Archiv der Kategorie: Allgäu/Allgäuer Alpen

Feuerstätter & Renknie – zwischen Frühling und Winter

Falken und Hochhäderich

Eine Wanderung, die man beinahe zu jeder Jahreszeit in Angriff nehmen kann, steht heute auf dem Programm. Der schöne Wanderweg über das Hochries, Renknie zum Feuerstätter. Eine wunderschöne Wanderung, die vor allem mit viel Abwechslung, schönen Aussichten und landschaftlicher Schönheit aufwarten kann. Eine Wanderung, die man auch mit Kindern gut unternehmen kann!

Schneelage

Die letzten Tage hat es wieder etwas abgekühlt und die Schneegrenze ist wieder etwas talwärts gerutscht. Ab knapp 1.300 Höhenmeter liegt Schnee und die Gipfel sind wieder mit dem schönen weiß angezuckert. Auf der hier beschriebenen Route stellt die Schneelage kein Problem dar, im Gegenteil, der schöne Wechsel zwischen frisch erwachender Natur, dem Frühling, und dem eisigen Winter tut der Seele gut und sorgt für Abwechslung.

Blick auf Sibratsgfäll

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese schöne Wanderung im Vorderen Bregenzerwald ist die Parzelle Sausteig in Sibratsgfäll. Hier findet man einige, rare Parkplätze. Der Ausgangspunkt kann aber ausgezeichnet mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, denn beim Gasthof Waldrast befindet sich eine Bushaltestelle. Die Anbindung ist an das öffentliche Netz ist gut.

Vom Frühling in den Winter

Die Wanderung führt anfänglich durch wunderschönen Wald im Vorderries. Der Frühling hat hier bereits ganze Arbeit geleistet. Die Blumen (Schlüsselblumen, Veilchen und Huflattich) sprießen bereits aus dem vom Regen feuchten Boden und die Vögel sorgen für ein angenehmes morgendliches Konzert. Dank des Regens der Vortage riecht es hier angenehm nach Wald, Boden und Gras. Im Gegensatz zum Tal leistet hier die Sonne bereits gute Arbeit und ich kann mit meinem T-Shirt aufsteigen und die Jacke im Rucksack verstauen.

Stet geht es bergauf. Immer wieder wird man mit schönen Blicken auf die umliegende Bergwelt und ins Tal belohnt. Über einen grasigen Hügel steigt man nun auf zum wunderschönen Aussichtspunkt Renknie (1.411m). Von hier aus hat man einen herrlichen Rundblick, der von der Nagelfluhkette, zur Winterstaude bis hin ins Rheintal reicht.

Von hier aus steigt man über das Hochries ab zur wunderschön gelegenen Hochriesalpe. Von hier aus geht es weiter zur Neuburgalpe und weiter zu Gmeiner’s Burstalpe. Ab hier geht es nun hoch zum Feuerstätter (.1645m). Der Feuerstätter ist eigentlich für mich normalerweise der Einstieg in den Tourenwinter. Heuer habe ich ihn ausgelassen, umso mehr freut es mich, dass ich ihn zumindest jetzt mit Bergschuhen besuchen kann, denn irgendwie hat es mir hier die Landschaft einfach angetan. Mit etwas Wehmut denke ich an meine Tourenskier, die zu Hause geblieben sind. Obwohl der Feuerstätter mehr Höhenmeter als das Renknie aufweisen kann, kann er aufgrund der vielen Bäume, die ihn umgeben, nicht mit einem ähnlichen Panorama aufwarten. Aber nichts desto trotz genieße ich die Sonne in meinem Gesicht, die verschneite Natur und die wunderschönen Eindrücke, die von herrlichem Vogelgesang abgerundet werden.

Der Rückweg führt auf gleichen Pfaden zurück zum Ausgangspunkt.

 

Details:

 

 Wegstrecke 12,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 804m
Höchster Punkt 1.645m Feuerstätterkopf
Einkehrmöglichkeiten Zu dieser Jahreszeit keine!
Parkmöglichkeiten Parknische Sausteig

 

Karte/Höhenprofil:

rennknie
Quelle: outdooractive.com

rennknie - höhenprofil

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Auftakt in die Wandersaison – Besler (1.679m) und Beslerkopf (1.668m)

Sommerliches Wetter, Temperaturen um die 15° – was will man mehr. Wenn man dann noch einen freien Tag hat, dann heißt es, ab in die Berge. Lange habe ich heute zwischen Sonnen-Skitour und Bergtour geschwankt, schlussendlich hat der Frühling gewonnen. Der Besler und der Beslerkopf waren mein erklärtes Sonnen-Ziel. Und gleich vorab: es hat sich mehr als nur gelohnt!

Schneelage

Skitouren oder Skifahren ist hier nicht mehr, aber wer jetzt auf den Besler will, der muss eisige Schneefelder queren und sollte idealerweise gutes Schuhwerk und Gamaschen an den Beinen haben. Teilweise sind die Schneefelder sehr vereist und rutschig. Der Aufstieg über den Klettersteig kann ich wirklich nur Geübten empfehlen, denn das Stahlseil liegt teilweise unter dem Altschnee und im oberen Teil muss man eine Schnee-/Eisrinne überwinden. Also wer etwas unerfahrener ist oder mit Kindern unterwegs ist, wählt die übliche, einfachere Route!

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt ist der Riedbergpass. Diesen kann man entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (hier ist eine Haltestelle) oder mit dem eigenen PKW oder gar Bike erreichen. Von hier aus steigt man über das Schönbergjoch entlang dem Ränketobel ab zur Schönberg-Alpe (im Sommer bewirtschaftet). Die Alpe liegt am Fuße des Beslerkopf und bietet insbesondere am Morgen und Abend malerische Eindrücke.

Gebirgswasser

Beslerkopf
Beslerkopf
Blick zum Besler
Blick zum Besler

Aufstieg über Schneefelder

Bereits ab der Schönberg-Alpe wird klar, der Aufstieg erfolgt über Schneefelder und daher auch über nicht markierte Wege J. Entlang den Spuren von Skitourengehern und Schneeschuh Spuren geht es ab hier etwas steiler bergwärts. Der Schnee ist noch hart, was nicht weiter verwunderlich ist, denn ich bin früh morgens bei knapp 0°C gestartet. Gutes Schuhwerk und etwas Erfahrung mit Altschnee, sowie Orientierungssinn sind gefragt.

