Skitour auf den Gehrenfalben (1.938m)

Immer dann, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht, dann zieht es mich mit meinen Skiern auf den Gehrenfalben (1.938m). So auch heute.


Der Himmel ist bewölkt, die Sonne der letzten Tage hat sich verzogen. Parken kann man direkt  beim Gasthof in Bad Innerlaterns. In der Regel sind hier viele Tourengeher anzutreffen. Ich habe Glück. Heute ist es ruhig.


Entlang dem Garnitzen Bach geht zur Vorderen Garnitzen Alpe. Die Spuren sind vereist und lassen schon eine zügige Abfahrt erahnen. Kurz vor der Garnitzen Alpe geht es rechts weg über einen Wald- und Wiesenweg. Der Schnee ist auch hier harschig, eisig und nicht das, was ich erhofft und erwartet habe.


Der Anstieg geht heute gut und ich komme zügig voran. In nur knapp 1 3/4 Stunden habe ich den Gipfel erreicht. Die Sonne fehlt. Der Himmel ist bewölkt, aber die Sicht ist dennoch schön. Die verschneiten schweizer Gipfel im Rheintal (Hoher Kasten) liegen in der Sonne. Es kommt etwas Neid auf. 


Die Vögel singen bereits und kündigen den bevorstehenden Frühling an. Bevor ich mich an die Abfahrt ran mache, mache ich noch eine kleine Pause, denn der Schnee heute erfordert mit Sicherheit Kraft in meinen Beinen.


Die Abfahrt ist rassig, schnell und beansprucht meine Beine. Es ist kein echter Spaß mehr, der Aufstieg hat heute mehr Spaß gemacht. Nichts desto trotz hat sich meine knapp 2 1/2 stündige Tour gelohnt. 




Kurze Charakterisierung:


Der Gehrenfalben ist ein schönen Tourenberg, der auch recht häufig begangen wird. Er bietet einen schönen, gut machbaren Aufstieg und die Abfahrten sind in der Regel schön und abwechslungsreich. 

 

Mottakopf (2.176m) – ein Gipfel im Brandertal abseits des „Rummels“

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Wer im Brandnertal eine Tour sucht, die abseits der Touristenströme liegt, der ist mit dem Mottakopf gut beraten. Vielleicht auch deshalb, weil es weder einen Lift, noch eine Einkehrmöglichkeit gibt. Aber der Gipfel, der einen herrlichen Blick auf das Brandnertal sein Eigen nennt, hat einiges zu bieten.

Ausgangspunkt Gletscherbrücke

Ausgangspunkt für die Tour ist der Parkplatz bei der Gletscherbrücke. Hier hält auch der öffentliche Bus. Der Weg auf den Mottakopf liegt auf der anderen Seite des wild rauschenden Geltscherbach. Im Rücken von uns liegt die Brandner Mittagssptitze (2.557m), links von uns der mächtige Seekopf (2.695m) und direkt vor uns der meist verschneite Wildberg (2.788m).

Herrliche Almwiesen

Der Weg führt anfänglich über wunderschöne Alpwiesen. In vielen wunderschönen Serpentinen geht es  hoch zur nicht mehr bewirtschafteten Oberen Sonnenlagant Alpe. Sollte einen mal schlechtes Wetter überraschen, dann kann man in dieser einen sicheren Unterschlupf suchen. Kurz vor der Alpe queren wir ein richtiges Murmeltiergehege. Selten, dass man hier keine dieser schönen Tieren antrifft.

Auf alpinen Wegen hoch zum Gipfel

Ab der Oberen Sonnenlagant Alpe geht es nun deutlich alpiner zur Sache. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollten mitgebracht werden. Allerdings ist der Weg für Geübte gut begehbar und stellt keine echte Herausforderung dar.

Erst kurz vor dem letzten steilen Anstieg sichtet man das Gipfelkreuz des schönen Mottakopfes. Der Blick ist ein Traum. Direkt zu unseren Füßen liegt Brand. Es geht beinahe senkrecht in den Ort hinunter. Hinter uns liegt der Lünersee, die Schesaplana und die mächtigen Gebirgsgipfel dieser Gruppe. Ein Traum.

Der Abstieg erfolgt wieder auf gleichem Wege. Wer eine Variante probieren möchte, zweigt bei der Oberen Sonnenlagant Alpe in Richtung der verfallenen Oberen Schattenlagant Alpe ab. Aber Achtung: der Weg ist nicht markiert und muss gesucht werden und zumeist ist dieser in den neuen Karten auch nicht mehr eingezeichnet. Die Variante ist deshalb interessant, weil sie an vielen Quellen, Bergbächen und Wasserfällen vorbeiführt.

