Archiv der Kategorie: Laternsertal

Bilderbuch Abschied vom Winter – Laternsertal

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Es herbstelt … Eindrücke vom Herbst in den Bergen

 

Gehrenfalben: Was hilft aller Sonnenaufgang,…

Gehrenfalben: Drei Alpen und ein schöner Gipfel

 

„Der Herbst ist ein zweiter Frühling,

wo jedes Blatt zur Blüte wird.“

Albert Camus

 

 

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Vis-a-vis vom Walserkamm – kurz, knackig und schön

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Der Walserkamm, der den südlichen Grenzpflock zum Laternsertal bildet, ist vielen ein Begriff. Wunderschöne Touren und Wanderungen sind hier möglich. Der Gehrenfalben – vis-a-vis – ist vielen noch ein Begriff, aber wenn es dem Kamm entlang ostwärts geht, dann wird es schon ruhiger und stiller. Die meisten wählen die Route über die Gärviserhöhe zurück nach Bad Laterns, für alle, die etwas ruhiges, kurzes oder vielleicht einen Trail suchen, ist diese Route hier eine Möglichkeit.

Vorbemerkung

 

Diese Variante ist kurz und knackig, also keine ausgedehnte Wanderung. Ich nehme diese gerne als Trail und versuche mich hier im Berglauf, wenn mir hier gerade danach ist. Landschaftlich ist die Tour wunderschön und bietet schöne Blicke auf die umliegende Bergwelt und auf dem Kamm reicht der Blick bis weit über den Bodensee hinaus. Die hier angeführte Variante führt oft über Stock und Stein und keine klassischen Wanderwege und auf dem Kamm entlang muss manches mal etwas Hand angelegt werden – nicht schwierig und keine Herausforderung – aber eben nicht jedermanns Sache.

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz unmittelbar nach dem Furkajoch – also nicht direkt beim Kiosk parken, sondern 500m weiter in Richtung Damüls fahren und dort parkieren.

Von hier aus steigt man kurz in Richtung Portlaalpe auf. Nach etwas 500 Metern zweigt links ein markierter Wanderweg ab, der zurück in Richtung Furkajoch führt. Dieser ist für die hier beschriebene Tour der richtige Pfad – wär später nicht ohne Markierung wandern möchte, der kann auch über die Portlaalpe aufsteigen und quasi die spätere Abstiegsroute, auch als Aufstiegsroute wählen.

Über diesen Gebirgsweg läuft man zurück bis oberhalb des Parkplatzes, ab hier heißt es, rechter Hand quer Feld ein aufsteigen bis hoch zum Sattel. Wegbeschreibung dafür gibt es keine und hier muss man sich selbst die Route bahnen, aber mit dem Ziel vor Augen, stellt diese kein großes Problem dar.

Auf dem Kamm angelangt, trifft man nun auch wieder auf einen wenig begangenen alpinen Weg, der hoch zum namenlosen Gipfel führt. Ab und dann muss man kleine Felsen überwinden, die aber zum Spaß und zur Freude dazugehören. An feuchten Tagen kann es hier in den steil abfallenden Wiesen sehr rutschig sein, immer wieder kann es hier schneller zu Tale gehen, als gewünscht.

Auf dem Gipfel angelangt, trifft man nun auch auf den alpinen Weg, der über die Portlaalpe hier hoch führt – bekannt auch als Stechweidweg. Entlang diesem geht es nun westlich orientiert weiter Richtung Gehrenfalben. Entlang dem Kamm hat man einen schönen Blick auf Hoher Freschen, den Bodensee und den Walserkamm.

Wer hier ruhig ist, also auch den Trail ohne zu Lärmen hinter sich bringt, der kann hier in der Regel bei Dämmerung Steinwild in Hülle und Fülle entdecken.

Mir gefällt der Pfad zum Gehrenfalben sehr gut, da man den Weg immer wieder mal suchen muss und auf der anderen Seite auch dann und wann das eine oder andere Hindernis in Form von Felsen, Latschenkiefer oder ähnlichem hinter sich bringen muss. Das macht Spaß!

