Gehrenfalben (1.938m) – eisige Temperaturen und ein Traum von Morgenerwachen

Auf dem Thermometer zeigt es eisige -11°, der Himmel ist noch bedeckt und es hat leichten Schneefall. Und trotzdem zieht es mich mit den Tourenskiern ins Laternsertal. 
 
Die Bäume sind frisch verschneit und ich ziehe die erste Spur. Entlang der Furkajochstraße bahne ich mir meine Spur. Das Tal, die Gegend, der Wald sind noch verträumt, es ist früh am Morgen und noch scheint es, als ob ich heute eine Tour bei bedeckten Himmel erleben werde.
 
Mit erreichen der Waldgrenze verlasse ich die Straße und spure hoch zur Neugerachalpe, die tief verschneit vor mir liegt. Der Schnee ist harschig und die Spur von gestern, die mit Schnee bedeckt ist, ist eisig. 
 
Ab der Neugerachalpe geht es nun zum letzten Anstieg auf den Gehrenfalben über. Über dem Furkajoch kämpft sich die Sonne langsam durch die Wolken. Ein schönes Schauspiel. Noch sind die Wolken stärker.
 
Das Gipfelkreuz des Gehrenfalben liegt unmittelbar vor mir und als ich endlich mein Ziel erreicht habe, hat die Sonne ihren Kampf gewonnen. Die Schneeflocken glänzen im Sonnenlicht und die frisch verschneite Bergwelt ist ein Traum.
 
Der Hohe Freschen, die Matona, die Löffelspitze … alle erwachen sie im Sonnenglanz. Ein herrlicher Anblick.
 
Auf dem Sattel gehe ich entlang Richtung Damüls, bis ich über der Altergerachalpe bin. Von hier aus geht es los, die Abfahrt ins Tal. Leider nicht im Pulver, sondern im Harsch, aber das Ambiente lässt alles vergessen.
 
Ausgangspunkt:
Bad Laterns
Talort:
Bad Laterns
Anforderungen:
Leichte Tour mit stetem Anstieg und herrlicher Abfahrt über freie Hänge
Lawinengefährdung:
Selten gefährdet; Schneewehen auf dem Kamm/Gipfel beachten;
Einkehrmöglichkeiten:
Bad Laterns
Wegstrecke:
12,1km
Höhenmeter:
945m
Einstufung:
leicht
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Hohe Matona (1.997m) – eine herrliche Skitour im Laternsertal

Einmal mehr Ausgangspunkt für eine Skitour ist Bad Laterns. Direkt hinter dem Gasthof kann geparkt werden. 
 
Ein kurzes Stück führt uns entlang der im Winter gesperrten Furkajoch-Straße. Nach circa 500 m heißt es links abbiegen Richtung und dem Bachlauf der Garnitzen hoch durch den verschneiten Wald folgen. Nach einem kurzen, leichten Anstieg erreicht man die Hinter- und Vorder-Garnitzenalp.
 
Direkt hinter der Garnitzen-Alp geht es nun steil bergauf über die verschneite Alpwiesen. Ein kurzer, aber knackiger Anstieg führt uns erneut in ein kurzes Waldstück, das in Serpentinen hoch führt zur Hochebene. 
 
Von hier aus kann das Ziel, die Hohe Matona, bereits erspäht werden. Über die herrlichen Almwiesen geht es sanft hoch an den Fuß der Matona. Bereits jetzt ist das Panorama dieser im Winter beinahe unberührten Natur ein Traum.
 
Der letzte Anstieg hat es in sich und eine gute Spitzkehrentechnik erleichtert den letzten Anstieg. 
 
Königlich thront man auf der Hohen Matona und hat einen herrlichen Rundblick über das Bregenzerwaldgebirge und das Rheintal.
 
Die Abfahrt über die schönen, unberührten Wiesen lässt viele Varianten offen.
 
Wegstrecke: 9,4km
Höhenmeter: 847m
Einstufung: leicht/mittel
 
 
 

"Powdern" auf dem Koppachstein (1.532m)

Das Lecknertal ist Ausgangspunkt für einige, schöne Touren. Eine schöne Tour führt auf den Koppachstein.
 
Kurz bevor die Mautstraße (im Sommer) beginnt, findet man hier in der Regel einen schön geräumten Parkplatz vor. Das erste Teilstück führt relativ flach zu einer kleinen Kapelle. Ideal zum warm werden und einlaufen. Circa 100 Meter vor der Kapelle geht es rechts hoch Richtung Koppachstein.
 