Auf dem Weg zum Besler
Felswände des Besler
Eisige Schneefelder
Eisige Schneefelder
Beslerkopf
Beslerkopf

Direkt unterhalb der Felswände des Besler und des Beslerkopfes sind die Schneefelder richtig eisig. Die Querung stellt aber kein wirklich großes Problem dar. Herrlicher Sonnenschein und mittlerweile Temperaturen, die mich mit T-Shirt aufsteigen lassen, machen diese Tour zu einem echten Traum.

Auf dem Sattel entscheide ich mich für die Variante über den kleinen, schönen Klettersteig. Gleich vorab: diese kann ich derzeit wirklich nur etwas Geübteren empfehlen, da das Drahtseil teilweise unter Altschnee vergraben liegt und im oberen Teil des Steigs der Aufstieg freihändig über eine Eisrinne erfolgen muss. Wer eher seltener auf solchen Pfaden unterwegs ist oder gar mit Kindern unterwegs ist, der sollte den herkömmlichen Aufstieg wählen! Denn Rutscher & Co duldet es hier nicht.

Blick zum Riedberghorn
Blick zum Riedberghorn
Beslerrunde
Beslerrunde
Blick ins Allgäu
Blick ins Allgäu

Ein herrliches Panorama, bei traumhaftem Wetter erschließt sich auf dem Besler. Gigantisch. Auf dem Rücken des Besler wandere ich über Schneefelder weiter in Richtung Beslerkopf. Immer wieder wechseln sich die schattigen Schneefelder mit schönen grünen Fleckchen ab, die teilweise sogar schon mit blühendem Huflattich überzogen sind. Wandern zwischen Winter und Frühling quasi.

Herrliches Wanderwetter
Herrliches Wanderwetter
Schneefelder auf dem Sattel
Schneefelder auf dem Sattel
Kurz vor dem Sattel
Kurz vor dem Sattel

Herrliche Fernsicht bietet heute der Beslerkopf. Von hier aus überblickt man den Vorderen Bregenzerwald, das Bregenzerwaldgebirge und das Allgäu. Tief unterhalb der steil abfallenden Felswände liegt die schöne Schönberg-Alpe.

An Tagen wie heute fällt der Abstieg doppelt schwer. Über die Schneefelder geht es rutschend talwärts. Das macht Spaß und geht vor allem sehr schnell 🙂

Besler - eisige Schneefelder
Besler – eisige Schneefelder
Der kleine Klettersteig
Der kleine, vereiste Klettersteig
Besler
Auf dem Gipfel des Besler
Bregenzerwaldgebirge
Bregenzerwaldgebirge
Blick in Richtung Klettersteig
Blick in Richtung Klettersteig
Bregenzerwaldgebirge
Bregenzerwaldgebirge

Details:

 

 Wegstrecke 5,1km
Gehzeit 2 – 3 Stunden
Höhenmeter 431m
Höchster Punkt 1.679m Besler
Einkehrmöglichkeiten Zu dieser Jahreszeit keine!
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Riedbergpass

 

Karte/Höhenprofil:

Besler, Beslerkopf

besler - höhenprofil

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Frisches Pulver in den Bergen – Hochhäderich

Lecknertal im Winter

Der Winter hat endlich wieder zugeschlagen und in den letzten Tagen – so hoffe ich – die schönen Gipfel mit herrlichem Pulver bedeckt. Das Wetter heute ist zwar nicht optimal, denn es windet stark und immer wieder herrscht starkes Schneetreiben, aber wer weiß, wie lange uns der Schnee erhalten bleibt und so gibt es heute natürlich nichts anderes, als raus aus der guten Stube und ab in den Schnee.

Schneesituation

Im Lecknertal liegt etwa ein halber Meter Neuschnee. Wunderschönes Pulver und die Landschaft ist herrlich verschneit. Nichts desto trotz herrscht Lawinenwarnstufe 3 – auch ein Grund, warum ich mich heute für das Lecknertal entschieden habe. Gerade die letzten Tage haben gezeigt, dass die Situation nicht unterschätzt werden darf, denn in Vorarlberg sind innert drei Tagen drei Lawinen abgegangen. Also bitte, Schnee und Natur genießen ja, aber keine Risiken eingehen und im Zweifelsfall erfahrende Bergführer vor Ort fragen!

Lecknertal im Winter

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese schöne Tour ist das Lecknertal. Bei Hittisau fährt man Richtung Riefensberg und zweigt nach der Brücke über die Bolgenach nach rechts ab. Im Winter ist der Fahrweg bis kurz vor das Mauthäuschen geräumt. Je nach Schneelage sind hier in der Regel auch einige, wenige Parkplätze frei geräumt.

Lecknertal im Winter

Die Tour und …

Herrlich verschneite Bäume, in weiß gehüllte, alte Bauernhöfe, stürmischer Wind und Schneetreiben wecken Vorfreude! Unendliche Vorfreude. Vorfreude, die aber auch verfliegen kann, wenn man den Kofferraum öffnet und feststellen muss, dass einige wesentliche Dinge fehlen. Stöcke und Feller liegen zu Hause in der warmen Stube. Ein kurzer Anflug von Wut auf mich selbst macht sich breit. Aber es hilft nichts, also werden die Schneeschuhe ausgepackt …

Lecknertal im Winter

Entlang dem kleinen Bächlein geht es durch den tief verschneiten Wald leicht ansteigend hoch zum Mauthäuschen. Hier muss ich mich entscheiden … hoch auf den Koppachstein oder doch lieber in Richtung Häderich. Mich zieht es auf den Hohen Häderich. Durch tiefen Schnee stapfe ich langsam hoch. Durch wildes Schneetreiben kämpfe ich mich einsam hoch in Richtung Ohligschwendalpe. Der Schnee, schönes Pulver, wird vom Wind durch die Luft gewirbelt. Ein herrliches Schauspiel.

Lecknertal im Winter

Zugegeben, der Aufstieg ist heute etwas mühsam, denn der Schnee ist tief. Aber es macht Spaß. Richtig Spaß. Der Aufstieg wird immer steiler und ja, langsam aber sicher auch deutlich mühsamer. Tempo drosseln heißt es jetzt. Die tief verschneiten Bäume, die dunklen Wolken am Himmel, die weißen Flocken, die mir ins Gesicht wehen, lassen für das Wochenende gutes erhoffen. Die Wetterprognose ist ein Traum!

