den Gipfel ist kurz und knackig. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gehören zur Grundausstattung, aber ansonsten ein wunderschöner, leicht zu begehender Gipfel.

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Grubenjochspitze (2.659m) – ein Gipfel, der alles hat …

Die Grubenjochspitze liegt im Herzen des Lechquellengebirges. Ihre Nachbarn, die Wasenspitze, die Flexenspitze und die Große Wildgrubenspitze sind mehr als nur bekannt. Sie gehören zu jenen markanten, beeindruckenden Gipfeln, die jedes Alpinisten Herz höher schlagen lassen. Die Grubenjochspitze bietet dem Gipfelstürmer – der doch etwas Mühsal in Kauf nehmen muss – ein wahrlich fürstliches Panorama.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Ein Parkplatz, der mich zuletzt nicht selten begrüßen durfte. Nicht ohne Grund, denn immerhin gibt es hier einige Gipfel zu erklimmen.

Aufstieg entlang dem Flexenbach

 

Vom Flexenpass aus läuft man entweder über Almwiesen oder direkt auf dem Güterweg entlang dem Flexenbach in Richtung Grubenjochspitze und Flexenspitze. Beeindruckend, beinahe  Angst einflößend posieren die Gipfel des hinteren Lechquellengebirges hier vor dem Wanderer. Rechter Hand befindet sich die Hintere und Vordere Hasenfluh. Im Rücken liegt der Trittkopf und die Valluga. Ein Panorama der Sonderklasse.

Beim Ursprung des Flexenbaches in der steinernen Hochebene teilt sich der Weg. Wer weiter nördlich wandert, der erreicht den Muggengrat und kann von hier die Große Wildgrubenspitze erreichen. Wer in Richtung Süden wandert, der erreicht den Erzbergkopf und den Schwarzen Turm. Für diese Tour gilt es sich jedoch westwärts zu halten. Ein Blick hoch zum Grubenjoch zeigt, wohin der Weg führt. Steil bergwärts über Schotter, Kies und Stein. Gamsen und andere Einheimische fühlen sich hier wohl, aber gerade dieses Teil des Weges ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, denn es geht steil zur Sache und Weg oder Markierung gibt es ebenfalls nicht. So heißt es mit Steinen und Orientierung zu kämpfen. Aber eines gleich vorab, es lohnt sich mehr als.

Ich halte mich in solchen Hängen immer am äußersten Rand beim Aufstieg, da ich ohne Stöcke wandere und so immer wieder meine Hände zur Unterstützung einsetzen kann. Bereits beim Aufstieg kann man erahnen, welches Panorama sich auf dem Grubenjoch erschließen wird. Ein Traum. Bereits jetzt hat man einen großen Teil des Arlbergs im Visier.

Das letzte Drittel hinauf zum Grubenjoch ist etwas ganz besonderes, denn hier muss – sorry den Ausdruck – eine „Waschbetonplatte“ überwunden werden. Ein echter Spaß sich hier hoch zu kämpfen! Etwas wirklich Einzigartiges. Das Panorama auf dem Grubenjoch ist ein Traum. Alle namhaften Berge liegen hier vor dem Auge des Betrachters.

Jetzt heißt es sich zu entscheiden Flexenspitze oder Grubenjochspitze. Beide Gipfel buhlen um meine Gunst, leider kann es heute nur einer werden und da die Grubenjochspitze etwas markanter und eindrucksvoller wirkt, erhält sie den Vorzug.

Erneut geht es über Schotter, Stein und Felswüste bergwärts. Allerdings fällt hier der Aufstieg leichter, denn im Gegensatz zu vorher, wird hier die Geröllhalde von großen Felsen gut gestützt. Nach weiteren ein hundert Höhenmeter blickt man direkt auf die Wasenspitze. Ein ebenfalls beeindruckender Gipfel, der es in sich hat.

Nun heißt es zum letzten Gipfelsturm ansetzen. Die letzten Höhenmeter hoch zum Gipfel muss man Hand anlegen. Aber es ist Kletterei mit Spaß. Allerdings auch mit dem Bewusstsein, dass hier Fehler zur Mangelware gehören sollten.

