Archiv der Kategorie: Brandnertal

Hinteres Jöchle (Brandnertal) – Skitour

Schneelage:

Die Sonne hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet. Auch heute liegen die Temperaturen am frühen Morgen bei gerade null Grad. Pulver gehört der Vergangenheit an, der Schnee ist feucht und schwer. Was auch die Lawinengefahr deutlich erhöht! Bitte daher die Touren gut planen und im Zweifelsfall mit dem örtlichen Tourismusverband die Routen abstimmen.

Route:

Die Tour auf das Hintere Jöchle ist eine wunderschöne Tour, die vor allem durch landschaftliche Reize besticht. Der Anstieg ist steht und nimmt gegen Ende etwas Fahrt auf.

Bis zur Unterzalimalpe steigt man entweder entlang der Skipiste auf oder geht, wie ich, über den Glingaweg hoch. Bis zur Unterbrüggelealpe geht es nun beinahe flach weiter, ehe es heißt: Luft holen für den Anstieg. Durch den Wald geht es nun hoch zur Oberbrüggelealpe. Hier erreicht man zum einen die Waldgrenze und den ersten lohnenden Aussichtspunkt. Eine Alpe, die wirklich traumhaft schön gelegen ist. Und hier fange ich auch die ersten Sonnenstrahlen heute ein.

Aber der Oberbrüggelealpe geht es linker Hand hoch in Richtung Oberzalimhütte, rechter Hand Richtung Hinteres Jöchle. Ab hier steigt man in der Sonne hoch und links und rechts von mir sieht man den Hängen die liebe Mühe mit der Sonne an.

Der letzte Anstieg auf das Jöchle ist der steilste, aber schlußendlich lohnt sich, denn das Panorama ist ein Traum! Und die bevorstehende Abfahrt lässt ja das Herz auch höher schlagen.

Bis zur Oberbrüggelealpe erfolgt die Abfahrt entlang ab dem Aufstieg. Oberhalb der Oberbrüggelealpe links halten und den Spuren durch den Tiefschnee folgen. Es lohnt sich ab hier nicht mehr der Aufstiegsroute zu folgen!

Tourendaten:

Höhenmeter: 1085m

Länge: 12,5km

Einkehrmöglichkeiten: nur in Brand

Die detaillierte Route könnt ihr auch hier abrufen!

Weiterer Tourenbericht zur Region:

Frühlings-Skitour auf die Oberzalimhütte

 

 

Hinweis:

Einmal mehr möchte ich auf das Spenden-Projekt für Nepal aufmerksam machen! Die Kinder in Nepal brauchen unsere Hilfe! Jeder noch so kleine Betrag hilft!

Nepal-Hilfe

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Schnee pfui, Tour hui – Mondspitze

Manchmal kommt es anders als man denkt. Nach meiner gestrigen Skitour im Allgäu habe ich mir heute eine Tour im Brandnertal vorgenommen. Aber ich habe die Rechnung ohne das liebe Wetter gemacht. Über Nacht ist der Frühling eingekehrt und hat den Schnee „alt“ aussehen lassen. Schade darum.

Aktuelle Schneelage

Über Nacht hat die warme Luftströmung erneut ganze Arbeit geleistet. In Bürserberg ist die Schneedecke mehr als dünn und immer wieder schaut die Wiese zwischen dem schönen Weiß hervor. Der Schnee ist – was nur schwer zu erraten ist – nur noch selten richtig weiß, sondern schaut schwer gezeichnet aus. Auf der Tschengla schaut es etwas besser aus, aber für eine schöne Skitour ist die Schneedecke einfach zu dünn. Vielleicht auch nur für meinen Geschmack.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf der Tschengla, der auch im Winter geräumt ist. Von hier aus kann man in der Regel herrliche Winterwanderungen (Winterwanderwege sind präpariert) oder mit den Schlittenhunden von Husky Toni schöne Touren unternehmen.

Die Tour

Die Schneedecke ist mir zu dünn, um meine Tourenskier in Betrieb zu nehmen. Und auch für die Schneeschuhe ist es mir eindeutig zu wenig Schnee. Schade darum, normalerweise ein Grund, den Kopf hängen zu lassen, aber vielleicht sind die gestrigen Shiatsu Künste von Gertrud, die ich genießen durfte, Schuld daran, dass ich Gelassen und gut gestimmt bleibe. Und so mache ich mich mit meinen Allwetter-Schuhen (Bergschuhe) auf den Weg in Richtung Mondspitze.

Anfänglich noch auf dem schönen Winterweg vorbei an der Heimat von Husky Toni schlage ich schon bald die vereisten, sehr dünnen Spuren der einstigen Tourengeher ein und steige auf in Richtung Mondspitze. Die Bäume tragen keinen Schnee mehr und immer wieder kommen apere Stellen durch. Spätestens jetzt hätte es mich gereut, wenn ich die Tourenskier angeschnallt hätte.

Dunkle Wolken hängen bereits auf den umliegenden Gebirgsketten und ja es sieht leider nach Fön aus. Die Wetterfrösche werden wohl Recht behalten und Morgen dürfte der Rest vom Schnee dem Warmwettereinbruch zum Opfer fallen.

Nichts desto trotz ist der Aufstieg zur Furklaalpe wunderschön und er hat etwas Beruhigendes. Noch ist niemand auf dem Weg und so kann ich einsam hochsteigen und den Vögeln lauschen. Spechte sind bereits aktiv.

