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Eine Tour, die jedem Wetter trotzt… – Gurtisspitze

Schönes Wetter ist nicht selbstverständlich und daher braucht es für die etwas „dunkleren“ Tage schöne Alternativen. Die drei Gipfel im Walgau, Gurtisspitze, Zäwas Heil und Goppaschrofa, sind eine ideale Tour, die auch bei Regenwetter in Angriff genommen werden kann und dazu noch einiges zu bieten haben. Eine ideale Tour auch für Familien mit Kindern (vielleicht den Goppaschrofa dann einfach weglassen), denn es gibt viel zu entdecken.

Ausgangspunkt

Hinter dem kleinen Ort Gurtis, der oberhalb von Frastanz liegt, versteckt sich das Alpgebiet Bazora. Hinter dem Weidegatter befindet sich ein kleiner Wanderparkplatz. Allerdings stellt man hier sein Auto auf eigene Gefahr ab. Wer also dem Weidevieh nicht vertraut, sollte sein Auto noch vor dem Weidegatter parkieren.

3 Gipfel – herrliche Wanderwege und bei schönem Wetter ein herrliches Panorama

Vom Wanderparkplatz geht es über herrliche Wiesen, die im Winter eine kleine, aber feine Liftanlage beheimaten, hoch in Richtung Bazoralpe. In der Regel tummelt sich hier sehr viele Kühe, wer also Respekt davor hat, der sollte nicht den Weg über die Wiesen, sondern den Güterweg wählen. Allerdings verpasst man dadurch herrliche Blicke in den Walgau und auf Feldkirch.

Die Stimmung heute ist trotz der dunklen Wolken, oder vielleicht gerade deshalb, traumhaft schön und beeindruckend. Einzelne Sonnenstrahlen suchen immer wieder ihren Weg durch die dichten Wolken, sind aber heute chancenlos. Einzelne Nebelschwaden und Wolkenfelder ziehen durch den Wald und hüllen die meisten Gipfel in einen Mantel der Überraschung.

Blick in den Walgau
Blick in den Walgau

Entlang dem Skilift schlängelt sich der Weg hoch zur Bazoraalpe, die mit einem schönen Blick in den Walgau aufwarten kann. Eine schöne, alte Alpe. Eine Alpe, die es mir angetan hat. Hinter der Alpe führt der Weg in den Wald hinein. Hier gabelt sich der Weg. Linker Hand geht es nun in vielen Serpentinen hoch in Richtung Goppaschrofa. Mittlerweile bin ich auf der Höhe der Wolkenfelder angelangt und die Sicht wird im schlechter und gleichzeitig mystischer.

Salamander
Alpen Salamander

Salamander säumen den Weg und der Nieselregen, der mittlerweile eingesetzt hat zaubert eine herrliche Stimmung in den Wald. Immer felsiger wird das Terrain, der erste Gipfel ist nicht mehr weit. Mit einem letzten Anstieg geht es hoch zur Gurtisspitze, die ansonsten mit einem herrlichen Panorama und schönen Tiefblicken aufwarten kann. Heute ist alles in „Watte“ gehüllt. Am Gipfelkreuz ist eine Gebetsfahne angebracht. Und die hier angeführten zehn Gebote haben was.

Zehn Gebote
Zehn Gebote

Zurück auf den Sattel und an einer kurzen mit Stahlseil gesicherten Stelle geht es hoch zur nächsten Erhebung, die nicht einmal zehn Minuten von der Gurtisspitze entfernt ist, sich aber gut zu verstecken weiß und auch nicht angeschrieben ist. Das Kleinod, die Zäwas Heilspitze. Ein Örtchen an dem man Verweilen kann. Ein Blick ins Gipfelbuch bestätigt die Vermutung, eine Spitze, die von Stammgästen besucht wird. Kein Wunder.

