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5 Wanderungen und Bergtouren für den Frühsommer

Der Frühling lockt mit seiner Farbenpracht. Bergwiesen erwachen aus ihrem Winterschlaf und sind übersäht mit herrlichem Enzian, Berg Anemonen und anderen herrlichen Frühlingsbooten. Und doch gilt es im Frühjahr Vorsicht walten zu lassen. Alt-Schneefelder, nasse Wiesen und andere unliebsame Begleiter können den Ausflug in die schöne Bergwelt sehr schnell zum Albtraum werden lassen. Daher ist die Tourenplanung gerade zu dieser Jahreszeit besonders wichtig. Die hier angeführten Touren sind bei „normalen“ Wetterverhältnissen, also wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt, ein wahrer Frühlingstraum

1.     Mottakopf im Brandnertal

Mottakopf

Der Hausberg vom kleinen, idyllischen Bergdorf Brand steht wie ein Wächter im Süden von Brand. Der Aufstieg erfolgt von der Südseite des Gipfels über herrliche Wiesen und immer wieder an herrlichen rauschenden Gebirgsbächlein. Die Tour auf den Mottakopf ist ein wahres Naturerlebnis und entlohnt den fleißigen Naturfreund mit einem beeindruckenden Gipfelpanorama. Im April beziehungsweise Mai kann es, je nach Wetterlage, immer wieder kleine Reste von Schneefeldern geben, die aber in der Regel keine große Gefahr darstellen. Der Mottakopf ist so gesehen ein echter Gipfel des Frühsommers.

Brand von Oben – Hausberg Mottakopf

2.     Zafern Horn im Großen Walsertal

Zafern Horn

Das Zafern Horn ist quasi der Hausberg der Faschina. Zugegeben auf den ersten Blick kein beeindruckender Gipfel, aber er hat einiges zu bieten und kann gerade gegen Ende Mai und Anfang Juni mit herrlich blühenden Wiesen und einer Artenvielfalt aufwarten, die zu begeistern weiß. Die Tour auf das Zafern Horn kann auch als Rundtour oder im Kombipack mit dem Hochlicht angelegt werden. Der Aufstieg erfolgt entlang wunderschöner alpiner Bergwege und gewinnt an Reiz, wenn man entlang des südlichen Grates aufsteigt. Das Panorama auf dem Gipfel lässt nichts vermissen und bietet einen Blick bis zum Bodensee und tief in den Rätikon hinein.

Zafernhorn – Blick auf die Riesen in Vorarlberg

3.     Drei Schwestern am Eingang des Rätikon

Drei Schwestern

Die Drei Schwestern sind quasi der Hausberg von Feldkirch. Was man hier kaum erwartet, wird Wirklichkeit, sobald man die Alpwege verlassen hat und auf alpinen Wegen empor zu den lieblichen Schwestern steigt. Man befindet sich, man kann es kaum glauben, in einer alpinen, beinahe hochalpinen Landschaft. Die Drei Schwestern sind zudem Teil einer Sage und wenn man dieser glauben darf, in ihrer schroffen Art, sogar weiblich. Das Gipfelpanorama auf dem Gipfel ist sagenhaft und die herrlichen Alpwiesen sind vor allem im Frühsommer ein wahres Naturerlebnis.

Die Drei Schwestern und der Garsellakopf

4.     Winterstaude im Vorderen Bregenzerwald

Winterstaude

Die Winterstaude ist beinahe zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Nicht ohne Grund gehört er zu einem beliebten Ziel vieler Bergfexen. Je nach Schnee- und Wetterlage kann man bei der Aufstiegsvariante variieren, denn der von mir geliebte Aufstieg über den „Hasenstrick“ ist gerade bei Alt-Schneefeldern nicht empfehlenswert. Die Wiesen, die dem Gipfel zu den Füßen liegen, warten mit einer herrlichen Artenvielfalt auf und sind ein wahrer Genuss für die Seele. Der Gipfel der Winterstaude bietet zudem einen herrlichen Blick auf die umliegenden Gipfel des Vorderen Bregenzerwaldes und reicht bis zum Bodensee.