Da der Nordhang der Mondspitze im Winter nicht unkritisch ist (Lawinen), wandere ich auf der Hochebene zur östlichen Flanke der Mondspitze und steige von hier aus zwischen Latschenkiefern auf. Hier wäre es mit Schneeschuhen etwas leichter gewesen, zugegeben, aber wer möchte schon unnötiges Gepäck dabei haben.

Von der Mondspitze aus steige ich wieder auf meinen Spuren ab und steige auf der Hochebene auf dem Schillerkopfweg ab in Richtung Tschengla.

Skitour war es keine und auch mit Schneeschuhen und vielleicht auch mit Winter hatte es nicht wirklich viel zu tun, aber es war schön und hat Spaß gemacht. Was will man mehr?

Lawinengefahr

Für Lawinen war heute eindeutig zu wenig Schnee vorhanden. Vielleicht hätte es für eine Schneeballschlacht gereicht. Kritisch war dennoch die nördliche Flanke der Mondspitze, die ich aber umgangen bin. Was man wirklich jedem nur empfehlen kann.

Tourendaten

Wegstrecke: 6,7km
Höhenmeter: 707m
Einstufung: Leicht / Einsteigertour
Zeitaufwand: 3 ½ – 4 ½
Parkmöglichkeiten: Wanderparkplatz Tschengla

mondspitze höhenprofil

mondspitze

Stimme und gewinne …

Outdoorblog Award 2015 - Stimme und gewinne...
Outdoorblog Award 2015 – Stimme und gewinne…

Der Outdoorblog-Award 2015 läuft bereits seit einigen Tagen und mittlerweile haben bereits viele Leser ihren Favoriten gewählt. Die erste Auslosung von Sachpreisen erfolgt in der kommenden Woche. Jede Stimme nimmt automatisch an der Verlosung teil. Ich danke Euch für Eure Unterstützung und Teilnahme und wünsche Euch bei der Verlosung viel Glück.

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Windeggerspitze (2.331m) – ein Gipfel für einsame Gebirgsjäger

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Das Brandnertal ist sowohl im Winter als auch zu anderen Jahreszeiten ein besonderes Tal. Mächtige, schroffe Felsgipfel, herrliche Almwiesen und eine Artenvielfalt, die ihres Gleichen sucht. Die Orte Bürserberg und Brand sind klein und idyllisch, beschaulich, schön und haben Flair. Ja, das Brandnertal hat was. Etwas Besonderes.

Ausgangspunkt – Wanderparkplatz Brand/Brügga

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Ortsteil Brügga in Brand. Quasi die letzte Bastion, bevor es hoch in Richtung Lünersee geht. Über den Glingabrunnenweg steigt man ein und wandert anfangs auf einer Güterstraße sanft steigend hoch in Richtung Glingabrunnen.

Naturdenkmal – Glingabrunnen

Bereits nach einigen Serpentinen auf dem Güterweg zweigt linker Hand ein Waldweg ab in Richtung Glingabrunnen. Unbedingt diese Variante wählen – sie ist nur unwesentlich länger, aber um vieles schöner und eindrucksvoller und zudem wandert man hier im Schatten nebst rauschendem Gewässer. Ein schmaler Waldweg führt entlang dem Gebirgsbach hoch. Bereits nach wenigen Metern erreicht man einen herrlichen Wasserfall. Weiter geht es kurvenreich hoch durch den Wald, immer entlang dem rauschenden Bach. Am oberen Ende, kurz vor der Hochebene, erreicht man das Naturdenkmal, den Glingabrunnen. Eine Quelle mit herrlichem, kristallklarem Wasser.

Alpgebiet

Nach wenigen Schritten geht es vom Wald über in das Alpgebiet auf der schönen Hochebene. Alpen säumen den Weg. Die Unterzalimalpe, ein Gedicht von einer Alpe, und die Untere Brüggelealpe, eine der wohl schönsten Alpen überhaupt, sind hier beheimatet. Noch befindet man sich auf dem Weg, der auch zur Mannheimer Hütte führt. Erst in etwa der Mitte des Hochplateaus gabelt sich der Weg. Der Weg für diese Tour führt rechter Hand weg zur Unteren Brüggelealpe. Idyllisch liegt diese alte Alpe am Rande des Hochplateaus. Wer Hunger oder Durst hat, der kann hier einen angenehmen Einkehrschwung machen.

