Östliche Eisentalerspitze (2.753m) – ein Gipfel mit herrlichem Panorama

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Das Nenzigasttal ist ein wenig begangenes Tal im Klostertal. Zu Unrecht, denn das lang gezogene Tal entlang dem Nenzigastbach hat Vieles zu bieten. Herrliche Gebirgsbäche, schöne Naturseen, herrliche Alpen und nicht zuletzt traumhaft schöne Gipfel, die es zu erklimmen gilt.

Ausgangspunkt für diese schöne, aber konditionell vor allem fordernde Tour ist Klösterle im Klostertal. Beim Campingplatz bzw. Freibad kann der PKW parkiert werden. Ab hier geht es zuerst entlang der Alfenz Richtung Langen. Nach einem kurzen Stück zweigt der Weg rechts ab. Der Wegweiser zeigt bis zur Neuen Reutlinger Hütte eine Wanderung von vier Stunden an.

Über einen steilen Waldweg geht es nun hoch zum Nenzigasttal. Knapp zweihunderfünfzig Höhenmeter führt der Weg hoch, ehe man den Güterweg erreicht, der zur Nenzigastalpe führt. Der wunderschöne Gebirgsbach, die herrlichen Wiesen und Wälder sind Begleiter beim Aufstieg zur Alpe, die wunderschön eingebettet in herrlicher Bergwelt liegt. Die Alpe liegt auf knapp 1.476m und ist an schönen Tagen vor allem ein beliebtes Ziel von Bikern.

Die Alpe lädt zu einer kleinen Stärkung mit Produkten aus der eigenen Sennerei ein. Der Blick auf die umliegende Gebirgswelt sucht seines Gleichen. Die Alpe beheimatet über zwanzig Kühe, Hennen und auch einige Schweine.

Aber der Alpe führt der Weg nun wieder steiler hoch in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Achtung: die Hütte ist eine Selbstversorgerhütte und ist nur mit AV-Schlüssel zugänglich. Das Tal wird immer enger und links und rechts rauschen von den steilen Hängen die Bäche wild rauschend ins Tal. Mittlerweile hat man die Waldgrenze hinter sich gelassen und steigt steil steigend in schöner Gebirgslandschaft auf, die immer karger wird.

Auf knapp 1.900m quert man den Gebirgsbach und wandert in Richtung Bettleralpe. Die eigentlich verfallen ist, aber soeben erneuert wird. Kurz vor der Bettleralpe führt ein schmaler Gebirgsweg in Richtung Neue Reutlinger Hütte. Der Weg ist nun alpin. Zwei herrliche Gebirgsseen liegen am Weg zur Hütte und laden zu einer ausgedehnten Rast ein.

Ab dem letzten See ist es nicht mehr weit zur Hütte und zum Sattel bzw. zur Wildebene. Auf 2.395m liegt die wunderschöne Neue Reutlinger Hütte des DAV Reutlingen. Der Blick von hier auf die umliegenden Gipfel ist herrlich und reicht von der Pflunspitze, zur Östlichen Eisentalerspitze und zum Pateriol. An schönen Tagen mit guter Fernsicht überblickt man hier das gesamte hintere Montafon.

Ab der Hütte gibt es hoch zur Östlichen Eisentalerspitze keine Wegmarkierung mehr. Aber die schönen, gut platzierten Steinmanderln weisen den Weg hoch zum Gipfel. Über die Wildebene, die heute noch von vielen Schneefeldern gesäumt ist, steigt man hoch in Richtung Gipfel, der bereits jetzt seine magische Anziehung auf den Gipfelstürmer ausübt.

Bis zum Gipfel gilt es nochmals knapp 353 Höhenmeter zu bewältigen, die aber angesichts der landschaftlichen Schönheit kaum mehr ins Gewicht fallen. Der Blick auf den zurück gelegten Weg, die schönen Alpen, den Kaltenberg und die umliegende Bergwelt ermuntern für den letzten Gipfelsturm.