Ohne viel auf und ab geht es beinahe eben hinüber zum Gehrenfalben. Auf dem Gehrenfalben angelangt kann man die schöne Aussicht in vollen Zügen genießen und nach einer kurzen Pause dem Kamm entlang wieder Richtung Parkplatz zurückkehren. Allerdings steigt man dieses Mal über die Portlaalpe ab.

Eine schöne Variante, die für eine kurze Wanderung ideal ist, aber auch als Trail Spaß macht und für den Einstieg optimal ist. Landschaftlich ist die Gegend hier sehr reizvoll und kann mit einer schönen Artenvielfalt aufwarten. Auch für Kinder ist diese Route bestens geeignet, denn es gilt ab und dann nicht nur den Weg zu entdecken, wie ein Indianer, sondern es gibt auch viel anderes zu sehen.

 

Wegstrecke 6,6km
Gehzeit 2 ½ – 3 ½ (als Berglauf natürlich deutlich flotter J)
Höhenmeter 385hm
Höchster Punkt Gehrenfalben (1.938m)
Einkehrmöglichkeiten Unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz, unterhalb des Furkapass

 

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Vier Walser und nur ein Kamm …

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Keine Sorge das hier ist kein Bericht über vier seltsame Walser „Buaba“ oder gar „Meigga“, die auf der Suche sind, sondern ein Bericht über vier schöne Gipfel im Walserkamm. Sie gehören zusammen, wie die Faust auf das Auge oder ähnlich. Wie auch immer, schön sind sie alle mal.

Ausgangspunkt – Furkajoch

Ausgangspunkt für diese schöne Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Furkajoch (Verbindungspass zwischen Damüls und Laterns).

Aufstieg zur Löffelspitze

 

Über die Löffelspitze und das Pfrondhorn, die hier direkt um das Eck liegen, habe ich bereits öfters geschrieben. Der Aufstieg vom Furkajoch zum Sattel ist einfach und ohne Probleme zu bewältigen. Für den Weg hoch zur Löffelspitze geht es jetzt nun dem Kamm entlang. Manch einer würde sagen Grat, das ist es für mich noch nicht. Aber dennoch: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte man für diese Tour mitbringen, denn der Weg führt am Kamm entlang und ist nicht immer von schlechten Eltern. Die „kritischen“ Stellen sind allerdings mit Stahlseil versehen, wenn auch die Optik nicht immer vertrauenserweckend ist, mit etwas Achtsamkeit stellt aber keine Stelle ein echtes Problem dar.

Die Löffelspitze ist über den Kamm bald erreicht. Von hier aus blickt man bereits auf die nächsten Ziele: Mutabellspitze, Gerenspitz und Kreuzspitz. Der Blick ins Rheintal ist ein Traum und der weitere Weg kann von hier aus bestens eingesehen werden, denn er führt weiter dem Kamm entlang.

 

Auf zur Mutabellspitze

 

Das nächste Ziel, die Mutabellspitze ist ein Grashügel, kaum der Rede wert, aber gehört zum Walserkamm, also auch zu dieser Tour und der Übergang von der Löffelspitze zur Mutabellspitze ist der schönste Teil der Tour, denn er beinhaltet leichte Kraxelei.

Kurz steigt man auf dem normalen Bergweg ab, bevor dieser aber an Höhe verliert und zur Sentum Alpe hinab führt, zweigt man rechts auf den Kamm ab und geht diesem weiter entlang. In der Mitte des Kamms gilt es einen Felsschrofen zu überwinden, der leichte Kraxelei erfordert. Es sind Stahlseile vorhanden, aber einen wirklich sicheren Eindruck machen sie nicht. Aber der Fels, der sich in den Weg stellt, kann auch so gut überwunden werden.

Der anschließende Aufstieg ist dann rasch bewältigt und man steht schon auf der Mutabella.