Ab zur Bergetappe – Obere Brüggelealpe

Ab der Unteren Brüggelealpe geht es nun endlich richtig zur Sache. Über einen bewaldeten Güterweg führt uns der Weg kurvenreich hoch zur Oberen Brüggelealpe. Herrlich eingebettet zwischen herrlichen Gipfeln liegt die Alpe an einem traumhaft schönen Platz mit einem wunderbaren Panorama. Vis-à-vis liegt die Brandner Mittagsspitze, der Mottakopf und der Saulakopf. Rechter Hand blickt man Richtung Wildberg und Mannheimer Hütte und im Rücken liegen Blanuskopf und die Windeggerspitze. Ab der Alpe heißt es den Weg suchen, denn Markierungen sind hier Fehlanzeige. Immerhin ist die Windeggerspitze ja auch ein Gipfel für die einsamen Gebirgsjäger und so soll und darf es bleiben. Anfänglich geht man auf dem Weg, der Richtung Oberzalimhütte führt, weiter. Aber Achtung sehr bald kann man sich nur noch am Ziel, der Windeggerspitze, orientieren. Halten sie sich rechts und versuchen sie den rund 2.000m hohen, mit Latschenkiefer bewachsenen, namenlosen Gipfel unterhalb der Windeggerspitze zu fixieren. Immer wieder entdeckt man alte Wegpfade, die hier dereinst hoch geführt haben. Die Aussichtskuppel auf 2.000m ist bald erreicht. Hier steht man nun direkt vor dem Tagesziel. Über die östliche Flanke geht es über Schiefer steil bergauf zum Gipfel. Trittsicherheit, Übung und auch Schwindelfreiheit sollten nun im Gepäck sein. Ist das nicht der Fall, dann sollte man sich mit der Aussichtskuppel zufriedengeben. Steil und knackig geht es hoch zum Gipfel.

Bilderbuch-Panorama

Auf dem Gipfel erschließt sich dem Gipfelstürmer ein herrliches Panorama. Östlich liegt der Mottakopf, die Brandner Mittagsspitze und der Saulakopf. Südlich davon die Schesaplana und der Lünersee. Direkt vor unserer Nase liegt der Panülerkopf und die Wildspitze und im Rücken, also westlich der beeindruckende Fundelkopf. Über den Grat geht es weiter in Richtung Blanuskopf, der über diesen Weg spannend erreicht werden kann. Für diese Tour steigt man aber im ersten Drittel des Grates über steil abfallende Wiesen und Schieferplatten ab. Achtung: ist es feucht, dann kann es hier sehr rasch talwärts gehen! Rund 300 Höhenmeter werden in dieser Art und Weise zurückgelegt, ehe man wieder den ursprünglichen Weg (oberhalb der Oberen Brüggelealpe) erreicht. Über die Aufstiegsroute geht es zurück nach Brand. Eine herrliche Tour, die aber durchaus knackig ist und herrliche Landschaftsbilder vor das Auge zaubert. Für den Gipfelsturm muss man Trittsicherheit und Bergerfahrung mitbringen. Was aber für diese Tour am wichtigsten ist, das ist der Orientierungssinn! Ohne diesen geht gar nichts, denn aber der Oberen Brüggelealpe wird man zum Pfandfinder.

  • Wegstrecke:                    12,9km
  • Gehzeit:                           5 ½ – 6 ½ Stunden
  • Höhenmeter:                   1.302m
  • Höchster Punkt:              Windeggerspitze (2.331m)
  • Einkehrmöglichkeiten:     in Brand, Untere Brüggelealp
  • Parkmöglichkeiten:          Wanderparkplatz Brand/Brügga
Windeggerspitze - Weg
Quelle: outdooractive.com
Windeggerspitze - Höhenprofil
Quelle: outdooractive.com

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Schillerkopf (2.006m) – auf zur größten Doline in Vorarlberg

Der Schillerkopf ist ein markanter Gipfel am Eingang des Brandnertal. Er ist nicht nur für seine schroffe Erscheinung und landschaftliche Schönheit bekannt, sondern auch für die größte Doline in Vorarlberg. Der Schillerkopf ist ein Gipfel mit herrlichem Panorama, aber gehört zu jenen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern.

Ausgangspunkt – Wanderparkplatz Tschengla

 

Bei Bürserberg fährt man hoch bis zum Wanderparkplatz Tschengla. Über einen Schotterweg geht es ein paar Hundert Meter hoch bis zur ersten Weggabelung. Rechts geht es zur Alpe Rona (Schausennerei), links zum Loischekopf und über den Wiesenweg in der Mitte hoch in Richtung Mondspitze und Schillerkopf.

Wanderung über schöne Alpwiesen

 

Über wunderschöne Alpwiesen führt der Weg sanft ansteigend hoch bis auf das Hochplateau unterhalb der Mondspitze und dem Schillerkopf. Zwischen Latschenkiefer und bunt blühenden Wiesen geht es weiter bergwärts zwischen den beiden Gipfeln durch. Zwei Gipfel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Mondspitze die grüne, sanfte mit Latschenkiefer bewachsene und der Schillerkopf, der schroffe, felsige und markante.  Beide haben ihren Zauber und Reiz.

Der Schillerkopf selbst hieß früher Kessikopf wurde aber aufgrund seiner großen Felsnase, die Friedrich Schiller ähneln soll, in Schillerkopf umbenannt. Ab dem Hochplateau geht es direkt auf den Schillersattel, der das Verbindungsstück zwischen Mondspitze und Schillerkopf ist, zu. Der letzte Anstieg auf den Sattel ist etwas steiler, dafür wird man aber auf dem Sattel mit einem herrlichen Blick in den Walgau, das Rheintal und die umliegende Bergwelt belohnt.

Über steiniges Gelände geht es über die westliche Seite um den Schillerkopf herum. Dabei passiert man die größte Doline Vorarlbergs, das Kessiloch. Das Kessiloch hat 300m Durchmesser und ist etwas 100m tief. Beeindruckend.