Lecknertal im Winter

Da das Schneetreiben immer heftiger wird, packe ich nicht nur meine Kamera in den Rucksack, sondern auch mich zusehends immer mehr ein. Das heutige Wetter hat etwas von Sibirien denke ich. Gut, die bissige Kälte fehlt, aber alles andere ist nicht weit entfernt.

Den Gipfel des Hohen Häderich erspare ich mir, immerhin ist mir doch etwas kalt und so gehe ich unterhalb des Gipfels linker Hand Richtung Westen, um über die Lochalpe absteigen zu können.

Der heutige Wind und das Schneetreiben erinnern mich stark an die Zeit, als ich am Hohen Häderich meine Skiwoche verbracht habe. Nein, Skifahren möchte ich heute definitiv nicht und insgeheim bin ich froh über die Dinger an meinen Füßen, die Schneeschuhe.

Lecknertal im Winter

Durch tiefen Schnee steige ich über die Lochalpe zurück in Richtung Lecknertal ab. Und das macht jetzt nun wirklich richtig Spaß, denn der Schnee ist leicht, zwar tief, aber wunderschön, um abwärts mit den Schneeschuhen an den Beinen in das Tal zu steigen.

Eine wunderschöne Tour in herrlicher Winterlandschaft. Die Fotos heute sind aufgrund des Wetters zwar kein Traum und auch Mangelware, aber es hat sich gelohnt, heute die gute Stube zu verlassen.

Lecknertal im Winter

Empfehlung für das Wochenende: hinaus in die Berge! Schöner wird es nicht mehr…

Details:

 

 Wegstrecke 7,8km
Gehzeit 3-4 Stunden
Höhenmeter 662m
Höchster Punkt 1.566m (Hoher Häderich)
Einkehrmöglichkeiten Berggasthaus Hochhäderich
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Lecknertal

Eindrücke in Ton und Bild von der Region:

 

Hittisau und der Hoch Häderich

Karte/Höhenprofil:

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

Stimme und gewinne …

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Die erste Skitour 2015 – leichter Einstieg mit dem Riedberghorn

Endlich ist es soweit! Die Schneelage ist noch OK und die Arbeit gibt einen freien Tag her. Also nichts wie ab mit den Tourenskiern in die schöne Bergwelt. Da die Lawinenlage derzeit sehr kritisch ist, ist die Auswahl der Ziele eingeschränkt, das tut aber der Freude keinen Abbruch und für den Einstieg in den Tourenwinter ist eine leichte Tour ohnehin ideal.

Aktuelle Schneelage

Bereits bei der Anfahrt in den Vorderen Bregenzerwald wird klar, dass der Föhn sehr vieles vom schönen Weiß in den letzten Tagen wieder verschwinden lassen hat. Schade darum. Die Hänge in Alberschwende haben nur wenig Schnee und die Situation wird auch in Hittisau nicht wirklich besser. Auch Balderschwang passt zu diesem Bild. Erst auf dem Riedbergpass sieht es etwas besser aus. Hier liegen etwas 20-30cm Schnee. Allerdings kein Pulver, sondern eine „harschige“ Geschichte. Damit ist für mich klar, dass ich über die Pisten von Grasgehren zum Parkplatz zurückkehren werde, denn immerhin soll das Abfahren ja auch richtig Spaß machen.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Riedbergpass. Unmittelbar bei der Bushaltestelle befindet sich der Parkplatz. Von hier aus steigt man auf der westlichen Seite des Riedberghorns, angenehm steigend hoch zum Gipfel.

Die Tour

Vom Riederbergpass aus geht es in Richtung Hörnle Alpe. Am Anfang auf einem schönen, gepflegten Winterwanderweg. Bei der ersten Weggabelung steigt man mit den Skiern zwischen den zwei sich gabelnden Wegen Richtung Riedberghorn hoch. Suchen muss man hier in der Regel nicht lange, denn in der Regel führt eine Tourenskispur hoch, der man gut folgen kann.

Durch lichten Wald geht es sanft ansteigend hoch in Richtung Riedberghorn. Der Schnee hier ist harschig, was aber einem angenehmen Aufstieg keinen Abbruch tut.

Bald hat man die Bergstation des Grasgehrenliftes erreicht. Linker Hand geht es hoch Richtung Riedberghorn. Dem Rücken des Riedberghorns entlang geht es hoch zum Gipfel. Die Aussicht von hier aus ist immer ein Genuss. Die Wolken am Himmel kündigen die erneut bevorstehende warme Wetterfront an. Schade um den Rest von Schnee.

Da mir der Schnee für die Abfahrt vom Gipfel nicht gefällt, toure ich weiter Richtung Osten dem Rücken des Riedberghorns entlang. Eine schöne Landschaft, die nicht umsonst im Herzen des Naturpark Allgäuer Nagelfluhkette liegt.

Über den Kamm geht es auf die andere Seite der Grasgehrenlifte zum sogenannten Bolgen (1.687m). Die Bergstation der Bolgengratbahn ist bald erreicht. Hier fahre ich auf der Piste zur Talstation ab. Die Piste ist übrigens bestens präpariert und so macht die Abfahrt richtig Spaß! Ein Traum.

Von der Talstation aus geht es auf dem Winterwanderweg zurück zum Wanderparkplatz.

Eine wunderschöne, leichte Tour, die ideal ist für den Einstieg.

Lawinengefahr

Das Gebiet um das Riedberghorn ist in der Regel nicht anfällig für Lawinen. Man sollte sich jedoch, wenn man wenig Erfahrung hat, an die Spuren der geübten Tourenskigeher halten und im Zweifelsfall lieber über die präparierten Pisten abfahren. So wie ich die Schneelage heute hier vorgefunden habe, würde ich die Situation als wenig kritisch einstufen. Insbesondere dann, wenn man die Tour so anlegt, wie hier beschrieben. Übrigens: im Zweifelsfall sollte man immer beim Liftbetreiber Informationen über die aktuelle Lawinensituation einholen.