Übergang zur Gerenspitz

 

Dem Kamm entlang geht es nun hinab auf den Sattel. Hier schenkt man einige Höhenmeter her, hat aber einen herrlichen Blick auf das Laternsertal und die umliegenden Gipfel. Vom Sattel aus geht es nun auf einem schönen Gebirgsweg hoch zur Gerenspitz. Eigentlich für mich ein toller Skitourenberg, da er herrliche Hänge für Abfahrten im Pulver bietet. Aber er kann auch im Frühsommer etwas.

Ab zur Kreuzspitze

 

Im Rücken der Gerenspitz thront bereits die Kreuzspitze. Erneut heißt es nicht den üblichen Wegen folgen, sondern über den Kamm aufsteigen. Ähnlich wie zur Löffelspitze muss man dann und wann etwas Hand anlegen, aber auch hier gilt, wer Achtsam ist und etwas Übung hat, für den stellt der Gipfelsturm kein Problem dar. Dennoch: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind auch hier Voraussetzung.

Mit Erreichen des Gipfelkreuzes erreicht man auch einen herrlichen Aussichtspunkt, der zu einer kleinen Rast einlädt.

Eigentlich wollte ich die Tour als Rundtour anlegen, aber mir hat die Begehung des Walserkammes so gut gefallen, dass ich über gleichem Wege zurück wandere.

Tipp für eine Rundtour

 

Wer die Tour aber lieber als Rundtour macht, der steigt zwischen Mutabella und Gerenspitz zur Oberen Frutz Alpe ab und wandert von dort unterhalb des Kammes über die Gampernest Alpe zurück zum Furkajoch.

 

Wegstrecke 8,6km
Gehzeit 3-4 Stunden
Höhenmeter 677m
Höchster Punkt Löffelspitze (1.962m)
Einkehrmöglichkeiten bei der Rundtour auf den Alpen, ansonsten auf dem Furkajoch
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Furkajoch
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

 

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Gehrenfalben: Was hilft aller Sonnenaufgang, …

…wenn wir nicht aufstehen. Der Gehrenfalben ist ein idealer Gipfel im Laternsertal für einen herrlichen Sonnenaufgang. Seine östliche Flanke ist frei und auch der Rest um ihn herum bietet das ideale Panorama. Für viele ist er daher ein Gipfel für die frühen Morgenstunden – sowohl im Winter (Skitour), als auch zu anderen Jahreszeiten (Wanderung).

Der Gehrenfalben

 

Ist ein schöner Gipfel am Ende des Laternsertal. In meinem Blog findet ihr bereits einige Tourenbeschreibungen, aber auch schöne Skitouren, die auf diesen Gipfel führen. Er ist 1938 Höhenmeter hoch und bietet eine herrliche Fernsicht. Nördlich liegen die Hohe Matona, der Hohe Freschen und der Bodensee. Östlich blickt man auf die Damülser Mittagsspitze, das Glatthorn und den Zitterklapfen. Südlich liegen die Löffelspitze, die Tälispitze und der Hohe Fraßen. Westlich blickt man in die Schweiz (Säntis).

Tourenbeschreibung

 

Noch ist die Furkajochstraße – die Verbindung zwischen Damüls und Laterns – gesperrt. Daher ist der Ausgangspunkt der Wanderparkplatz beim Bädle in Bad Innerlaterns. Entlang dem Garnitzabach geht es hoch bis kurz vor die Vordere Garnitzaalpe. Hier steigt man (kein markierter Weg – wir gehen hier die übliche Skitourenroute) über Alpwiesen, Wald und moosiges Gelände hoch bis zum Güterweg, der bis zur Gärviseralpe führt.

Bei der Gärviseralpe steigt man nicht zur Gärviserhöhe auf, sondern hält sich südlich (rechts) und geht unterhalb des Gipfels des Gehrenfalbens entlang. Über lichten Wald steigt man auf bis zum Sattel, der auch eine Weggabelung darstellt, auf. Die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel steigt man steil über Wiesen auf, bis man endlich vor dem Gipfelkreuz des Gehrenfalben steht.

Das Panorama für einen Gipfel dieser Höhe ist beeindruckend und reicht an klaren Tagen bis zum Bodensee. Hier hat man Überblick.