Das Panorama auf dem Gipfel ist einzigartig, beeindruckend und atemberaubend. Ich habe Glück, denn heute habe ich zudem klare Sicht. Der Blick reicht von der Silvretta bis ins Brandnertal und ins Tirol. Einzigartig.

Eine wirklich herrliche Tour, die zu meinen absoluten Lieblingstouren zählt – allerdings absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert!

 

Wegstrecke 5,5km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden
Höhenmeter 860m
Höchster Punkt 2.659m (Grubenjochspitze)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

 

Gipfelpanorama:

Gipfelpanorama – Grubenjochspitze

Grubenjochspitze

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Trittkopf (2.720m) –Wanderung in die Einsamkeit …

Der Trittkopf ist vor allem Wintersportbegeisterten ein Begriff, denn im Winter führt die Trittkopfbahn hoch bis unterhalb des Nördlichen Trittkopf. In den Jahreszeiten außerhalb des Skibetriebes steht die Bahn still und deshalb ist es hier nicht nur etwas ruhig, sondern sehr ruhig. Die Wanderung zum Trittkopf ist zwar nicht unter meinen Top 10, aber sie hat sich zumindest ein paar Besucher verdient.

Ausgangspunkt

 

Der Wanderparkplatz unmittelbar vor Zürs ist der Ausgangspunkt für diese Tour. Eines gleich vorab: der Trittkopf wird nicht ohne Grund wenig begangen, die Wege sind nicht markiert und daher ist Orientierungssinn gefragt. Vom Parkplatz aus läuft man bis kurz vor den Flexenpass auf dem Wanderweg retour. Am besten orientiert man sich nun an der Abfahrtspiste der Trittkopfbahn und steigt nun hoch auf die Trasse der der Abfahrt. Wer keine Probleme mit der Orientierung hat, der geht über die Almwiesen und orientiert sich an der Bergstation der Trittkopfbahn.

Aufstieg ohne echte Highlights

 

Vielleicht hatte ich heute nur Pech und die Flora hatte mit dem schlechten Sommerwetter zu kämpfen. Aber außer Murmeltieren war heute wirklich wenig auszumachen. Ich habe mich dazu entschlossen über die Wiesen aufzusteigen. Das macht mehr Spaß und mir geht es leichter von der Hand. Auf etwa 2000m erreicht man die verfallene Ochsenbodenalpe. Idyllisch liegt sie am Fuß des Trittkopf. Von hier aus geht es weiter Richtung Nord-Osten. Die Bergstation der Trittkopfbahn liegt bereits vor meiner Nase und kann nicht verfehlt werden.

Hinter der Bergstation geht es in Serpentinen hoch zum Nördlichen Trittkopf (2.521m), der statt eines Gipfelkreuzes einen Sendemast innehat. Das ist nicht schön, muss aber wohl sein. Dafür ist die Sicht auf die umliegenden Gipfel des Lechquellengebirges und des Arlbergs atemberaubend. Alles was Rang und Namen hat ist hier vertreten.

Entlang des Kammes geht es nun bis zum letzten Anstieg auf den Trittkopf. Immer wieder muss ich Halt machen und das schöne Panorama bewundern. Darunter viele Gipfel, die zu meinen absoluten Lieblingen gehören. Mittlerweile hat sich die Sonne vom Acker gemacht und es ziehen immer dichtere Wolken auf. Aber so kurz vor dem Ziel macht man nicht schlapp. Die letzten Höhenmeter werden auf Schotter zurückgelegt. Da es steil bergab geht, ist vor allem an nassen Tagen Vorsicht geboten.

Rasch habe ich den Gipfel des Trittkopf erreicht – noch bevor die Wolken das Panorama komplett verschleiern können. Auch wenn der Blick nicht wirklich weit reicht, kann man sich ausmalen, welches Panorama sich hier einem an einem schönen Tage erschließt.