Das Panorama auf dem Gipfel ist einmalig und scheint schier endlos zu sein. Ein Traum! Ein Traum, der jedes Alpinisten Herz höher schlagen läßt.

Der Abstieg zur Neuen Reutlinger Hütte erfolgt auf gleichem Wege. Wir haben uns hier für eine Nacht in herrlicher Umgebung entschieden, denn immerhin sollen die Jungs (vier an der Zahl) auch an weiteren Wanderungen ihre Freude finden.

Die Hütte bietet alles, was das Herz begehrt und ist der ideale Ort in alpiner Bergwelt, um sich von einer strengen Wanderung zu erholen.

  • Höhenmeter: ca. 1.750m
  • Wegstrecke: 11,7km
  • Anforderungen: gute Kondition, Trittsicherheit und Sicherheit bei Begehung von Schneefeldern
  • Höchster Punkt: 2.753m – Östliche Eisentalerspitze

Bilder zur Tour gibt es hier!

Details zur Neuen Reutlinger Hütte

Variante 1 für Tagestourengeher:

Wer keine Nacht in der schönen Reutlinger Hütte verbringen möchte, der kann über den Stubener Höhenweg absteigen. Eine herrliche Variante für den Abstieg nach Klösterle. Insgesamt muss man dafür etwa drei zusätzliche Stunden einplanen. Dieser Weg führt hoch oberhalb der Nenzigastalpe in Richtung Klösterle. Unterhalb des Pflunspitze und dem Kaltenberg wandert man entlang in schönem hochalpinen Gebiet. Alpen-Salamander, Steinwild und Murmeltiere geben sich bei dieser Variante die Hand. Im Gebiet vor der Satteinser Alpe erreicht man einen wunderschönen Gebirgssee, der zum Verweilen einlädt. Ab hier ist die Satteinser Alpe bald erreicht. Diese bietet einen schönen Blick auf den Spullersee und die umliegenden Gipfel. Ab hier geht es steil bergab Richtung Klösterle. Ganze siebenhundert Höhenmeter müssen hier auf kurzer Distanz bis nach Klösterle abgegeben werden. Eine schöne Variante, die aus der oben beschriebenen Tour eine echte konditionelle Herausforderung machen. Mit Kindern nicht mehr ideal, aber für den geübten Tourengeher eine schöne, fordernde Tour.

Bergsee bei der Satteinser Alpe
Bergsee bei der Satteinser Alpe

Variante 2 für konditionelle starke Tourengeher:

 Für konditionell starke Tourengeher, die vor allem ohne Kinder unterwegs sind, ist im Rahmen einer Tagestour die Ergänzung mit dem Rückweg über die Kaltenberghütte eine echte Empfehlung. Bei der Neuen Reutlinger Hütte wandert man in Richtung Konstanzer Hütte unterhalb des Fußes der Pflunspitze. Passiert das Gafluner Winterjöchle und steigt etwas zweihundert Höhenmeter ab.  Auf etwas 2.100 Höhenmeter zweigt man linker Hand in Richtung Gstansjöchli/Kaltenberghütte ab. Das Jöchli auf 2.573m ist bald erreicht und man blickt bereits auf den Kaltenberg und und die schönen, klaren Kaltenbergseen in der Kaltenbergmoräne. Vorbei an den beiden Seen (ein Gipfelsturm ist angesichts der ohnehin langen Tour nicht mehr empfehlenswert) steigt man hoch zur Krachelspitze (2.686m). Über den Krachel steigt man zur schön gelegenen Kaltenberghütte ab. Hier lohnt sich die Einkehr, denn die Küche hier ist ein Traum! Nach einer ausgedehnten Rast – wenn denn noch genügend Zeit verbleibt – steigt man über die Obere- und Untere Bludenzer Alpe nach Langen ab und fährt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Klösterle. Eine wunderschöne Ergänzung der Tour, die aber vor allem konditionell einiges abverlangt!

Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte
Panorama auf der Neuen Reutlinger Hütte

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6 Kommentare zu “Östliche Eisentalerspitze (2.753m) – ein Gipfel mit herrlichem Panorama”

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