Archiv der Kategorie: Klettern

Manchmal muss man die üblichen Wege verlassen – Flexenspitze

Die Flexenspitze liegt im Herzen des Lechquellengebirges und gehört zu den markanten Gipfeln, die sich um die höchste Erhebung, die Große Wildgrubenspitze, angesammelt haben. Die Gipfel dort sind einsam und bieten alles, was das Bergfexen-Herz begehrt. Aber sie fordern, was aber auch schön ist. Die heutige Tour auf die Flexenspitze, die eigentlich bis zur Grätligratspitze hätte führen sollen, hatte es in sich und so dann und wann musste ich die üblichen Wege verlassen. Aber auch das muss dann und wann einmal sein, wenn man etwas anderes in seinem Leben erleben möchte. In den Bergen nicht immer ganz ungefährlich, zugegeben, aber heute hat es sich mehr als nur gelohnt.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der findet hier auch eine Haltestelle vor. Was durchaus seinen Reiz hat, da man in diesem Fall nicht auf dem gleichen Wege absteigen muss, sondern die schönere Variante über den Alpsee nach Lech wählen kann. Was mehr als nur lohnend ist!

Auf Wegen ohne Markierung

Gleich vorab: die Tour auf die Flexenspitze erfordert zum einen Orientierungssinn, da es keine Markierungen außer den „Steinmandl“ gibt und zum anderen absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer zudem das Absteigen über losen Schotter nicht mag, der sollte die Tour sofort wieder aus dem Programm streichen! Gerade der Gipfelauf-/abstieg auf die Flexenspitze erfordern zu dem Erfahrung in leichter Kletterei.

Das erklärte Ziel heute ist die Grätligratspitze, die sich hinter der Flexenspitze versteckt. Mein Fuß, der eigentlich nur die Berge gewöhnt ist, ist noch lädiert vom Fußball-Spielen. Aber bei diesem Wetter muss es einfach klappen.

Gebirgsbach auf dem Weg zum Grubenjoch
Flexenbach auf dem Weg zum Grubenjoch

Über die Wiesen, entlang dem rauschenden Gebirgsbach (Flexenbach) steige ich früh morgens (halb sechs Uhr) auf. Als ich auf das Grubenjoch blicken kann, macht sich Enttäuschung breit, denn hier liegen noch mächtige Alt Schneefelder. Vielleicht sollte ich doch besser auf die Große Wildgrubenspitze aufsteigen? Als ich beim Ursprung des Flexenbaches von einem ersten Schneefeld aus in Richtung Grubenjoch blicke und anschließend die mächtige Flexenspitze vor mir sehe, weiß ich, dass ich es probieren muss. Vielleicht mit einer etwas anderen Variante? Noch habe ich großen Respekt vor den Schneefeldern, aber da sich dort auch das Steinwild „tummelt“ ist es vielleicht nicht ganz so schlimm. Ich steige am rechten Rand des Schneefeldes unterhalb der Kleinen Grubenjochspitze auf. Und das macht sogar richtig Spaß, denn immer wieder heißt es etwas mit den Händen zupacken. Ja, so mag ich es. Ab und dann muss man die üblichen Wege einfach verlassen, wie es scheint. Aber Achtung: Ungeübte sollten das im freien Gelände tunlichst unterlassen!

Herrliche Morgenstimmung in den Bergen
Herrliche Morgenstimmung in den Bergen

Direkt unter der Kletterwand zum Grubenjoch komme ich heraus. Heute wähle ich die Umgehung, da selbst in dieser senkrechten Wand noch Schneewehen hängen, das ist mir dann doch etwas zu „haarig“. Auf dem Grubenjoch lacht mir die Morgensonne ins Gesicht und bereits hier erschließt sich ein herrliches Panorama auf meine Lieblinge im Lechquellengebirge. Die Wasenspitze ist noch ummantelt von mächtigen Schneefeldern, aber alle anderen Gipfel sind frei von Schnee und warten auf Besuch.

Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch
Herrliche Kletterei auf das Grubenjoch

Nach einer kurzen Genuss-Pause an der Sonne geht es weiter in Richtung Flexenspitze. Achtung: hier nicht über den verlockenden Grat ab dem Grubenjoch aufsteigen, sondern die Flexenspitze westlich umgehen. Der Einstieg zum Gipfelsturm ist mit einem „Steinmandl“ versehen, was allerdings etwas gesucht werden will. Von hier aus geht es nun stark ansteigend, über losen Schotter hoch zur südlichen Flanke. Immer wieder auf die einzelnen, wenigen „Steinmandl“ achten. Diese erleichtern die Orientierung. Die südliche Flanke erreicht, geht es auf der östlichen Seite senkrecht bergab, daher gilt es hier die Schritte vorsichtig zu setzen, denn der Grat für den Aufstieg ist schmal und die Felsen hier werden immer loser (zumindest ist das mein Eindruck). Vielleicht haben die Klimaforscher doch Recht …

