Archiv der Kategorie: Regionen

Gehrenfalben: Was hilft aller Sonnenaufgang, …

…wenn wir nicht aufstehen. Der Gehrenfalben ist ein idealer Gipfel im Laternsertal für einen herrlichen Sonnenaufgang. Seine östliche Flanke ist frei und auch der Rest um ihn herum bietet das ideale Panorama. Für viele ist er daher ein Gipfel für die frühen Morgenstunden – sowohl im Winter (Skitour), als auch zu anderen Jahreszeiten (Wanderung).

Der Gehrenfalben

 

Ist ein schöner Gipfel am Ende des Laternsertal. In meinem Blog findet ihr bereits einige Tourenbeschreibungen, aber auch schöne Skitouren, die auf diesen Gipfel führen. Er ist 1938 Höhenmeter hoch und bietet eine herrliche Fernsicht. Nördlich liegen die Hohe Matona, der Hohe Freschen und der Bodensee. Östlich blickt man auf die Damülser Mittagsspitze, das Glatthorn und den Zitterklapfen. Südlich liegen die Löffelspitze, die Tälispitze und der Hohe Fraßen. Westlich blickt man in die Schweiz (Säntis).

Tourenbeschreibung

 

Noch ist die Furkajochstraße – die Verbindung zwischen Damüls und Laterns – gesperrt. Daher ist der Ausgangspunkt der Wanderparkplatz beim Bädle in Bad Innerlaterns. Entlang dem Garnitzabach geht es hoch bis kurz vor die Vordere Garnitzaalpe. Hier steigt man (kein markierter Weg – wir gehen hier die übliche Skitourenroute) über Alpwiesen, Wald und moosiges Gelände hoch bis zum Güterweg, der bis zur Gärviseralpe führt.

Bei der Gärviseralpe steigt man nicht zur Gärviserhöhe auf, sondern hält sich südlich (rechts) und geht unterhalb des Gipfels des Gehrenfalbens entlang. Über lichten Wald steigt man auf bis zum Sattel, der auch eine Weggabelung darstellt, auf. Die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel steigt man steil über Wiesen auf, bis man endlich vor dem Gipfelkreuz des Gehrenfalben steht.

Das Panorama für einen Gipfel dieser Höhe ist beeindruckend und reicht an klaren Tagen bis zum Bodensee. Hier hat man Überblick.

Bis zur Weggabelung steigt man wieder ab, geht aber hier weiter bis zur Neugerachalpe. Eine Alpe, die wirklich schön liegt. Nach der Alpe quert man kurz die Furkajochstraße, steigt dann aber durch dicht bewaldetes Gebiet ab bis zur Agtawaldalpe ab.

Nur noch leicht fallend führt der Weg ab hier zurück zum Bädle in Bad Innterlaterns.

 Mit Kindern:

Bestens geeignet auch für Kinder – am besten jedoch darauf warten, dass die Alpen, die auf dem Weg liegen besetzt sind.

  • Zeitbedarf: normales Gehtempo: 4 ½ Stunden zügig: 2 ½ – 3 Stunden
  • Wegstrecke: 11 km
  • Höhenmeter: 958m
  • Einkehrmöglichkeiten:  Bädle in Bad Innerlaterns
  • Parkmöglichkeiten:  direkt beim Bädle
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

youtube facebook twitter gplusbtn

Advertisements

Hohe Matona: Wo die Liebe hinfällt…

Wer meinem Blog liest, der weiß, dass ich die Hohe Matona liebe. Sie macht es mir nicht leicht, auch das kann man aus den bisherigen Berichten herauslesen. Aber Liebe ist nicht einfach, vielleicht gehört das Leiden dazu. Auch heute hat sie mich nicht liebevoll empfangen und doch … manch anderer würde sagen Zeit das Thema aufzuarbeiten …

Therapiearbeit

 