Winterstaude – Gipfelsturm über die östliche Flanke

5.     Riedberhorn, das Tor zum Allgäu

Riedberghorn

Auch das Riedberghorn gehört zu jenen Gipfeln, die zu jeder Jahreszeit zu begeistern wissen und zudem auch für weniger Geübte geeignet ist. Für mich gehört er zudem zu jenen Gipfeln, auf denen der Sonnenaufgang einen besonderen Reiz ausübt. Im Frühling wartet der Aufstieg zum Gipfel mit wunderschönen Alpenblumen auf. Zudem beeindruckt das Panorama, was man kaum erwarten würde, auf dem Gipfel. Die Wanderung kann beliebig ausgedehnt und verkürzt werden und eignet sich daher auch ideal für einen Ausflug mit Kindern in die Bergwelt des Allgäu.

Morgenerwachen auf dem Riedberghorn

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Eine Tour zwischen Großer Schlicke und Köllenspitze

Es muss nicht immer ein Gipfel sein, um von Natur und Landschaft beeindruckt zu werden. Die hier angeführte Tour ist eine Rundtour durch das Reintal, das sich hinter den bekannten Kletterbergen der Tannheimer Berge versteckt. Eine Rundtour, die landschaftlich alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Eine Rundtour durch das Mittelgebirge, das auch für Familien mit Kindern bestens geeignet ist, wenn sie denn etwas Kondition mitbringen.

 

Ausgangspunkt Grän / Talstation Gondelbahn

 

Ausgangspunkt für uns war die Talstation der Gondelbahn in Grän. Von hier aus ging es mit der Bahn bergwärts zur Sonnenalm. Die Sonnenalm ist gleichzeitig auch die Bergstation der Gondelbahn. Spätestens ab hier befindet man sich im schönsten Mittelgebirge der Tiroler Alpen mit all seiner landschaftlichen Schönheit.

Von hier geht es unterhalb der Läuferspitze auf einem schönen Berg- und Wiesenweg zum Füssener Jöchl (1.818m). Ein Jöchl der besonderen Art, denn von hier aus überblickt man nicht nur das schöne Reintal, sondern vor allem auf der südlichen Seite die schönen, kargen Kletterberge der Tannheimer Berge und auf der nördlichen Seite die grünen, dagegen beinahe sanft anmutenden Kuppen um die Große Schlicke herum. Unterhalb des Füssener Jöchl in den steil abfallenden Wiesen tummelt sich gerne das Steinwild zahlreich. Ein schöner Anblick, der zum Staunen einlädt.

Tipp für Gipfelstürmer: wer auf einen Gipfel nicht verzichten kann und möchte, der kann von der Sonnenalm auf die schöne Läuferspitze (1.958m) aufsteigen und von hier auf das Hallgehrenjoch laufen. Ein schöner, sehr lohnender Abstecher!

Vom Füssener Jöchl zum Hallgehrenjoch

 

Unterhalb der Ostseite der Läuferspitze geht es in Richtung Hallgehrenjoch weiter. Auch hier wandert man auf einem schönen Gebirgsweg oberhalb des Reintals beinahe eben auf die andere Talseite. Zwischen Latschenkiefer und über Wurzelwerk führt der Weg auf der Südseite der kargen Felsen weiter. Ein herrlicher Blick ins Tal und vor allem auf den schönen Haldensee sind hier das absolute Highlight ehe man das Hallgehrenjoch auf 1.851m erreicht. Von hier aus steigen die Kletterfreunde zu den bekannten Gipfeln wie Schartschrofen, Gimpel und Rote Flüh auf. Der Weg dieser Tour führt aber vom Hallgehrenjoch hinab ins Reintal. Ein steil abfallender Gebirgsweg schlängelt sich hinab ins Tal. Anfangs steinig, später übergehend in einen Wald- und Wiesenweg.

Vom „Hüttendorf“ zur Musauer Alm

 

Unmittelbar mit verlassen der lichten Bewaldung erreicht man ein kleines Hüttendorf. Hier befinden sich die schönen Hütten des Alpenvereins Augsburg (Füssener Hütte, Otto Mayr Hütte), sowie die Selbstversorger Hütte des Alpenvereins Friedberg (Willi Merkl Hütte). Alle drei Hütten sind lohnend für einen Einkehrschwung, allerdings ist dieser bei der Routenauslegung dieser Variante bei der Musauer Alm (etwas 20 – 30 Minuten Fußmarsch) sinnvoller angebracht.

Hinter der Otto Mayr Hütte führt ein wunderschöner Waldweg talwärts in Richtung Musau. Auch hier kann man immer wieder Tiere in freier Natur beobachten, wenn man entsprechend ruhig wandert. Entlang dem Sababach geht es am Ende des Waldweges auf dem Güterweg zur Musauer Alm auf 1.290m. Spätestens hier sollte man sich einen Einkehrschwung gönnen und frischen Käse direkt von der Alm genießen.