Morgenstimmung auf dem Grubenjoch
Morgenstimmung auf dem Grubenjoch

Immer wieder muss man Hand anlegen und mit leichter Kletterei kleine Felsen überqueren. Das macht Spaß und erleichtert mir zumindest den Aufstieg. Der Gipfel ist bald erreicht und belohnt mit einem fabelhaften Gipfelpanorama. Eine erste Pause ist mehr als verdient. Schade, dass heute der Himmel etwas trüb ist und dadurch die Fernsicht etwas eingeschränkt ist. Aber selbst ohne die ansonsten grandiose Fernsicht, befindet man sich auf einem wahrhaft herrlichen Gipfel. Leider spüre ich meine Mittelfußverletzung mehr, als mir lieb ist. Nichts desto trotz wandere ich dem Grat entlang in Richtung Grätligratspitze. Da der Schmerz immer stärker wird, entschließe ich mich aber vor dem finalen Anstieg auf den Gipfelsturm zu verzichten, denn immerhin möchte ich ja auch wieder ins Tal kommen und dafür brauche ich auf diesem unwegigen Gelände heute beide Füße.

Auf dem Gipfel der Flexenspitze
Auf dem Gipfel der Flexenspitze

Der Abstieg von der Flexenspitze über das lose Gestein ist mit meinem Bein heute sehr mühsam und erfordert sehr viel Feingefühl. Und so versuche ich das Bein so gut wie möglich zu schonen, was bei diesem Gelände nicht einfach ist. Auf jeden Fall bin ich froh, als ich wieder auf dem Grubenjoch stehe.

Die schöne Grubenjochspitze
Die schöne Grubenjochspitze

Um schneller talwärts zu kommen, entscheide ich mich für die Abfahrt mit den Bergschuhen über das vor mir liegende Schneefeld. Achtung: auch das ist absolut nicht empfehlenswert, wenn man sich mit Alt Schneefeldern nicht auskennt! Eine tolle Entscheidung, denn auf den Schuhen geht es wie auf Skiern zur Sache und so überwinde ich eine ansonsten von Schotter geprägte Strecke in nur 10 Minuten, für die man ansonsten gut und gerne 30-40 Minuten benötigt. Den Spaß, den ich dabei hatte, ließ jeden Schmerz im Bein vergessen! Einfach ein Traum.

Alt Schneefeld - rasante Abfahrt
Alt Schneefeld – rasante Abfahrt

Eine herrliche Tour, die nicht jedermanns Sache ist, aber für einsame Gebirgsjäger vielleicht zu den schönsten gehört.

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Details

Wegstrecke 6,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 942m
Höchster Punkt 2.627m Flexenspitze
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine – auf dem Flexenpass bzw. in Zürs J
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

Weitere Bilder zur Tour

Gibt es auf Facebook.

Karte und Höhenprofil

karte - flexenspitze
Quelle: outdooractive.com
flexenspitze - höhenprofil
Quelle: Outdooractive.com

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Rückblick auf eine schöne Wandersaison 2014

„Erinnerungen,die unser Herz berühren, gehen niemals verloren…“

Die Wandersaison 2014 im Hochgebirge dürfte abgeschlossen sein. Jetzt dürfen wir uns auf einen hoffentlich wunderschönen, mit viel „weiß“ ausgestatteten Winter freuen.

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Flexenspitze (2.627m) – markant, karg, aber schön …

Die Flexenspitze liegt im Lechquellengebirge und da ich heute nur am Vormittag Zeit für einen Gipfelsturm hatte, durfte die markante Flexenspitze herhalten. Damit schließen sich langsam meine Lücken im Lechquellengebirge. Viele Nachbarn habe ich bereits besucht: Große Wildgrubenspitze, Grubenjochspitze, Erzbergkopf, Schwarzer Turm und die Hasenfluh.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Ein Parkplatz, der mich zuletzt nicht selten begrüßen durfte. Nicht ohne Grund, denn immerhin gibt es hier einige Gipfel zu erklimmen.

Aufstieg entlang dem Flexenbach

 

Vom Flexenpass aus läuft man entweder über Almwiesen oder direkt auf dem Güterweg entlang dem Flexenbach in Richtung Grubenjochspitze und Flexenspitze. Beeindruckend, beinahe Angst einflößend posieren die Gipfel des hinteren Lechquellengebirges hier vor dem Wanderer. Rechter Hand befindet sich die Hintere und Vordere Hasenfluh. Im Rücken liegt der Trittkopf und die Valluga.

