Archiv der Kategorie: Anliegen Alpen

Volunteer Nepal – schenke den Kindern Nepal’s Deine Zeit

Das hinduistische Nepal gehörte bereits vor den schweren Erdbeben 2015 zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen, insbesondere die Kinder, benötigen vor Ort jede erdenkliche Hilfe!

Das Land selbst ist ein Land der Superlative. Der Himalaya mit dem höchsten Berg der Welt – der Mount Everest –, den vielen saftig grünen Wald- und Wiesenlandschaften, dem wilden Dschungel im Süden des Landes und die mystisch anmutenden Nebelwälder sorgen für eine landschaftliche Schönheit, die ihres Gleichen sucht.

Nichts desto trotz ist Nepal heute mehr denn je ein Entwicklungsland. Die Analphabeten-Quote liegt bei über 50 %. Bei den Erdbeben 2015 wurden tausende Wohnhäuser, Schulen und andere Gebäude zerstört. Das Land braucht heute dringender denn je jede nur mögliche Unterstützung.

Für die Volunteer Tätigkeit werden sowohl Menschen mit, als auch ohne spezielle Berufsausbildung gesucht. Zum einen werden Menschen gesucht, die beim Wiederaufbau der Gebäude behilflich sind und bereit sind anzupacken, zum anderen Menschen, die durch ihre Berufsausbildung Unterstützung anbieten können. Egal, ob sie Pädagoge sind und den Kindern Englisch Unterricht geben können oder ob sie Bauingenieur sind, jede Unterstützung ist gefragt!

Die Hilfsorganisation SCCNepal ist in den Dörfern nördlich von Kathmandu tätig. Ein weiteres Projet befindet sich im Nordwesten von Kathmandu.

Factbox:

 

Altersbegrenzung Ab 18 Jahren
Beginn Flexibel
Einsatzdauer 10 Tage – max. 21 Wochen
Projektstandorte In Dörfern nördlich oder nord-westlich von Kathmandu
Unterbringung Gastfamilien
Sprachkenntnisse Gute Englischkenntnisse
Flugkosten € 500-750,–
Kosten/Tag vor Ort maximal US$ 15,–
Transfer zum Einsatzort US$ 10,–

 

Wenn auch du Nepal mit deiner Zeit unterstützen möchtest, dann verwende das Kontaktformular auf dieser Seite. Um eine optimale Organisation und den bestmöglichen Einsatzort zu gewährleisten, möchte ich dich bitten, mir den Wunschtermin, als auch deine berufliche Qualifikation bekannt zu geben. Bitte auch anführen, ob und welche Art der Arbeit du dir vorstellen kannst und welche nicht. Zudem würde mich Deine Motivation interessieren :). Es ist für dich, aber auch die Einsatzgebiete und Menschen vor Ort besonders wichtig, dass im Vorfeld möglichst alle Details abgestimmt und besprochen werden. Nur so ist die Hilfe vor Ort effizient und zielführend!

„Am kostbarsten sind die Menschen, die keine großen Reden halten, sondern jene, die mit Taten zur Seite stehen, wenn man sie braucht.“

Trekking im Anschluss an die Freiwilligenarbeit:

Nepal ist auf den Tourismus angewiesen. Durch die schweren Erdbeben ist auch in diesem Bereich eine wichtige Einnahmequelle für das Land zum Erliegen gekommen! Mit einer geführten Trekking-Tour im Anschluss an deine Freiwilligenarbeit kannst du das Land zusätzlich unterstützen.

Wenn du daran Interesse hast, dann kann ich dir auch hier den Kontakt zu ausgezeichneten Guides, wie zum Beispiel Thapaliya Bashudev, herstellen!

Trekking auf dem „Dach der Welt“ zahlt sich auf jeden Fall aus und mit deiner Tour unterstützt du zusätzlich das Land mit wichtigen Einnahmen.

„Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.“

Weiterführende Informationen:

Nepal braucht Dich – Unterstütze das Projekt von Helping Hands

Schenke den Kindern Nepal’s Deine Zeit! Es ist das wertvollste Geschenk, das Du machen kannst.

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Ein Basislager im Lechtal? Klingt nach 8000ern und doch …

Wenn man das Wort Basislager hört, dann denkt man automatisch an Himalaya, Nepal und andere hochgelegene Destinationen. Und doch kann sich ein solches auch in deutlich tiefer gelegenen Gebieten befinden beziehungsweise soll sich vielleicht bald dort befinden. Max und Markus, zwei ausgebildete Erlebnispädagogen und Naturfreaks, haben sich zum Ziel gesetzt, das einstige Zeltlager im Lechtal wieder zu reaktivieren. Grund genug, die Idee etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn sie klingt mehr als nur spannend.