Bis zur Weggabelung steigt man wieder ab, geht aber hier weiter bis zur Neugerachalpe. Eine Alpe, die wirklich schön liegt. Nach der Alpe quert man kurz die Furkajochstraße, steigt dann aber durch dicht bewaldetes Gebiet ab bis zur Agtawaldalpe ab.

Nur noch leicht fallend führt der Weg ab hier zurück zum Bädle in Bad Innterlaterns.

 Mit Kindern:

Bestens geeignet auch für Kinder – am besten jedoch darauf warten, dass die Alpen, die auf dem Weg liegen besetzt sind.

  • Zeitbedarf: normales Gehtempo: 4 ½ Stunden zügig: 2 ½ – 3 Stunden
  • Wegstrecke: 11 km
  • Höhenmeter: 958m
  • Einkehrmöglichkeiten:  Bädle in Bad Innerlaterns
  • Parkmöglichkeiten:  direkt beim Bädle
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

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Hohe Matona: Wo die Liebe hinfällt…

Wer meinem Blog liest, der weiß, dass ich die Hohe Matona liebe. Sie macht es mir nicht leicht, auch das kann man aus den bisherigen Berichten herauslesen. Aber Liebe ist nicht einfach, vielleicht gehört das Leiden dazu. Auch heute hat sie mich nicht liebevoll empfangen und doch … manch anderer würde sagen Zeit das Thema aufzuarbeiten …

Therapiearbeit

 

Vielleicht bedarf es wirklich einer kleinen Aufarbeitung des Themas. Die Hohe Matona ist kein Riese unter den Bergen in den Alpen. Sie ist gerade mal 1998m hoch, aber sie hat etwas an sich, das fasziniert. Dazu braucht es offenbar nicht immer Größe. Sie ist keine schmale beeindruckende Zinne, sondern ein etwas breiterer Felsblock, aber wer das Ziel erreicht hat, der ist beeindruckt. Ja, sie hat etwas. Sie hat zwei Gesichter, zur nördlichen Seite liegt das viel besuchte Freschenhaus, auf der anderen Seite die ruhige Landschaft um die Gärviser Alpe herum. Sie flößt keine Angst ein, wie andere Gipfel, aber sie ist, herausfordernd. Die Seite zur Gärviser Alpe ist ihre sanfte Seite, kantig und schroff ist zeigt sie sich Richtung Hoher Freschen. Vielleicht sind das die Gründe, warum sie das Herz vieler ihr Eigen nennen darf und es scheint ihr zu gefallen. Mit mir spielt sie, der Himmel lichtet sich und sie lockt mich an und kurz vor Erreichen des Gipfels hüllt sie sich in Wolken, eisiger Wind und Regen prasseln auf mich herab. Ja, sie ist zickig, die Hohe Matona. Zum einen legt sie einen Zauber über ihre Verehrer, zum anderen zeigt sie ihnen ihre Zähne. Aber dennoch, wo die Liebe hinfällt … oder ist es doch Zeit eine neue Liebe zu suchen. Wer weiß …

Zum Eigentlichen, die Tourenbeschreibung

 

Heute habe mich für eine Rundtour entschieden. Meine letzte Tour auf die Hohe Matona war etwas anders ausgelegt. Von Bad Innerlaterns steige ich auf Richtung Gärviser Alpe. Bereits nach einigen Höhenmeter lässt strömender Regen auf mich nieder. Aber immer wieder lichtet sich der Himmel leicht und so verschwende ich keinen Gedanken daran, umzukehren. Wie so oft empfängt mich die Gärviser Alpe mit eisigem Wind und beinahe Eisregen. Und nicht zuletzt sind die letzten Meter zur Alpe auf Schneefeldern zurückzulegen. Herrlich. Die Hohe Matona hüllt sich in dichte Wolken und zeigt mir einmal mehr ihre kalte Schulter. Ausgefroren wechsle ich meine Kleidung und bin froh, dass ich meiner Vorahnung vertraut habe und auf wirklich alles vorbereitet bin.