Eigentlich hätte ich östlich absteigen wollen und die Pazüelfernerspitze noch mitnehmen wollen, ehe ich via Ulmer Hütte in Richtung Flexenpass absteige. Dieses Unterfangen ist mir aber zu „heiß“, denn mittlerweile kann man nicht mehr von Sicht sprechen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Und so erfolgt der Abstieg auf der identen Route.

Eine schöne, rassige Tour. Landschaftlich gibt es mit Sicherheit schönere, aber der Gipfel des Trittkopfes hat etwas.

 

Wegstrecke 6,5km
Gehzeit 4-5 Stunden
Höhenmeter 973hm
Höchster Punkt 2.720m (Trittkopf)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Zürs

 

trittkopf

„Jede starke Empfindung muss

in der Einsamkeit ausreifen.“

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Wenn die Große Wildgrubenspitze Zicken macht…

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Nachdem ich die Große Wildgrubenspitze bereits im Juni aufgrund des unsicheren Wetters durch die Vordere und Hintere Hasenfluh ersetzen musste, habe ich heute erneut einen Versuch gewagt. Bereits am Arlberg lichtet sich der Himmel etwas, immer wieder kämpfen sich Sonnenstrahlen durch, das macht Hoffnung, aber meistens kommt es anders als man denkt.

Ausgangspunkt

 

Da die Wettervorhersagen ab Mittag schlechtes Wetter prognostiziert haben, habe ich mich für den kürzesten Weg in Richtung Große Wildgrubenspitze entschieden. Auf dem Wanderparkplatz unmittelbar vor Zürs wird geparkt und von hier aus als erstes Ziel der Zürsersee ins Auge gefasst. Bereits beim Aufstieg mache ich mir so meine Gedanken, denn immer wieder ziehen dichte Wolken und Nebelfelder auf und wirklich warm ist auch nicht. Letzteres verwundert mich nach diesem Sommer nicht wirklich, aber die Große Wildgrubenspitze kann nicht ausgemacht werden. Ich hoffe darauf, dass es beim Zürser See vielleicht etwas besser aussieht.

Aber auch von hier aus, kann die Große Wildgrubenspitze nicht ausgemacht werden. Ein starker, eisiger Wind bläst mir ins Gesicht. Die Sonne versucht sich zwar immer wieder im Kampf mit den Wolken, aber irgendwie schaut sie chancenlos aus. Leider kann man nicht ausmachen, wie die Schneelage auf der Großen Wildgrubenspitze ist. Weder die steilen Felswände kann man erkennen, noch sonst etwas. Ich betrachte den Himmel und erhoffe, dass ich Chancen für eine Aufhellung erkennen kann, aber über den Zürser See ziehen bereits die nächsten dicken Wolkenschwaden.

Enttäuscht weiß ich was das heißt, wenn ich kein unnötiges Risiko eingehen möchte. Ich muss die Zickerei der Großen Wildgrubenspitze akzeptieren und mir ein anderes Ziel auswählen. Da die Wetterlage immer unsicherer wird, entscheide ich mich für die Hintere und Vordere Hasenfluh. Auch schön, aber natürlich nicht vergleichbar.

Aber spätestens am Gipfel der Vorderen Hasenfluh wird mir klar, dass meine Entscheidung richtig war. Meine Hände sind eingefroren wie im Winter und auch ansonsten bin ich um jedes Kleidungsstück im Rucksack froh und spätestens beim Abstieg bin ich froh um meine innere mahnende Stimme, denn die Wolken werden immer dichter und ab und dann ist die Wegsucherei ein echtes „Katz und Maus“ Spiel. Das hätte es auf der Großen Wildgrubenspitze nicht leiden wollen und so bin ich froh um Zickerei dieses Gipfels.

Tourenbeschreibung

 

Ausführliche Tourenbeschreibung: Vordere und Hintere Hasenfluh

 

„Man muss vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.“

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Besuch eines alten Bekannten – Großer Widderstein (2.533m)

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Einmal im Jahr sollte man alte Bekannte doch besuchen? Der Große Widderstein gehört zu jenen Bekannten, die ich liebend gerne besuche. Immer dann, wenn die Zeit knapp ist und ich aber dennoch etwas Besonderes erleben möchte. Der Große Widderstein thront am Rande der Allgäuer Alpen und besticht durch seine mächtige Erscheinung. Ein begehrtes Ziel für Viele. Daher bekommt er von mir nur unter der Woche Besuch!