Ein Basis-/Zeltlager im Lechtal – Heute und Morgen

Das Zeltlager in Steeg im Lechtal existiert seit vielen Jahren und wird von OUTWARD BOUND Deutschland betreut. Die Kürzung der staatlichen Fördermittel hat dazu geführt, dass das Lager zusehends vernachlässigt wurde. Gleichzeitig haben sich die Auflagen in Bezug auf Gruppenleiten im Wasser (wie z. B. Raften) deutlich verschärft.

Damit steht ein Stückchen Tradition, aber vor allem ein wichtiger Bildungsauftrag für junge Menschen, die sich hier mit sich selbst, aber auch der Natur auseinandersetzen lernen, auf dem Spiel. Max Erhardt und Markus Beck haben es sich zum Ziel gesetzt, das Basislager am Leben zu erhalten beziehungsweise zu reanimieren. Keine leichte Aufgabe, aber eine wichtige Aufgabe, die vor allem Respekt verdient!

Basislager Lechtal

Mich hat die Idee vom ersten Moment an fasziniert und vor allem ist es insbesondere für Jugendliche von besonderer Bedeutung sich selbst und die Natur unter freiem Himmel erfahren zu können.

Warum sollte man diese Initiative unterstützen?

Max und Markus sind gelernte Erlebnispädagogen. Gerade in der heutigen Zeit und Gesellschaft bleibt für Naturverbundenheit kaum mehr Zeit. Damit gehen wichtige, vielleicht auch essentielle Grundlagen für den Menschen verloren. Im Basis-/Zeltlager in Steeg soll wieder ein Stück Naturerlebnis geschaffen werden. Ein Ort, der die Selbstfindung, aber vor allem die Naturverbundenheit fördern soll. Landschaftlich schöner könnte das Zeltlager nicht liegen, denn es ist eingebettet im Herzen einer traumhaft schönen Gebirgswelt.

Basislager Lechtal

Das Basis-/Zeltlager soll, so die Idee von Max und Markus, zum einen von Gruppen in Eigenregie angemietet werden können, sprich die Organisation, Planung und Umsetzung erfolgt in eigener Planung oder aber auch in Begleitung der zwei Profis gebucht werden können.

Wer schon einmal das Glück hatte ein Outdoor-Camp oder eine Landschulwoche begleiten zu dürfen oder selbst aktiv dabei war, der weiß, wie wertvoll derartige Initiativen sind.

Ich selbst durfte schon zwei Mal eine Landschulwoche begleiten und bin leidenschaftlicher Outdoor „Übernachter“. Eine Erfahrung, die mein Leben bereichert hat und mir vieles gelehrt hat, aber vor allem Kraft für den arbeitsintensiven Arbeitsalltag viel Kraft und Ausdauer schenkt, aber vor allem die Achtsamkeit fördert.

Basislager Lechtal

Für mich ist daher dieses Projekt eines derjenigen, das gefördert gehört, eigentlich vom Staat, da es einen wichtigen Bildungsauftrag verfolgt, dieser lässt aber leider aus, deshalb braucht es uns ALLE.

Wo/Wie kann man dieses Projekt unterstützen?

Markus und Max haben sich für die anstehenden Investitionen auf einer Crowd-Funding Plattform eingenistet. Für folgende Anschaffungen und Investitionen werden die gesammelten Mittel benötigt:

  • Neue Zelte
  • Holzwände der vorhandenen Hütten streichen
  • Installation einer Homepage
  • Diverse andere Utensilien, die das Übernachten unter freiem Himmel verschönern

Hier findet ihr weitere Informationen zu diesem wirklich tollen Projekt.

Meine Bitte an Euch:

Wer dieses tolle Projekt finanziell nicht unterstützen kann (auch mit kleineren Beiträgen unterstützt werden), der kann das Projekt unterstützen, indem er diesen Beitrag auf Facebook, Google+ und Twitter teilt! Ich finde Max und Markus haben jede Unterstützung verdient. Schaffen wir gemeinsam etwas mehr Naturverbundenheit und Achtsamkeit!