Den Anstieg auf die Gärviser Höhe  darf ich ohne Regen, aber mit eisigem Wind in Angriff nehmen. Immer wieder kämpfen sich einzelne Sonnenstrahlen durch und lassen die Gipfel in der Schweiz traumhaft schön erscheinen. Da ist es wieder. Die Hohe Matona scheint mich herauszufordern wollen. Und ja, sie hat es geschafft. Heute soll sie mein sein.

Dem Grat entlang geht es weiter Richtung Hohe Matona. Noch hat sie ihren Mantel um sich gehüllt. Aber heute spielen wir nicht. Eisern kämpfe ich mich durch die Kälte hoch. Unterhalb des Gipfels empfängt mich eine Gams. Nur eine Handlänge ist sie von mir entfernt und posiert vor meiner Kamera. Das ist der Zauber und das Geheimnisvolle, dass ich eingangs beschrieben habe. Kein Wunder, dass mir eine Trennung schwerfällt. Als ich den Gipfel erreiche, hebt sich der Schleier und ich darf meine Hohe Matona bewundern, so wie ich sie liebe.

Beim Gärviser Joch steige ich auf die nördliche Seite, Richtung Freschenhaus ab. Das mache ich nur heute, denn an schönen Tagen ist mir hier eindeutig zu viel los. Über die Untere Saluveralpe und die Hintere und Vordere Garnitzalpe geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Für alle, die meine Liebe nicht teilen…

 

…was ich durchaus verstehen kann, empfehle ich im Tale den Rauch Club in Feldkirch. Am Donnerstag teilt man hier meine Liebe, denn das Motto lautet „love is in the air“. Mit Cocktails, vielen gut gelaunten Menschen und dem zauberhaften Ambiente der Feldkircher Innenstadt, erlebt man hier eine etwas andere Liebe. Sorry, mich hat die Hohe Matona erwischt und irgendwie war ja heute auch bei mir und ihr „love in the air“. Soll heißen: mir meine Hohe Matona, allen anderen das Treiben im Tal. Es sei Euch gegönnt 🙂 … egal was man liebt, man sollte dazu stehen und ich tue es hiermit.

  • Zeitbedarf: normales Tempo: 5h zügig: 3h
  • Wegstrecke: 13,7 km
  • Höhenmeter: 962m
  • Einkehrmöglichkeiten:  Bädle in Bad Innerlaterns
  • Parkmöglichkeiten:  direkt beim Bädle
hohe matona
Quelle: outdooractive.com

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Aufstieg hui, Abfahrt pfui – Skitour auf die Hohe Matona (1.997m)

Aktuelle Schneelage (17.01.2014)

Regen im Rheintal. 5° Plus und die Hoffnung, dass sich in den Bergen ein etwas anderes Bild eröffnet, als Grau in Grau, wie hier im Tal. Ich habe mich für das Laternsertal entschieden. Aber bereits bei der Hinfahrt schwindet meine Hoffnung auf eine schöne Skitour zusehends. Auch in Laterns regnet es und es hat nach wie vor 3° Plus. Erst in Höhe Bad Laterns geht der Regen in nassen Schnee über. Auch nicht schön, aber deutlich besser. Aber es liegen hier knapp 40cm Schnee, die das Tiefdruckgebiet der letzten Woche hier abgeladen hat. Richtig schöner Schneefall und gute Schneeverhältnisse eröffnen sich auf der Garnitza Alpe, die auf 1.272m liegt. Aber auch hier sind die vorhandenen 40cm noch nicht optimal, denn es ist schwerer, feuchter Schnee, der hier vielschichtig liegt. Erst auf Höhe der Unteren Saluver Alpe, die auf 1.565m liegt, geht der Schnee in echten Powder über! Daher meine Empfehlung an alle, die für das Wochenende eine Skitour planen: plant eine Tour oberhalb von 1.500m!