Gestärkt in den Kampf mit den Höhenmetern

 

Nach einer guten Stärkung geht es direkt bei der Musauer Alm über einen Wald- und Wiesenweg hoch zur Großen Schlicke. Nicht irritieren lassen, hier ist wirklich nur die Große Schlicke angeführt, aber diese ist nicht das Ziel dieser Variante!

Ein wunderschöner Waldweg führt uns hoch in Richtung Großen Schlicke. Mit Erreichen der etwas lichteren Bewaldung erreicht man auch die Weggabelung. Hier hält man sich links in Richtung Otto Mayr Hütte und Füssener Hütte und wandert beinahe eben unterhalb der Großen Schlicke in Richtung „Hüttendorf“. Das schöne Reintal liegt vor den Füßen und der Blick auf die schönen Kletterfelsen macht beinahe Lust auf mehr.

Bei der nächsten Weggabelung, die bald erreicht ist, wandert man nun wieder leicht bergwärts in Richtung Kleine Schlicke (1.817m). Diese ist über einen kurvenreichen Waldweg bald erreicht.

Unterhalb des Hahnenkopf (1.942m) geht es von der Kleinen Schlicke wieder zurück in Richtung Füssener Jöchl und zur Bergstation der Gondelbahn.

Eine sehr lohnende Tour, die landschaftlich wirklich mit allem Aufwarten kann und auch Kinder mit Abwechslung und vor allem einer zum Greifen nahen Tierwelt begeistern wird. Wichtig für diese Wanderung ist lediglich gutes Schuhwerk. Ich empfehle für diese Tour Schuhwerk, das die Knöchel schützt und vor allem über eine gute Sohle verfügt. Aktuell gibt es für den gut sortierten Outdoorhändler naturzeit.com lohnende Aktionen. Ein Schuh, der es mir angetan hat (vielleicht aufgrund des ursprünglichen Charakters) ist der Meindl Guffert GTX. Kein billiger Schuh, aber ein Schuh, der sich gut trägt, tolle Eigenschaften hat und meiner Meinung nach optisch was hergibt. Aber das wiederum ist natürlich Geschmacksache.

Wegstrecke 9,9km
Gehzeit 4-5 Stunden
Höhenmeter 1.011m
Höchster Punkt Hallgehrenjoch (1.928m)
Einkehrmöglichkeiten Sonnenalm, Otto Mayr Hütte, Füssener Hütte, Musauer Alm
Parkmöglichkeiten Auer

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

Tannheimer Tal - Höhenmeter

 

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Tannheimer Berge – 5 Jungs, 4 Hütten, 3 Touren und …

Das Tannheimer Tal und seine Berge liegen im schönen Tirol und gehören zu den Allgäuer Alpen. Bekannt ist das schöne Tal für seine beeindruckenden Gipfel und seine landschaftliche Schönheit. Beeindruckend ist aber vor allem die Vielfalt an Möglichkeiten mit dem das Tannheimer Tal aufwarten kann. Hier findet wirklich jeder etwas für seinen Geschmack – egal, ob Biker, Kletterer oder Wanderfreund.

 

Wie jedes Jahr, habe ich auch in diesem Jahr für mich und 4 Jungs (13-14 Jahre alt) eine „Bleibe“ in den Bergen gesucht. Dabei haben wir natürlich bereits fixe Vorstellungen:

  • Selbstversorgung ist Pflicht
  • Möglichst ruhige Lage
  • Möglichst hohe Lage
  • Einsamkeit und die Möglichkeit für schöne Touren

Die unsichere Wetterlage hat uns dazu bewogen, Hütten oberhalb von 2.000 Höhenmeter auszugrenzen und so sind wir recht bald fündig geworden und sind auf die schöne Willi Merkl Hütte gestoßen. Die vor allem auch für meinen Bruder (Down-Syndrom), der zu Fuße nicht ganz so fit ist, ein ideales Ziel sein sollte. Von hier aus sollten schöne Touren und Wanderungen möglich sein und für mich sollte sich ein Sonnenaufgang auf der schönen Kellenspitze an einem der Tage ausgehen. So der Plan. Aber es kommt nicht selten anders, als man denkt.