Zäwas Heilspitze
Zäwas Heilspitze

Von hier geht es entlang einer Felswand zur Spitzlewiese. Auch hier tummeln sich viele Kühe. Die Sicht ist nach wie vor sehr schlecht und der Regen hat mittlerweile etwas zugenommen. Ab hier geht es hinunter zum Fuße des Goppaschrofen. Ein letzter heftiger, kurvenreicher und heute etwas rutschiger Anstieg führt hoch zum Sattel und entlang der südlichen Flanke etwas ausgesetzt hoch zum Gipfel des Goppaschrofen. Ein Felskoloss der mich immer schon irgendwie beeindruckt hat. Gott weiß warum. Der ansonsten beängstigende Blick ins Tal fällt heute sehr sanft aus, denn auch hier ist alles in einen dicken Schleier gehüllt.

Von hier geht es zurück zur Bazoralpe. Ein wunderschöne Tour, die nicht sehr anspruchsvoll ist (Ausnahme vielleicht der Goppaschrofa für die etwas weniger Geübten) und mit viel Abwechslung und herrlicher Landschaft aufwarten kann. Bei nassen Verhältnissen wie heute, heißt es die Schritte vorsichtig zu setzen, denn der Boden ist rutschig und teilweise steil.

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Details

 

Wegstrecke 9,9km
Gehzeit 4 – 5 Stunden
Höhenmeter 923m
Höchster Punkt 1.781m Goppaschrofa
Einkehrmöglichkeiten Auf dem Weg keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Bazora

 

Weitere Bilder zur Tour

Gibt es auf Facebook.

Karte und Höhenprofil

gurtisspitze wanderkarte
Quelle: Outdooractive.com
gurtisspitze höhenprofil
Quelle: Outdooractive.com

 

 

„Wenn der Weg schön ist,

dann frag dich nicht,

wohin er führt. Geh in

einfach.“ 

   

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Mondscheinwanderung auf den Goppaschrofen (1.781m)

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Der Goppaschrofen ist ein markanter Felsgipfel im Walgau (Vorarlberg). Er gehört nicht zu den höchsten, aber er steht den Großen in Erlebnis, Schönheit und Erhabenheit in nicht vielem nach. Lediglich das Panorama ist natürlich auf den höheren Gipfeln beeindruckender. Aber für mich gehört er zu den fixen Tourenzielen in jedem schönen Wanderjahr. Dieses Mal habe ich mich dazu entschieden im Mondschein aufzusteigen und es hat sich gelohnt!

Ausgangspunkt

 

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz im Wald auf der Bazora. Hier kann man seinen PKW kostenfrei abstellen. Wer hier parkt, sollte aber nicht vergessen, das Weidegatter nach der Durchfahrt wieder zu schließen. Bitte daran denken.

Aufstieg

 

Direkt vom Wanderparkplatz aus steigt man auf einem schönen Wiesenweg unterhalb der Skiliftanlagen hoch in Richtung Bazoraalpe. Meine Stirnlampe benötige ich zu meiner Überraschung nicht, denn das Licht des Mondes reicht vollkommen aus. Ein sanftes Licht zeichnet weiche Konturen und verzaubert. Es ist halb fünf Uhr Morgens und die Stille, die hier herrscht, gepaart mit dem Mondlicht haben einen ganz besonderen Zauber. Eine Kraft, die sich nicht beschreiben lässt.

Das Rheintal und der Walgau liegen noch im Dunkeln. Einzelne Lichter lassen erkennen, dass es doch auch noch andere Frühaufsteher gibt, die aber zu meinem Glück den Verbleib im Tal vorgezogen haben .

Die Bazoraalpe ist bald erreicht. Der Boden ist vom vielen Regen noch „matschig“, nass und rutschig. Da ich den Sonnenaufgang auf dem Gipfel genießen möchte, entscheide ich mich kurzerhand die Gurtisspitze beim Abstieg mitzunehmen und wähle den direkten Weg zum Goppaschrofen.