Ausgangspunkt – Hochtannberg

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Hochtannbergpass. Bereits hier hat man das Flair von Hochgebirge und wär im Frühsommer unterwegs ist, der wird mit einer herrlichen Blüten-/Blumenpracht beschenkt. Was im Moment der Fall ist. Die unten im Bericht angeführten Zeitangaben beziehen sich auf „normale“ Bergtourengeher. Wer etwas geübter ist, der bewältigt diese Tour deutlich rasanter.

Vorbemerkung

 

Der Große Widderstein wird gerne als schwierig eingestuft. Der Gipfel erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, aber es gibt deutlich schwierigere Gipfelziele. Das Problem des Widderstein ist vor allem der Steinschlag, der durch andere Wanderer oder Steinwild ausgelöst werden kann. Der Aufstieg erfolgt in einer engen Schneise und daher sollte diese Gefahr nicht unterschätzt werden. Bei feuchten Verhältnissen können zudem die Felsen, Steine und Passagen sehr rutschig sein. Hier gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen.

Aufstieg zur Widderstein Hütte

 

Vom Hochtannbergpass steigt man über herrliche Alpwiesen hoch in Richtung Widderstein und Widdersteinhütte. Der Blick nach Warth, zum Karhorn, zur Mohnenfluh und anderen erhabenen Gipfeln hier in der Region ist beeindruckend.

Die Pflanzenvielfalt, die man hier vorfindet ist beeindruckend. Wer Kräuter sammeln möchte und das noch mit Hochgebirgsflair, der ist hier richtig! Hier gibt es so einige Heilkräuter, die die Kraft der Berge in sich tragen.

Zur Widdersteinhütte ist es nicht weit, in weniger als 45 Minuten ist diese erreicht. Kurz vor der Hütte gabelt sich der Weg. Hier hält man sich links in Richtung Bregenzerwald.

 

Gipfelsturm – Großer Widderstein

 

Nach nur wenigen Schritten auf diesem Pfad gabelt sich der Weg erneut. Hier steigt man nun ein in den Gipfelsturm zu diesem erhabenen Gipfel. Anfänglich geht es über Schotter hoch bis zu den Felswänden des Großen Widderstein.

Dort angekommen steigt man in der Schneise zwischen den Felsen langsam hoch in Richtung Großer Widderstein. Immer wieder mal heißt es etwas Hand anlegen, aber man muss kein geübter Bergsteiger sein, um diese Passagen zu bewältigen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber Grundvoraussetzung für den Großen Widderstein.

In der Schneise gilt es immer wieder darauf zu achten, ob Steinwild die Passagen quert oder andere Gipfelstürmer wieder absteigen, denn Steinschlag ist hier kein guter Begleiter. Umgekehrt gilt, wer absteigt, bitte vorsichtig absteigen und nach Möglichkeit keine Steine lösen, denn diese stellen eine Gefahr für die Aufsteigenden dar.

Der Aufstieg auf den Großen Widderstein ist wunderschön und erfreut ein jedes Bergsteigerherz. Auch der Gipfel ist überraschend schnell erreicht. Der Blick, das Panorama des Großen Widderstein sind einmalig und an schönen Tagen hat man hier das Gefühl die kompletten Alpen überblicken zu können. Ein wahrlich beeindruckender Gipfel.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Wege, es sei denn man macht bei der Widdersteinhütte einen Einkehrschwung, was durchaus empfehlenswert ist. Aber der Weg ändert sich dadurch nur unwesentlich J

 

Wegstrecke 5,9km
Gehzeit 3-4 Stunden
Höhenmeter 882m
Höchster Punkt Großer Widderstein (2.533m)
Einkehrmöglichkeiten Widdersteinhütte
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Hochtannbergpass

 

Quelle: outdooractive.com
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Hasenfluh (2.534m) – wer hoch steigt, fällt tief …

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Unbeständiges Wetter, keine klare Wetterprognosen und feuchter Boden sind die Ausgangsvoraussetzungen für meine geplante Tour am Arlberg. Das erklärte Ziel die Große Wildgrubenspitze. Aber es sollte anders kommen. Die Bodenverhältnisse, das unsichere Wetter und ein Rutsch in die Tiefe haben mich dazu veranlasst mit etwas weniger zufrieden zu sein, der Hinteren und Vorderen Hasenfluh.