Beim Ursprung des Flexenbaches in der steinernen Hochebene teilt sich der Weg. Wer weiter nördlich wandert, der erreicht den Muggengrat und kann von hier die Große Wildgrubenspitze erreichen. Wer in Richtung Süden wandert, der erreicht den Erzbergkopf und den Schwarzen Turm. Für diese Tour gilt es sich jedoch westwärts zu halten. Ein Blick hoch zum Grubenjoch zeigt, wohin der Weg führt. Steil bergwärts über Schotter, Kies und Stein. Gamsen und andere Einheimische fühlen sich hier wohl, aber gerade dieses Teil des Weges ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, denn es geht steil zur Sache und Weg oder Markierung gibt es ebenfalls nicht. So heißt es mit Steinen und Orientierung zu kämpfen. Aber eines gleich vorab, es lohnt sich mehr als.

Kurz vor dem Grubenjoch heißt es eine herrliche Steinwand, die mit Rillen durchzogen ist, zu überwinden. Das macht Spaß und ist etwas anderes. Wer dem Aufstieg über die Wand nicht traut, der kann rechter Hand (unterhalb des Sendemastes) über moosige Felsen aufsteigen. Das ist nicht schwer, aber Hand anlegen ist angesagt.

Auf dem Grubenjoch hält man sich rechts und läuft unterhalb der Flexenspitze einen kaum erkennbaren Pfad bis unter die westliche Flanke der Flexenspitze. Einzelne „Steinmandl“, die aber nicht gut zu sehen sind, weißen den Pfad hoch zur Spitze. Von hier aus steigt man bei leichter Kletterei leicht südlich orientiert auf, bis man die südwestliche Flanke der Flexenspitze erreicht. Ab hier kann man dem Grat/der Flanke entlang aufsteigen. Auch hier ist leichte Kletterei angesagt, aber wer etwas geübt ist, für den stellt der Aufstieg kein Problem dar. Allerdings sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit natürlich Voraussetzung. Angesichts des losen Gesteins, das sich hier tummelt und der vielen einheimischen Bewohner (Wild) ist zudem ein Helm empfehlenswert.

Den Gipfel hat man bald erreicht. Die Flexenspitze bietet – wie beinahe alle Gipfel hier – ein wunderschönes Panorama. Allerdings schaut die Grätlisgratspitze, die von hier aus scheinbar zum Greifen nahe ist, sehr verlockend aus. Über den Grat kann diese von hier aus erreicht werden. Heute reicht leider meine Zeit nicht und so heißt es die Flexenspitze in vollen Zügen genießen. Auch nicht schlecht.

Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route. Ein sehr lohnender Gipfel, der ein schönes Panorama bietet und mit leichter Kletterei Lust auf mehr macht.

 

Wegstrecke 6,1km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden
Höhenmeter 959m
Höchster Punkt 2.627m (Flexenspitze)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

 

flexenspitze - höhenprofil

flexenspitze

 

 

 

 

Karte zum Ausdrucken für die Tour als PDF

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Grubenjochspitze (2.659m) – ein Gipfel, der alles hat …

Die Grubenjochspitze liegt im Herzen des Lechquellengebirges. Ihre Nachbarn, die Wasenspitze, die Flexenspitze und die Große Wildgrubenspitze sind mehr als nur bekannt. Sie gehören zu jenen markanten, beeindruckenden Gipfeln, die jedes Alpinisten Herz höher schlagen lassen. Die Grubenjochspitze bietet dem Gipfelstürmer – der doch etwas Mühsal in Kauf nehmen muss – ein wahrlich fürstliches Panorama.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Flexenpass. Ein Parkplatz, der mich zuletzt nicht selten begrüßen durfte. Nicht ohne Grund, denn immerhin gibt es hier einige Gipfel zu erklimmen.

Aufstieg entlang dem Flexenbach

 

Vom Flexenpass aus läuft man entweder über Almwiesen oder direkt auf dem Güterweg entlang dem Flexenbach in Richtung Grubenjochspitze und Flexenspitze. Beeindruckend, beinahe  Angst einflößend posieren die Gipfel des hinteren Lechquellengebirges hier vor dem Wanderer. Rechter Hand befindet sich die Hintere und Vordere Hasenfluh. Im Rücken liegt der Trittkopf und die Valluga. Ein Panorama der Sonderklasse.

Beim Ursprung des Flexenbaches in der steinernen Hochebene teilt sich der Weg. Wer weiter nördlich wandert, der erreicht den Muggengrat und kann von hier die Große Wildgrubenspitze erreichen. Wer in Richtung Süden wandert, der erreicht den Erzbergkopf und den Schwarzen Turm. Für diese Tour gilt es sich jedoch westwärts zu halten. Ein Blick hoch zum Grubenjoch zeigt, wohin der Weg führt. Steil bergwärts über Schotter, Kies und Stein. Gamsen und andere Einheimische fühlen sich hier wohl, aber gerade dieses Teil des Weges ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, denn es geht steil zur Sache und Weg oder Markierung gibt es ebenfalls nicht. So heißt es mit Steinen und Orientierung zu kämpfen. Aber eines gleich vorab, es lohnt sich mehr als.