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Nepal braucht DICH – in eigener Sache

Erst am 9. April habe ich Euch von Thapaliya Bashudev auf bergeinvorarlberg.com berichtet. Damals noch mit der Absicht sein Unternehmen, sein Engagement und seine Idee so gut wie irgendwie möglich zu unterstützen. Heute ist sein und das Anliegen seiner Familie und Freunde ein ganz anderes. Das Erdbeben hat in diesem ohnehin armen Land vieles dem Erdboden gleich gemacht. Tausenden Menschen das Dach über dem Kopf genommen und mühsam spärlich Aufgebautes und Erarbeitetes zerstört! Für Thapaliya Bashudev ist heute seine Idee und sein Unternehmen eine Nebensächlichkeit, die im Moment bedeutungslos erscheint. Heute geht es um das Überleben, ein Dach über dem Kopf, Essen und Trinken, es geht um einen Strohhalm der Hoffnung. Einen Strohhalm, den wir ihm und seinen Freunden bieten können.

Erschreckende Fakten

Nepal wurde innerhalb von nur wenigen Tagen von zwei schweren Erdbeben (7,1 und 7,8 auf Richterskala) heim gesucht. Das Erdbeben hat bis heute über 8.000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 16.500 Menschen wurden verletzt. Über 500.000 Häuser wurden durch das Erdbeben komplett zerstört. 3 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 1,4 Millionen davon brauchen JETZT und sofort Hilfe!

Nepal gehörte bereits vor dem Erdbeben zu einem der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen in Nepal brauchen heute unsere Hilfe! Jeder noch so kleine Beitrag hilft!

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Wie Du Bashudev und seinen Freunden helfen kannst?

Neben den vielen großen Organisationen die zu Spenden aufrufen, kannst Du Luciana, die Bashudev bei ihrem Trip durch Nepal persönlich kennen und schätzen lernte, unterstützen. Sie hat ihn, aber vor allem auch viele andere Nepalesen und deren unendliche Gastfreundschaft und Herzlichkeit lieben und schätzen gelernt! Sie war beim ersten Erdbeben vor Ort bei Bashudev und hat die Tragödie, den Horror miterlebt. Sie hat miterlebt, wie einem armen Volk das notwendigste zum Leben entrissen wurde. Sie hat miterlebt, wie unendlich groß das Leid und die Not in Nepal sind.

Aus diesem Grund hat sie ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, das Bashudev und seinen Freunden helfen soll, wieder etwas Hoffnung schöpfen zu können. Hoffnung, die wir schenken und spenden können.

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Was passiert mit dem Geld?

In erster Linie soll das Dorf Thanapati beim Wiederaufbau unterstützt werden. Viele Menschen haben ihr Dach über dem Kopf verloren, sind heute obdachlos. Unzählige Kinder haben bei den beiden Erdbeben ihre Eltern verloren. Die Not, das Elend und die Trauer kennen in Bashudev’s Ort und Region keine Grenzen.

Hilf auch Du dabei, dass diese Menschen wieder einen kleinen Funken Hoffnung verspüren dürfen!

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Wie kannst Du unterstützen?

Luciana sammelt mittels der Crowdfunding Plattform „gofundme“ Spenden für Bashudev und seine Freunde.

Du kannst Deine Spende direkt hier platzieren:

Dein Licht für NEPAL

Im Namen von Bashudev und seinen Freunden sage ich Dir jetzt schon DANKE für Deine Bereitschaft zur Hilfe!

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Stadtschrofen – der Gipfel der etwas anderen Art

Normalerweise berichte ich von den schönen Gipfeln der Alpen. Beschreibe Touren, Wanderungen und Erlebnisse. Der Stadtschrofen in Feldkirch ist ein Gipfel der etwas anderen Art. Er liegt im Naherholungsgebiet der Letze, wo auch ein buddhistisches Kloster liegt. Ein beliebtes und vor allem schönes Ausflugsgebiet abseits vom Verkehr geplagten Feldkirch. Und die Ironie will es, dass hier auch Maria Grün liegt. Ein Kleinod und eine Oase der Ruhe für viele, die einfach nur schnell aus dem Treiben der Stadt flüchten möchten.

Der Gipfel der besonderen Art ist, dass sich die Landespolitik dazu entschlossen hat, hier einen Abgasschacht für das neue Tunnelprojekt zu errichten. Nicht einen Kleinen feinen (wenn man das hier so schreiben kann), wie man vermuten würde, sondern einen 10-Meter hohen Lüftungsschacht. Aber das ist längst nicht alles, denn das die Politik nicht in die Zukunft gerichtet ist, wie sie das sein sollte, beweist, dass die Abgase ungefiltert in die Luft geblasen werden sollen. Ein Denkmal der besonderen Art möchte man meinen.