Eine Wanderung, die alles beinhaltet und vor allem jene Wanderer glücklich macht, die die Ruhe und die unberührte Natur schätzen.

  • Höhenmeter im Anstieg:            945hm
  • Wegstrecke:                                     8,7km
  • Höchster Punkt:                             Mottakopf (2.176m)
  • Ausgangspunkt:                             Gletscherbrücke / Brand
  • Einkehrmöglichkeiten:                 keine bzw. in Brand

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Hier ist was los für die Kleinsten ….

…wer mit seinen Kindern unterwegs ist, hat vielleicht auch schon mit Müdigkeit und Langeweile Bekanntschaft gemacht!

Die Region Bregenzerwald bietet für alle Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Das gute Laune, Spaß und Freude garantiert.

Aktuelle Veranstaltungen und Programme können hier abgerufen werden:

Spaß für Kinder im Woald!

Viel Spaß im Bregenzerwald.

Marktplatz Bregenzerwald

Drei schöne Gipfel im schönen Walgau

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Gurtis ist ein kleiner Ort oberhalb von Nenzing und Frastanz. Otto Normalverbraucher verirrt sich normalerweise nicht hierher, es sei denn er kennt das schöne Wandergebiet, das diese Region bietet. Aber auch im Winter wartet die Gegend hier mit einem kleinen, aber feinen Skigebiet – ideal für Kinder – auf.

Ausgangspunkt

Am Ortsende von Gurtis kann auf dem Wanderparkplatz geparkt werden. Über die Skipiste geht es entlang dem Schlepplift hoch zur Bazora Alp. Die Alp thront hoch über dem Walgau und besticht mit einer wunderschönen Sicht in den Walgau und das Rheintal. Hier möchte man Senn sein. Unmittelbar nach der Alp geht es hinein in den Wald. Der Weg ist durch den dichten Wald ist wunderschön, aber steil genug  . Kurvenreich führt mich der Weg hoch zur Gurtisspitze (1.778m), mein erstes Ziel. Nachdem ich die letzten Bäume hinter mir gelassen habe, steht der Gipfel bereits vor mir. Noch wenig beeindruckend und imposant, aber wer weiß. Der Blick vom Gipfel auf das Tal, das einem zu Füßen liegt, lässt jeden Zweifel vergessen. Ja, hier bin ich König.

Gurtisspitze – ein Gipfel mit Panoramablick

Im Rücken liegen meine zwei anderen Gipfel. Die Zäwasheilspitze (1.778m) und die Hohen Köpfe (2.066m). Erstere versteckt sich gut zwischen Gestrüb, Zweitere lockt bereits mit ihrer Felswand. Von der Gurtisspitze zur Zäwasheilspitze ist es nicht weit, nur ein kurzer Abstieg und ein ebenso kurzer Aufstieg und schon sind wir am Ziel. Am Gipfelkreuz hängt ein Laternchen und eine Feuerstelle gibt es auch. Ein Ort, der wohl von manch einem gepflegt wird. Kein Wunder!

Hohe Köpfe – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich

 

Jetzt wird es langsam ernster, ich gehe über die Spitzwiesele entlang dem Sattel in Richtung Hohe Köpfe. Über alpine Gebirgswege, die teilweise gesichert sind, geht es kurvig hoch zum Gipfel. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nun erforderlich. Der Weg auf den Gipfel zieht sich etwas, da man den Gipfel umkreist und von hinten ersteigt. Allerdings wird man auf dem Gipfel selbst für jede Mühe entschädigt. Das Panorama, die Sicht und die ruhige, unberührte Natur hier sind ein Traum.

 

Der Rückweg führt mich vom Spitzwiesele über die Spitztäle Jagdhütte. Das ist nur eine kleine Variante, der Rest des Weges ist wieder ident dem Aufstieg.

 

Eine schöne Tour, die man bei etwas Vorsicht auch mit Kindern machen kann und gut und gerne auch als Halbtagestour anlegen kann.

 

 

  • Höhenmeter: 1.189hm
  • Wegstrecke: 11,1km
  • Parkmöglichkeiten: Wanderparkplatz Bazora
  • Einkehrmöglichkeiten: Gurtis, Nenzing, Frastanz

 

 
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Hüttencheck

Meine vielen Touren durch das „Ländle“ bringen natürlich auch den einen oder anderen Hüttenbesuch mit sich. Meine Erfahrungen und Eindrücke möchte ich künftig auf folgender Site zum Ausdruck bringen:

http://sportinvorarlberg.blogspot.com/p/huttencheck.html

Da die Site erst seit kurzem online ist, bitte ich um etwas Geduld! Hier kommen noch einige mehr dazu 🙂

Viel Spaß beim Schmökern! Gerne sammle ich auch eure Erfahrungen! Daher freut mich jedes Feedback.