Nach Umrundung der Doline geht es nun steil, über felsiges Gelände hoch bis knapp unterhalb des Gipfels des Schillerkopfes. Das letzte Stück wandert man steil abfallend, aber gesichert hoch zum Gipfel. Der Blick ins Tal und die umliegende Bergwelt ist fantastisch und entlohnt für die Mühe. Der schmale Platz um das Gipfelkreuz herum und die steil abfallenden Felswände mögen den einen oder anderen erschaudern oder staunen lassen. Ja, der Schillerkopf ist allemal ein Erlebnis.

Der Abstieg vom Gipfel erfolgt diesmal auf der östlichen Seite, den Tälisteig. Steil geht es hinunter auf das Hochplateau. Von hier geht es wieder zurück zum Wanderparkplatz.

Wer Hunger bekommen hat oder guten Käse mit nach Hause nehmen möchte, der macht noch einen Abstecher zur Schausennerei Alpe Rona. Hier gibt es mehrfach prämierten Käse. Kein Wunder bei diesen prächtigen Wiesen.

Interessant sind aber auch die Steinkreise auf der Tschengla. Die neolithischen Steinkreise gelten als Kraft Ort und erzählen Geschichte. Ein Abstecher, der sich lohnt!

 

  • Gehzeit: 4-5 Stunden
  • Wegstrecke: 8,4km
  • Höhenmeter: 862m
  • Höchster Punkt: 2.006m
  • Parkmöglichkeiten: Wanderparkplatz Tschengla
  • Einkehrmöglichkeit: Alpe Rona

schillerkopf

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Endlich Schnee – mit den Schneeschuhen auf die Mondspitze (1.967m)

Aktuelle Schneelage (10.01.2014)

Endlich Schnee! Bereits in der Nacht hat es bis – so meine Vermutung – auf ca. tausend Höhenmeter herunter geschneit. Das wirft zwar meine Pläne etwas durcheinander, denn eigentlich hatte ich eine Wanderung auf die Mörzelspitze geplant, aber die Freude über den Schnee ist zu groß, als dass mich das Umplanen ärgern würde. Da absolut nicht abzuschätzen ist, ob und wieviel Schnee gefallen ist, landen im Auto die Tourenskier, die Schneeschuhe und so ziemlich die komplette Outdoorausrüstung, damit ich für alles gerüstet bin. Ich entscheide mich für die Tschengla bei Bürserberg. Im Walgau und auch am Bürserberg ist es noch grün. Es regnet, aber der Blick auf die Tschengla zaubert ein Lächeln in mein Gesicht. Schnee! Die Skianlagen werden gerade in Betrieb genommen. Hier ist es zwar noch recht aper, aber es schneit. Beim Wanderparkplatz auf der Tschengla wird klar, 10cm Neuschnee reichen nicht aus für eine Skitour und daher packe ich die Schneeschuhe an meinen Rucksack und mache mich auf den Weg in Richtung Schillerkopf oder Mondspitze.

Die Tour

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz auf der Tschengla bei Bürserberg. Es schneit, aber es liegt zu wenig Schnee für eine Skitour und so mache ich die Schneeschuhe am Rucksack fest und mache mich auf den Weg in Richtung Schillersattel. Über die Furkla geht es hoch in Richtung Hochplateau. Dichter Schneefall und stürmischer Wind sorgen dafür, dass es frisch ist. Aber mal ehrlich, die Sehnsucht auf das schöne Weiß, läßt alles vergessen. Auf dem Hochplateau liegt bereits einiges an Schnee und so entscheide ich mich dazu, die Schneeschuhe in Betrieb zu nehmen. Kniehoch liegt hier der Schnee und der Aufstieg wird somit auch etwas anspruchsvoller. Immer wieder versucht der Himmel sich zu lichten, aber noch erfolglos. Das stürmische Treiben herrscht vor und will nicht weichen und das ist gut so, denn die Tourenskier warten auf die erste Tour im Jahr 2014. Durch das dichte Schneetreiben geht es hoch in Richtung Schillersattel. Immer wieder ein herrliches Erlebnis, denn die Landschaft hier ist einfach herrlich. Links von mir liegt der imposante Schillerkopf. Ein beeindruckender Anblick. Auf dem Sattel hätte ich eine kurze Pause eingeplant, aber der eisige Wind weiß das zu verhindern. Gehe ich links hoch zum Schillerkopf oder rechts hoch zur Mondspitze? Die Mondspitze macht das Rennen und so steige ich entlang dem Grat hoch in Richtung Mondspitze. Eisiger Wind und dichtes Schneetreiben sorgen dafür, dass es eisig kalt ist. Auch auf dem Gipfel der Mondspitze weht ein eisiger Wind und der Schneefall wird immer dichter und so verzichte ich auch hier auf eine Pause und steige ab in Richtung Furklaalpe. Über die steile Schneise fahre ich auf meinen Schneeschuhen ab. Und ich bin überrascht, welches Tempo ich damit erreiche. Wow. Ich halte mich am linken Rand bei den Latschenkiefern, um sicherzugehen, dass ich das Risiko einer Lawinenauslösung vermeiden kann. Die Furklaalpe ist bald erreicht und ab hier geht es wieder zurück in Richtung Tschengla. Eine tolle Schneeschuhwanderung. Frisch, rassig und mit Schnee. Was will man mehr?