Jugendliche aus der Region machen bereits mobil und sammeln in einer Petition (http://www.stadttunnel.eu) Unterschriften gegen das geplante Projekt. Vielleicht auch deshalb, da der Jugend die Zukunft gehört und die beschließenden Sakko-Träger in Amt und Würden die Vergangenheit verwalten.

Für das Tunnelprojekt werden 226,5 Millionen Euro veranschlagt. Kein Wunder, dass hier keine Luft mehr für frische Luft ist. Dass das gesamt Projekt bis zur Fertigstellung noch etwas teurer kommen wird, steht ohnehin außer Frage und beweist, der Achraintunnel, der die veranschlagte Summe beinahe verdoppelt hat.

Das geplante Tunnelprojekt soll Entlastung für die Bärenkreuzung bringen. Ob dies der Fall sein wird, wenn man mit den lieben Nachbarn über der Grenze (Schweiz und Liechtenstein) keine gemeinsame Lösung anstrebt, steht in den Sternen, wenn wir diese angesichts der aufsteigenden Rauchwolken überhaupt noch sehen können.

Es stellt sich hier einmal mehr die Frage, wurden hier alle Möglichkeiten und Optionen gegeneinander abgewogen? Wurden Alternativen (Begünstigung bei öffentlichen Verkehrsmitteln und gleichzeitiger Ausbau derer) angedacht und kalkuliert? Aber der größte Gipfel stellt die ungefilterte Entlüftung auf dem Stadtschrofen dar. Ich bin kein Verkehrs- oder Umwelttechniker, aber in einer Zeit, in der über Klimawandel, CO² Emissionen und mehr gesprochen wird, erscheint dies nicht zeitgemäß. Eine grüne in die Zukunft gerichtete Handschrift trägt dieses Projekt nicht. Die wirtschaftspolitischen Aspekte seien freundlicherweise ausgeblendet, denn bei der kolportierten Investitionssumme stehen diese außer Frage.

Kein Wunder, dass für dieses Projekt laut einer Umfrage in der Feldkircher Bevölkerung keine Mehrheit zu gewinnen ist. Die Bevölkerung hat ein Interesse daran, dass Steuermittel in einer Zeit der Knappheit sinnvoll und vor allem Zukunft orientiert eingesetzt werden. Eine Aufgabe, die man bei den Wahlen, an die gewählten übertragt und darauf vertraut, dass diese Interesse wahrend erfüllt wird.

Es ist beachtlich und vor allem bewundernswert, dass sich Jugendliche engagieren und sensibilisieren. Eine Petition, die nicht blind um sich schlägt, sondern lediglich auffordert, über Alternativen nachzudenken. Jugendliche, die ihre Zukunft mit gutem Recht mitgestalten wollen und gehört werden wollen! Eine Petition, die man unterstützen kann und soll, denn mit den heutigen Möglichkeiten muss es Alternativen geben, die etwas grüner und Zukunfts orientierter sind.

feldkirch

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Wenn das Schaf zum Gebirgsjäger wird ….

Wer in den Bergen unterwegs ist, der kennt sie, die Grünerle oder auch als Laublatsche bekannt. Sie hat eine Wuchshöhe zwischen drei und sechs Meter und gehört – wen wunderts, wohnt sie doch in den Bergen – zu den robusten Pflanzen in den Alpen. Bislang war sie gern gesehen in den Bergen, denn sie verhindert Hangrutschungen und ist vor allem in lawinengefährdeten Gebieten (häufig Nordhänge) häufig die einzige Baumart. 

Wer im Gebirge mit offenen Augen unterwegs ist, kann jetzt feststellen, dass viele Hänge von Schafherden bewandert werden. Allerdings nicht die allseits bekannten weißen, sondern ein beinahe, quasi, schwarzes Schaf macht sich an den Hängen zu schaffen. Das Engadiner Schaf gehört, wie auch die Grünerle, zu den robusteren seiner Art und macht sich an den Hängen im Auftrag der Menschen zu schaffen. Das hat seinen Grund, denn die Grünerle, die ja eigentlich sehr nützlich ist, verbreitet sich rascher, als uns Menschen lieb ist. Das soll auf Dauer der Umwelt, dem Klima und der Wirtschaft schaden.