Vielleicht bedarf es wirklich einer kleinen Aufarbeitung des Themas. Die Hohe Matona ist kein Riese unter den Bergen in den Alpen. Sie ist gerade mal 1998m hoch, aber sie hat etwas an sich, das fasziniert. Dazu braucht es offenbar nicht immer Größe. Sie ist keine schmale beeindruckende Zinne, sondern ein etwas breiterer Felsblock, aber wer das Ziel erreicht hat, der ist beeindruckt. Ja, sie hat etwas. Sie hat zwei Gesichter, zur nördlichen Seite liegt das viel besuchte Freschenhaus, auf der anderen Seite die ruhige Landschaft um die Gärviser Alpe herum. Sie flößt keine Angst ein, wie andere Gipfel, aber sie ist, herausfordernd. Die Seite zur Gärviser Alpe ist ihre sanfte Seite, kantig und schroff ist zeigt sie sich Richtung Hoher Freschen. Vielleicht sind das die Gründe, warum sie das Herz vieler ihr Eigen nennen darf und es scheint ihr zu gefallen. Mit mir spielt sie, der Himmel lichtet sich und sie lockt mich an und kurz vor Erreichen des Gipfels hüllt sie sich in Wolken, eisiger Wind und Regen prasseln auf mich herab. Ja, sie ist zickig, die Hohe Matona. Zum einen legt sie einen Zauber über ihre Verehrer, zum anderen zeigt sie ihnen ihre Zähne. Aber dennoch, wo die Liebe hinfällt … oder ist es doch Zeit eine neue Liebe zu suchen. Wer weiß …

Zum Eigentlichen, die Tourenbeschreibung

 

Heute habe mich für eine Rundtour entschieden. Meine letzte Tour auf die Hohe Matona war etwas anders ausgelegt. Von Bad Innerlaterns steige ich auf Richtung Gärviser Alpe. Bereits nach einigen Höhenmeter lässt strömender Regen auf mich nieder. Aber immer wieder lichtet sich der Himmel leicht und so verschwende ich keinen Gedanken daran, umzukehren. Wie so oft empfängt mich die Gärviser Alpe mit eisigem Wind und beinahe Eisregen. Und nicht zuletzt sind die letzten Meter zur Alpe auf Schneefeldern zurückzulegen. Herrlich. Die Hohe Matona hüllt sich in dichte Wolken und zeigt mir einmal mehr ihre kalte Schulter. Ausgefroren wechsle ich meine Kleidung und bin froh, dass ich meiner Vorahnung vertraut habe und auf wirklich alles vorbereitet bin.

Den Anstieg auf die Gärviser Höhe  darf ich ohne Regen, aber mit eisigem Wind in Angriff nehmen. Immer wieder kämpfen sich einzelne Sonnenstrahlen durch und lassen die Gipfel in der Schweiz traumhaft schön erscheinen. Da ist es wieder. Die Hohe Matona scheint mich herauszufordern wollen. Und ja, sie hat es geschafft. Heute soll sie mein sein.

Dem Grat entlang geht es weiter Richtung Hohe Matona. Noch hat sie ihren Mantel um sich gehüllt. Aber heute spielen wir nicht. Eisern kämpfe ich mich durch die Kälte hoch. Unterhalb des Gipfels empfängt mich eine Gams. Nur eine Handlänge ist sie von mir entfernt und posiert vor meiner Kamera. Das ist der Zauber und das Geheimnisvolle, dass ich eingangs beschrieben habe. Kein Wunder, dass mir eine Trennung schwerfällt. Als ich den Gipfel erreiche, hebt sich der Schleier und ich darf meine Hohe Matona bewundern, so wie ich sie liebe.

Beim Gärviser Joch steige ich auf die nördliche Seite, Richtung Freschenhaus ab. Das mache ich nur heute, denn an schönen Tagen ist mir hier eindeutig zu viel los. Über die Untere Saluveralpe und die Hintere und Vordere Garnitzalpe geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Für alle, die meine Liebe nicht teilen…

 

…was ich durchaus verstehen kann, empfehle ich im Tale den Rauch Club in Feldkirch. Am Donnerstag teilt man hier meine Liebe, denn das Motto lautet „love is in the air“. Mit Cocktails, vielen gut gelaunten Menschen und dem zauberhaften Ambiente der Feldkircher Innenstadt, erlebt man hier eine etwas andere Liebe. Sorry, mich hat die Hohe Matona erwischt und irgendwie war ja heute auch bei mir und ihr „love in the air“. Soll heißen: mir meine Hohe Matona, allen anderen das Treiben im Tal. Es sei Euch gegönnt 🙂 … egal was man liebt, man sollte dazu stehen und ich tue es hiermit.

