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Hinteres Jöchle (Brandnertal) – Skitour

Schneelage:

Die Sonne hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet. Auch heute liegen die Temperaturen am frühen Morgen bei gerade null Grad. Pulver gehört der Vergangenheit an, der Schnee ist feucht und schwer. Was auch die Lawinengefahr deutlich erhöht! Bitte daher die Touren gut planen und im Zweifelsfall mit dem örtlichen Tourismusverband die Routen abstimmen.

Route:

Die Tour auf das Hintere Jöchle ist eine wunderschöne Tour, die vor allem durch landschaftliche Reize besticht. Der Anstieg ist steht und nimmt gegen Ende etwas Fahrt auf.

Bis zur Unterzalimalpe steigt man entweder entlang der Skipiste auf oder geht, wie ich, über den Glingaweg hoch. Bis zur Unterbrüggelealpe geht es nun beinahe flach weiter, ehe es heißt: Luft holen für den Anstieg. Durch den Wald geht es nun hoch zur Oberbrüggelealpe. Hier erreicht man zum einen die Waldgrenze und den ersten lohnenden Aussichtspunkt. Eine Alpe, die wirklich traumhaft schön gelegen ist. Und hier fange ich auch die ersten Sonnenstrahlen heute ein.

Aber der Oberbrüggelealpe geht es linker Hand hoch in Richtung Oberzalimhütte, rechter Hand Richtung Hinteres Jöchle. Ab hier steigt man in der Sonne hoch und links und rechts von mir sieht man den Hängen die liebe Mühe mit der Sonne an.

Der letzte Anstieg auf das Jöchle ist der steilste, aber schlußendlich lohnt sich, denn das Panorama ist ein Traum! Und die bevorstehende Abfahrt lässt ja das Herz auch höher schlagen.

Bis zur Oberbrüggelealpe erfolgt die Abfahrt entlang ab dem Aufstieg. Oberhalb der Oberbrüggelealpe links halten und den Spuren durch den Tiefschnee folgen. Es lohnt sich ab hier nicht mehr der Aufstiegsroute zu folgen!

Tourendaten:

Höhenmeter: 1085m

Länge: 12,5km

Einkehrmöglichkeiten: nur in Brand

Die detaillierte Route könnt ihr auch hier abrufen!

Weiterer Tourenbericht zur Region:

Frühlings-Skitour auf die Oberzalimhütte

 

 

Hinweis:

Einmal mehr möchte ich auf das Spenden-Projekt für Nepal aufmerksam machen! Die Kinder in Nepal brauchen unsere Hilfe! Jeder noch so kleine Betrag hilft!

Nepal-Hilfe

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Windeggerspitze (2.331m) – ein Gipfel für einsame Gebirgsjäger

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Das Brandnertal ist sowohl im Winter als auch zu anderen Jahreszeiten ein besonderes Tal. Mächtige, schroffe Felsgipfel, herrliche Almwiesen und eine Artenvielfalt, die ihres Gleichen sucht. Die Orte Bürserberg und Brand sind klein und idyllisch, beschaulich, schön und haben Flair. Ja, das Brandnertal hat was. Etwas Besonderes.

Ausgangspunkt – Wanderparkplatz Brand/Brügga

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Ortsteil Brügga in Brand. Quasi die letzte Bastion, bevor es hoch in Richtung Lünersee geht. Über den Glingabrunnenweg steigt man ein und wandert anfangs auf einer Güterstraße sanft steigend hoch in Richtung Glingabrunnen.

Naturdenkmal – Glingabrunnen

Bereits nach einigen Serpentinen auf dem Güterweg zweigt linker Hand ein Waldweg ab in Richtung Glingabrunnen. Unbedingt diese Variante wählen – sie ist nur unwesentlich länger, aber um vieles schöner und eindrucksvoller und zudem wandert man hier im Schatten nebst rauschendem Gewässer. Ein schmaler Waldweg führt entlang dem Gebirgsbach hoch. Bereits nach wenigen Metern erreicht man einen herrlichen Wasserfall. Weiter geht es kurvenreich hoch durch den Wald, immer entlang dem rauschenden Bach. Am oberen Ende, kurz vor der Hochebene, erreicht man das Naturdenkmal, den Glingabrunnen. Eine Quelle mit herrlichem, kristallklarem Wasser.