Tourendaten

Wegstrecke: 7,3km
Höhenmeter: 478m
Einstufung: Leicht / Einsteigertour
Zeitaufwand: 2 ½ – 3 ½ Stunden
Parkmöglichkeiten: Wanderparkplatz Riedbergpass

Stimme und gewinne …

Outdoorblog Award 2015 - Stimme und gewinne...
Outdoorblog Award 2015 – Stimme und gewinne…

Der Outdoorblog-Award 2015 läuft bereits seit einigen Tagen und mittlerweile haben bereits viele Leser ihren Favoriten gewählt. Die erste Auslosung von Sachpreisen erfolgt in der kommenden Woche. Jede Stimme nimmt automatisch an der Verlosung teil. Ich danke Euch für Eure Unterstützung und Teilnahme und wünsche Euch bei der Verlosung viel Glück.

riedberghorn

riedberghorn - höhenprofil

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Morgenerwachen auf dem Riedberghorn (1.787m)

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Wanderung auf das Riedberghorn

Das Riedberghorn – ein Traum für JEDERMANN

Schöne Wanderungen im Allgäu

 Weitere Bilder findet ihr hier

Morgenerwachen auf dem Riedberghorn

„Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“

Mark Aurelius

 

 

 

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Eine Tour zwischen Großer Schlicke und Köllenspitze

Es muss nicht immer ein Gipfel sein, um von Natur und Landschaft beeindruckt zu werden. Die hier angeführte Tour ist eine Rundtour durch das Reintal, das sich hinter den bekannten Kletterbergen der Tannheimer Berge versteckt. Eine Rundtour, die landschaftlich alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Eine Rundtour durch das Mittelgebirge, das auch für Familien mit Kindern bestens geeignet ist, wenn sie denn etwas Kondition mitbringen.

 

Ausgangspunkt Grän / Talstation Gondelbahn

 

Ausgangspunkt für uns war die Talstation der Gondelbahn in Grän. Von hier aus ging es mit der Bahn bergwärts zur Sonnenalm. Die Sonnenalm ist gleichzeitig auch die Bergstation der Gondelbahn. Spätestens ab hier befindet man sich im schönsten Mittelgebirge der Tiroler Alpen mit all seiner landschaftlichen Schönheit.

Von hier geht es unterhalb der Läuferspitze auf einem schönen Berg- und Wiesenweg zum Füssener Jöchl (1.818m). Ein Jöchl der besonderen Art, denn von hier aus überblickt man nicht nur das schöne Reintal, sondern vor allem auf der südlichen Seite die schönen, kargen Kletterberge der Tannheimer Berge und auf der nördlichen Seite die grünen, dagegen beinahe sanft anmutenden Kuppen um die Große Schlicke herum. Unterhalb des Füssener Jöchl in den steil abfallenden Wiesen tummelt sich gerne das Steinwild zahlreich. Ein schöner Anblick, der zum Staunen einlädt.

Tipp für Gipfelstürmer: wer auf einen Gipfel nicht verzichten kann und möchte, der kann von der Sonnenalm auf die schöne Läuferspitze (1.958m) aufsteigen und von hier auf das Hallgehrenjoch laufen. Ein schöner, sehr lohnender Abstecher!

Vom Füssener Jöchl zum Hallgehrenjoch

 

Unterhalb der Ostseite der Läuferspitze geht es in Richtung Hallgehrenjoch weiter. Auch hier wandert man auf einem schönen Gebirgsweg oberhalb des Reintals beinahe eben auf die andere Talseite. Zwischen Latschenkiefer und über Wurzelwerk führt der Weg auf der Südseite der kargen Felsen weiter. Ein herrlicher Blick ins Tal und vor allem auf den schönen Haldensee sind hier das absolute Highlight ehe man das Hallgehrenjoch auf 1.851m erreicht. Von hier aus steigen die Kletterfreunde zu den bekannten Gipfeln wie Schartschrofen, Gimpel und Rote Flüh auf. Der Weg dieser Tour führt aber vom Hallgehrenjoch hinab ins Reintal. Ein steil abfallender Gebirgsweg schlängelt sich hinab ins Tal. Anfangs steinig, später übergehend in einen Wald- und Wiesenweg.

Vom „Hüttendorf“ zur Musauer Alm

 

Unmittelbar mit verlassen der lichten Bewaldung erreicht man ein kleines Hüttendorf. Hier befinden sich die schönen Hütten des Alpenvereins Augsburg (Füssener Hütte, Otto Mayr Hütte), sowie die Selbstversorger Hütte des Alpenvereins Friedberg (Willi Merkl Hütte). Alle drei Hütten sind lohnend für einen Einkehrschwung, allerdings ist dieser bei der Routenauslegung dieser Variante bei der Musauer Alm (etwas 20 – 30 Minuten Fußmarsch) sinnvoller angebracht.

Hinter der Otto Mayr Hütte führt ein wunderschöner Waldweg talwärts in Richtung Musau. Auch hier kann man immer wieder Tiere in freier Natur beobachten, wenn man entsprechend ruhig wandert. Entlang dem Sababach geht es am Ende des Waldweges auf dem Güterweg zur Musauer Alm auf 1.290m. Spätestens hier sollte man sich einen Einkehrschwung gönnen und frischen Käse direkt von der Alm genießen.

Gestärkt in den Kampf mit den Höhenmetern

 

Nach einer guten Stärkung geht es direkt bei der Musauer Alm über einen Wald- und Wiesenweg hoch zur Großen Schlicke. Nicht irritieren lassen, hier ist wirklich nur die Große Schlicke angeführt, aber diese ist nicht das Ziel dieser Variante!

Ein wunderschöner Waldweg führt uns hoch in Richtung Großen Schlicke. Mit Erreichen der etwas lichteren Bewaldung erreicht man auch die Weggabelung. Hier hält man sich links in Richtung Otto Mayr Hütte und Füssener Hütte und wandert beinahe eben unterhalb der Großen Schlicke in Richtung „Hüttendorf“. Das schöne Reintal liegt vor den Füßen und der Blick auf die schönen Kletterfelsen macht beinahe Lust auf mehr.

Bei der nächsten Weggabelung, die bald erreicht ist, wandert man nun wieder leicht bergwärts in Richtung Kleine Schlicke (1.817m). Diese ist über einen kurvenreichen Waldweg bald erreicht.

Unterhalb des Hahnenkopf (1.942m) geht es von der Kleinen Schlicke wieder zurück in Richtung Füssener Jöchl und zur Bergstation der Gondelbahn.