  • Zeitbedarf: normales Tempo: 5h zügig: 3h
  • Wegstrecke: 13,7 km
  • Höhenmeter: 962m
  • Einkehrmöglichkeiten:  Bädle in Bad Innerlaterns
  • Parkmöglichkeiten:  direkt beim Bädle
hohe matona
Quelle: outdooractive.com

youtube facebook twitter gplusbtn

Pfänder: Wanderung entlang dem Pfänderrücken – Bodensee im Visier

Der Pfänder, der Hausberg von Bregenz, ist vielen ein Begriff. Das hat seine guten Gründe, denn an klaren Tagen bietet er eine herrliche Sicht auf den traumhaft schönen Bodensee und an so manchen „geheimen“ Plätzchen kann man hier einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt bewundern. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Da eine Kabinenseilbahn und auch eine Fahrstraße auf den Pfänder führt, ist er nicht selten beinahe „überbevölkert“. Dass man nicht im „Stau“ wandern muss, beweist die hier vorgestellte Variante abseits der der Hauptrouten.

Ausgangspunkt:

 

Bereits der Ausgangspunkt für diese Wanderung ist etwas Besonderes. Wir starten beim Kloster Maria Stern in Hohenweiler. Wie auch viele andere Klöster liegt auch dieses Kloster traumhaft schön. Neben „Einkehrtagen“, Meditationen, Hildegardfasten und anderen Angeboten, kann man auch im Hofladen des Klosters einkaufen. Sympathisch anders. Nun aber zum eigentlichen Anliegen, der Wanderung. Das Auto kann hier parkiert werden beziehungsweise wer mit dem Bus unterwegs ist, kann direkt an der Straße, die unterhalb des Klosters vorbeiführt, aussteigen (Haltestelle: Gwiggen/Reitmoos).

Über das Klostergelände …

 

Durch das Klostergelände hindurch führt uns unsere Wanderung. Obstgärten, Gemüsegärten und andere Lebensmittel werden hier im Auftrag des Klosters angebaut. Noch bevor der Wald beginnt, halten wir uns links und wandern nicht weiter in Richtung Andreute, sondern in Richtung Hohenweiler. Über einen kleinen Steg führt der Weg nun in den Wald hinein. Nur wenige Höhenmeter und wir zweigen erneut links ab in Richtung Hohenweiler und gehen vorab beinahe eben entlang der Waldgrenze weiter. Erst bei der nächsten Weggabelung halten wir uns nun bergwärts und nehmen den rasanten Anstieg durch den Wald in Angriff. Bis wir in Möggers die Parzelle Finken erreichen. Entlang der schmalen Fahrstraße geht es nun weiter in Richtung Geigers.

Durch schöne Natur in Richtung Pfänder

 

Über die Parzelle Geigers erreichen wir die Parzelle Ried. Über einen schönen, ebenen Forstweg geht es nun Richtung Lutzenreute. Der Weg ist eingebettet in sanfte Hügellandschaft und wird umrahmt von saftigen Wiesen. Im Herzen dieser schönen Landschaft befindet sich auch das wunderschöne Riedstüble. Ein Kleinod, ein Paradies und die Heimat von Genießern, die auf bodenständige regionale Küche stehen. Nach einer Stärkung geht es weiter nach Lutzenreute. Übrigens: wer im Riedstüble nicht zugekehrt ist, kann hier einen Abstecher ins Gasthof Paradies machen. Neben guter Küche erhält man hier eine wahrhaft schöne Aussicht auf den Bodensee geschenkt.

Auf zum höchsten Punkt der Tour …

 

Über Schüssellehen geht es in Richtung Hochberg, dem höchsten Punkt dieser Wanderung. Übrigens: Schüssellehen (Fesslerhof) ist bekannt für seine ausgezeichneten Wurst- und Fleischwaren. Diese können hier genossen werden, aber auch auf Vorrat eingekauft werden. Der Fesslerhof hat einen erhabenen Standort hoch über dem Bodensee. Der Hochberg mit seinen 1.069 Höhenmeter ist zwar nicht der Pfänder, aber er steht diesem in gar nichts nach und immerhin kann man diesen von hier erblicken.

Östlich geht es nun weiter in Richtung Trögerhöhe. Entlang dem Möggers Jakobsweg geht es nach Möggers. Ein herrlicher Weg durch den schönen Wald ist unser Begleiter. Erst kurz vor Möggers erreichen wir die Waldgrenze und damit das kleine idyllische Örtlein Möggers. Bereits nach den ersten Häusern zweigt unser Weg wieder links ab. Über herrliche Wiesen steigen wir wieder ab in Richtung Ried. Mit erreichen unsere ursprünglichen Aufstiegsweges im Ried wandern wir weiter Richtung Geigers, halten uns aber mit Erreichen der ersten Höfe links. Wir queren die Verbindungsstraße zwischen Eichenberg und Möggers und wandern unterhalb der Parzelle Höflings bis zur nächsten Weggabelung. Ab jetzt geht es wieder durch Wald hindurch zurück zum Kloster Maria Stern (Gwiggen).