Man könnte jetzt fragen: „Wer hat’s erfunden?“. Ja, die Schweizer, denn die Schweizer haben bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit ihren Schafen. Diese machen ihre Arbeit gründlich – auch das ist nicht weiter verwunderlich, denn immerhin kommt ja auch das Uhrwerk aus der Schweiz – und spätestens nach zwei Jahren ist der Grünerle Einhalt geboten. Das Schaf macht sich nicht nur am Grün der Sträucher zu schaffen, sondern auch an der Rinde und das geht den Büschen unter die Haut.

Auch manche Ziege setzt der Grünerle zu, aber die effizienteste Art der Bekämpfung ist das Engadiner Schaf. Die weißen Schafe, die man häufiger sieht (was nicht weiter verwunderlich ist, denn es wirft mehr Fleisch ab), lassen die Grünerle links liegen. Und selbst der Mensch konnte mit dem braunen Schaf nicht mithalten, denn abgeholzte Grünerlen haben wieder ausgeschlagen.

Die Grünerle ist ein Egoist, denn neben ihr kann und darf nicht mehr viel wachsen. Zudem benötigt die Grünerle deutlich mehr Wasser als andere Bergpflanzen. Anscheinend (Quelle: Schweizerbauer) soll sie damit mit verantwortlich dafür sein, dass die Flüsse im Sommer weniger Wasser führen. Und genau hier meldet sich die Wirtschaft zu Wort, denn dadurch entgehen der Stromwirtschaft mögliche Erträge. Wo möglich mehr Erträge, als das Mehr an Fleisch des weißen Schafes abwerfen würde?

Interessant und vielleicht auch etwas verwegen, die Ergebnisse einer anderen Studie, denn die Grünerle soll überschüssigen Stickstoff als Lachgas in die Luft abgeben. Wer das lustig findet, dem setzt das Gas bereits zu, denn Lachgas ist alles andere als lustig, denn es sei als Treibhausgas dreihundertmal stärker als CO2.

Ein Grund für das Wachstum der Grünerle: viele Alpweiden wurden mangels Wirtschaftlichkeit aufgegeben und damit hat sich das Grünzeug Platz geschaffen. Seltsam irgendwie, denn es scheint sich alles im Kreis zu drehen. Hängt womöglich doch alles zusammen?

Bericht auf Schweizerbauer

Übrigens: dort wo sich die Schafe an die Sache gemacht haben, werden die Hänge vorab braun, wie das Vieh, das dafür verantwortlich ist 🙂 … wer sich auf die Suche machen möchte, muss nicht weit gehen, ein Blick vom Glatthorn zu den Hängen der Löffelspitze und man weiß wovon die Rede ist.

Garmisch-Partenkirchen – die Kehrseite der Medaille

Garmisch-Partenkirchen hat 26.000 Einwohner und ist Heilklimatischer Kurort in Bayern. Es ist ein Magnet des Tourismus – kein Wunder – liegt man doch am Rande der allseits bekannten Zugspitzarena. Durch die Austragung der Olympischen Winterspiele 1936 und 1996, sowie der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1978 und 2011 machte man sich als Wintersportort der Extraklasse einen Namen. Grund genug davon auszugehen, dass Garmisch-Partenkirchen auf der Sonnenseite des Lebens liegt.

Garmisch-Partenkirchen bietet dem modernen Touristen alles, was das Herz begehrt. Im Winter unzählige Pistenkilometer, im Sommer erstklassig bewirtschaftete Alpen und schön angelegte Wanderwege. Aber auch neben den sportlichen Möglichkeiten fehlt es an nichts, ein Kongresszentrum, viele hunderte Hotels und Pensionen, unzählige Bars und Geschäfte, sowie eine Spielbank sorgen dafür, dass jährlich über 1,3 Millionen Gäste in Garmisch-Partenkirchen nächtigen.

Dass das Ganze ökologisch seine Folgen hat, steht außer Frage und ist augenscheinlich. Im Sommer wandert man über schlammige, kahle Skihänge. Etwas, das nicht nur in Garmisch-Partenkirchen auf der Rechnung des Winterskisports zu verbuchen ist.

Was jedoch der Beitrag des WDR zum Tageslicht führt, ist längst nicht so bekannt, denn die Armut nimmt gerade in diesen Regionen zu. Eine Entwicklung, die man so nicht erwarten würde, aber die Folge des Massentourismus ist. Laut dem Bericht leben in Garmisch-Partenkirchen 20 Prozent aller Haushalte von weniger als 1.100 Euro im Monat. Das sind doppelt so viele wie im restlichen Bayern. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, die meisten der Saisonkräfte arbeiten zum Billiglohn im vermeintlichen Schlaraffenland. Von der Goldgrube Massentourismus ist man weit entfernt.