Ich halte mich in solchen Hängen immer am äußersten Rand beim Aufstieg, da ich ohne Stöcke wandere und so immer wieder meine Hände zur Unterstützung einsetzen kann. Bereits beim Aufstieg kann man erahnen, welches Panorama sich auf dem Grubenjoch erschließen wird. Ein Traum. Bereits jetzt hat man einen großen Teil des Arlbergs im Visier.

Das letzte Drittel hinauf zum Grubenjoch ist etwas ganz besonderes, denn hier muss – sorry den Ausdruck – eine „Waschbetonplatte“ überwunden werden. Ein echter Spaß sich hier hoch zu kämpfen! Etwas wirklich Einzigartiges. Das Panorama auf dem Grubenjoch ist ein Traum. Alle namhaften Berge liegen hier vor dem Auge des Betrachters.

Jetzt heißt es sich zu entscheiden Flexenspitze oder Grubenjochspitze. Beide Gipfel buhlen um meine Gunst, leider kann es heute nur einer werden und da die Grubenjochspitze etwas markanter und eindrucksvoller wirkt, erhält sie den Vorzug.

Erneut geht es über Schotter, Stein und Felswüste bergwärts. Allerdings fällt hier der Aufstieg leichter, denn im Gegensatz zu vorher, wird hier die Geröllhalde von großen Felsen gut gestützt. Nach weiteren ein hundert Höhenmeter blickt man direkt auf die Wasenspitze. Ein ebenfalls beeindruckender Gipfel, der es in sich hat.

Nun heißt es zum letzten Gipfelsturm ansetzen. Die letzten Höhenmeter hoch zum Gipfel muss man Hand anlegen. Aber es ist Kletterei mit Spaß. Allerdings auch mit dem Bewusstsein, dass hier Fehler zur Mangelware gehören sollten.

Das Panorama auf dem Gipfel ist einzigartig, beeindruckend und atemberaubend. Ich habe Glück, denn heute habe ich zudem klare Sicht. Der Blick reicht von der Silvretta bis ins Brandnertal und ins Tirol. Einzigartig.

Eine wirklich herrliche Tour, die zu meinen absoluten Lieblingstouren zählt – allerdings absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert!

 

Wegstrecke 5,5km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden
Höhenmeter 860m
Höchster Punkt 2.659m (Grubenjochspitze)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Flexenpass

 

Gipfelpanorama:

Gipfelpanorama – Grubenjochspitze

Grubenjochspitze

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Der Zitterklapfen (2.403m) – nichts für schwache Nerven, aber für echte Feinschmecker

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Der Zitterklapfen (2.403m) hoch ist ein markanter, felsigere Gipfel im Lechquellengebirge. Sein Gipfelgrat ist zwei Kilometer lang. Der Name soll angeblich auf das Schwanken der dürren Wetterbäume zurückzuführen sein. Klapfen kommt aus der Mundart und bedeutet Felskopf.  

 

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese herrliche Wanderung, die mit Sicherheit zu den schönsten im Ländle zählt, ist der ursprüngliche Ort Schoppernau. Das Ortsbild von Schoppernau ist gezeichnet von schönen, alten Wälder Bauernhöfen. Ein Ort, der ohne Frage, zum Verweilen einlädt.

Wer hier gerne ein paar schöne Tage verbringen möchte, dem sei als Unterkunft der Schrannenhof empfohlen. Ursprünglich ein Bauernhof, der aber auch heute noch seinen Wurzeln treu geblieben ist, aber seine Gäste mit hohem Komfort verwöhnt.

 

Schöne Alpen und herrliche Bergkulisse

 

Über den schönen Ortsteil Gräsalp steigt man auf. In diesem Ortsteil dürften sich die ältesten Bauernhöfe des Ortes befinden. Geschindelt und aufwendig vor vielen Jahren erbaut stehen sie auch heute noch in diesem schönen Ortsteil. Von hier aus geht es hoch in Richtung Tobel Alpe. Anfangs führt ein Güterweg die Almwiesen hoch. Immer wieder wird man mit schönen Blicken auf Schoppernau belohnt.

Kurz vor Erreichen der Tobelalpe geht der Weg über in einen wunderschönen, alpinen Wald und Wiesenweg. Entlang dem Dürrenbach geht es weiter hoch in Richtung Annalperau Alpe. Von hier aus geht es weiter zur Töbele Alp. Der Zitterklapfen liegt mittlerweile eindrucksvoll und mächtig vor den Augen. Noch befindet man sich in herrlicher Alplandschaft des Bregenzerwaldes. Aber die Landschaft wird immer karger und steiniger.