Willi Merkl Hütte
Willi Merkl Hütte

Ausgangspunkt Grän / Talstation Gondelbahn

 

Ausgangspunkt für uns war die Talstation der Gondelbahn in Grän. Von hier aus ging es mit der Bahn bergwärts zur Sonnenalm. Die Sonnenalm ist gleichzeitig auch die Bergstation der Gondelbahn. Natürlich hätte man auch vom Tal aus aufsteigen können, aber zum einen lieben wiralle das Hochgebirge und zum anderen ist der Aufstieg über den Güterweg kein echtes Highlight.

Von der Bahn aus kann man bereits die herrliche Bergwelt der Tannheimer Berge bewundern. Die Läuferspitze rechts von der Sonnenalm lässt bereits erahnen, wie kantig und markant die Gipfel hier sein können. Links der Bergstation liegen die beliebten Ziele Sefenspitze und Sebenspitze. Nicht ohne Grund, denn mit wenig Schwierigkeit und Anspruch können hier in kurzer Zeit schöne Gipfel im Mittelgebirge erklommen werden.

Sonnenalm - Tannheimer Berge
Sonnenalm – Tannheimer Berge

Über das Hallergehrenjoch zur Willi Merkl Hütte

 

Spätestens wenn man die Gondel an der Bergstation verlässt, ist man verzaubert von der landschaftlichen Schönheit, mit der die Tannheimer Berge aufwarten können. Nicht ohne Grund ist man hier daher selten allein und muss sich dieses Paradies mit anderen Naturliebhabern teilen.

Unterhalb der Läuferspitze – meinem Bruder war der Anstieg optisch doch zu viel – geht es zum Reintal Joch. Ein wirklich lohnendes erstes Ziel, denn spätestens ab hier ist man wirklich begeistert, denn man überblickt von hier aus das gesamte Reintal und die mächtige Bergwelt. Links der Blick zur Großen Schlicke und rechts der Blick zu den mächtigen und beliebten Kletterzielen, wie Schartschrofen, Gimpel und Köllenspitze. Und nicht zu vergessen der Blick ins langgezogene Reintal direkt vor den Füßen.

Vom Reintal Joch geht es direkt unterhalb der Läuferspitze in Richtung Schartschrofen. Hier sollte man ruhige und leise wandern, denn hier kann man das Steinwild normalerweise zahlreich bewundern. Wir hatten Glück und das Steinwild war quasi zum Greifen nahe. Ein wunderschöner Anblick, der nicht nur mich begeistert hat.

Halgehrenjoch
Halgehrenjoch

Bevor man das Hallgehrenjoch erreicht, wandert man auf der Rückseite dieses Kletterparadieses und wird mit einem wunderschönen Blick auf den Haldensee belohnt. Zwischen Latschenkiefer und über Wurzelwerk geht es zum Hallgehrenjoch. Schartschrofen und seine Freunde haben es mir angetan, aber meinen Bruder zieht es von hier aus talwärts. Vielleicht auch deshalb, da man von hier aus bereits unser Ziel, die Willi Merkl Hütte, erblicken konnte. Schade.

Füssener Hütte
Füssener Hütte

Der Abstieg erfolgt über wunderschönes Gelände, aber dem Boden ist anzumerken, dass er zuletzt etwas viel Wasser abbekommen hat und so wird der Abstieg etwas mühsam. Nicht wegen der Jungs oder mir, sondern vor allem wegen meinem Bruder, der immer wieder ins Rutschen kommt. Fluchend, schimpfend und nicht mehr wirklich ruhig kämpfen wir uns so Hand in Hand in Richtung Hütte. Immer wieder rutschen wir zu Zweit talwärts, statt Schritt für Schritt zu gehen. Aber auch das hat etwas.

Abstieg über Wurzelwerk
Abstieg über Wurzelwerk

Entlang dem Sababach laufen wir nun endlich eben in Richtung Hütte. Die Stimmung hellt sich auf und auch die Freude und Begeisterung kehrt bei meinem Bruder zurück. Aber vor allem der Stolz auf das Geleistete ist beim Blick zurück in sein Gesicht geschrieben.

Die drei Hütten – Füssener Hütte, Otto Mayr Hütte und Willi Merkl Hütte, sind rasch erreicht. Auf der Füssener Hütte belohnen wir uns – die drei Jungs warten hier bereits seit geraumer Zeit ungeduldig – mit einem guten Essen. Der Schweinebraten und der Kaiserschmarren munden perfekt.