Alpgebiet

Nach wenigen Schritten geht es vom Wald über in das Alpgebiet auf der schönen Hochebene. Alpen säumen den Weg. Die Unterzalimalpe, ein Gedicht von einer Alpe, und die Untere Brüggelealpe, eine der wohl schönsten Alpen überhaupt, sind hier beheimatet. Noch befindet man sich auf dem Weg, der auch zur Mannheimer Hütte führt. Erst in etwa der Mitte des Hochplateaus gabelt sich der Weg. Der Weg für diese Tour führt rechter Hand weg zur Unteren Brüggelealpe. Idyllisch liegt diese alte Alpe am Rande des Hochplateaus. Wer Hunger oder Durst hat, der kann hier einen angenehmen Einkehrschwung machen.

Ab zur Bergetappe – Obere Brüggelealpe

Ab der Unteren Brüggelealpe geht es nun endlich richtig zur Sache. Über einen bewaldeten Güterweg führt uns der Weg kurvenreich hoch zur Oberen Brüggelealpe. Herrlich eingebettet zwischen herrlichen Gipfeln liegt die Alpe an einem traumhaft schönen Platz mit einem wunderbaren Panorama. Vis-à-vis liegt die Brandner Mittagsspitze, der Mottakopf und der Saulakopf. Rechter Hand blickt man Richtung Wildberg und Mannheimer Hütte und im Rücken liegen Blanuskopf und die Windeggerspitze. Ab der Alpe heißt es den Weg suchen, denn Markierungen sind hier Fehlanzeige. Immerhin ist die Windeggerspitze ja auch ein Gipfel für die einsamen Gebirgsjäger und so soll und darf es bleiben. Anfänglich geht man auf dem Weg, der Richtung Oberzalimhütte führt, weiter. Aber Achtung sehr bald kann man sich nur noch am Ziel, der Windeggerspitze, orientieren. Halten sie sich rechts und versuchen sie den rund 2.000m hohen, mit Latschenkiefer bewachsenen, namenlosen Gipfel unterhalb der Windeggerspitze zu fixieren. Immer wieder entdeckt man alte Wegpfade, die hier dereinst hoch geführt haben. Die Aussichtskuppel auf 2.000m ist bald erreicht. Hier steht man nun direkt vor dem Tagesziel. Über die östliche Flanke geht es über Schiefer steil bergauf zum Gipfel. Trittsicherheit, Übung und auch Schwindelfreiheit sollten nun im Gepäck sein. Ist das nicht der Fall, dann sollte man sich mit der Aussichtskuppel zufriedengeben. Steil und knackig geht es hoch zum Gipfel.

Bilderbuch-Panorama

Auf dem Gipfel erschließt sich dem Gipfelstürmer ein herrliches Panorama. Östlich liegt der Mottakopf, die Brandner Mittagsspitze und der Saulakopf. Südlich davon die Schesaplana und der Lünersee. Direkt vor unserer Nase liegt der Panülerkopf und die Wildspitze und im Rücken, also westlich der beeindruckende Fundelkopf. Über den Grat geht es weiter in Richtung Blanuskopf, der über diesen Weg spannend erreicht werden kann. Für diese Tour steigt man aber im ersten Drittel des Grates über steil abfallende Wiesen und Schieferplatten ab. Achtung: ist es feucht, dann kann es hier sehr rasch talwärts gehen! Rund 300 Höhenmeter werden in dieser Art und Weise zurückgelegt, ehe man wieder den ursprünglichen Weg (oberhalb der Oberen Brüggelealpe) erreicht. Über die Aufstiegsroute geht es zurück nach Brand. Eine herrliche Tour, die aber durchaus knackig ist und herrliche Landschaftsbilder vor das Auge zaubert. Für den Gipfelsturm muss man Trittsicherheit und Bergerfahrung mitbringen. Was aber für diese Tour am wichtigsten ist, das ist der Orientierungssinn! Ohne diesen geht gar nichts, denn aber der Oberen Brüggelealpe wird man zum Pfandfinder.