 

Die Tour

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz bei Bad Laterns. Mein Ziel ist die Hohe Matona, allerdings habe ich dieses Mal eine andere Aufstiegsroute geplant, die sich etwas mehr zieht und ja, vielleicht auch etwas mehr fordert, da mit einigen Spitzkehren gearbeitet werden muss. Entlang dem Garnitzenweg geht es hoch in Richtung Vorderer- und Hinterer Garnitza Alpe. Beide Alpen liegen auf einem wunderschönen Hochplateau, das von herrlichen Bergen umgeben ist. Ein Gebiet, das mir sowohl im Winter, als auch im Sommer immer sehr gut gefällt. Ab der Hinteren Garnitza Alpe geht es steil bergauf durch tiefen Schnee hoch in Richtung Untere Saluver Alpe und Lusbühel. Die immer wieder auftauchenden aperen Stellen machen mir etwas Sorgen in Hinblick auf die Abfahrt. Ab der Unteren Saluver Alpe spure ich nicht mehr auf dem üblichen Weg, denn mich reizt der Aufstieg entlang des felsigen Grat hoch zur Hohen Matona. Ein Fehler, wie sich aber leider erst weiter oben herausstellt, denn zwischen den Bäumen liegt kaum Schnee und so ist es kaum eine echte Genusstour, wie man sich das wünschen würde. Aber der Blick auf die umliegenden Gipfel entschädigt für einiges, aber nicht für alles. Mühsam geht es hoch in Richtung Hohe Matona. Allerdings wird es immer felsiger und so muss ich die Skier an den Nagel Rucksack hängen. Der Aufstieg durch die immer wieder bis zu den Knie reichenden Schneefeldern ist mühsam. Aber lohnend alle mal. Das Wetter ist zwar nicht optimal, aber die tief verschneite Landschaft ist einfach schön. Das erste Stück muss ich wieder mit den Skischuhen absteigen, es ist mir einfach zu schade um meine Skier. Aber ab dem Sattel kann ich bis zur Waldgrenze wunderschön abfahren. Aber bereits bei den ersten Kehren durch das bewaldete Gebiet ist klar, mit Skiern geht hier kaum mehr was und so schnalle ich die Skier wieder an den Rucksack und steige mühsam ab in Richtung Vordere Garnitzen Alpe. Eine mühsame Tour, die einen schönen Aufstieg bot, aber einen schrecklichen Abstieg. Erkenntnis: Touren geht im Moment erst ab 1.500 Höhenmeter wirklich gut!

  • Höhenmeter: `923m
  • Wegstrecke: 11,4km
  • Höchster Punkt: Hohe Matona (1.997m)

Fotos zur Tour gibt es wie immer auf Berge in Vorarlberg auf Facebook.

hohe matona

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A piedi – ein Gipfel im Dezember ohne Tourenski – Portlahorn (1.949m)

Aktuelle Schneelage (20.12.2013)

Heute Mittag wird die Verbindung Laterns / Damüls, das Furkajoch, gesperrt. Wintersperre. Grund genug heute nochmals eine Tour vom Pass aus in Angriff zu nehmen. Die Schneelage macht es aber unmöglich an eine Skitour zu denken und der Schnee ist zu hart für Schneeschuhe. Die Sonnenseiten der Gipfel sind bereits wieder grün, nur die Schattenseiten haben noch Knie hoch Schnee. Die Skilifte in Damüls sind zwar in Betrieb, aber richtig schön stelle ich mir das im Moment nicht vor. Aber ab heute Mittag soll es ja Nachschub vom Schönen weiß geben.

 