Nach der Bazoraalpe führt der Weg durch den Wald. Der Mond hat hier kaum mehr Kraft und so muss leider meine Stirnlampe herhalten. Das hohe Gestrüpp ist noch nass vom vielen Regen und so bin ich nicht verwundert, dass meine Hose bald bis zu den Schenkeln nass ist.

Bald ist Weggabelung zur Spitztälewiese erreicht. Ab hier geht es nun durch das Latschenkiefer etwas abwärts bis zum Fuße des Goppaschrofen. Über einen steilen Schotterweg muss man sich noch hochkämpfen, ehe man auf dem schönen Joch steht und die Hohen Köpfe und den Goppaschrofen im Visier hat.

Entlang der Südseite geht es nun – teils steil abfallend, aber bei Trittsicherheit und Schwindelfreiheit – in Richtung Goppaschrofen. Das Gipfelkreuz kann bald ausgemacht werden. Hier mutet die Landschaft beinahe hochalpin an. Ein wirklich besonderer Gipfel, der mich immer wieder auf ein Neues verzaubert.

Der schöne Gipfel des Goppaschrofen ist bald erreicht. Steil geht es hier auf allen Seiten talwärts. Der Blick ins Rheintal, die Hohen Köpfe, den Säntis und die Liechtensteiner Gipfel sind beeindruckend. Ich habe Glück, die Sonne hat mit ihrem Erscheinen bis zu meiner Ankunft gewartet. Durch das beeindruckende Wolkenspiel ist der Sonnenaufgang heute etwas ganz Besonderes.

Über die Spitztälewiese und Gurtisspitze zurück

 

Nachdem man den steilen Schotterpfad wieder hinter sich gebracht hat, gabelt sich der Weg im Tale. Hier heißt es Aufsteigen zur Spitztälewiese. Zwischen schönen Latschenkiefern steigt man auf zu dieser schönen Wiese. Von hier aus geht es vorbei an der Zerwas-Heil-Spitze direkt zur Gurtisspitze. Die Sonne entfaltet mittlerweile ihre Kraft. Der Blick ins Tal von der schönen Gurtisspitze ist heute besonders schön.

Durch den Wald geht es in Serpentinen wieder zurück in Richtung Bazoralape. Hier treffe ich auf die ersten Wanderer. Schön, dass sie sich mit dem Aufbruch etwas geduldet haben.

Eine wunderschöne Wanderung, die jedes Mal auf ein Neues verzaubert! Gut zu wissen: wenn es feucht ist, sollte man Acht geben. Das Wurzelwerk, das gequert werden muss ist feucht und rutschig. Für den „Gipfelsturm“ sollte man Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen.

 

Wegstrecke 9,3km
Gehzeit 3 ½ – 4 ½ Stunden
Höhenmeter 901m
Höchster Punkt 1.781m (Goppaschrofen)
Einkehrmöglichkeiten Gurtis
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Bazora

 

 

„Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment

Leuchtet das Leben hindurch.“

Franz Grillparzer

Gurtisspitze - Höhenprofil

Gurtisspitze

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Eisige Temperaturen auf dem Goppaschrofa (1.781m)…

Es ist fünf Uhr Morgens und der Himmel ist dicht bewölkt von dunklen, schweren Wolken, die die Gipfel ummanteln. Und trotzdem zieht es mich in Richtung Goppaschrofa. Schon viel zu lange ist es her, dass ich auf diesem Gipfel gestanden bin.
 
Das Auto wird beim Wanderparkplatz bei der Bazora parkiert. Gleich zu Beginn sind einige Höhenmeter entlang der Skipiste auf einem schönen Wiesenweg zurück zu legen. Als ich das Auto verlassen habe, hatte es gerade einmal sieben Grad und das mitten im Juli. Ein Grund mehr zügig die ersten Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Hoch zur herrlich gelegenen Bazoraalpe, auf der sich bereits viele Kühe und Ziegen befinden. Noch genießen sie die Ruhe der Nacht.
 