  • Wegstrecke:                    12,9km
  • Gehzeit:                           5 ½ – 6 ½ Stunden
  • Höhenmeter:                   1.302m
  • Höchster Punkt:              Windeggerspitze (2.331m)
  • Einkehrmöglichkeiten:     in Brand, Untere Brüggelealp
  • Parkmöglichkeiten:          Wanderparkplatz Brand/Brügga
Windeggerspitze - Weg
Quelle: outdooractive.com
Windeggerspitze - Höhenprofil
Quelle: outdooractive.com

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Brandnertal – ein Skigebiet für die ganze Familie

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Die Alpen sind auch im Winter, vielleicht dann ganz besonders, ein Magnet für Sportfreunde. Die Möglichkeiten sind vielfältig und vor allem abwechslungsreich. Auf meinem Blog findet ihr bereits viele Berichte über Skitouren und andere Aktivitäten abseits der typischen Touristenströme. Kein Wunder, denn eigentlich bin ich kein großer Freund von Publikumsmagneten. Und trotzdem zieht es mich immer wieder auf die Piste. Meine Erfahrungen und Eindrücke werde ich hier zusammentragen.

 

brandnertal-logo

Brandnertal – Skivergnügen für die ganze Familie:

 

Im Brandnertal hat man sich vor allem der Familie verschrieben. Das Angebot auf und abseits der Piste ist ganz auf Familien abgestimmt. Daher verwundert es auch nicht weiter, daß man hierfür bereits Auszeichnungen erhalten hat. Durch den Zusammenschluß mit dem Skigebiet Bürserberg hat man zudem an Größe und Varianten gewonnen. Eine gute Investition, die ganz im Trend liegt.

Das Brandnertal ist zudem sehr Schnee sicher und bietet zudem zahlreiche Varianten für Tourengeher.

Nun aber zum eigentlichen Kern der Sache, dem Skigebiet. Hier die Facts:

  • 5 Schlepplifte
  • 6 Sesselbahnen
  • 3 Kabinenbahnen

Mit den 14 Bahnen gehört man zwar nicht zu den ganz Großen, aber für ein vielfältiges Angebot ist allemal gesorgt. Die Bahnen entsprechen modernstem Komfort und sorgen für eine kurzweilige Bergfahrt in das schöne Skigebiet. Die Pisten sind hervorragend präpariert und stehen den großen Skigebieten in Sachen Präparation in nichts nach.. Hier geht es zum  interaktiven Pistenplan.

55 Pistenkilometer werden dem Skifahrer geboten. Die richtig schweren Kaliber für hohe Ansprüche fehlen allerdings.

  • 22 km “blaue” Pisten (leicht)
  • 30 km “rote” Pisten (mittel)
  • 3 km “schwarze” Pisten (schwer)

Die Abfahrten sind ideal für Anfänger, Genuß-Skifahrer und Familien mit Kindern. Für sehr sportliche und anspruchsvolle Fahrer gibt es hier wenig zu holen. Das Gebiet erstreckt sich von Bürserberg (Tschengla) bis nach Brand und bietet eine „bunte“ Palette an Variationen.

Der Funpark – Backyards– allerdings gehört zu den längsten in Vorarlberg und sorgt für Fun abseits der präparierten Pisten. Das Angebot im Skigebiet wird durch den Funpark deutlich aufgewertet.

Preise:

  • Tageskarte/Erwachsene € 39,50
  • Tageskarte/Kinder € 25,00

Das besondere Plus für Familien: nur das erste Kind zahlt den regulären Kindertarif. Jedes weitere Kind erhält den Bambini-Tarif und das sind gerade einmal € 4,00.

Damit zeigt das Brandnertal auch bei den Preisen seine Familienorientierung. Preislich ein wirklich tolles Package, das seines Gleichen suchen kann.

Auch abseits der Skipisten bietet das Brandnertal seinen Gästen einiges.

Sportmöglichkeiten im Winter:

  • 4 Rodelpisten
  • Langlaufloipen (30 Kilometer)
  • Panorama Rundloipe mit 15 Kilometer auf dem Hochplateau Tschengla (Bürserberg)
  • Winterwanderwege (ein wirklich tolles, abwechslungsreiches Angebot)
  • Schneeschuhwandern
  • Hundeschlittenfahrt (Husky)
  • Eislaufen, Eisstockschießen
  • Eisfallklettern
  • Reiten
  • Bogensport

Das Angebot steht auch den großen Skisportregionen in nichts nach und kann sich sehen lassen.

Saisonstart im Brandnertal ist am 7. Dezember 2013!