Käse und Milch von der Musauer Alm

 

Unsere Hütte, die Willi Merkl Hütte, ist eine Selbstversorger Hütte des AV Friedberg. Eine wirklich schöne, urige Hütte, die vor allem für die nächsten drei Tage uns alleine gehört! Ein Traum. Ein Grund mehr mit zwei Jungs den Weg zur Musauer Alm, die etwas 250 Höhenmeter tiefer und circa 30 Minuten entfernt liegt, zu suchen, um für das Frühstück Käse, Milch und Butter auf den Tisch zu zaubern.

Musauer Alm
Musauer Alm

Ein wunderschöner Waldweg führt direkt von der Otto Mayr Hütte zur Musauer Alm. Auf dem Weg quert ein Reh unseren Weg und ein weiteres äst quasi eine Handlänge von uns entfernt. Die Jungs sind begeistert und man kommt sich beinahe vor wie im Zoo, denn Angst kennt das Getier hier wohl nicht.

Zufriedene Tierwelt
Zufriedene Tierwelt

Die schöne Musauer Alm ist bald erreicht. Wie es aber ein Männerhaushalt gerne so hat, hat er auf gewisse Dinge vergessen und da Milch nicht in den Händen transportiert werden kann, muss auf diese verzichtet werden, aber auf leckeren Käse verzichten wir nicht!

Beim Rückweg träume ich bereits vom Sonnenaufgang auf der Kellespitze (Köllenspitze), die ich am nächsten Morgen in Angriff nehmen möchte. So zumindest mein Plan, der aber bei Erreichen unserer Unterkunft immer weiter in Ferne rückt, denn kaum schließen wir die Türen hinter uns, scheint die Sintflut ihre Heimat gefunden zu haben. Uriges „Geprassel“ auf dem Dach, den Fenstersimsen und der Hauswand beeindrucken uns alle.

Nach einem leckeren, selbstgemachten Rösti geht es an den Spielabend wie es sich für einen richtigen Hüttenaufenthalt gehört. Der Regen spielt mit, soviel steht fest, noch aber hoffe ich auf den nächsten Morgen und ein baldiges Ende der Sintflut. Aber spätestens mit der Einkehrenden Nachtruhe wird mir klar, dass ich keinen Wecker stellen muss. Denn der Himmel hat offensichtlich Wasser in Hülle und Fülle zur Verfügung.

Leckeres Rösti
Leckeres Rösti

Es kommt immer anders als man denkt …

 

…denn als ich am früheren Morgen, aber leider zu spät für eine schöne Gipfeltour in den Sonnenaufgang, vor die Hütte trete, ärgere ich mich über mich selbst, denn vom Regen, den Wolken und der Sintflut ist keine Spur mehr. Ein traumhaft schöner Tag steht bevor. Die kurze Zeit, die mir verbleibt, bevor es an das Frühstück geht, nütze ich und steige auf zum Hallergehrenjoch. Die aufgehende Sonne verzaubert die Felswände und lässt sie in rötlichem Licht erscheinen. Die Felswände der Berge leuchten, als ob man in den Dolomiten wäre. Ein Traum!

Sonnenaufgang - Gehrenspitze
Sonnenaufgang – Gehrenspitze
Schartschrofen in roten Farben
Schartschrofen in roten Farben

Nach dem tollen Bergler-Frühstück auf der Hütte machen wir uns auf den Weg zur Vilser Scharte, die über einen schönen Berg- und Wiesenweg direkt von der Hütte aus erreicht werden kann. Unser eigentliches Ziel, die Große Schlicke, klammern wir für meinen Bruder aus, ihn zieht es einmal mehr in Richtung Verpflegungsstation und so wandern wir zurück in Richtung Sonnenalm. Was aber auch die Jungs glücklich macht, denn hier gibt es WLAN und ein Netz 🙂 Beides ist im Reintal nicht verfügbar und so sind alle glücklich und zufrieden.

Für mich ist hier jedoch beinahe etwas zu viel los, offensichtlich wissen auch viele andere um die Schönheit der Tannheimer Berge.

Beim Rückweg zur Hütte entdecken wir das Geschenk des Regens, Schwammerl in Hülle und Fülle und so ist klar, dass sich vor dem Abendessen ein Sammeltrupp auf den Weg machen wird. Zwei Jungs und ich machen uns direkt von Hütte aus auf den Weg in Wald und sammeln für das leckere Abendessen. Und wirklich lange suchen muss man hier nicht, Schwammerl gibt es hier zur Genüge.

Eine leckere Schwammerpfanne rundet so einen schönen Grillabend auf der herrlichen Terrasse mit Blick auf die markante Bergwelt bei Sonnenschein ab. Was will man mehr.