Bilder zur Tour gibt es hier: Sport in Vorarlberg auf Facebook

  • Höhenmeter: `748m
  • Wegstrecke: 7,8km
  • Höchster Punkt: Mondspitze (1.967m)

Weitere Empfehlungen/Touren in der Umgebung:

mondspitze

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Brandnertal – ein Skigebiet für die ganze Familie

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Die Alpen sind auch im Winter, vielleicht dann ganz besonders, ein Magnet für Sportfreunde. Die Möglichkeiten sind vielfältig und vor allem abwechslungsreich. Auf meinem Blog findet ihr bereits viele Berichte über Skitouren und andere Aktivitäten abseits der typischen Touristenströme. Kein Wunder, denn eigentlich bin ich kein großer Freund von Publikumsmagneten. Und trotzdem zieht es mich immer wieder auf die Piste. Meine Erfahrungen und Eindrücke werde ich hier zusammentragen.

 

brandnertal-logo

Brandnertal – Skivergnügen für die ganze Familie:

 

Im Brandnertal hat man sich vor allem der Familie verschrieben. Das Angebot auf und abseits der Piste ist ganz auf Familien abgestimmt. Daher verwundert es auch nicht weiter, daß man hierfür bereits Auszeichnungen erhalten hat. Durch den Zusammenschluß mit dem Skigebiet Bürserberg hat man zudem an Größe und Varianten gewonnen. Eine gute Investition, die ganz im Trend liegt.

Das Brandnertal ist zudem sehr Schnee sicher und bietet zudem zahlreiche Varianten für Tourengeher.

Nun aber zum eigentlichen Kern der Sache, dem Skigebiet. Hier die Facts:

  • 5 Schlepplifte
  • 6 Sesselbahnen
  • 3 Kabinenbahnen

Mit den 14 Bahnen gehört man zwar nicht zu den ganz Großen, aber für ein vielfältiges Angebot ist allemal gesorgt. Die Bahnen entsprechen modernstem Komfort und sorgen für eine kurzweilige Bergfahrt in das schöne Skigebiet. Die Pisten sind hervorragend präpariert und stehen den großen Skigebieten in Sachen Präparation in nichts nach.. Hier geht es zum  interaktiven Pistenplan.

55 Pistenkilometer werden dem Skifahrer geboten. Die richtig schweren Kaliber für hohe Ansprüche fehlen allerdings.

  • 22 km “blaue” Pisten (leicht)
  • 30 km “rote” Pisten (mittel)
  • 3 km “schwarze” Pisten (schwer)

Die Abfahrten sind ideal für Anfänger, Genuß-Skifahrer und Familien mit Kindern. Für sehr sportliche und anspruchsvolle Fahrer gibt es hier wenig zu holen. Das Gebiet erstreckt sich von Bürserberg (Tschengla) bis nach Brand und bietet eine „bunte“ Palette an Variationen.

Der Funpark – Backyards– allerdings gehört zu den längsten in Vorarlberg und sorgt für Fun abseits der präparierten Pisten. Das Angebot im Skigebiet wird durch den Funpark deutlich aufgewertet.

Preise:

  • Tageskarte/Erwachsene € 39,50
  • Tageskarte/Kinder € 25,00

Das besondere Plus für Familien: nur das erste Kind zahlt den regulären Kindertarif. Jedes weitere Kind erhält den Bambini-Tarif und das sind gerade einmal € 4,00.

Damit zeigt das Brandnertal auch bei den Preisen seine Familienorientierung. Preislich ein wirklich tolles Package, das seines Gleichen suchen kann.

Auch abseits der Skipisten bietet das Brandnertal seinen Gästen einiges.

Sportmöglichkeiten im Winter:

  • 4 Rodelpisten
  • Langlaufloipen (30 Kilometer)
  • Panorama Rundloipe mit 15 Kilometer auf dem Hochplateau Tschengla (Bürserberg)
  • Winterwanderwege (ein wirklich tolles, abwechslungsreiches Angebot)
  • Schneeschuhwandern
  • Hundeschlittenfahrt (Husky)
  • Eislaufen, Eisstockschießen
  • Eisfallklettern
  • Reiten
  • Bogensport

Das Angebot steht auch den großen Skisportregionen in nichts nach und kann sich sehen lassen.

Saisonstart im Brandnertal ist am 7. Dezember 2013!

Wissenswertes:

  • Im 14. Jahrhundert wurden 12 Walserfamilien angesiedelt
  • 657 Einwohner

Luxus-Herbergen Brandnertal:

5-Sterne Hotels gibt es im Brandnertal keine. Aber die Region kann mit einigen ausgezeichneten Hotels in der 4-Sterne Kategorie aufwarten, die auch hohen Ansprüchen mehr als nur gerecht werden.

 

Haubenlokale in der Region:

Mit Haubenlokalen kann das Brandnertal nicht aufwarten, aber auf sehr gute Küche muß man dennoch nicht verzichten. Ausgezeichnete, gutbürgerliche Küche steht im Fokus und verwöhnt den Gaumen.

Erwähnung gefunden im Gault Millau hat das Hotel Valschena. Mit 12 Punkten hat es für die Haube nicht ganz gereicht, aber man liegt nur knapp daneben. Was noch nicht ist, das kann ja noch werden.

Die Küche im Brandnertal muß sich nicht verstecken, nein, auch hier wird Qualität groß geschrieben. Das Angebot ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas.