Eine sehr lohnende Tour, die landschaftlich wirklich mit allem Aufwarten kann und auch Kinder mit Abwechslung und vor allem einer zum Greifen nahen Tierwelt begeistern wird. Wichtig für diese Wanderung ist lediglich gutes Schuhwerk. Ich empfehle für diese Tour Schuhwerk, das die Knöchel schützt und vor allem über eine gute Sohle verfügt. Aktuell gibt es für den gut sortierten Outdoorhändler naturzeit.com lohnende Aktionen. Ein Schuh, der es mir angetan hat (vielleicht aufgrund des ursprünglichen Charakters) ist der Meindl Guffert GTX. Kein billiger Schuh, aber ein Schuh, der sich gut trägt, tolle Eigenschaften hat und meiner Meinung nach optisch was hergibt. Aber das wiederum ist natürlich Geschmacksache.

Wegstrecke 9,9km
Gehzeit 4-5 Stunden
Höhenmeter 1.011m
Höchster Punkt Hallgehrenjoch (1.928m)
Einkehrmöglichkeiten Sonnenalm, Otto Mayr Hütte, Füssener Hütte, Musauer Alm
Parkmöglichkeiten Auer

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

Tannheimer Tal - Höhenmeter

 

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Tannheimer Berge – 5 Jungs, 4 Hütten, 3 Touren und …

Das Tannheimer Tal und seine Berge liegen im schönen Tirol und gehören zu den Allgäuer Alpen. Bekannt ist das schöne Tal für seine beeindruckenden Gipfel und seine landschaftliche Schönheit. Beeindruckend ist aber vor allem die Vielfalt an Möglichkeiten mit dem das Tannheimer Tal aufwarten kann. Hier findet wirklich jeder etwas für seinen Geschmack – egal, ob Biker, Kletterer oder Wanderfreund.

 

Wie jedes Jahr, habe ich auch in diesem Jahr für mich und 4 Jungs (13-14 Jahre alt) eine „Bleibe“ in den Bergen gesucht. Dabei haben wir natürlich bereits fixe Vorstellungen:

  • Selbstversorgung ist Pflicht
  • Möglichst ruhige Lage
  • Möglichst hohe Lage
  • Einsamkeit und die Möglichkeit für schöne Touren

Die unsichere Wetterlage hat uns dazu bewogen, Hütten oberhalb von 2.000 Höhenmeter auszugrenzen und so sind wir recht bald fündig geworden und sind auf die schöne Willi Merkl Hütte gestoßen. Die vor allem auch für meinen Bruder (Down-Syndrom), der zu Fuße nicht ganz so fit ist, ein ideales Ziel sein sollte. Von hier aus sollten schöne Touren und Wanderungen möglich sein und für mich sollte sich ein Sonnenaufgang auf der schönen Kellenspitze an einem der Tage ausgehen. So der Plan. Aber es kommt nicht selten anders, als man denkt.

Willi Merkl Hütte
Willi Merkl Hütte

Ausgangspunkt Grän / Talstation Gondelbahn

 

Ausgangspunkt für uns war die Talstation der Gondelbahn in Grän. Von hier aus ging es mit der Bahn bergwärts zur Sonnenalm. Die Sonnenalm ist gleichzeitig auch die Bergstation der Gondelbahn. Natürlich hätte man auch vom Tal aus aufsteigen können, aber zum einen lieben wiralle das Hochgebirge und zum anderen ist der Aufstieg über den Güterweg kein echtes Highlight.

Von der Bahn aus kann man bereits die herrliche Bergwelt der Tannheimer Berge bewundern. Die Läuferspitze rechts von der Sonnenalm lässt bereits erahnen, wie kantig und markant die Gipfel hier sein können. Links der Bergstation liegen die beliebten Ziele Sefenspitze und Sebenspitze. Nicht ohne Grund, denn mit wenig Schwierigkeit und Anspruch können hier in kurzer Zeit schöne Gipfel im Mittelgebirge erklommen werden.

Sonnenalm - Tannheimer Berge
Sonnenalm – Tannheimer Berge

Über das Hallergehrenjoch zur Willi Merkl Hütte

 

Spätestens wenn man die Gondel an der Bergstation verlässt, ist man verzaubert von der landschaftlichen Schönheit, mit der die Tannheimer Berge aufwarten können. Nicht ohne Grund ist man hier daher selten allein und muss sich dieses Paradies mit anderen Naturliebhabern teilen.

Unterhalb der Läuferspitze – meinem Bruder war der Anstieg optisch doch zu viel – geht es zum Reintal Joch. Ein wirklich lohnendes erstes Ziel, denn spätestens ab hier ist man wirklich begeistert, denn man überblickt von hier aus das gesamte Reintal und die mächtige Bergwelt. Links der Blick zur Großen Schlicke und rechts der Blick zu den mächtigen und beliebten Kletterzielen, wie Schartschrofen, Gimpel und Köllenspitze. Und nicht zu vergessen der Blick ins langgezogene Reintal direkt vor den Füßen.

Vom Reintal Joch geht es direkt unterhalb der Läuferspitze in Richtung Schartschrofen. Hier sollte man ruhige und leise wandern, denn hier kann man das Steinwild normalerweise zahlreich bewundern. Wir hatten Glück und das Steinwild war quasi zum Greifen nahe. Ein wunderschöner Anblick, der nicht nur mich begeistert hat.

Halgehrenjoch
Halgehrenjoch

Bevor man das Hallgehrenjoch erreicht, wandert man auf der Rückseite dieses Kletterparadieses und wird mit einem wunderschönen Blick auf den Haldensee belohnt. Zwischen Latschenkiefer und über Wurzelwerk geht es zum Hallgehrenjoch. Schartschrofen und seine Freunde haben es mir angetan, aber meinen Bruder zieht es von hier aus talwärts. Vielleicht auch deshalb, da man von hier aus bereits unser Ziel, die Willi Merkl Hütte, erblicken konnte. Schade.

Füssener Hütte
Füssener Hütte

Der Abstieg erfolgt über wunderschönes Gelände, aber dem Boden ist anzumerken, dass er zuletzt etwas viel Wasser abbekommen hat und so wird der Abstieg etwas mühsam. Nicht wegen der Jungs oder mir, sondern vor allem wegen meinem Bruder, der immer wieder ins Rutschen kommt. Fluchend, schimpfend und nicht mehr wirklich ruhig kämpfen wir uns so Hand in Hand in Richtung Hütte. Immer wieder rutschen wir zu Zweit talwärts, statt Schritt für Schritt zu gehen. Aber auch das hat etwas.