Ausgangspunkt – Wanderparkplatz Zürs / Wanderparkplatz

 

Gleich vorab, für die Wildgrubenspitze bin ich beim Flexenpass gestartet. Aber der feuchte Boden hat mir heute zu einer unverhofften längeren Rutschpartie verholfen. Gepaart mit den dunklen Wolken und den unklaren Prognosen, entschloss ich mich daher kurzerhand wieder abzusteigen und nach Zürs (Ortseingang) zu fahren und dort vom Wanderparkplatz aus, die Hasenfluh in Angriff zu nehmen. Ein leichter Gipfel mit herrlichem Blick – was will man mehr. Manchmal ist weniger mehr.

Aufstieg zum Zürsersee

 

Vom Wanderparkplatz aus steigt man durch schöne Alplandschaft hoch in Richtung Zürsersee. Die Hasenfluh präsentiert sich bereits vor den Augen und macht einen „schärferen“ Eindruck, als man vermuten würde. Aber wie sich später herausstellt, ist die Ersteigung der Spitze, wenn man denn den „normalen“ Weg einschlägt kein wirkliches Problem. Beim Aufstieg nicht auf dem Güterweg bleiben, sondern den schön markierten Wiesenweg wählen. Es läuft sich hier leichter und es ist zudem wesentlich schöner!

Der Zürsersee ist bald erreicht. Die vielen ruhenden Liftanlagen des Wintersportortes trüben etwas das Gesamtbild, aber die blenden wir einfach einmal aus und konzentrieren uns auf das Schöne.

 

Auf zur Hasenfluh

 

Achtung, jetzt heißt es etwas suchen und die Augen offen halten, denn der Weg hoch zur Hasenfluh ist nicht eigens angeschrieben und auf eigene Faust hochkämpfen führt ins Leere oder in Terrain, dass deutlich größere Ansprüche an den Gipfelstürmer stellt, als der vorgesehene Steig. Kurz vor dem Zürsersee führt der Pfad durch die Wiese in Richtung „Tanzböden“, also direkt unter den Sattel, der zwischen Vorderen und Hinteren Hasenfluh liegt.

Der Weg schlängelt sich durch die Almwiesen und führt direkt zum Einstieg zum Gipfelsturm. Heute musste ich dafür noch einige Schneefelder überwinden, aber auch diese stellen keine große Herausforderung dar. Über einen steinigen Pfad schlängelt sich nun der alpine Pfad hoch in Richtung Sattel. Einzig die Schneefelder sind teilweise etwas unangenehm, der Weg selbst und der Anstieg selbst auf den Sattel sind ohne größeren Herausforderungen zu bewältigen.

Steinwild tummelt sich oben auf dem Sattel und beobachtet meinen Aufstieg. Kaum erreiche ich diesen, ist das Steinwild wie vom Erdboden verschluckt. Als erstes nehme ich die Hintere Hasenfluh mit ihrer markanten Nase in Angriff. Vom Sattel aus ist diese rasch erreicht. Jetzt stehe ich unmittelbar vor der Großen Wildgrubenspitze. Mit etwas Wehmut – zugegeben.

Über den Grat geht es vor zur Vorderen Hasenfluh, die einen herrlichen Blick auf die umliegende Gebirgswelt und vor allem einen beeindruckenden Tiefblick auf Zürs bietet. Aber der eisige Wind und die dichten Wolken lassen keine lange Pause für Genießer zu und so heißt es wieder absteigen.

Waren die Schneefelder beim Aufstieg noch etwas mühsam, so erleichtern sie jetzt den Abstieg ungemein. Rasant geht es zurück zum Zürsersee und von dort retour zum Wanderparkplatz.