Die Tour

Ich parkiere mein Auto beim Furkajoch. Die morgendliche Stimmung ist ein Traum. Richtung Bregenzerwald ist der Himmel beinahe klar, im Tal liegt Nebel und von der Schweiz her sind bereits mit kräftigem Wind dunkle Wolken unterwegs. Die Stimmung könnte nicht eindrucksvoller sein. Durch tiefen Schnee kämpfe ich mich auf der westlichen Seite hoch in Richtung Löffelspitze. Immer wieder sinke ich bis zu den Knien im Schnee ein und manches Mal heißt es, auf allen Vieren weiter zu kämpfen. Anstrengend, aber schön. Nach einem mühevollen Aufstieg habe ich den Sattel endlich erreicht. An einen weiteren Aufstieg Richtung Löffelspitze möchte ich nicht denken, denn das würde bedeuten, den Grat auf allen Vieren zu bewältigen. Spätestens hier wäre ich dankbar um meine Schneeschuhe, die sich gemütlich im Auto ausruhen. Die Löffelspitze mit ihrer Sonnenseite ist aper und so beschließe ich, diesen Gipfel in Angriff zu nehmen. Die wenigen Schneefelder, die hier noch auf den Wiesen liegen, sind eisig und hart. Immer wieder rutsche ich mit den Bergschuhen etwas talwärts und so ist der Aufstieg nicht weniger mühsam als zuvor. Aber spätestens als ich den Gipfel erreiche bin ich froh, das ich mich entschieden habe durchzuhalten, denn das Wetterspiel ist heute einzigartig. Mit starkem Wind zieht der Nebel langsam über die Gipfel hinweg und die dunklen Wolken aus der Schweiz kommen in einem Höllentempo auf den Gipfel zu. Ein Traum! Ein Traum, den man selten so erleben darf. Der Abstieg erfolgt in dichtem Nebel und bei starkem Wind. Und er ist nicht weniger anstrengend als der Aufstieg, aber es hat sich einmal mehr gelohnt!

  • Höhenmeter: 225m
  • Wegstrecke: 2,5km
  • Höchster Punkt: Pfrondhorn (1.949m)

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Kaiserwetter in den Bergen – oft kommt es anders als man denkt ….

Aktuelle Schneelage (13.12.2013)

Im Rheintal liegt dichter Nebel, Temperaturen von -5° und keine Aussicht auf Besserung. Ein Grund die Feller und Skier in das Auto zu packen und das Glück in der Höhe zu versuchen. Einmal mehr habe ich als Tourenziele die Gerenspitz und die Hohe Matona (diese wollte meinen Besuch in der letzten Woche schon nicht) auserkoren. Kaum habe ich Batschuns erreicht, lichtet sich der Nebel und eines ist klar, das Wetter ist ein Traum. Allerdings sehen die Gipfel sehr aper aus, diese hatten wohl in den letzten Tagen etwas zu sehr mit der wärmenden Sonne zu kämpfen. Die Skilifte in Laterns haben zwar geöffnet, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es hier heute wirklich der „Burner“ ist. Auch das Furkajoch hat noch keine Wintersperre und so fahre ich weiter hoch, in der Hoffnung etwas mehr Schnee zu sehen zu bekommen. Noch ist nicht daran zu denken, die Tourenskier anzuschnallen. Bei der Portlaalpe parkiere ich mein Auto, die Sonne und die schöne Winterlandschaft sind einfach zu verlockend. Die Skier schnalle ich an den Rucksack und so geht es auf Skischuhen hoch zu meinen Gipfeln! Bergschuhe oder Schneeschuhe wären heute die bessere Alternative gewesen …

Die Tour

Bei der Portlaalpe steige ich auf in Richtung Sattel. Das Portlahorn sieht sehr aper aus und so wähle ich die Route zur linken Hand, den Stechweidweg, der bis zum Gehrenfalben führt. Das Wetter ist ein Traum, die Sonne entfaltet ihre volle Kraft und die Gipfel sind mit Schönem weiß angezuckert. Der Aufstieg in den Skischuhen ist zwar nicht wirklich nach meinem Geschmack, aber das Wetter hat einen Gipfel verdient. Bis zum Knie sinke ich immer wieder ein und die warme Sonne – oder ist es doch der mühsame Aufstieg – treiben mir den Schweiß ins Gesicht. Der Blick ins Rheintal ist heute besonders schön – im Tal liegt dichter Nebel und das läßt erahnen, dass ich es hier um einiges wärmer habe, als die Talgeister. Die Skier hätte ich im Auto lassen können, denn diese sind heute – auch in Hinblick auf die Abfahrt – nutzlos. Bald habe ich den namenlosen Gipfel (1.975m) – den Wächter des Gehrenfalben – erreicht. Ein herrliches Panorama und die warme Sonne laden zu einer Pause ein. Richtung Furkajoch geht es nun an den Abstieg. Immer wieder gibt es die Möglichkeit die Skier anzuschnallen und ein Stück durch den Schnee abzufahren. Aber mal ehrlich, bei diesem Schnee ist das nicht wirklich ein Vergnügen. Aber die strahlende Sonne entschädigt für Vieles. Eine kurze knackige Tour, die dank der Skischuhe doch auch etwas fordernd war, vor allem die Wächten am Grat hatten ihre Tücken J Achtung: bei diesen Verhältnissen schnallt der umsichtige Tourengeher nur bei wirklich guter Schneelage die Skier an – das Gebiet hier ist Naturschutzgebiet und die Kanten der Skier könnten erheblichen Schaden anrichten.