Ab hier geht es durch einen herrlichen Waldweg in Richtung Goppaschrofa. Über Wurzeln, Steine und Felsen heißt es sich durchkämpfen. Die letzten starken Regenfälle haben ihre Spuren hinterlassen. Immer wieder sieht man die Spuren von Murenabgängen. 
 
Erst als ich die letzte Kurve nehme taucht vor mir imposant der Goppaschrofa auf. Mächtig steht er vor mir. Einfach beeindruckend. Das Tal hier ähnelt der Landschaft in Südtirol. Latschenkiefer und andere herrliche alpine Pflanzen und Gewächse säumen hier den Weg. 
 
Als ich die letzte Kehre genommen habe stehe ich am Fuße des Berges. Ein letzter heftiger Anstieg über Schotter und Stein und ich habe es geschafft. Zügig nehme ich diesen Anstieg in Angriff. Rasch habe ich den Sattel erreicht. Ein eisiger Wind und erste Regentropfen wollen mir auf die Stimmung drücken. Aber es ist einfach zu schön hier. Es will nicht gelingen. Entlang dem Bergrücken geht es hoch zum Gipfel. Ein Traum. Der Wind wird immer eisiger und der Regen immer stärker. Am Gipfel angelangt werde ich mit einem herrlichen Wolkenspiel verwöhnt. Herrlich. Aber es ist zu kalt für eine ausgiebige Pause und muss ich leider den Weg zurück ins Tal antreten.
 
Eine immer wieder lohnende Tour! Auch bei diesem Wetter habe ich die Mühsal nicht bereut.
 
 
Wegstrecke: 9,4km
Höhenmeter: 846m
Höchster Punkt: Goppaschrofa (1.781m)
Einkehrmöglichkeiten: in Gurtis und auf der Bazora
Parkplatz: Wanderparkplatz auf der Bazora
Aufstieg: ca. 2 1/2 Stunden (gemütlich)
Abstieg: ca. 2 Stunden
 
 
Imposante Felslandschaften
Kurz vor dem letzten Anstieg zum Goppaschrofa
Ein Blick zurück zur Bazoraalpe
Blick auf das Rheintal
Wolkenspiel auf dem Goppaschrofa
Der Gipfel des Goppaschrofa
Stammgast auf dem Gipfel
Bazoraalpe
Blick auf den Goppaschrofa
Kreuz bei der Bazoraalpe
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Goppaschrofa (1.781m) – beeindruckender Felsklotz im Rätikon

 
Der Gopaschrofa (1.781m) ist ein wenig begangener, aber herrlicher Gipfel im vorderen Rätikon. 
 
Das Auto kann auf der Bazora geparkt werden. Von hier aus geht es hoch, entlang dem Skilift zur Bazora Alpe. Die Alpe eröffnet einen herrlichen Blick auf den Walgau. Unmittelbar nach der Alpe geht es in den Wald. Links geht es hoch zur schönen Gurtisspitze. Unser Weg führt uns weiter Richtung Spitztälewies und Goppaschrofa. Der Weg schlängelt sich eng durch den Wald. Die Gegend wird immer alpiner und steiniger.
 
Nach dem letzten Anstieg sieht man die mächtige Felswand des Goppaschrofa vor sich. Dahinter liegen die schönen Hohen Köpfe.
 
Der Weg führt uns durch Bremenstall und direkt an den Fuß unseres Zieles. Nun geht es über steilen Schotter hoch zur Scharte. Der Gipfel des Goppaschrofa wird südseitig bestiegen. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind nun unabdingbar.
 
Die letzte Serpentine führt uns hoch zum beeindruckenden Gipfel ist schmalen Felsgipfels. Der Blick in den Walgau und das Rheintal sind herrlich. Wagt man sich etwas weiter zur Kante vor, dann geht es 400hm senkrecht nach unten. Ein erhabenes Gefühl.
 
Der Rückweg führt über den gleichen Weg. 
 
Einkehrmöglichkeiten: unterwegs keine, in Gurtis
Höhenmeter: 815hm
Wegstrecke: 8,4km
 
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