Gerne per Mail an: sportinvorarlberg@zaubermond.eu

Blisadona (2.150m) – einsamer Gipfel im Klostertal

Blisadona
Blisadona

Für jeden, der eine einsame Tour sucht, dem sei ein Ausflug auf den Aussichtsgipfel im Klostertal ans Herz gelegt. Auf normalen Wanderkarten ist der Weg auf die Blisadona nicht mehr bzw. nur noch selten zu finden. Orientierungssinn ist daher gefragt.

Ausgangspunkt

Das Auto kann in Klösterle beim Campingplatz abgestellt werden. Von hier aus geht es sofort steil zur Sache Richtung Spullersee. Der wunderschöne Waldweg führt steil entlang dem Wäldletobel hoch. Bereits beim Aufstieg beeindrucken herrliche Aussichten und Naturschönheiten, wie zB der wunderschöne Wasserfall.

Mit Erreichen der Baumgrenze steht man direkt vor der beeindruckenden Rohn Spitze und rechter Hand liegt die Blisadona, die nicht weniger zu beeindrucken weiß. Der Weg führt entlang dem Gebirgsbach weiter hoch. Wir gehen bis der Weg nach links eine scharfe Kurve Richtung Spullersee macht. Ab hier heißt es Orientierungssinn bereit halten, denn der Weg auf die Blisadona ist nicht beschildert.

Nun muss der Bach überquert werden, einzelne Wegmarkierungen sind noch ersichtlich, aber schwer auszumachen. Wir orientieren uns an der Rohnspitze und der Blisadona. Da der Gipfel nur wenig begangen ist, muss man die Pfade hoch zum Gipfel suchen. Mit etwas Ruhe und Orientierungssinn ist das aber kein Problem. Der Weg schlängelt sich durch Latschenkiefer, hohes Gras und anderes Gestrüb den Hang hinauf. Die herrlichen Aussichten, die immer wieder zu Tage kommen, belohnen für die Anstrenung, die man auf sich nimmt.

 Kreuzottern als Wegbegleiter

Die bunte Tierwelt hier ist beeindruckend und zeugt davon, dass hier nur wenige Wanderer unterwegs sind. Ich bin hier sogar einer Kreuzotter begegnet. Am hinteren Bergrücken führt der alpine Weg hoch zum Gipfel. Unterhalb liegt das Gipstäli. Steil geht es nun Richtung Blisadona hoch. Endlich erreicht man den höchsten Punkt der Tour, aber das Gipfelkreuz ist nach wie vor nicht zu sehen. Das Gelände hier ist älpisch, überraschend, denn eigentlich hätte man hier Geröll und Schotter erwartet. Erst wenn man sich auf den äußersten Felsrand begibt, dann kann man das imposant thronende Gipfelkreuz ausmachen.

Der Lohn – der aussichtsreiche Gipfel

Ein kleiner, leichter Abstieg lohnt mehr als, denn das Kreuz liegt beeindruckend über dem Klostertal. Die Bergkulisse ist ein Traum. Man sieht auf den Spullersee, den Spuller Schafberg, das Klostertal und den Kaltenberg Gletscher. Einfach ein Traum. Der anstrengende Aufstieg hat sich mehr als gelohnt und da man hier in der Regel sehr einsam ist, sollte die Ruhe richtig genossen werden.

Retour geht es auf den gleichen Pfaden, aber Achtung: die Orientierung ist noch etwas schwieriger, als beim Aufstieg.

 

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Skitour auf den Schillersattel

Skitour auf den Schillersattel (1.847m)




Immer, wenn die Zeit knapp ist oder ich nur mal eine kurze, aber schöne Tour machen möchte, dann komme ich am Schillersattel nicht vorbei.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz auf der Tschengla (1.170m). Von hier geht es zuerst leicht ansteigend Richtung Mondspitze hoch, entlang dem Schillerweg. Nach einem etwas flacheren Stück geht es nun etwas steiler bergauf. Immer wieder durch leichte Bewaldung durch, bis wir auf die Hochebene gelangen. Von hier geht es nun etwas steiler hoch. Dabei führt meine Route zwischen Schillerkopf und Mondspitze hoch Richtung Schillersattel, der schön vor mir liegt.