Ein beeindruckender Gipfel, der Mut erfordert

Der Weg wird immer steiniger und steiler und führt immer Nähe an den steil abfallenden Fuß des Zitterklapfen. Der Toblermann (2.040m) liegt auf der linken Seite des Weges und auf der rechten Seite bildet der Annalper Stecken die Grenze.

Am Fuße der Ostwand des Zitterklapfen weist eine Markierung hoch zum Ziel. Steil geht es nun hier bergauf. Trittsicherheit ist bereits hier von Vorteil, aber noch nicht unabdingbar. Kurvenreich schlängelt sich der Weg zwischen Felsen und Steinen hoch zum Hochplateau, zur Terrasse unterhalb des Zitterklapfen. Spätestens jetzt – beim Stehen vor der mehrere hundert Meter steil abfallenden Felswand – wird einem bewußt, dass man spätestens ab hier ohne Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nicht mehr weiterkommt.

Am Ende des Hochplateaus, direkt vor der Felswand, befindet sich eine Biwakhöhle. Leider erkennt man, dass hier schon der eine oder andere Bergfex übernachtet hat und sich leider nicht die Mühe gemacht, den Müll wieder mit ins Tal zu nehmen. Schade.

Ab hier ist das Gelände nichts mehr für Ungeübte oder schwache Nerven. Linker Hand geht es anspruchsvoll und mit einiger Kletterei hoch zum südlichen Ende des Gipfelgrates. Rechter Hand heißt es ebenfalls klettern, aber deutlich weniger anspruchsvoll, aber ausreichend um etwas Übung vorauszusetzen. Bei der hier beschriebenen Variante wählt man den Weg zur rechten Hand. Teilweise ist der Aufstieg Stahlseil gesichert, an anderen Stellen heißt es auf eigene Kraft vertrauen. 250 Höhenmeter sind auf diese Art zu überwinden und der Blick nach Unten, der hat es in sich. In der Tat nichts für schwache Nerven.

Mit Erreichen des Sattels erschließt sich dem Wanderer ein herrliches Panorama, das schier unendlich zu sein scheint. Richtung Norden geht es zum schönen Gipfelkreuz diese stolzen Gipfels. Ein Gipfel, der eine längere Pause verdient hat! Ein Panorama, das seines Gleichen sucht.

Der Abstieg nach Schoppernau erfolgt auf dem gleichen Weg.

Variante für den Abstieg

Abstieg bis zur Annalperau Alpe und dieses Mal nicht auf die Seite der Tobelalpe, sondern auf der linken Seite des Tales bleiben. Der Abstieg führt an der schönen Bodenvorsäß vorbei. Wer Hunger hat, der kann hier bei der Jausenstation Bergkristall zukehren. Ein lohnender Einkehrschwung. Entlang dem Dürrenbach geht es steil abfallenden zurück nach Schoppernau.

 

Tourenkarte:

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Höhenprofil:

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Andy Holzer – Blind Climber – Stärke, Wille und viel mehr …

 

Andy Holzer
Andy Holzer

Klettern ist an sich schon für viele eine unüberwindbare Herausforderung. Für manch einen gibt es leichteres Gelände und einfachere Einstiegsrouten. Aber immer wieder gibt es kleine Wunder, die man nicht verstehen kann und kaum glauben kann. Andy Holzer ist ohne Frage so ein Wunder. Er ist ein „Blind Climber“, einer, der die Berge blind erklettert. Und nein, er gehört nicht zu jenen, die sich mit leichterem Gelände zufrieden geben, nein, Andy Holzer ist im Himalaya unterwegs. 

Andy Holzer ist ein Osttiroler und das mag so einiges erklären, denn immerhin sollen sie aus härterem Holz geschnitzt sein, als so mancher andere. Andy Holzer ist ein 66iger Jahrgang und kam blind (Diagnose: Retinitis Pigmentosa) zur Welt. Er ist gelernter Heilmasseur und Heilbademeister und seit 2010 selbständig als Bergsteiger, als „Blind Climber“.

In diesem Jahr hat er den biblischen Berg Ararat mit fünf Freunden in Angriff genommen. Der Gipfel des Ararat ist mit 5.137 Höhenmeter der höchste Gipfel auf dem Gebiet der Türkei. Im Gebirge des Ararat soll die Arche Noah entstanden sein. Der Ararat selbst gilt nicht als schwieriger Gipfel, aber alltäglich ist er trotzdem nicht.

Aber Andy Holzer hat auch ganz andere Kaliber in seinem Tourenbuch eingetragen. Immer wieder weiß er mit beeindruckenden Leistungen, die manch Sehender nicht erbringen kann, zu beeindrucken, nein, viel mehr zu begeistern.