Ein schöner Gipfel ist die Hasenfluh, er stellt keine großen Ansprüche und entlohnt dennoch mit einem herrlichen Panorama. Ein Ersatzgipfel für Tage wie heute, den ich mir in mein Tourenbuch eintragen werde.

 

  • Wegstrecke:                    8,1km
  • Gehzeit:                           3 ½ – 4 ½  Stunden
  • Höhenmeter:                   853m
  • Höchster Punkt:              Hintere Hasenfluh (2.534m)
  • Einkehrmöglichkeiten:in  Zürs, auf dem Weg keine Einkehrmöglichkeit
  • Parkmöglichkeiten:         Wanderparkplatz Zürs (Ortseingang)
Quelle: outdooractive.com
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Quelle: outdooractive.com
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Hüttentour – von Hütte zu Hütte (Lechquellengebirge)

Das dichte Hüttennetz in den Alpen ermöglicht herrliche Touren ohne dabei auf einen gewissen Komfort verzichten zu müssen. Für all jene, die nicht unter freiem Himmel schlafen möchten, sind die Schutzhütten der Alpenvereine ein idealer Ort für das Kraft tanken nach einer anstrengenden Tour. Eine wunderschöne Hüttentour im Hochgebirge möchte ich in diesem Artikel vorstellen. Eine Tour durch das Lechquellengebirge.

1.     Tag – Schoppernau – Biberacher Hütte

 

  • Wegstrecke                     12,8km
  • Höhenmeter                    1.838m
  • Dauer                             5 ½ – 6 ½ h

Die erste Tagestour hat es in sich und ist vom Anspruch her die absolute Königsetappe. Dafür entlohnt sie aber den Wanderer mit herrlichen landschaftlichen Hochgebirgseindrücken. Wem diese Variante zu anspruchsvoll ausfällt, der kann natürlich alternativ auch über Schröcken/Unterboden und die Treuealpe aufsteigen. Dies verkürzt diese Tagesetappe erheblich, reduziert sie aber von den Eindrücken wesentlich.

In Schoppernau steigt man über den Ortsteil Gräsalp entlang dem Dürrenbach auf. Zwischen herrlicher Berg- und Gipfelwelt geht es in Richtung Zitterklapfen. Herrliche Alpen werden passiert und der Weg wird mit zunehmender Höhe alpiner. Vorbei an der verfallenen Töbelealpe geht es hoch zum Töbeljoch (2.101m). Hier erreicht man auch den höchsten Punkt dieser Tour. Unterhalb des Schöneberg und der Glattjochspitze geht es in Richtung Biberacher Hütte. Eine herrliche Hütte, die schöner nicht gelegen sein könnte. Aber das Beste daran, sie verfügt über ein herzliches Hüttenteam und eine ausgezeichnete Küche! Am Abend heißt es die herrliche Bergwelt auf der schönen Terrasse genießen. Hochkünzelspitze, Braunarlspitze und andere namhafte Gipfel sind hier vertreten. Was will man mehr?

Schoppernau - Biberacher

2.     Tag – Biberacher Hütte – Göppinger Hütte

 

  • Wegstrecke                     10,0km
  • Höhenmeter                    1.238m
  • Dauer                             4 – 5 h

Gestärkt von einem guten Frühstück auf der Biberacher Hütte geht es unterhalb des Rothorn in Richtung Braunarlspitze, die auch der Höhepunkt des 2. Tages darstellt. Durch herrliche Alplandschaft schlängelt sich der alpine Weg hoch zum Fürggele (2.145m). Ab hier geht es dann nochmals richtig zur Sache, denn auf der westlichen Flanke heißt es aufsteigen in Richtung Braunarlspitze (2.649m). Einer der Königsgipfel im Lechquellengebirge, die man besucht haben muss, denn das Panorama auf diesem Gipfel ist einmalig.

Über Fels und Stein steigt man auf der anderen Seite wieder ab und wandert unterhalb der Hochlichtspitze (2.600m) in Richtung Göppinger Hütte, die unterhalb des Gamsbodenjoch liegt. Die Göppinger Hütte bietet einen traumhaft schönen Blick auf das umliegende Lechquellengebirge und vor allem die Sonnenauf- und untergänge sind hier sehenswert.