Abstieg über Wurzelwerk
Abstieg über Wurzelwerk

Entlang dem Sababach laufen wir nun endlich eben in Richtung Hütte. Die Stimmung hellt sich auf und auch die Freude und Begeisterung kehrt bei meinem Bruder zurück. Aber vor allem der Stolz auf das Geleistete ist beim Blick zurück in sein Gesicht geschrieben.

Die drei Hütten – Füssener Hütte, Otto Mayr Hütte und Willi Merkl Hütte, sind rasch erreicht. Auf der Füssener Hütte belohnen wir uns – die drei Jungs warten hier bereits seit geraumer Zeit ungeduldig – mit einem guten Essen. Der Schweinebraten und der Kaiserschmarren munden perfekt.

Käse und Milch von der Musauer Alm

 

Unsere Hütte, die Willi Merkl Hütte, ist eine Selbstversorger Hütte des AV Friedberg. Eine wirklich schöne, urige Hütte, die vor allem für die nächsten drei Tage uns alleine gehört! Ein Traum. Ein Grund mehr mit zwei Jungs den Weg zur Musauer Alm, die etwas 250 Höhenmeter tiefer und circa 30 Minuten entfernt liegt, zu suchen, um für das Frühstück Käse, Milch und Butter auf den Tisch zu zaubern.

Musauer Alm
Musauer Alm

Ein wunderschöner Waldweg führt direkt von der Otto Mayr Hütte zur Musauer Alm. Auf dem Weg quert ein Reh unseren Weg und ein weiteres äst quasi eine Handlänge von uns entfernt. Die Jungs sind begeistert und man kommt sich beinahe vor wie im Zoo, denn Angst kennt das Getier hier wohl nicht.

Zufriedene Tierwelt
Zufriedene Tierwelt

Die schöne Musauer Alm ist bald erreicht. Wie es aber ein Männerhaushalt gerne so hat, hat er auf gewisse Dinge vergessen und da Milch nicht in den Händen transportiert werden kann, muss auf diese verzichtet werden, aber auf leckeren Käse verzichten wir nicht!

Beim Rückweg träume ich bereits vom Sonnenaufgang auf der Kellespitze (Köllenspitze), die ich am nächsten Morgen in Angriff nehmen möchte. So zumindest mein Plan, der aber bei Erreichen unserer Unterkunft immer weiter in Ferne rückt, denn kaum schließen wir die Türen hinter uns, scheint die Sintflut ihre Heimat gefunden zu haben. Uriges „Geprassel“ auf dem Dach, den Fenstersimsen und der Hauswand beeindrucken uns alle.

Nach einem leckeren, selbstgemachten Rösti geht es an den Spielabend wie es sich für einen richtigen Hüttenaufenthalt gehört. Der Regen spielt mit, soviel steht fest, noch aber hoffe ich auf den nächsten Morgen und ein baldiges Ende der Sintflut. Aber spätestens mit der Einkehrenden Nachtruhe wird mir klar, dass ich keinen Wecker stellen muss. Denn der Himmel hat offensichtlich Wasser in Hülle und Fülle zur Verfügung.

Leckeres Rösti
Leckeres Rösti

Es kommt immer anders als man denkt …

 

…denn als ich am früheren Morgen, aber leider zu spät für eine schöne Gipfeltour in den Sonnenaufgang, vor die Hütte trete, ärgere ich mich über mich selbst, denn vom Regen, den Wolken und der Sintflut ist keine Spur mehr. Ein traumhaft schöner Tag steht bevor. Die kurze Zeit, die mir verbleibt, bevor es an das Frühstück geht, nütze ich und steige auf zum Hallergehrenjoch. Die aufgehende Sonne verzaubert die Felswände und lässt sie in rötlichem Licht erscheinen. Die Felswände der Berge leuchten, als ob man in den Dolomiten wäre. Ein Traum!

Sonnenaufgang - Gehrenspitze
Sonnenaufgang – Gehrenspitze
Schartschrofen in roten Farben
Schartschrofen in roten Farben

Nach dem tollen Bergler-Frühstück auf der Hütte machen wir uns auf den Weg zur Vilser Scharte, die über einen schönen Berg- und Wiesenweg direkt von der Hütte aus erreicht werden kann. Unser eigentliches Ziel, die Große Schlicke, klammern wir für meinen Bruder aus, ihn zieht es einmal mehr in Richtung Verpflegungsstation und so wandern wir zurück in Richtung Sonnenalm. Was aber auch die Jungs glücklich macht, denn hier gibt es WLAN und ein Netz 🙂 Beides ist im Reintal nicht verfügbar und so sind alle glücklich und zufrieden.

Für mich ist hier jedoch beinahe etwas zu viel los, offensichtlich wissen auch viele andere um die Schönheit der Tannheimer Berge.

Beim Rückweg zur Hütte entdecken wir das Geschenk des Regens, Schwammerl in Hülle und Fülle und so ist klar, dass sich vor dem Abendessen ein Sammeltrupp auf den Weg machen wird. Zwei Jungs und ich machen uns direkt von Hütte aus auf den Weg in Wald und sammeln für das leckere Abendessen. Und wirklich lange suchen muss man hier nicht, Schwammerl gibt es hier zur Genüge.

Eine leckere Schwammerpfanne rundet so einen schönen Grillabend auf der herrlichen Terrasse mit Blick auf die markante Bergwelt bei Sonnenschein ab. Was will man mehr.

Leckere Schwammerlpfanne
Leckere Schwammerlpfanne

Mit einem herrlichen Spieleabend ohne WLAN und Netz rundet den wunderschönen Tag in den Bergen ab.

Dunkle Wolken als Ansporn

 

Die Wetterprognose hält was sie verspricht, unsicheres Berg- und Sommerwetter. Dunkle Wolken türmen sich hinter den schönen Gipfeln auf, noch haben wir Sonne bei unserem Frühstück, aber wenn wir trocken zurück ins Tal kehren wollen, dann müssen wir zeitig aufbrechen. Mein Bruder, der Wasser und Regen scheut, ist heute richtig gut zu Fuß und macht Tempo. Vielleicht auch deshalb, weil er sich seinem Rucksack entledigt hat und diesen mir in die Hände gedrückt hat. Bei strahlendem Sonnenschein geht es früh am Morgen durch die herrliche Bergwelt zurück zur Bergstation der Gondelbahn. Die Jungs eilen in einem Höllentempo voraus, denn sie möchten auf die Bahnfahrt verzichten und zu Fuß absteigen. Ein Ziel, das sie auch erreichen, dass sie aber auch in den Beinen spüren. Mit Wehmut steigen mein Bruder und ich in die Gondelbahn und fahren ins Tal hinab. Schade, dass für die Köllenspitze das Wetter zu unsicher war. Aber heute ist nicht aller Tage Abend und das letzte Mal war ich hier mit Sicherheit nicht, denn Kelleschrofen, Köllenspitze und Gimpel haben mich zu sehr beeindruckt.