Bei der Weltmeisterschaft im Sportklettern in Paris erzielte der „Blind Climber“ den hervorragenden 7. Platz. Bereits zum zweiten Mal hat er den Mount Kenya bezwungen. Der Mount Kenya ist mit 5.199 Höhenmetern der zweithöchste Gipfel in Ostafrika.

Beeindruckend ist auch der Durchstieg der Südkante am Gamsleitenkopf im Hochköniggebiet. Hier hat Andy Holzer eine Route im Schwierigkeitsgrad VI+ bewältigt. Einfach unglaublich. Der Bericht über diesen beeindruckenden Gipfelsturm, kann auf seiner Homepage nachgelesen werden.

Andy Holzer gehört ohne Frage zu den herausragenden Persönlichkeiten im Alpinismus. Immer wieder weiß er mit neuen Besteigungen zu begeistern und zu verwundern. Andy Holzer ist ohne Frage ein lebendes Beispiel für Stärke, Wille und vielem mehr! Scheinbare Grenzen rückt er in die Ferne und macht scheinbar Unmögliches möglich. Wie hat Mahatma Gandhi gemeint: „Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamen Willen.“. Wie Recht er doch hat.

Aktueller Bericht über Andy Holzer:

„Blinder Kletterer ohne Angst“ – Volksfreund.de

Homepage von Andy Holzer:

„Blind Climber – Andy Holzer“

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Klettersteige in den Vorarlberger Alpen

Die Anzahl der Klettersteige in den Alpen nahm in den letzten Jahren deutlich zu und der Trend hält an. Klettersteige erfreuen sich auch deshalb großer Beliebtheit, weil man mit guter Ausrüstung so manchen Gipfel erklimmen kann, den man ansonsten nur mit guter Technik und Erfahrung erringen hätte können. Zugegeben, das ist nicht ganz ungefährlich. Ein paar grundlegende Dinge sollten daher in den Klettersteigen beachtet werden.

Sicherungstechnik:

Das wichtigste ist, dass man zu jeder Zeit gesichert ist! Auch bei vermeintlich sicheren Passagen sollte auf eine Sicherung nicht verzichtet werden. Sichere mit Ruhe und Bedacht, jeder Flüchtigkeitsfehler kann fatal bzw. tödlich sein. Klettersteig ist nicht Klettersteig. Sind die Klettersteige hierzulande gut gewartet, so muss das in anderen Ländern nicht der Fall sein.

Die Drahtseile sind mit Verankerungsstiften aus Eisen am Felsen befestigt. Normalerweise sind diese etwa drei bis zehn Meter voneinander entfernt und verhindern das Weiterschieben der Klettersteigkarabiner. Bei diesen Verankerungsstiften muss umgehängt werden. Ein Karabiner wird vor, der andere nach diesem Verankerungsstift befestigt. Löse niemals beide Karabiner – einer ist zur Sicherung während dem Umhängen vorgesehen.

Anleitungen mit Bild gibt es bei Bergzeit – hier findet ihr auch weitere Tipps!

Übrigens: das Thema Klettersteige in den Bergen wird auch zunehmend kritisch betrachtet – mehr Informationen hierzu gibt es hier!

Ort Schwierig-keit Dauer Beschreibung
Arlberger Klettersteig(Lechtaler Alpen) D 6h Wunderschöner, hochalpiner Klettersteig, der allen Ansprüchen gerecht wird
Blodigrinne(Tschagguns) C 6h Ein viel begangener Klettersteig auf die Drusenfluh. Ausgangspunkt ist die Lindauer Hütte.
Brand/Lünersee(Brandnertal) C/D+ 1h Ein schöner Klettersteig, der etwas versteckt liegt, aber einiges zu bieten hat
Gaschurn(Montafon) B-D Ein idealer Trainingsklettersteig, der sogar über eine Hängebrücke verfügt
Hängender Stein(Nüziders) C/D 1h Trainingsklettersteig
Karhorn(Warth) B+ 4h Wunderschöner Klettersteig mit herrlicher Fernsicht.
Kleiner Litzner(Silvrette/Montafon) A-C 3-4h Ein toller Klettersteig in wunderschöner Umgebung – quasi die Haus-Kletterei der Saarbrückner Hütte
Latschau(Montafon) B-C Übungsklettersteig mit Hängebrücke im Herzen des Montafon
Saulakopf(Brandnertal) C/D 6h Ein anspruchsvoller, sehr schöner Klettersteig mit herrlichem Panorama. Ein überhängender Fels ist die Schlüsselstelle
Schmugglerklettersteig(Gargellener Köpfe/Montafon) C 3-4h Ein Klettersteig mit verschiedenen Schwierigkeitsvarianten in schöner hochalpiner Landschaft
Sulzfluh(Montafon) C 7h Ausgangspunkt für diesen schönen Klettersteig ist die Lindauer Hütte. Wirklich genialer Klettersteig für jung und alt
Rongg-Wasserfall(St. Gallenkirch) C 1h Sportklettersteig in erfrischender Umgebung
Via Örfla, Via Kapf, Via Kessi(Götzis/Örflaschlucht) C/D 1h Sportklettersteige mit tlw. Blick auf das Rheintal und den Bodensee