  • Höhenmeter: 479m
  • Wegstrecke: 4,2km
  • Höchster Punkt: Gipfel namenlos (1.975m)

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Mancher Traum wird vom Sturm oder Xaver … – Gärviserhöhe

 

Aktuelle Schneelage (6.12.2013)

Xaver treibt im Norden Deutschlands seine bösen Spiele, aber auch bei uns in den Bergen zieht er nicht spurlos vorbei. Bei heftigem Schneetreiben und starken Windböen habe ich mir heute als Ziel die Hohe Matona ausgewählt. Ein Ziel, das ein Tourentraum wäre, aber schlußendlich vom Sturm verblasen wird. Aber wie hat schon Hans Kruppa gesagt: „Wirklich reich ist der, der mehr Träume in der Seele hat, als die Wirklichkeit zerstören kann.“. Dank des Neuschnees sind die Schneeverhältnisse ausgezeichnet und die Wintersportorte können dem Opening an diesem Wochenende gelassen entgegen sehen. Auf den Gipfel herrscht reges Schneetreiben und der Wind fegt über die Landschaft hinweg. An einen Aufstieg auf die Hohe Matona ist nicht zu denken, daher bleibt es für heute die Gärviserhöhe.

Die Tour

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz bei Bad Laterns. Noch wäre die Furkajochstraße befahrbar, aber das starke Schneetreiben veranlaßt mich etwas vorsichtiger zu sein, denn das Auto fährt nicht auf Skiern ab. Der Aufstieg durch den Wald ist ein Traum. Es windet stark und es herrscht reges Schneetreiben, aber der erste Teil des Aufstieges erfolgt im Wald und hier läßt es sich auch bei diesen Verhältnissen gut leben. Außer mir – wen wundert’s – ist niemand unterwegs. Bereits beim Aufstieg wird mir klar, dass die Hohe Matona – mein Tagesziel – etwas in Ferne rückt, denn meine Spuren, die ich einsam Richtung Gipfel ziehe, werden innert nur kurzer Zeit wieder vom Schnee verdeckt oder von Schneeböen verblasen. Der Wald wird lichter und die Verhältnisse nicht besser. Ein starker Wind aus dem Norden bläst über die Landschaft hinweg und die Orientierung wird zusehends schwieriger. Mit Erreichen der Gärviseralpe läuft auch Xaver in Höchstform auf und es ist klar, die Hohe Matona ist für heute gestorben. Ich steige die letzten Meter zur Gärviserhöhe auf und betrachte das Schauspiel des Windes, der heute wie wild geworden über die Gipfel hinwegzieht. Der Wind sorgt für eisige Temperaturen und so fällt die Pause hier sehr dürftig aus und zugegeben auch die Abfahrt dürfte heute kein Vergnügen werden – soviel ist mir klar. Teilweise sehe ich bei der Abfahrt die Skispitzen kaum und Xaver bläst mir eisig ins Gesicht. Meine Aufstiegsspuren sind nicht mehr zu sehen. Heute bin ich froh, als ich die Skier wieder in den Kofferraum legen kann. Was bleibt ist der Traum von der nächsten Tour. Träume sind genug in der Seele J

  • Höhenmeter: 832m
  • Wegstrecke: 10,2km
  • Höchster Punkt: Gärviserhöhe (1.771m)

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