Leckere Schwammerlpfanne
Leckere Schwammerlpfanne

Mit einem herrlichen Spieleabend ohne WLAN und Netz rundet den wunderschönen Tag in den Bergen ab.

Dunkle Wolken als Ansporn

 

Die Wetterprognose hält was sie verspricht, unsicheres Berg- und Sommerwetter. Dunkle Wolken türmen sich hinter den schönen Gipfeln auf, noch haben wir Sonne bei unserem Frühstück, aber wenn wir trocken zurück ins Tal kehren wollen, dann müssen wir zeitig aufbrechen. Mein Bruder, der Wasser und Regen scheut, ist heute richtig gut zu Fuß und macht Tempo. Vielleicht auch deshalb, weil er sich seinem Rucksack entledigt hat und diesen mir in die Hände gedrückt hat. Bei strahlendem Sonnenschein geht es früh am Morgen durch die herrliche Bergwelt zurück zur Bergstation der Gondelbahn. Die Jungs eilen in einem Höllentempo voraus, denn sie möchten auf die Bahnfahrt verzichten und zu Fuß absteigen. Ein Ziel, das sie auch erreichen, dass sie aber auch in den Beinen spüren. Mit Wehmut steigen mein Bruder und ich in die Gondelbahn und fahren ins Tal hinab. Schade, dass für die Köllenspitze das Wetter zu unsicher war. Aber heute ist nicht aller Tage Abend und das letzte Mal war ich hier mit Sicherheit nicht, denn Kelleschrofen, Köllenspitze und Gimpel haben mich zu sehr beeindruckt.

Herrliche Tage in der Bergwelt finden so ihr Ende, aber eines ist klar, schon bald machen wir uns alle wieder auf den Weg und machen die Berge unsicher. Unsere letztjährige Hochtour zur Neuen Reutlinger Hütte, der östlichen Eisentalerspitze und die diesjährige Tour waren zu schön, um …. die Jungs sind auf den Geschmack gekommen und haben bereits ein neues Ziel ins Auge gefasst, Hüttentage im Winter …

Weiterführende Informationen und Berichte über die Region:

Vor allem für die Kletterer unter Euch möchte ich den Bericht von Magazin „Bergzeit“ empfehlen! Beim nächsten Besuch im Tannheimer Tal – der bestimmt ansteht – werde ich mich auch wieder ins Abenteuer wie im Magazin „Bergzeit“ beschrieben stürzen:

http://www.bergzeit.de/magazin/klettern-rote-flueh-sturm-im-paradies-tannheimer/

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Besuch eines alten Bekannten – Großer Widderstein (2.533m)

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Einmal im Jahr sollte man alte Bekannte doch besuchen? Der Große Widderstein gehört zu jenen Bekannten, die ich liebend gerne besuche. Immer dann, wenn die Zeit knapp ist und ich aber dennoch etwas Besonderes erleben möchte. Der Große Widderstein thront am Rande der Allgäuer Alpen und besticht durch seine mächtige Erscheinung. Ein begehrtes Ziel für Viele. Daher bekommt er von mir nur unter der Woche Besuch!

Ausgangspunkt – Hochtannberg

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz auf dem Hochtannbergpass. Bereits hier hat man das Flair von Hochgebirge und wär im Frühsommer unterwegs ist, der wird mit einer herrlichen Blüten-/Blumenpracht beschenkt. Was im Moment der Fall ist. Die unten im Bericht angeführten Zeitangaben beziehen sich auf „normale“ Bergtourengeher. Wer etwas geübter ist, der bewältigt diese Tour deutlich rasanter.

Vorbemerkung

 

Der Große Widderstein wird gerne als schwierig eingestuft. Der Gipfel erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, aber es gibt deutlich schwierigere Gipfelziele. Das Problem des Widderstein ist vor allem der Steinschlag, der durch andere Wanderer oder Steinwild ausgelöst werden kann. Der Aufstieg erfolgt in einer engen Schneise und daher sollte diese Gefahr nicht unterschätzt werden. Bei feuchten Verhältnissen können zudem die Felsen, Steine und Passagen sehr rutschig sein. Hier gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen.

Aufstieg zur Widderstein Hütte

 

Vom Hochtannbergpass steigt man über herrliche Alpwiesen hoch in Richtung Widderstein und Widdersteinhütte. Der Blick nach Warth, zum Karhorn, zur Mohnenfluh und anderen erhabenen Gipfeln hier in der Region ist beeindruckend.