Koppachstein (1.537m) – der Frühling ruft …

   Kapelle im Lecknertal

Der Koppachstein, das Lecknertal und die Region um Balderschwang sind für viele nur im Winter ein Begriff! Aber vor allem das Lecknertal und die älpische Gegend um Balderschwang haben auch in den anderen Jahreszeiten vieles zu bieten. Ausgedehnte Wanderungen, herrliche Landschaften und wunderschöne Alpen machen die Gegend zu einem äußerst attraktiven und reizvollen Paradies für Genusswanderer.
Der Himmel ist noch dicht behangen mit den Wolken der letzten Tage. Die Wolken ziehen rasch vorüber und immer wieder lässt ein kleines Fenster am Himmel die Hoffnung aufkeimen auf einen sonnigen Tag.
Die Wanderung auf den Koppachstein beginnt im Lecknertal. Beim Wanderparkplatz (Winterwanderparkplatz vor der Mautstelle) geht es durch den idyllischen Wald entlang der Bolgenach hoch zur Mautstelle.
Die wunderschöne Kapelle liegt noch tief verschlafen am Fuße des Koppachstein. Von hier aus geht es rechter Hand hoch Richtung Koppachstein. Die Alpen werden bereits für die Sommermonate auf Vordermann gebracht.
Noch ziehen Nebelschwaden durch das Lecknertal, aber die Hoffnung auf Sonne stirbt zuletzt. Über einen steht ansteigenden Weg geht es hoch zur Ochsenlageralpe. Erste Sonnenstrahlen blinzeln zwischen den Wolken hervor und über dem Bodensee lichten sich die Wolken.

Bolgenach

Über die herrlich mit Blumen übersähten Almwiesen geht es hoch zum Koppachstein. Für den Sonnenaufgang ist es leider zu spät. Aber die Stimmung ist ein Traum. Immer wieder ziehen einzelne Nebelschwaden vorbei und einzelne, auserwählte Plätzchen werden von der Sonne verwöhnt.

Der Rückweg erfolgt über die Hochleckachalpe und die Auelealpe. Ein wunderschöner Anblick – vor dem Wanderer liegen der Hoch Häderich und der Falken. Retour zur Ochsenlageralpe und von hier der Abstieg über die Dreißiggschwendenalpe zum Lecknertal.

Eine herrliche Tour, die landschaftlich vieles zu bieten hat und vor allem auch für Familien bestens geeignet ist.
Wegstrecke:                           13,8km
Ausgangspunkt:                   Wanderparkplatz Lecknertal
Einkehrmöglichkeiten:      Hittisau, Lecknersee

Weitere Touren der Region:

Zwei herrliche Gipfel auf einen Streich – Brandner Mittagsspitze und Saulakopf

Blick zum Lünersee
Die Brandner Mittagsspitze wacht hoch über dem schönen Talort in Brand. Die Brandner Mittagsspitze hat sich ihren Platz zwischen Saulakopf und der Königin Zimba gesucht. Sie gehört zu den weniger begangenen Gipfeln dieser Region, was auch weiter nicht verwunderlich ist, da kein offizieller Weg zu ihr führt. Die Brandner Mittagsspitze ist am besten über den Saulakopf zu erreichen, indem man den Grad abwandert und sich ihr langsam nähert. Sie bietet ein herrliches Panorama und Schwindel erregende Tiefblicke ins Tal.
Eine herrliche Tour, die keinerlei Wünsche offen lässt und Herz und Seele beflügelt. Direkt an der Talstation der Lünerseebahn geht es los. Direkt nach der Bahn – Hinweis Tafel Richtung Übungsklettersteig – führt ein kleiner Bergpfad unmittelbar zum Einstieg in den Saulajochsteig. Es gibt kein Schonen, denn es geht von Anfang an richtig zur Sache. Der schmale Steig schlängelt sich hoch zum Saulajoch. Der Blick ins Tal, auf die Talstation, ist imposant und die Staumauer des Lünersees liegt beeindruckend vor einem. Wer etwas später unterwegs ist, sieht die Lünerseebahn über sich hinweg schweben, hoch zum Lünersee und Douglas Hütte.
Mit Erreichen der Seehöhe des Lünersee geht es über den Steig hoch zum Saulajoch. Das Saulajoch ist bald erreicht. Ein Kleinod, eine Idyllle, ein Traum für jedes Wandererherz. Eine Weggabelung zeigt in Richtung Heinrich-Hüter Hütte, Saulakopf-Klettersteig und Saulakopf. Hier wählt man – es sei denn man hat sein Klettersteiggeschirr dabei – den steilen Pfad hoch zum Saulakopf. Über den schönen Gebirgspfad geht es von hier hoch zum Saulakopf. Der Blick vom Saulakopf ist beeindruckend. Das Brandnertal liegt zu meinen Füßen, die Zimba vor meiner Nase und der Blick auf die Schesaplana und den Lünersee verzaubern. Im Sommer ist der Saulakopf ein beliebtes Tourenziel, denn er ist verhältnismäßig einfach zu erreichen und bietet dennoch hoch alpines Feeling.
Da ich zeitlich gut unterwegs bin, entschließe ich mich, dem Kamm entlang zur Brandner Mittagsspitze zu gehen. Es gibt hier keinen markierten Weg und man muss immer wieder kleine Hürden, die mit einfacher Kletterei verbunden sind, überwinden. Nichts für Ungeübte, aber für geübte Alpinisten kein Problem. Herrliche freie Kraxelei ist einfach etwas Schönes. Die Blicke ins Tal, die sich hier einem offenbaren sind Schwindel erregend, aber von besonderer Eindrücklichkeit. Die Zimba rückt immer näher und der schöne Ort Brand schaut von hier aus, wie ein kleines Ameisennest aus. Die Heinrich-Hueter Hütte liegt tief zu den Füßen des Gipfels.
Der Blick vom Gipfel auf Brand ist Atem beraubend. Einzigartig und einfach schön. Vor mir liegt der Mottakopf, rechts von mir die Zimba, im Rücken der Saulakopf und die Schesaplana ist zum Greifen nahe. Retour geht es über den gleichen Weg. Eine lohnende Tour, die jedes Herz höher schlagen lässt. Aber mit der Brandner Mittagsspitze eines etwas schwierigeren Charakter erhält. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unerlässlich!
  • Wegstrecke: 10,5km
  • Höhenmeter: 1.293m
  • Parkmöglichkeiten: Lünerseebahn – Talstation
  • Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine – in Brand ausreichend Möglichkeiten

Aufstieg Saulakopf
Die mächtige Zimba
Die Zimba
Der Lünersee von oben
Schwindel erregende Tiefblicke

Kaltenberg (2.896m), ein beeindruckender Gipfel im Klostertal mit Gletscherbegehung

Kaltenberg
Kaltenberg

Der Kaltenberg ist im Winter ein beliebtes und vor allem sehr schönes Skitourenziel. Im Sommer ist er aufgrund der konditionellen Anforderungen an die Wanderer oftmals ein einsamer Gipfel, den es zu erklimmen gilt. Über die Kaltenberghütte, die Krachelspitze und den wunderschönen Kaltenbergsee ist der Kaltenberg zu erreichen. Ein Gipfel, der alles zu bieten hat. Herrlich hoch alpine Gebirgslandschaft und ein Rest von einem Gletscher mit Gletscherspalten. Zudem ist der Gipfel nur über leichte Kletterei zu erreichen. Was will man mehr?

Bei der Alpe Rauz kann der PKW abgestellt werden. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Von hier geht es Richtung Albonakopf hoch zur wunderschön gelegenen Kaltenberghütte. Die Hütte kann bei gutem Gehtempo in einer Stunde erreicht werden. Ab hier geht es Richtung Kachelspitze. Anfänglich geht es über schöne alpine Wiesen hoch, im letzten Drittel erfolgt der Anstieg über etwas unangenehmeren, aber unproblematischen Schotter/Schiefer. Der Aufstieg hat es in sich und fordert etwas Kondition, wenn man das anfängliche Tempo halten möchte.


Auf der Krachelscharte halten wir uns links und nehmen noch kurz die Krachelspitze mit. Der Rundblick von hier ist lohnend und das nächste Ziel, der Kaltenberg Gletscher, steht direkt vor uns.

Nun erfolgt der Abstieg zu den Kaltenbergseen, die direkt zu unseren Füßen liegen. Ab hier muss man sich an den „Steinmandl“ orientieren, da es keine Beschriftung gibt. Ich steige die Ostwand auf und erreiche bald den letzten Rest des Kaltenberggletschers. Diesen quere ich am Ostrand und mache im oberen Drittel eine Querung zur Westwand. Nur noch eine Serpentine liegt vor mir und führt mich direkt zu den letzten 30 Höhenmetern hoch zum Gipfel. Diese müssen über ein Seil erklettert werden. Diese Seil ist etwas waghalsig und sollte nur von erfahrenen in Angriff genommen werden. Der Aufstieg ist allerdings sehr lohnend, denn das Panorma ist ein Traum.

Zurück geht es auf gleichem Wege.

Zeitbedarf: 7 Stunden
Höhenmetere: 1.979hm
Wegstrecke: 20,1km
Erfordernis: Erfahrung bei leichter Kletterei, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

 
Kaltenberg Hütte