Wissenswertes:

  • Im 14. Jahrhundert wurden 12 Walserfamilien angesiedelt
  • 657 Einwohner

Luxus-Herbergen Brandnertal:

5-Sterne Hotels gibt es im Brandnertal keine. Aber die Region kann mit einigen ausgezeichneten Hotels in der 4-Sterne Kategorie aufwarten, die auch hohen Ansprüchen mehr als nur gerecht werden.

 

Haubenlokale in der Region:

Mit Haubenlokalen kann das Brandnertal nicht aufwarten, aber auf sehr gute Küche muß man dennoch nicht verzichten. Ausgezeichnete, gutbürgerliche Küche steht im Fokus und verwöhnt den Gaumen.

Erwähnung gefunden im Gault Millau hat das Hotel Valschena. Mit 12 Punkten hat es für die Haube nicht ganz gereicht, aber man liegt nur knapp daneben. Was noch nicht ist, das kann ja noch werden.

Die Küche im Brandnertal muß sich nicht verstecken, nein, auch hier wird Qualität groß geschrieben. Das Angebot ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas.

Nightlife in der Region:

 

Als Familien-Skigebiet muß man in der Nacht bzw. vielleicht soll man nicht „ausschwärmen“. Wer Action auch in der Nacht sucht, der muß ins nahe gelegene Bludenz ausweichen. Denn im Brandnertal ist man mit dem

zufrieden.

Après-Ski:

Das Après-Ski Angebot kann sich sehen lassen und vor allem die urigen und gut bewirtschafteten Hütten bieten einiges für die gute Stimmung.

Fazit:

Das Brandnertal ist in der Tat ein echtes Familienskigebiet. Das Angebot und auch die Preise (!) sind darauf abgestimmt. Die Pisten sind bestens präpariert und bieten viele Varianten. Durch den Zusammenschluß mit Bürserberg hat man das Angebot ideal ergänzt.

Das gastronomische Angebot ist sehr gut und auch das Angebot an sehr guten Hotels – vor allem auch Familien- und Kinderhotels – ist vorbildlich.

Für Fun nach dem Skifahren an der Après-Ski Bar oder in einer der urigen Hütten ist ausreichend gesorgt. Für echte Nachtschwärmer bleibt lediglich der Heuboden in Brand, es sei denn man rückt in das nahe gelegene Bludenz aus.

Tourengeher haben hier viele Möglichkeiten und auch all die anderen Wintersportler kommen hier nicht zu kurz.

Bewertung: 

Bewertungskriterien  
Größe des Skigebietes «««
Pistenangebot, Pistenzustand und Variationen «««
Liftangebot, Komfort der Lifte, Bahnen ««««
Schneesicherheit ««««
Anfahrt, Parkmöglichkeiten «««
Pistenplan, Ausschilderung, Beschreibung «««««
Gastronomie, Hotel, Unterkünfte «««
Après-Ski ««««
Unterkünfte direkt an den Liften ««««
Angebot für Familien mit Kindern «««««
Freerider, Tourengeher ««««
Pisten für Anfänger «««««
Langlauf, Loipen ««««
Snowparks «««
Anspruchsvolle Pisten, Abfahrten ««
Nightlife «
Wintersportangebot abseits der Pisten ««««
Rodeln, Snowtubing «««««
 
  66/90

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Damüls, Mellau & Faschina – das größte Skigebiet im Bregenzerwald (71 von 90 Punkten)

Silvretta Montafon – das sportliche Skigebiet (79 von 90 Punkten)

Skigebiet Lech/Zürs im Fokus (79 von 90 Punkten)

Brand von Oben – Hausberg Mottakopf

Der Mottakopf (2.176m) ist der Hausberg von Brand im Brandnertal. Der Gipfel des Mottakopfes bietet einen herrlichen Blick auf den Urlaubsort Brand, aber auch den Lünersee, sowie die umliegenden Gipfel. Allen voran die Schesaplana, der Wildberg und die Brandner Mittagsspitze. Der Wildberg an dessen Flanke der Mottakopf ausläuft gehört zur Schesaplana und beheimatet an seinem Fuße die bekannte Mannheimer Hütte.

Ein herrlicher Morgen – Azur blauer Himmel, strahlende Sonne und angenehme Wärme – was will man mehr!

Heute soll es das Brandnertal sein. Saulakopf oder Schafgafall, aber bereits bei der Anfahrt wird mir klar, nein, das möchte ich nicht. Beide sind mit Schnee bedeckt und der Aufstieg liegt im Schatten! Heute muß es Sonne sein. Ein Blick zurück und mein Ziel ist klar – der Mottakopf. Hausberg von Brand. Der Aufstieg liegt an der Sonne und es sind nur einzelne Schneefelder auszumachen.