Die Pflanzenvielfalt, die man hier vorfindet ist beeindruckend. Wer Kräuter sammeln möchte und das noch mit Hochgebirgsflair, der ist hier richtig! Hier gibt es so einige Heilkräuter, die die Kraft der Berge in sich tragen.

Zur Widdersteinhütte ist es nicht weit, in weniger als 45 Minuten ist diese erreicht. Kurz vor der Hütte gabelt sich der Weg. Hier hält man sich links in Richtung Bregenzerwald.

 

Gipfelsturm – Großer Widderstein

 

Nach nur wenigen Schritten auf diesem Pfad gabelt sich der Weg erneut. Hier steigt man nun ein in den Gipfelsturm zu diesem erhabenen Gipfel. Anfänglich geht es über Schotter hoch bis zu den Felswänden des Großen Widderstein.

Dort angekommen steigt man in der Schneise zwischen den Felsen langsam hoch in Richtung Großer Widderstein. Immer wieder mal heißt es etwas Hand anlegen, aber man muss kein geübter Bergsteiger sein, um diese Passagen zu bewältigen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber Grundvoraussetzung für den Großen Widderstein.

In der Schneise gilt es immer wieder darauf zu achten, ob Steinwild die Passagen quert oder andere Gipfelstürmer wieder absteigen, denn Steinschlag ist hier kein guter Begleiter. Umgekehrt gilt, wer absteigt, bitte vorsichtig absteigen und nach Möglichkeit keine Steine lösen, denn diese stellen eine Gefahr für die Aufsteigenden dar.

Der Aufstieg auf den Großen Widderstein ist wunderschön und erfreut ein jedes Bergsteigerherz. Auch der Gipfel ist überraschend schnell erreicht. Der Blick, das Panorama des Großen Widderstein sind einmalig und an schönen Tagen hat man hier das Gefühl die kompletten Alpen überblicken zu können. Ein wahrlich beeindruckender Gipfel.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Wege, es sei denn man macht bei der Widdersteinhütte einen Einkehrschwung, was durchaus empfehlenswert ist. Aber der Weg ändert sich dadurch nur unwesentlich J

 

Wegstrecke 5,9km
Gehzeit 3-4 Stunden
Höhenmeter 882m
Höchster Punkt Großer Widderstein (2.533m)
Einkehrmöglichkeiten Widdersteinhütte
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Hochtannbergpass

 

Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
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Hoch Häderich (1.565m) – „Blumen sind das Lächeln der Erde.“ Emerson

Der Hoch Häderich (1.565m) ist ein Gipfel in den Allgäuer Alpen und gehört zu den beliebten Ausflugs-/Wanderzielen im Vorderen Bregenzerwald. Im Winter ist die Alpenarena bekannt für die schöne Langlaufloipe und das familienfreundliche Skigebiet. Zu den anderen Jahreszeiten ist die Gegend um den Hoch Häderich ein kleines Paradies für Naturliebhaber.

Hoch Häderich – einmal anders

 

Der Hoch Häderich wird vor allem von der nördlichen Seite her „gestürmt“. Kein Wunder, denn der Anstieg ist von dieser Seite etwas „sanfter“ und zudem von schönen Einkehrmöglichkeiten umrahmt. Wer das liebt, der bleibt im Norden. Mir persönlich ist der Süden lieber J

Einstieg für die hier angeführte Tour ist das Lecknertal. Direkt bei der Mautstelle oder knapp davor kann das Auto geparkt werden. Gleich danach führt ein kleiner Wald- und Wiesenweg links den Hang hoch. Geradeaus geht es weiter Richtung Lecknertal, Koppachstein und andere herrliche Wandervergnügen.

Alpwiesen wie zu alten Zeiten

 

Nachdem man sich durch den Wald hochgearbeitet hat, nicht ohne vom herrlichen Geräusch der rauschenden Bergbäche begleitet zu werden, erreicht man die Alpwiesen der Streichbrunnenalpe. Die Wiesen hier sind mit einer Vielfalt an Blütenpracht übersäht, die man heute kaum mehr findet. Ein guter Grund sein Tempo etwas zu verlangsamen und zu genießen. Die Wiesen sind durchzogen von kleinen rauschenden Bächlein, die sich ins Tale stürzen. Ein herrlicher Anblick.