Lediglich der letzte Anstieg ist etwas steiler, aber gut zu bewältigen. Von hier aus hat man einen herrlichen Rundblick. Bei schönem Wetter sieht man bis zum Bodensee und die markanten Gipfel der Silvretta.

Die Abfahrt erfolgt auf gleichem Wege, ist wenig anspruchsvoll, aber immer ein Spaß. Eine Tour, die sich lohnt und zudem eine wunderschöne Landschaft bietet.

Höhenmeter: 677hm
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Tschengla
Einkehrmöglichkeiten: Tschengla, Bürserberg






Kaltenberg (2.896m), ein beeindruckender Gipfel im Klostertal mit Gletscherbegehung

Kaltenberg
Kaltenberg

Der Kaltenberg ist im Winter ein beliebtes und vor allem sehr schönes Skitourenziel. Im Sommer ist er aufgrund der konditionellen Anforderungen an die Wanderer oftmals ein einsamer Gipfel, den es zu erklimmen gilt. Über die Kaltenberghütte, die Krachelspitze und den wunderschönen Kaltenbergsee ist der Kaltenberg zu erreichen. Ein Gipfel, der alles zu bieten hat. Herrlich hoch alpine Gebirgslandschaft und ein Rest von einem Gletscher mit Gletscherspalten. Zudem ist der Gipfel nur über leichte Kletterei zu erreichen. Was will man mehr?

Bei der Alpe Rauz kann der PKW abgestellt werden. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Von hier geht es Richtung Albonakopf hoch zur wunderschön gelegenen Kaltenberghütte. Die Hütte kann bei gutem Gehtempo in einer Stunde erreicht werden. Ab hier geht es Richtung Kachelspitze. Anfänglich geht es über schöne alpine Wiesen hoch, im letzten Drittel erfolgt der Anstieg über etwas unangenehmeren, aber unproblematischen Schotter/Schiefer. Der Aufstieg hat es in sich und fordert etwas Kondition, wenn man das anfängliche Tempo halten möchte.


Auf der Krachelscharte halten wir uns links und nehmen noch kurz die Krachelspitze mit. Der Rundblick von hier ist lohnend und das nächste Ziel, der Kaltenberg Gletscher, steht direkt vor uns.

Nun erfolgt der Abstieg zu den Kaltenbergseen, die direkt zu unseren Füßen liegen. Ab hier muss man sich an den „Steinmandl“ orientieren, da es keine Beschriftung gibt. Ich steige die Ostwand auf und erreiche bald den letzten Rest des Kaltenberggletschers. Diesen quere ich am Ostrand und mache im oberen Drittel eine Querung zur Westwand. Nur noch eine Serpentine liegt vor mir und führt mich direkt zu den letzten 30 Höhenmetern hoch zum Gipfel. Diese müssen über ein Seil erklettert werden. Diese Seil ist etwas waghalsig und sollte nur von erfahrenen in Angriff genommen werden. Der Aufstieg ist allerdings sehr lohnend, denn das Panorma ist ein Traum.

Zurück geht es auf gleichem Wege.

Zeitbedarf: 7 Stunden
Höhenmetere: 1.979hm
Wegstrecke: 20,1km
Erfordernis: Erfahrung bei leichter Kletterei, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

 
Kaltenberg Hütte
 

Steinmandl / Hehle Kopf – 2 tägige Skitour

Steinmandl / Hehle Kopf – 2 tägige Skitour

Traumwetter, Sonnenschein, perfekter Schnee laden ein zu einer tollen, leichteren Skitour. Ich habe diese bewusst 2-tägig angelegt, da der Genuss bei diesen Verhältnissen im Vordergrund steht. Beruhigend: die Lawinenwarnstufe hat sich auf 2 gesenkt, somit sind alle Varianten, die ich so im Kopf habe, machbar.
 
 
1. Tag
 
 
Mit der Diedamskopfbahn fahre ich hoch bis zur Mittelstation. Jetzt muss es schnell gehen, denn dem „Rummel“ auf der Piste, der heute extrem ausgeprägt ist, möchte ich so rasch wie möglich entkommen. 
 
Mein erstes Ziel ist die Breiten Alpe und hier verlasse ich dann auch den alpinen Skiwahnsinn Richtung Falzer Kopf (1.968m). Gemütlich geht es dem Kamm entlang Richtung Kreuzmannl (1.974m), um dann schon bald direkt auf dem wunderschönen Steinmandl zu stehen (1.981m). Es ist ruhig und das Pulver lässt jetzt schon herrlichen Abfahrten träumen. 
 