  • Zeitbedarf: 4 ½ – 5 ½ Stunden
  • Wegstrecke: 18,3 km
  • Höhenmeter: 920m
  • Einkehrmöglichkeiten:  Riedstüble, Berggasthof Stadler, Gasthof Paradies, Schüssellehen (Fesslerhof)
  • Parkmöglichkeiten:  direkt beim Kloster Maria Stern in Hohenweiler

Öffnungszeiten Klosterladen Maria-Stern: Di-Sa 14:00-17:00

Wanderung - Pfänder / Bodensee

 

Wanderung – Pfänder / Bodensee

 

youtube facebook twitter gplusbtn

Allgäu: Schöne Wanderungen im Allgäu (1. Teil)

Das Allgäu, als Nachbar von Vorarlberg, hat einiges zu bieten. Im Winter schöne, kleine, aber feine Skigebiete. Im Frühling, Sommer und Herbst bietet das Allgäu herrliche Möglichkeiten für Wanderungen, die jedem Anspruch gerecht werden. Gerade das Gebiet um die Nagelfluhkette ist ein kleines Paradies für Naturliebhaber.

 

1.     Tipp – das Riedberghorn

Riedberghorn – Blick über das Allgäu und den Bregenzerwald

 

Das Riedberghorn ist vielen als Wintersportgebiet ein Begriff. Die Grasgehrenlifte rund um den Riedbergpass glänzen vor allem mit Schneesicherheit und schönen Pistenverhältnissen. Tourengeher lieben den Gipfel zudem und besteigen ihn aus allen Himmelsrichtungen kommend. Das älpische Gebiet kann aber auch im Frühling, Sommer und Herbst mit einer herrlichen Landschaft aufwarten.

Ausgangspunkt für eine schöne Rundtour ist der Wanderparkplatz auf dem Riedbergpass. Hier starten im Winter auch viele Tourengeher und Schneeschuhwanderer. Über eine Güterstraße geht es durch älpisches Gebiet sanft steigend unterhalb des Riedberghorn hoch. Der Blick auf den Besler und seine Nachbargipfel ist einladend und bildet eine herrliche Kulisse.

Die schöne Hörnle Alpe, mit herrlichem Blick auf den Vorderen Bregenzerwald, ist bald erreicht. Wer ersten Hunger verspürt, kann hier eine kleine Jause genießen. Beinahe eben geht es von hier aus weiter zur nächsten Alpe, der Obere Mittel Alpe. Für alle Gipfelstürmer geht es ab hier endlich etwas mehr zur Sache, denn jetzt gilt es Höhenmeter zu machen.

Richtung Horn Hütte geht es nun unterhalb der westlichen Flanke des Riedberghorns hoch in Richtung Gipfel. Herrliche Alplandschaft, bunt blühende Wiesen und vom Winter gezeichnete Bäume säumen den schönen Anstieg.

Das Riedberghorn bietet einen traumhaft schönen Ausblick auf die umliegenden Gebiete. Die Nagelfluhkette, Balderschwang, den Vorderen Bregenzerwald und das schöne Allgäu. Beeindruckend für einen Gipfel, der gar nicht so markant erscheint. Der Abstieg erfolgt über die östliche Flanke des Gipfels in Richtung Grasgehren.

Über herrliche Alpwiesen geht es nun bergab in Richtung Talstation der Grasgehrenlifte. Anfänglich dem östlichen Kamm entlang mit herrlicher Fernsicht, anschließend steiler abfallend über Alpwiesen. Ab den Grasgehrenliften führt ein ebener Waldweg wieder zurück zum Riedbergpass.

Eine Tour, die sich auch bestens für Familien mit Kindern eignet, denn sie ist gut zu meistern und bietet den Kinderaugen viele verschiedene Eindrücke!

 

  • Zeitbedarf: 3-4 Stunden
  • Wegstrecke: 7,8km
  • Höhenmeter: 518m
  • Einkehrmöglichkeiten: Alpen, die auf dem Weg liegen
  • Parkmöglichkeiten:  Riedbergpaß bzw. auch bei den Grasgehrenliften

 

riedberghorn

(Quelle: http://www.outdooractive.com)

youtube facebook twitter gplusbtn