Nightlife in der Region:

 

Als Familien-Skigebiet muß man in der Nacht bzw. vielleicht soll man nicht „ausschwärmen“. Wer Action auch in der Nacht sucht, der muß ins nahe gelegene Bludenz ausweichen. Denn im Brandnertal ist man mit dem

zufrieden.

Après-Ski:

Das Après-Ski Angebot kann sich sehen lassen und vor allem die urigen und gut bewirtschafteten Hütten bieten einiges für die gute Stimmung.

Fazit:

Das Brandnertal ist in der Tat ein echtes Familienskigebiet. Das Angebot und auch die Preise (!) sind darauf abgestimmt. Die Pisten sind bestens präpariert und bieten viele Varianten. Durch den Zusammenschluß mit Bürserberg hat man das Angebot ideal ergänzt.

Das gastronomische Angebot ist sehr gut und auch das Angebot an sehr guten Hotels – vor allem auch Familien- und Kinderhotels – ist vorbildlich.

Für Fun nach dem Skifahren an der Après-Ski Bar oder in einer der urigen Hütten ist ausreichend gesorgt. Für echte Nachtschwärmer bleibt lediglich der Heuboden in Brand, es sei denn man rückt in das nahe gelegene Bludenz aus.

Tourengeher haben hier viele Möglichkeiten und auch all die anderen Wintersportler kommen hier nicht zu kurz.

Bewertung: 

Bewertungskriterien  
Größe des Skigebietes «««
Pistenangebot, Pistenzustand und Variationen «««
Liftangebot, Komfort der Lifte, Bahnen ««««
Schneesicherheit ««««
Anfahrt, Parkmöglichkeiten «««
Pistenplan, Ausschilderung, Beschreibung «««««
Gastronomie, Hotel, Unterkünfte «««
Après-Ski ««««
Unterkünfte direkt an den Liften ««««
Angebot für Familien mit Kindern «««««
Freerider, Tourengeher ««««
Pisten für Anfänger «««««
Langlauf, Loipen ««««
Snowparks «««
Anspruchsvolle Pisten, Abfahrten ««
Nightlife «
Wintersportangebot abseits der Pisten ««««
Rodeln, Snowtubing «««««
 
  66/90

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Damüls, Mellau & Faschina – das größte Skigebiet im Bregenzerwald (71 von 90 Punkten)

Silvretta Montafon – das sportliche Skigebiet (79 von 90 Punkten)

Skigebiet Lech/Zürs im Fokus (79 von 90 Punkten)

Bürser Schlucht – ein Paradies nicht nur für Kinder

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Die Bürser Schlucht ist ein Naturdenkmal von besonderer Schönheit. In diesem kleinen Naturparadies fühlen sich nicht nur Kinder wohl, sondern Naturfotografen, Wanderer und solche, die einfach nur die eindrucksvolle Schönheit der Natur genießen wollen. Der Weg durch die Schlucht wird liebevolle gepflegt und so wechseln sich schöne Naturpfade, mit Stegen, Treppen und Brücken ab. 

Im kleinen und verträumten Ort Bürs befindet sich der Ausgangspunkt für diese abwechslungsreiche und stimmungsvolle Wanderung durch die Bürser Schlucht. Bereits zu Beginn der Wanderung wird man mit ersten Eindrücken verwöhnt. So führt der Weg zu Beginn durch ein Labyrinth von Felsblöcken, die zu Tale gestürzt sind. Wer bei dieser Wanderung auch noch etwas lernen möchte, der achtet auf die interessante Beschilderung. Geologische Hintergründe werden dem Interessierten auf spannende Art und Weise näher gebracht.

Der Weg führt anfänglich direkt am Bach entlang und bietet vielfältige, interessante Eindrücke. Im Sommer ist hier ein beliebter Treffpunkt von Besuchern, die bei stimmungsvoller Umgebung den Tag ausklingen lassen wollen. Was angesichts der Schönheit hier nicht weiter verwunderlich ist. Kinder werden begeistert sein, denn ist es mal der reißende Bach der fasziniert, so ist es ein anderes Mal der Fels, unter dem man sich durchwenden muss. Aber auch die Tierwelt hier hat einiges zu bieten. Für Kinderaugen ein wahres Eldorado für Entdeckungen.

Mit Erreichen der ersten Brücken kommt man in den rauheren, alpineren Bereich der Schlucht. Der zuvor noch etwas gemütlich anmutende Gebirgsbach rauscht in ungeahnte Tiefen und verzaubert durch Kalktuffrinnen, durch die das Wasser seinen Weg bahnt und findet. Bald erreicht man den Wasserfall, der wie wild ins Tal rauscht. Wer zuvor von der Schönheit der Schlucht nicht beeindruckt war, der ist es spätestens hier.

Ab dem Wasserfall geht es nun steil bergauf durch den wild verwachsenen Wald. Bald wird die Weggabelung erreicht. Ein schmaler Weg führt steil durch den Wald hinauf nach Bürserberg. Für jeden, der eine ausgedehntere Wanderung sucht, der wählt diesen Weg, alle anderen halten sich rechts und wandern auf dem etwas breiteren Forstweg zurück Richtung Bürs. Auf dem Weg nach Bürs passiert man eine trockene Klamm, die liebevoll als „Kuhloch“ bezeichnet wird. Nun ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt dieser schönen Schluchtenwanderung.