Die Lochalpe unterhalb des Hoch Häderich

 

Kurvenreich und stet steigend geht es weiter hoch in Richtung Hoch Häderich. Erneut passiert man herrliche Alpwiesen und erreicht erfüllt vom schönen Anblick die Lochalpe. Über einen schmalen Wiesenweg geht es nun westlich vom Gipfel weiter bergwärts, bis man erneut in den lichten Wald eintritt. Der Blick ins Tal, das Lecknertal und den Vorderen Bregenzerwald ist ein weiteres Highlight dieser schönen Tour. Auf dem schönen Waldweg läuft man nun westlich hoch, bis man die Hauptroute (die Route des Nordens) erreicht, und kann nun dieser Folgen, bis man den Gipfel des Hoch Häderich erreicht.

Abstieg ins Lecknertal

 

Unterhalb des Gipfels zweigt sich der Weg. Hier wählt man nicht die Aufstiegsvariante, sondern den scheinbar direkten Weg ins Lecknertal. Immerhin geht es talwärts. Vorbei an der Urschlabodenalpe geht es talwärts. Bis man den Forstweg der Schwarzenberger-Plattenalpe erreicht. Auf diesem geht es nun in Richtung Lecknertal vorbei an der Ohligschwendalpe. In nur wenigen Minuten erreicht man den Fahrweg (mautpflichtig) des Lecknertals und wandert über herrliche Wege zurück zum Ausgangspunkt.

Eine landschaftlich beeindruckende Tour, die auch mit Kindern gut bewandert werden kann, wenngleich für diese die nördliche Variante vielleicht die etwas interessantere ist.

Daten :

  • Wegstrecke: 7,8km
  • Höhenmeter: 736m
  • Höchster Punkt: 1.565m
Hoch Häderich
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com

 

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Allgäuer Alpen – Öffnungszeiten der Berghütten

 

Dank der guten Wetterlage ist die Wandersaison in den Allgäuer Alpen längst eröffnet. Noch ist man auf vielen Wegen als Selbstversorger unterwegs. Aber das ändert sich bald.

Für Hüttenfans und begeisterte Alpinisten habe ich hier eine Liste aller Hütten in den Allgäuer Alpen samt Öffnungszeiten zusammengestellt:

Hütte Hüttenart Öffnungs-zeiten Mail Telefon
Haus Missen Selbstver-sorger ganzjährig
Schwand-Alpe ganzjährig info @ dav-ulm.de 0731/9216777
Ravensburger Haus Selbstver-sorger ganzjährig 49/751/24287
Staufner Haus ganzjährig staufner-haus @ t-online.de 0049/8386/8255
Otto-Schwegler-Hütte Selbstver-sorger ganzjährig otto.schwegler.huette @ gmail.com 0175/9586137
Altes Höfle Selbstver-sorger 0049/(0)731/603075-20
Mahdtalhaus Selbstver-sorger ganzjährig info @ dav-mahdtalhaus.de 0043/5517/6423
Schwarzwasserhütte Anfang Juni-
Mitte Oktober
schwarzwasserhuette @ hotmail.com 0043/5517/30210
Fiderepaßhütte Ende Mai-
Mitte Oktober
info @ fiderepasshuette.de 0043/5517/20626
Mindelheimer Hütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
Rappenseehütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
0049/8322/700155 (Tonband)
Waltenberger Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
huettenwirt @ waltenbergerhaus.de 08322/700156 (Tonband)
Kemptner Hütte Mitte Juni-
Mitte Oktober
0049/8322/700152 (Tonband)
Hermann von Barth Hütte Mitte Juni-
Ende September
info @ hermann-von-barth.at 0043/5634/6671
Edmund Probst Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
post @ edmund-probst-haus.de 0049/8322/4795
Prinz Luitpold Haus Pfingsten-
Anfang Oktober
info @ prinz-luitpoldhaus.de 08322/700154 (Tonband)
Schwarzenberghütte ganzjährig 0173/3927766
Landsberger Hütte Pfingsten-
3. Sonntag im
Oktober
0043/5675/6282
Haus Schattwald Selbstver-sorger ganzjährig 0049/731/77884
Bad Kissinger Hütte Anfang Juni-
Ende Oktober
badkissingerhuette @ aon.at 43/5677/20088
Haldenseehaus Selbstver-sorger ganzjährig 0043/5675/8135
Tannheimer Hütte Mai bis Ende
Oktober
info @ dav-kempten.de 0043/676/5451700
Willi-Merkl Gedächtnis Hütte Selbstver-sorger
Otto Mayr Hütte Mitte Mai-
Mitte Oktober
ottomayrhuette @ post-ist-da.de 0043/5677/8457

 

Die Öffnungszeiten der Berghütten im Bregenzerwald gibt es hier!

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