Ab hier geht es stet steigend hoch Richtung Gipfel. Gleichmäßig und nicht übertrieben steil, aber so, dass man angenehm gefordert wird. Das erste Ziel ist die Ochsenlager Alpe, die herrlich in einer Mulde gelegen im herrlichen weiß zu verzaubern weiß.
 
Führte der Weg zuvor noch durch wunderschön, verschneite Wälder, so geht es ab hier über freies Gelände hoch. Gelände, das heute tief verschneit mit frischen Pulver ist und bereits jetzt von einer herrlichen Abfahrt träumen lässt.
 
Der letzte Anstieg ist rasch bewältigt und trotz der geringen Höhenmeter, die der Koppachstein aufweist, steht man auf einem herrlichen Aussichtsgipfel, der zu beeindrucken weiß. Der Blick auf die Winterstaude ist beeindruckend, aber auch der Hoch Häderich im Rücken ist nicht von schlechten Eltern.
 
Die Abfahrt ist ein Traum. Frischer Pulverschnee … ein Traum! 
 
Eine herrliche Tour, die einfach ist und auch ideal für eine Kurztour am frühen Morgen geeignet ist!
 

Bilder gibt es hier

Factbox:

Ausgangspunkt:
Tourenparkplatz am Ende des Lecknertales
Talort:
Hittisau / Lecknertal
Anforderungen:
Einfache Skitour, die auch für Anfänger und Einsteiger bestens geeignet ist; leichte Anstiege und einfache Abfahrten auf freien Hängen;
Lawinengefährdung:
Selten gefährdet
Einkehrmöglichkeiten:
Hittisau bzw. im Lecknertal
Wegstrecke:
9,9 km
Höhenmeter:
652 m
Einstufung:
Leicht

Eine Tour, die alles zu bieten hat – Gehrenspitz (1.871m)

 

Das Laternsertal ist für Tourengeher ein echtes Eldorado. Von Bad Laterns aus gilt es viele herrliche Ziele zu erreichen. Das schöne daran, sie eignen sich auch bestens für Neulinge oder solche, die das etwas leichtere Erlebnis suchen.
 
Heute ist mein Ziel die Gehrenspitze (1.871m). Sie besticht durch herrliche Hänge, die, wenn es Neuschnee hat zum „Powdern“ geradezu einladen.
 
Die Tour eignet sich mit ihren knapp 11,4km und 818 Höhenmetern auch für jene, die nicht ganz so viele Touren in den Beinen haben. Wenn man es etwas gemütlicher haben möchte, dann wählt man den Nachbar vis-à-vis, den Gehrenfalben.
 
Der Aufstieg beginnt sanft auf der der Furkajoch-Straße, die im Winter gesperrt ist und im Sommer die beliebte Verbindung zu Damüls und dem Bregenzerwald darstellt. Bis zur Aktenwald-Alpe geht es beinahe eben hoch – herrlich um sich so richtig warm zu laufen.
 
Erst ab der Sack-Alpe hält man sich rechts und steht am Fuße der Gehrenspitze. Unmittelbar vor uns liegt die Löffelspitze und im Rücken von uns der Gehrenfalben. Eine einfach herrliche Kulisse. Ab hier gilt es die Bindungen etwas höher zu Stellen, denn bereits im ersten Anstieg werden deutliche Höhenmeter gemacht. 
Mit Erreichen der Hochebene bei der Oberen Frutz Alpe gilt es etwas „Durchschnaufen“, denn nach einem nur kurzen, etwas flacheren Stück geht es wieder weiter hoch, direkt zur Gerenspitze. 
 
Ich habe Glück, das Wetter heute ist ein Traum und der Neuschnee tut das Seinige dazu mich zu verzaubern. Nach dem letzten Anstieg ist das Gipfelkreuz der Gehrenspitze erreicht. Die Aussicht hier Oben ist ein Traum. Der Blick reicht bis ins Rheintal, das Lechquellengebirge und den Bregenzerwald.
 
Die Abfahrt heute ist ein Traum – frischer, herrlicher Powder! Was will man mehr…
Eine herrliche Tour, die am Wochenende leider häufig überlaufen ist, aber unter der Woche herrlich ist!


Bilder gibt es hier

Factbox:

Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz beim Ghf. Bad Laterns
Talort:
Bad Laterns
Anforderungen:
Herrlich Skitour mit gemütlichem Einstieg, etwas steilerem End-Anstieg und rassigen Abfahrten auf herrlich freien Hängen;
Lawinengefährdung:
Bei höheren Warnstufen ist vor allem im oberen Bereich, ab der Frutzalpe, Vorsicht geboten;
Einkehrmöglichkeiten:
Laternsertal
Wegstrecke:
11,4 km
Höhenmeter:
818 m
Einstufung:
leicht/mittel