Biberacher - Göppinger

3.     Tag – Göppinger Hütte – Ravensburger Hütte

 

  • Wegstrecke                     12,9km
  • Höhenmeter                    624m
  • Dauer                             4 ½ – 5 ½ h

Die Tour am dritten Tag ist etwas für die Erholung und Seele. Deutlich weniger Höhenmeter als an den ersten beiden Tage müssen bewältigt werden und dass ohne dabei auf landschaftliche Schönheiten verzichten zu müssen.

Von der Göppinger Hütte steigt man über das Obere und Untere Älpele ab ins Zuger Tal. Mit Erreichen des Tales steigt man auf der anderen Seite zwischen Mehlsack (2.651m) und Pfaffeneck (2.539m) auf zur Dalaaser Staffel (1.746m). Von hier ist es nicht mehr weit zum wunderschönen Spullersee und zum Tagesendziel, der Ravensburger Hütte.

Die Hütte liegt unterhalb des beliebten Spullerschafberg und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Spullersee und die umliegende Bergwelt.

göppinger - ravensburger

4.     Tag – Ravensburger Hütte – Kaltenberghütte

  • Wegstrecke                     13,2km
  • Höhenmeter                    1.340m
  • Dauer                             5 ½ – 6 ½ h

Wer im Hochgebirge ist, der steigt nur ungern ab, aber für diese Etappe ist der Abstieg ins Klostertal unerlässlich. Von der Ravensburger Hütte geht es in Richtung Spullersee und von dort direkt und stark abfallend ins Tal nach Klösterle. Rauschende Gebirgsbäche und Wasserfälle begleiten uns beim Abstieg.

Der Ort Klösterle muss komplett durchquert werden, um auf der anderen Seite in Richtung Untere Bludenzer Alpe aufzusteigen.  Von hier geht es direkt zur Oberen Bludenzer Alpe und anschließend zur wunderschön gelegenen Kaltenberghütte.

Ein Blick auf die Lage der Hütte genügt, um sicher zu sein, dass man hier einen herrlichen Abend und Morgen verbringen wird können. Und unter Kennern ist die Hütte ohnehin ein Geheimtipp.

ravensburger - kaltenberg

5.     Tag – Kaltenberghütte – Konstanzer Hütte

 

  • Wegstrecke                     9,4km
  • Höhenmeter                    896m
  • Dauer                             4 – 5 h

Eine herrliche Tour durch einsame Gebirgswelt steht am fünften Tag bevor. Von der Kaltenberghütte steigt man „Im Krachel“ auf in Richtung Krachelspitze (2.686m). Von dieser Blickt man auf den mittlerweile recht dürftigen Kaltenberggletscher und die darunter liegenden Gebirgsseen. Ein herrlicher Anblick.

Der Abstieg zu den Seen ist rasch bewältigt ehe man einsam Richtung Gstansjöchli (2.573m) erneut einige Höhenmeter bewältigen muss. Ab hier heißt es dann absteigen in Richtung Tal und Konstanzer Hütte. Eine Hütte, die umrahmt ist von Gipfeln der Extraklasse! Patteriol und die Kuchenspitze sind nur zwei davon.

kaltenberg - konstanzer

6.     Tag – Konstanzer Hütte – St. Christoph (Hospiz)

 

  • Wegstrecke                    10,7km
  • Höhenmeter                    890m
  • Dauer                            4 – 5 h

Zwischen den Gebirgszügen geht es am nächsten Morgen in Richtung St. Anton. Der Weg verläuft entlang dem rauschenden Gebirgsbach. Erst kurz vor dem Stausee führt uns die heutige Etappe ins Maroital hoch in Richtung Tobelhütte.

Unterhalb des Wirt (2.339m), dem Hausberg von St. Christoph am Arlberg, geht es mit herrlichem Blick auf das Obere Inntal in Richtung St. Christoph am Arlberg.