  • Wegstrecke: ca. 4,5km
  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Höhenunterschied: ca. 200m

Weitere Touren, die ideal für Familien mit Kindern sind

Tolle Kamera zu sensationellem Preis – Olympus SP-810UZ

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Brand von Oben – Hausberg Mottakopf

Der Mottakopf (2.176m) ist der Hausberg von Brand im Brandnertal. Der Gipfel des Mottakopfes bietet einen herrlichen Blick auf den Urlaubsort Brand, aber auch den Lünersee, sowie die umliegenden Gipfel. Allen voran die Schesaplana, der Wildberg und die Brandner Mittagsspitze. Der Wildberg an dessen Flanke der Mottakopf ausläuft gehört zur Schesaplana und beheimatet an seinem Fuße die bekannte Mannheimer Hütte.

Ein herrlicher Morgen – Azur blauer Himmel, strahlende Sonne und angenehme Wärme – was will man mehr!

Heute soll es das Brandnertal sein. Saulakopf oder Schafgafall, aber bereits bei der Anfahrt wird mir klar, nein, das möchte ich nicht. Beide sind mit Schnee bedeckt und der Aufstieg liegt im Schatten! Heute muß es Sonne sein. Ein Blick zurück und mein Ziel ist klar – der Mottakopf. Hausberg von Brand. Der Aufstieg liegt an der Sonne und es sind nur einzelne Schneefelder auszumachen.

Unmittelbar bei der Gletscherbrücke stelle ich mein Auto ab und quere ich den wild tobenden Gletscherbach. Der Schnee und der Regen der letzten Tage machen sich bemerkbar. Aber es ist ein herrliches Schauspiel dieser reißende, kristallklare Bach.

Nach einem kurzen Stück auf einem Forstweg geht es über die herrlich blühende Wiese stet steigend hoch. Links und rechts hört man das rauschen der kleinen Bächlein, die ins Tal rauschen. Die Gletscherzungen reichen tiefer ins Tal, als in den letzten Jahren. Kein Wunder, einen richtigen Frühling gab es bis jetzt nicht.

Wild blühender Enzian, Schlüsselblumen, Huflattich und andere herrlich duftende Blumen säumen den Weg. Etwas weiter oben ist der Weg umgeben von Latschenkiefern. Kiefern, die angesichts der warmen Temperaturen und der Sonneneinstrahlung traumhaft duften. Selten zuvor habe ich den unteren Anstieg zum Mottakopf so herrlich erlebt wie heute! Es scheint, als wäre die Natur erst heute erwacht und hat auf meinen Besuch gewartet.

Die Obere Sonnlagantalpe ist bald erreicht. Murmeltiere pfeifen und machen sich ob meiner Schritte aus dem Staub. Immer häufiger muß ich kleine Schneefelder queren. Spätestens ab der Oberen Sonnlagantalpe wird es immer mühsamer und ganz ungefährlich sind diese Felder nicht. Über nassen, teilweise sehr tiefen Schnee quere ich die Felswand zum Mottakopf. Erst im oberen Drittel wird es wieder besser. Hier ist der Fels zu steil und der Schnee wurde von der Kraft der Sonne bereits in den letzten Tage zu Tale getragen.

Nach wie vor ist es sehr warm, aber der Wind wird immer kräftiger und das Wolkenspiel am Himmel ist beeindruckend. Die Gipfel um mich herum sind mit Schnee bedeckt. Brandner Mittagsspitze, Seekopf, Saulakopf und Schafgafall. Ich bin froh, daß ich auf der anderen Seite an der Sonne wandern darf.

Das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz ist schneebedeckt. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Die Fernsicht ist ein Traum und das beeindruckende Panorama entschädigt für den Kampf mit den Schneefeldern.

Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg. Allerdings gehe ich den Schneefeldern aus dem Wege und versuche mich an einem direkten, sehr steilen Pfad ins Tal. Ich weiß, nicht vorbildlich, aber heute gut begründbar. Ein „Donnern“ läßt mich zurückblicken. An der steilen Felswand auf dem Grad zum Wildberg hat sich eine gewaltige Naßschnee Lawine gelöst. Mit enormer Gewalt donnert sie ins Tal. Die Gewalt beeindruckt und schockiert mich zu gleich. Über fünf Minuten dauert das Spektakel. Gewaltige Massen, bei denen man chancenlos wäre. Die Natur und ihre Gewalt.

Eine herrliche Wanderung, die immer wieder beeindruckt!

Höhenmeter: 945hm

Wegstrecke: 8,7km

Höchster Punkt: 2.176m (Mottakopf)

Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine (-> Brand)

Ausgangspunkt: kleiner Parkplatz bei der Gletscherbrücke

Mehr Bilder zur Tour gibt es hier

Keine Tour verpassen – hier anmelden

Frühlings-Skitour auf die Oberzalimhütte (1.889m)

Frühlingshafte Temperaturen und das bereits um 7 Uhr morgens. Der Schnee muss gesucht werden und im Rheintal schaut es mehr nach einem schönen Frühlingstag, als nach einem Wintertag aus.
 
Mein Weg führt mich nach Brand. Ein beliebtes Familienskigebiet und das mit gutem Recht. Im Ort selbst liegt kaum mehr Schnee. Mehr Grünfläche, als Schneefläche.
 
Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Palüdbahn. Links und rechts von der Bahn ist es grün und so steige ich auf der Talabfahrt hoch. Das erste steile Stück ist bald bewältigt und ich komme in die Hochebene der Unterzalimalpe. Von hier geht es eben Richtung Wildberg, der tief verschneit vor mir liegt. 
 
Durch den Wald geht es direkt bei der Unterzalimalpe hoch Richtung Unterbrüggelealpe. Die Sonne kommt hinter dem Mottakopf hervor und sorgt dafür, dass der Aufstieg in angenehmen Temperaturen möglich ist.
 
Bei der Unterbrüggelealpe bietet sich ein herrlich verschneites Panorama. Durch die verschneiten Wiesen geht es hoch zur Oberbrüggelealpe. Die Sonne hat bereits Kraft und der Schnee beginnt schon jetzt feucht zu werden.
 
Über ein lang gezogenes Stück über die verschneiten Alpwiesen geht es mit angenehmer Steigung weiter zur Oberzalimhütte. 
 
Die Pause an der Sonne ist ein Traum und sogar ohne Jacke möglich. Die Abfahrt erfolgt auf gleichem Wege. Allerdings ist der Schnee feucht und schwer.
 
 
Wegstrecke: 12,3km
Höhenmeter: 958m
 

Zwei herrliche Gipfel auf einen Streich – Brandner Mittagsspitze und Saulakopf

Blick zum Lünersee
Die Brandner Mittagsspitze wacht hoch über dem schönen Talort in Brand. Die Brandner Mittagsspitze hat sich ihren Platz zwischen Saulakopf und der Königin Zimba gesucht. Sie gehört zu den weniger begangenen Gipfeln dieser Region, was auch weiter nicht verwunderlich ist, da kein offizieller Weg zu ihr führt. Die Brandner Mittagsspitze ist am besten über den Saulakopf zu erreichen, indem man den Grad abwandert und sich ihr langsam nähert. Sie bietet ein herrliches Panorama und Schwindel erregende Tiefblicke ins Tal.
Eine herrliche Tour, die keinerlei Wünsche offen lässt und Herz und Seele beflügelt. Direkt an der Talstation der Lünerseebahn geht es los. Direkt nach der Bahn – Hinweis Tafel Richtung Übungsklettersteig – führt ein kleiner Bergpfad unmittelbar zum Einstieg in den Saulajochsteig. Es gibt kein Schonen, denn es geht von Anfang an richtig zur Sache. Der schmale Steig schlängelt sich hoch zum Saulajoch. Der Blick ins Tal, auf die Talstation, ist imposant und die Staumauer des Lünersees liegt beeindruckend vor einem. Wer etwas später unterwegs ist, sieht die Lünerseebahn über sich hinweg schweben, hoch zum Lünersee und Douglas Hütte.
Mit Erreichen der Seehöhe des Lünersee geht es über den Steig hoch zum Saulajoch. Das Saulajoch ist bald erreicht. Ein Kleinod, eine Idyllle, ein Traum für jedes Wandererherz. Eine Weggabelung zeigt in Richtung Heinrich-Hüter Hütte, Saulakopf-Klettersteig und Saulakopf. Hier wählt man – es sei denn man hat sein Klettersteiggeschirr dabei – den steilen Pfad hoch zum Saulakopf. Über den schönen Gebirgspfad geht es von hier hoch zum Saulakopf. Der Blick vom Saulakopf ist beeindruckend. Das Brandnertal liegt zu meinen Füßen, die Zimba vor meiner Nase und der Blick auf die Schesaplana und den Lünersee verzaubern. Im Sommer ist der Saulakopf ein beliebtes Tourenziel, denn er ist verhältnismäßig einfach zu erreichen und bietet dennoch hoch alpines Feeling.
Da ich zeitlich gut unterwegs bin, entschließe ich mich, dem Kamm entlang zur Brandner Mittagsspitze zu gehen. Es gibt hier keinen markierten Weg und man muss immer wieder kleine Hürden, die mit einfacher Kletterei verbunden sind, überwinden. Nichts für Ungeübte, aber für geübte Alpinisten kein Problem. Herrliche freie Kraxelei ist einfach etwas Schönes. Die Blicke ins Tal, die sich hier einem offenbaren sind Schwindel erregend, aber von besonderer Eindrücklichkeit. Die Zimba rückt immer näher und der schöne Ort Brand schaut von hier aus, wie ein kleines Ameisennest aus. Die Heinrich-Hueter Hütte liegt tief zu den Füßen des Gipfels.
Der Blick vom Gipfel auf Brand ist Atem beraubend. Einzigartig und einfach schön. Vor mir liegt der Mottakopf, rechts von mir die Zimba, im Rücken der Saulakopf und die Schesaplana ist zum Greifen nahe. Retour geht es über den gleichen Weg. Eine lohnende Tour, die jedes Herz höher schlagen lässt. Aber mit der Brandner Mittagsspitze eines etwas schwierigeren Charakter erhält. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unerlässlich!
  • Wegstrecke: 10,5km
  • Höhenmeter: 1.293m
  • Parkmöglichkeiten: Lünerseebahn – Talstation
  • Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine – in Brand ausreichend Möglichkeiten

Aufstieg Saulakopf
Die mächtige Zimba
Die Zimba
Der Lünersee von oben
Schwindel erregende Tiefblicke