Unmittelbar bei der Gletscherbrücke stelle ich mein Auto ab und quere ich den wild tobenden Gletscherbach. Der Schnee und der Regen der letzten Tage machen sich bemerkbar. Aber es ist ein herrliches Schauspiel dieser reißende, kristallklare Bach.

Nach einem kurzen Stück auf einem Forstweg geht es über die herrlich blühende Wiese stet steigend hoch. Links und rechts hört man das rauschen der kleinen Bächlein, die ins Tal rauschen. Die Gletscherzungen reichen tiefer ins Tal, als in den letzten Jahren. Kein Wunder, einen richtigen Frühling gab es bis jetzt nicht.

Wild blühender Enzian, Schlüsselblumen, Huflattich und andere herrlich duftende Blumen säumen den Weg. Etwas weiter oben ist der Weg umgeben von Latschenkiefern. Kiefern, die angesichts der warmen Temperaturen und der Sonneneinstrahlung traumhaft duften. Selten zuvor habe ich den unteren Anstieg zum Mottakopf so herrlich erlebt wie heute! Es scheint, als wäre die Natur erst heute erwacht und hat auf meinen Besuch gewartet.

Die Obere Sonnlagantalpe ist bald erreicht. Murmeltiere pfeifen und machen sich ob meiner Schritte aus dem Staub. Immer häufiger muß ich kleine Schneefelder queren. Spätestens ab der Oberen Sonnlagantalpe wird es immer mühsamer und ganz ungefährlich sind diese Felder nicht. Über nassen, teilweise sehr tiefen Schnee quere ich die Felswand zum Mottakopf. Erst im oberen Drittel wird es wieder besser. Hier ist der Fels zu steil und der Schnee wurde von der Kraft der Sonne bereits in den letzten Tage zu Tale getragen.

Nach wie vor ist es sehr warm, aber der Wind wird immer kräftiger und das Wolkenspiel am Himmel ist beeindruckend. Die Gipfel um mich herum sind mit Schnee bedeckt. Brandner Mittagsspitze, Seekopf, Saulakopf und Schafgafall. Ich bin froh, daß ich auf der anderen Seite an der Sonne wandern darf.

Das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz ist schneebedeckt. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Die Fernsicht ist ein Traum und das beeindruckende Panorama entschädigt für den Kampf mit den Schneefeldern.

Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg. Allerdings gehe ich den Schneefeldern aus dem Wege und versuche mich an einem direkten, sehr steilen Pfad ins Tal. Ich weiß, nicht vorbildlich, aber heute gut begründbar. Ein „Donnern“ läßt mich zurückblicken. An der steilen Felswand auf dem Grad zum Wildberg hat sich eine gewaltige Naßschnee Lawine gelöst. Mit enormer Gewalt donnert sie ins Tal. Die Gewalt beeindruckt und schockiert mich zu gleich. Über fünf Minuten dauert das Spektakel. Gewaltige Massen, bei denen man chancenlos wäre. Die Natur und ihre Gewalt.

Eine herrliche Wanderung, die immer wieder beeindruckt!

Höhenmeter: 945hm

Wegstrecke: 8,7km

Höchster Punkt: 2.176m (Mottakopf)

Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine (-> Brand)