St. Christoph liegt bereits vor den Füßen und so heißt es absteigen in diesen geschichtsträchtigen Wintersportort. Eine Übernachtung nicht in einer Hütte, sondern im Hospiz ist heute angezeigt für all jene, die tatsächlich auch auf Spuren der Geschichte wandern möchten. Für alle anderen gibt es im Ort genügend Alternativen.

konstanzer - st. christoph

7.     Tag – St. Christoph – Stuttgarter Hütte

 

  • Wegstrecke                     9km
  • Höhenmeter                    1.189m
  • Dauer                             4 – 5 h

Die vorletzte Etappe führt wieder zurück ins Lechquellengebirge. Allerdings dieses mal auf der Seite der mächtigen Valluga (2.809m). Über die Ulmer Hütte heißt es aufsteigen in Richtung Trittkopf (2.720m). Über die Trittscharte geht es hoch zum Jöchle zwischen Trittkopf und Pazüelfernerspitze (2.712m). Von hier steigt man ab in Richtung Pazüeljoch.

Die Roggspitze, die Erlispitze werden unterhalb passiert, ehe man direkt auf die Stuttgarter Hütte zu wandert.

Eines gleich vorab, genießen sie den letzten Abend in den Bergen, denn am nächsten Morgen wird abgestiegen ins Tal nach Lech, von wo uns der Bus zurück nach Schoppernau bringt.

st. christoph - stuttgarter

8.     Tag – Stuttgarter Hütte – Lech

 

  • Wegstrecke                     10,4km
  • Höhenmeter                    490m
  • Dauer                             3 ½ – 4 ½ h

Um schonend unterwegs zu sein, ist die letzte Etappe so ausgelegt, dass sie unterhalb des Trittwangkopf und der Gümpelspitze vorbeiführt. Echte Gebirgsjäger können einen Abstecher auf einen dieser erhabenen Gipfel aber einplanen. Der Weg führt Richtung Bockwangsattel und von dort heißt es Absteigen über das Ochsengümpele zur Bergstation der Rüfikopfbahn.

Wer bereits jetzt genug hat, kehrt bei der Bergstation ein und fährt mit der Bahn ab. Für alle anderen heißt es jetzt Höhenmeter lassen. Lohnend ist es alle mal. Denn der Weg führt anfänglich über hochalpines Gelände bergab und geht später über in einen traumhaft schönen Hochgebirgswaldweg. Ein Traum.

In Lech angekommen fährt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Schoppernau. Was bleibt sind herrliche Eindrücke von der Hochgebirgswelt, die Ruhe und die Kraft der Natur und ein wunderschöner, sportlicher Urlaub. Eine 8-Tagestour, die mehr als lohnend ist.

stuttgarter - lech

Empfehlungen

 

  • Nehmen sie nicht zu viel Gepäck mit (maximal 20kg)
  • Packen sie Handwaschmittel ein, um Kleidung während der Tour auf den Hütten zu reinigen
  • Sorgen sie für ausreichend Trinkwasser (2-3l), nicht immer sind Gebirgsbäche verfügbar
  • Führen sie Bargeld mit, nicht auf jeder Hütte kann mit Karte gezahlt werden
  • Achten Sie auf die Wettervorhersage
  • Lieber weniger Kleidung, dafür aber hochwertige, vor allem auch Regenbekleidung ist angezeigt
  • Planen sie genügend Pausen ein, denn 8 Tage auf den Füßen ist nicht ohne
  • Erkundigen sie sich bei den erfahrenen Hüttenwirten nach den Verhältnissen
  • Notieren oder speichern sie sich Notrufnummern und die Telefonnummern der hier angeführten Hütten – für den Fall der Fälle
  • Eine Notfallausrüstung (Erste Hilfe) sollte obligat sein
  • Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung für die hier angeführte Tour
  • Trittsicherheit, Kondition und Schwindelfreiheit sind für die hier angeführte Tourenbeschreibung erforderlich
  • Gutes Kartenmaterial (Empfehlung: OEAV)
  • Rucksack: diesen hier (Tatonka Pacy 35 EXP) kann ich wärmstens empfehlen – er ist ideal für eine Tour dieser Art

 

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