Herrliche Tage in der Bergwelt finden so ihr Ende, aber eines ist klar, schon bald machen wir uns alle wieder auf den Weg und machen die Berge unsicher. Unsere letztjährige Hochtour zur Neuen Reutlinger Hütte, der östlichen Eisentalerspitze und die diesjährige Tour waren zu schön, um …. die Jungs sind auf den Geschmack gekommen und haben bereits ein neues Ziel ins Auge gefasst, Hüttentage im Winter …

Weiterführende Informationen und Berichte über die Region:

Vor allem für die Kletterer unter Euch möchte ich den Bericht von Magazin „Bergzeit“ empfehlen! Beim nächsten Besuch im Tannheimer Tal – der bestimmt ansteht – werde ich mich auch wieder ins Abenteuer wie im Magazin „Bergzeit“ beschrieben stürzen:

http://www.bergzeit.de/magazin/klettern-rote-flueh-sturm-im-paradies-tannheimer/

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Besuch eines alten Bekannten – Großer Widderstein (2.533m)

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Einmal im Jahr sollte man alte Bekannte doch besuchen? Der Große Widderstein gehört zu jenen Bekannten, die ich liebend gerne besuche. Immer dann, wenn die Zeit knapp ist und ich aber dennoch etwas Besonderes erleben möchte. Der Große Widderstein thront am Rande der Allgäuer Alpen und besticht durch seine mächtige Erscheinung. Ein begehrtes Ziel für Viele. Daher bekommt er von mir nur unter der Woche Besuch!

Ausgangspunkt – Hochtannberg

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Hochtannbergpass. Bereits hier hat man das Flair von Hochgebirge und wär im Frühsommer unterwegs ist, der wird mit einer herrlichen Blüten-/Blumenpracht beschenkt. Was im Moment der Fall ist. Die unten im Bericht angeführten Zeitangaben beziehen sich auf „normale“ Bergtourengeher. Wer etwas geübter ist, der bewältigt diese Tour deutlich rasanter.

Vorbemerkung

 

Der Große Widderstein wird gerne als schwierig eingestuft. Der Gipfel erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, aber es gibt deutlich schwierigere Gipfelziele. Das Problem des Widderstein ist vor allem der Steinschlag, der durch andere Wanderer oder Steinwild ausgelöst werden kann. Der Aufstieg erfolgt in einer engen Schneise und daher sollte diese Gefahr nicht unterschätzt werden. Bei feuchten Verhältnissen können zudem die Felsen, Steine und Passagen sehr rutschig sein. Hier gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen.

Aufstieg zur Widderstein Hütte

 

Vom Hochtannbergpass steigt man über herrliche Alpwiesen hoch in Richtung Widderstein und Widdersteinhütte. Der Blick nach Warth, zum Karhorn, zur Mohnenfluh und anderen erhabenen Gipfeln hier in der Region ist beeindruckend.

Die Pflanzenvielfalt, die man hier vorfindet ist beeindruckend. Wer Kräuter sammeln möchte und das noch mit Hochgebirgsflair, der ist hier richtig! Hier gibt es so einige Heilkräuter, die die Kraft der Berge in sich tragen.

Zur Widdersteinhütte ist es nicht weit, in weniger als 45 Minuten ist diese erreicht. Kurz vor der Hütte gabelt sich der Weg. Hier hält man sich links in Richtung Bregenzerwald.

 

Gipfelsturm – Großer Widderstein

 

Nach nur wenigen Schritten auf diesem Pfad gabelt sich der Weg erneut. Hier steigt man nun ein in den Gipfelsturm zu diesem erhabenen Gipfel. Anfänglich geht es über Schotter hoch bis zu den Felswänden des Großen Widderstein.

Dort angekommen steigt man in der Schneise zwischen den Felsen langsam hoch in Richtung Großer Widderstein. Immer wieder mal heißt es etwas Hand anlegen, aber man muss kein geübter Bergsteiger sein, um diese Passagen zu bewältigen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber Grundvoraussetzung für den Großen Widderstein.

In der Schneise gilt es immer wieder darauf zu achten, ob Steinwild die Passagen quert oder andere Gipfelstürmer wieder absteigen, denn Steinschlag ist hier kein guter Begleiter. Umgekehrt gilt, wer absteigt, bitte vorsichtig absteigen und nach Möglichkeit keine Steine lösen, denn diese stellen eine Gefahr für die Aufsteigenden dar.

Der Aufstieg auf den Großen Widderstein ist wunderschön und erfreut ein jedes Bergsteigerherz. Auch der Gipfel ist überraschend schnell erreicht. Der Blick, das Panorama des Großen Widderstein sind einmalig und an schönen Tagen hat man hier das Gefühl die kompletten Alpen überblicken zu können. Ein wahrlich beeindruckender Gipfel.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Wege, es sei denn man macht bei der Widdersteinhütte einen Einkehrschwung, was durchaus empfehlenswert ist. Aber der Weg ändert sich dadurch nur unwesentlich J

 

Wegstrecke 5,9km
Gehzeit 3-4 Stunden
Höhenmeter 882m
Höchster Punkt Großer Widderstein (2.533m)
Einkehrmöglichkeiten Widdersteinhütte
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Hochtannbergpass

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
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Feuerstätter (1.645m) – der Allgäu von seiner schönsten Seite

Der Feuerstätter (1.645m) ist vor allem im Winter für herrliche Skitouren und Schneeschuhtouren bekannt. Ein idealer Gipfel für Anfänger und den Tourenauftakt und ein Gipfel mit nicht selten ausgezeichneten Schneeverhältnissen. Aber der Feuerstätter und seine Umgebung begeistern auch in den anderen Jahreszeiten und laden zu herrlichen Wanderungen ein.