Ausgangspunkt: kleiner Parkplatz bei der Gletscherbrücke

Mehr Bilder zur Tour gibt es hier

Keine Tour verpassen – hier anmelden

Zwei herrliche Gipfel auf einen Streich – Brandner Mittagsspitze und Saulakopf

Blick zum Lünersee
Die Brandner Mittagsspitze wacht hoch über dem schönen Talort in Brand. Die Brandner Mittagsspitze hat sich ihren Platz zwischen Saulakopf und der Königin Zimba gesucht. Sie gehört zu den weniger begangenen Gipfeln dieser Region, was auch weiter nicht verwunderlich ist, da kein offizieller Weg zu ihr führt. Die Brandner Mittagsspitze ist am besten über den Saulakopf zu erreichen, indem man den Grad abwandert und sich ihr langsam nähert. Sie bietet ein herrliches Panorama und Schwindel erregende Tiefblicke ins Tal.
Eine herrliche Tour, die keinerlei Wünsche offen lässt und Herz und Seele beflügelt. Direkt an der Talstation der Lünerseebahn geht es los. Direkt nach der Bahn – Hinweis Tafel Richtung Übungsklettersteig – führt ein kleiner Bergpfad unmittelbar zum Einstieg in den Saulajochsteig. Es gibt kein Schonen, denn es geht von Anfang an richtig zur Sache. Der schmale Steig schlängelt sich hoch zum Saulajoch. Der Blick ins Tal, auf die Talstation, ist imposant und die Staumauer des Lünersees liegt beeindruckend vor einem. Wer etwas später unterwegs ist, sieht die Lünerseebahn über sich hinweg schweben, hoch zum Lünersee und Douglas Hütte.
Mit Erreichen der Seehöhe des Lünersee geht es über den Steig hoch zum Saulajoch. Das Saulajoch ist bald erreicht. Ein Kleinod, eine Idyllle, ein Traum für jedes Wandererherz. Eine Weggabelung zeigt in Richtung Heinrich-Hüter Hütte, Saulakopf-Klettersteig und Saulakopf. Hier wählt man – es sei denn man hat sein Klettersteiggeschirr dabei – den steilen Pfad hoch zum Saulakopf. Über den schönen Gebirgspfad geht es von hier hoch zum Saulakopf. Der Blick vom Saulakopf ist beeindruckend. Das Brandnertal liegt zu meinen Füßen, die Zimba vor meiner Nase und der Blick auf die Schesaplana und den Lünersee verzaubern. Im Sommer ist der Saulakopf ein beliebtes Tourenziel, denn er ist verhältnismäßig einfach zu erreichen und bietet dennoch hoch alpines Feeling.
Da ich zeitlich gut unterwegs bin, entschließe ich mich, dem Kamm entlang zur Brandner Mittagsspitze zu gehen. Es gibt hier keinen markierten Weg und man muss immer wieder kleine Hürden, die mit einfacher Kletterei verbunden sind, überwinden. Nichts für Ungeübte, aber für geübte Alpinisten kein Problem. Herrliche freie Kraxelei ist einfach etwas Schönes. Die Blicke ins Tal, die sich hier einem offenbaren sind Schwindel erregend, aber von besonderer Eindrücklichkeit. Die Zimba rückt immer näher und der schöne Ort Brand schaut von hier aus, wie ein kleines Ameisennest aus. Die Heinrich-Hueter Hütte liegt tief zu den Füßen des Gipfels.
Der Blick vom Gipfel auf Brand ist Atem beraubend. Einzigartig und einfach schön. Vor mir liegt der Mottakopf, rechts von mir die Zimba, im Rücken der Saulakopf und die Schesaplana ist zum Greifen nahe. Retour geht es über den gleichen Weg. Eine lohnende Tour, die jedes Herz höher schlagen lässt. Aber mit der Brandner Mittagsspitze eines etwas schwierigeren Charakter erhält. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unerlässlich!
  • Wegstrecke: 10,5km
  • Höhenmeter: 1.293m
  • Parkmöglichkeiten: Lünerseebahn – Talstation
  • Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine – in Brand ausreichend Möglichkeiten

Aufstieg Saulakopf
Die mächtige Zimba
Die Zimba
Der Lünersee von oben
Schwindel erregende Tiefblicke

Schafgafall (2.414m) – ein einsamer Gipfel hoch über dem Lünersee

Lünersee
 
Ein traumhaft schöner Herbstmorgen lockt mich vor die Türe. Heute zieht es mich in das Brandnertal. Eigentlich habe ich den Schillerkopf als mein Ziel erkoren, aber irgendwie zieht es mich ans Ende des Tales.
 
Über den „Bösen Tritt“ steige ich auf zum Saulasteig und wandere hoch zum Saulajoch. Die tolle Herbstlandschaft, die gigantische Stimmung der Wolken und der Sonne sind eine wahre Wohltat. Ein Traum. Auf dem Saulajoch lacht mir die Sonne ins Gesicht. Die Gebetsfahnen, die leider etwas mitgenommen sind, erinnern einmal mehr an Tibet. Die zwei herrliche Gipfel um mich tun ihr übriges dazu.
 