Die Sonne strahlt und ich konnte den Anstieg kurzärmelig hinter mich bringen. Die Sonne lädt zu einer Pause ein und ich bin glücklich, dass ich zeitlich nicht unter Druck stehe. Ich wähle die Abfahrt zur Schwarzwasserhütte (1.651m) und bin begeistert von den Verhältnissen.
 
 
2. Tag
 
 
Gestärkt vom Frühstück geht es los Richtung Gerachsattel. Es sind schon einige Tourengeher und Schneeschuhtiger unterwegs. Aber bei diesen Verhältnissen kein Wunder. Die Sonne strahlt, das Pulver glitzert und die Gipfel laden zu einem Ausflug ein. 
 
Beim Gerachsattel steige ich hoch Richtung Hehle Kopf (2.058m). Der Blick hinüber zu meiner gestrigen Etappe ist ein Traum und die Sonne scheint mir ins Gesicht. Einmal mehr muss ich mich jeder warmen Kleidung entledigen. Auf dem Hehle Kopf mache ich eine ausgiebige Pause, da die nächsten Tourengeher noch ein Stück hinter mir liegen. 
 
Nun geht es wieder bergab Richtung Gerachsattel und von hier Richtung Kreuzle hoch Richtung Diedamskopf. Die Pisten sind überfüllt und so hält mich nichts. Die Bergabfahrt muss schnell hinter mich gebracht werden.
 
 
Insgesamt eine Traum-Skitour bei Traumverhältnissen. Besser geht nicht!
 
Höhenmeter: 1.276m
Wegstrecke: 15,8 km

Große Wildgrubenspitze (2.753m) – der höchste Gipfel im Lechquellengebirge

Panorama auf der Wildgrubenspitze
Panorama auf der Wildgrubenspitze

Die Große Wildgrubenspitze ist der höchste Gipfel des Lechquellengebirges. Mit 2.753 Höhenmeter thront sie über den anderen, nicht weniger markanten Gipfeln des Lechquellengebirges. Sie ist umgeben von Gipfeln wie der Roggalspitze, , der Flexenspitze, der Grubenjochspitze oder der Erzbergspitze. Der unmittelbare Nachbar ist die Kleine (Obere) Wildgrubenspitze.

Ausgangspunkt

Diese tolle, alpine Wanderung beginnt am Flexenpass. Hier kann auch geparkt werden. Über die Almwiesen steigt man Richtung Muggengrat auf. Dabei können wir uns am Flexenbach orientieren und schlängeln uns langsam auf den Grat hoch. Vor uns liegen die eindrücklichen Gipfel wie der Erzberg und der Roßkopf.

Nach einem letzten Anstieg erreicht man die Bergstation der Muggengratbahn. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Gletschersee und den Zürsersee.

Ab hier wird es etwas wilder. Über einen Schotterrutsch führt es uns direkt zum Einstieg in den gesicherten Steig. Der Weg ist nicht leicht zu finden, aber mit etwas Geduld schafft man alles. Zuerst muss eine Seilleiter von ca. 5-8m überwunden werden. Ab hier führt der gesicherte Steig hoch zum Gipfel. Immer wieder gilt es leichte Klettereien hinter sich zu lassen. Für geübtere Bergfexen ist dies allerdings kein Problem. Allerdings sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unabdingbar.

Ein Gipfel mit einzigartigem Panorama

Der Aufstieg ist wunderschön angelegt. Vom Gipfel aus hat man einen herrlichen Blick über das gesamte Lechquellengebirge. Und das schöne daran, man sitzt auf dem höchsten Gipfel dieser Gebirgsgruppe. Der Gipfel ist wenig begangen und gehört daher zu meinen Lieblingen, auch wenn es Ziele gibt, die es mit landschaftlich und vom Anspruch her etwas mehr antun.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Wege. Wer möchte kann auch über den Zürser See absteigen.

Der Gipfel kann auch von der Ravensburger Hütte aus erreicht werden. Der Weg führt über die Schneegrube, Nadelscharte und den Südwestgrat hoch. Dabei müssen Klettereien im II. bis III. Grad beherrscht werden.

  • Höchster Punkt: Große Wildgrubenspitze (2.753m)
  • Zeitaufwand: 3-4 Stunden bei gutem Gehtempo
  • Einkehrmöglichkeiten: Flexenpass, Lech
  • Anforderung: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

Berghütten der Region findet ihr auf: Alpenguide

Fotos zur Tour gibt es hier: Sport in Vorarlberg

Keine Wanderung verpassen: Feed – Berge in Vorarlberg

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Panorama auf der Großen Wildgrubenspitze