Gschwend – Ausgangspunkt im Winter und Sommer

 

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist die Parzelle Gschwend bei Balderschwang. Direkt von der Hauptstraße nach Balderschwang führt in der Parzelle Gschwend ein kleiner, schmaler Güterweg zum Bauhof beziehungsweise zur Bolgenach. Unmittelbar nach der Brücke, die über die Bolgenach führt, gibt es einige wenige Parkplätze, die ideal als Ausgangspunkt für diese Tour sind.

Herrliche Alpen und der Lappbach

 

Unmittelbar nach dem Parkplatz quert man den wild rauschenden Lappbach und wandert über schöne Alpwiesen sanft ansteigend hoch, vorbei an der Lappbachalpe. Über einen wunderschönen Wald- und Wiesenweg geht es hoch zur Stadelmannburstalpe. Die Alpe liegt am Fuße des Burstkopf und bietet einen schönen Blick auf die umliegende Bergwelt. Ein herrlicher Platz für eine Alpe. Ab hier geht es über Alpwiesen bis zum nächsten Waldstück weiter. Nach dem Waldstück geht es rechter Hand hoch in Richtung Burstkopf.

Burstkopf (1.559m) – das erste Ziel …

 

Ab der Stadelmannburstalpe geht es anfänglich über einen schmalen Waldweg, später über schöne Alpwiesen hoch zum ersten Aussichtspunkt dieser Tour, den Burstkopf. Ein herrlicher Blick über den Vorderen Bregenzerwald, Balderschwang und die Nagelfluhkette sind das Geschenk für den Aufstieg auf diesen schönen Gipfel. Über die westliche Flanke steigt man wieder ab und wandert weiter bis zu Gmeiners Burstalpe.

Auf dem höchsten Punkt – Feuerstätter

 

Ab hier schlängelt sich der Weg hoch zum Feuerstätter. Ein versteckter, aber schöner Gipfel, der einen schönen Blick auf die umliegende Bergwelt bietet. Zu Füßen des Gipfel liegt die bekannte und viel besuchte Burglhütte.

Rückkehr auf der anderen Seite des Lappbach

 

Vom Gipfel steigt man ab und passiert die Bereuters-Neualpe und anschließend Vögels-Neualpe. Beim Sättele wechselt man auf die andere Talseite und hat einen herrlichen Blick auf den zurückgelegten Weg. Unterhalb der Unterschelpen Alpe quert man den Lappbach und wandert weiter bis zur Fuchshütte. Hier geht es entlang dem Güterweg vorbei an der Bodenseehütte zurück zum Ausgangspunkt.

Eine schöne Tour, die gut auch mit Kindern bewältigt werden kann und zudem einige Einkehrmöglichkeiten bietet.

Daten :

  • Wegstrecke: 13,1km
  • Höhenmeter: 917m
  • Höchster Punkt: 1.645m
  • Parkmöglichkeit: Parzelle Gschwend
  • Einkehrmöglichkeiten: Burglshütte, Bodenseehütte, diverse Alpen

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Hoch Häderich (1.565m) – „Blumen sind das Lächeln der Erde.“ Emerson

Der Hoch Häderich (1.565m) ist ein Gipfel in den Allgäuer Alpen und gehört zu den beliebten Ausflugs-/Wanderzielen im Vorderen Bregenzerwald. Im Winter ist die Alpenarena bekannt für die schöne Langlaufloipe und das familienfreundliche Skigebiet. Zu den anderen Jahreszeiten ist die Gegend um den Hoch Häderich ein kleines Paradies für Naturliebhaber.

Hoch Häderich – einmal anders

 

Der Hoch Häderich wird vor allem von der nördlichen Seite her „gestürmt“. Kein Wunder, denn der Anstieg ist von dieser Seite etwas „sanfter“ und zudem von schönen Einkehrmöglichkeiten umrahmt. Wer das liebt, der bleibt im Norden. Mir persönlich ist der Süden lieber J

Einstieg für die hier angeführte Tour ist das Lecknertal. Direkt bei der Mautstelle oder knapp davor kann das Auto geparkt werden. Gleich danach führt ein kleiner Wald- und Wiesenweg links den Hang hoch. Geradeaus geht es weiter Richtung Lecknertal, Koppachstein und andere herrliche Wandervergnügen.

Alpwiesen wie zu alten Zeiten

 

Nachdem man sich durch den Wald hochgearbeitet hat, nicht ohne vom herrlichen Geräusch der rauschenden Bergbäche begleitet zu werden, erreicht man die Alpwiesen der Streichbrunnenalpe. Die Wiesen hier sind mit einer Vielfalt an Blütenpracht übersäht, die man heute kaum mehr findet. Ein guter Grund sein Tempo etwas zu verlangsamen und zu genießen. Die Wiesen sind durchzogen von kleinen rauschenden Bächlein, die sich ins Tale stürzen. Ein herrlicher Anblick.

Die Lochalpe unterhalb des Hoch Häderich

 

Kurvenreich und stet steigend geht es weiter hoch in Richtung Hoch Häderich. Erneut passiert man herrliche Alpwiesen und erreicht erfüllt vom schönen Anblick die Lochalpe. Über einen schmalen Wiesenweg geht es nun westlich vom Gipfel weiter bergwärts, bis man erneut in den lichten Wald eintritt. Der Blick ins Tal, das Lecknertal und den Vorderen Bregenzerwald ist ein weiteres Highlight dieser schönen Tour. Auf dem schönen Waldweg läuft man nun westlich hoch, bis man die Hauptroute (die Route des Nordens) erreicht, und kann nun dieser Folgen, bis man den Gipfel des Hoch Häderich erreicht.

Abstieg ins Lecknertal

 

Unterhalb des Gipfels zweigt sich der Weg. Hier wählt man nicht die Aufstiegsvariante, sondern den scheinbar direkten Weg ins Lecknertal. Immerhin geht es talwärts. Vorbei an der Urschlabodenalpe geht es talwärts. Bis man den Forstweg der Schwarzenberger-Plattenalpe erreicht. Auf diesem geht es nun in Richtung Lecknertal vorbei an der Ohligschwendalpe. In nur wenigen Minuten erreicht man den Fahrweg (mautpflichtig) des Lecknertals und wandert über herrliche Wege zurück zum Ausgangspunkt.

Eine landschaftlich beeindruckende Tour, die auch mit Kindern gut bewandert werden kann, wenngleich für diese die nördliche Variante vielleicht die etwas interessantere ist.

Daten :

  • Wegstrecke: 7,8km
  • Höhenmeter: 736m
  • Höchster Punkt: 1.565m
Hoch Häderich
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

 

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