Da auf den Saulakopf bereits die ersten Gipfelstürmer unterwegs sind, entscheide ich mich für den einsamen Schafgafall. Gott sei Dank! Ein Traum von einem Berg. Es führt zwar kein markierter Weg hier hoch, aber mit etwas Auge und Übung findet man seine Variante. Allerdings sollten dies nur geübte Berggeher wagen, denn ein falscher Tritt könnte im oberen Drittel in das Auge gehen.
 
Der Blick auf den Lünersee, aber auch auf den Saulakopf und die Königin „Zimba“ sind beeindruckend. Und an manch einem Eck sieht man auf die mit Schnee bedeckte Schesaplana. Schön, dass ich mich für diese Variante entschieden habe.
 
Der Wind ist eisig und eine lange Pause würde mich wohl etwas frieren lassen und so mache ich mich auf gleichem Weg zurück zur Talstation der Lünerseebahn.
Wegstrecke: 6,2km
Höhenmeter: 1.164m
Besonderheiten: Trittsicher, Schwindelfrei
Einkehrmöglichkeiten: keine (bzw. in Brand)
Parkmöglichkeiten: Lünerseebahn
 
Höhenprofil:
 
Tourenkarte:
 
Lünersee
Saulajoch
Seekopf
Saulakopf und Zimba
Nicht immer ganz eben 🙂
Schafgafall

Mottakopf (2.176m) – ein Gipfel im Brandertal abseits des „Rummels“

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Wer im Brandnertal eine Tour sucht, die abseits der Touristenströme liegt, der ist mit dem Mottakopf gut beraten. Vielleicht auch deshalb, weil es weder einen Lift, noch eine Einkehrmöglichkeit gibt. Aber der Gipfel, der einen herrlichen Blick auf das Brandnertal sein Eigen nennt, hat einiges zu bieten.

Ausgangspunkt Gletscherbrücke

Ausgangspunkt für die Tour ist der Parkplatz bei der Gletscherbrücke. Hier hält auch der öffentliche Bus. Der Weg auf den Mottakopf liegt auf der anderen Seite des wild rauschenden Geltscherbach. Im Rücken von uns liegt die Brandner Mittagssptitze (2.557m), links von uns der mächtige Seekopf (2.695m) und direkt vor uns der meist verschneite Wildberg (2.788m).

Herrliche Almwiesen

Der Weg führt anfänglich über wunderschöne Alpwiesen. In vielen wunderschönen Serpentinen geht es  hoch zur nicht mehr bewirtschafteten Oberen Sonnenlagant Alpe. Sollte einen mal schlechtes Wetter überraschen, dann kann man in dieser einen sicheren Unterschlupf suchen. Kurz vor der Alpe queren wir ein richtiges Murmeltiergehege. Selten, dass man hier keine dieser schönen Tieren antrifft.

Auf alpinen Wegen hoch zum Gipfel

Ab der Oberen Sonnenlagant Alpe geht es nun deutlich alpiner zur Sache. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollten mitgebracht werden. Allerdings ist der Weg für Geübte gut begehbar und stellt keine echte Herausforderung dar.

Erst kurz vor dem letzten steilen Anstieg sichtet man das Gipfelkreuz des schönen Mottakopfes. Der Blick ist ein Traum. Direkt zu unseren Füßen liegt Brand. Es geht beinahe senkrecht in den Ort hinunter. Hinter uns liegt der Lünersee, die Schesaplana und die mächtigen Gebirgsgipfel dieser Gruppe. Ein Traum.

Der Abstieg erfolgt wieder auf gleichem Wege. Wer eine Variante probieren möchte, zweigt bei der Oberen Sonnenlagant Alpe in Richtung der verfallenen Oberen Schattenlagant Alpe ab. Aber Achtung: der Weg ist nicht markiert und muss gesucht werden und zumeist ist dieser in den neuen Karten auch nicht mehr eingezeichnet. Die Variante ist deshalb interessant, weil sie an vielen Quellen, Bergbächen und Wasserfällen vorbeiführt.

Eine Wanderung, die alles beinhaltet und vor allem jene Wanderer glücklich macht, die die Ruhe und die unberührte Natur schätzen.

  • Höhenmeter im Anstieg:            945hm
  • Wegstrecke:                                     8,7km
  • Höchster Punkt:                             Mottakopf (2.176m)
  • Ausgangspunkt:                             Gletscherbrücke / Brand
  • Einkehrmöglichkeiten:                 keine bzw. in Brand

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