Der Ort ist mittlerweile zwei geteilt. Die einen wollen immer mehr Tourismus und die anderen fordern ein radikales Umdenken. Der Bericht des WDR zeigt deutlich, dass der Massentourismus in den Alpen nicht nur ökologische Folgen hat, sondern vor allem auch soziale. Ein Grund mehr Farbe zu bekennen und sich der Partei der Berge anzuschließen – Mountain Wilderness.

 Bericht des WDR:

Alpen abgezockt – Berge, Schnee und Billiglohn

Filmbericht des WDR – von Johannes Höflich und Jo Angerer

Weiterführende Berichte:

Gletscher zu verkaufen

Berg oder Vergnügungspark

Wie bei allem gilt auch hier, die goldene Mitte ist das, was uns allen gut tun würde. Aber Mittelmaß ist nicht gefragt, es sind die Extreme die verlockend sind.

Factbox Garmisch-Partenkirchen

Gletscher zu verkaufen …

In einem aktuellen Artikel titelt der ORF, dass ein Gletscherskigebiet zum Verkauf steht. Eine nicht zu unterschätzende Tragweite, die hinter diesem Vorhaben steht, gilt es zu beachten. Die Recherche des ORF hat zwar ergeben, dass es sich um kein Gletschergebiet in Österreich handelt, aber immerhin um einen Gletscher in Südtirol. Das mag zwar den Österreicher etwas beruhigen, aber dennoch ist das ein Signal, das es nicht zu unterschätzen gilt.

Eines ist klar, so lange die Gletscherskigebiete ihren lieben Profite abwerfen, dürfte an einen Verkauf nicht zu denken sein, es sei denn einer der Oligarchen liebäugelt mehr mit einem Gletscher, als mit einem Fußballverein. Übrigens: auch hier gibt es von Seiten der FIFA bereits Überlegungen, Ängste und Sorgen, die nicht unbegründet sind. Aber in diesem Bereich geht es – man verzeihe – „nur“ um den lieben Fußball, bei den Gletschern geht es um ein Gut, das eigentlich uns allen gehören sollte und – viel wichtiger – auch als schützenswert einzustufen ist. Dies gilt auch für das Wasser und die Berge im Allgemeinen.

In den letzten Tagen habe ich bereits vom „Vergnügungspark“ Nassfeld geschrieben. Nicht auszudenken, was passiert, wenn solche Regionen vom großen Kapital heimgesucht werden. Vielleicht kurzfristig ein Segen für die Landes-/Gemeindekassen, aber langfristig nicht abschätzbar, womit wir ALLE dann zu rechnen haben. In Zeiten, in denen das Geld in den Haushalten der Staaten immer knapper wird eine latente Gefahr, der es vorzubeugen gilt.

Mountain Wilderness, die Partei der Berge, wird nicht müde Gefahren aufzuzeigen und zu bekämpfen. Eine Organisation, die nicht nur an heute denkt, sondern vor allem auch das Morgen sieht.

Liebe Bergfreunde, liebe Leser meines Blogs, gerade solche Entwicklungen können nur aufgehalten werden, wenn die breite Masse der müden Politik die Grenzen aufzeigt. Malen sie sich aus, sie wollen den Großglockner erklimmen und sie müssen feststellen, dass der Gipfel zB umzäunt ist und in Privatbesitz ist. Oder unsere Gletscherskigebiete werden in riesige Erlebnis- und Funparks umfunktioniert. Dem lieben Geld zu liebe. Keine Frage, manch Investition würde den Toursimus fördern und damit die Staatskassen auffüllen, aber die Flurschäden wären unter Umständen nicht auszumalen.

Jede Stimme, die sich gegen solche Entwicklungen erhebt, ist eine Stimme für die Natur, für die Natürlichkeit und die Ursprünglichkeit. Es ist eine Stimme für den verantwortungsvollen und schonenden Umgang mit unserer Natur. Eine Stimme für unsere Kinder und die nächsten Generationen.

Berg oder Vergnügungspark

Mountain Wilderness – die Partei der Berge

Berg oder Vergnügungspark

Diesen Freitag wird das Nassfeld um zwei Attraktionen reicher. Feierlich werden ein neuer Klettersteig und ein Basejump eröffnet. Damit soll auch dem Sommergast Action, Spaß und Adrenalin geboten werden und dabei sollen Kosten und andere Themen keine großen Rollen spielen, denn der begeisterte Tourist wird dafür Sorge tragen, dass die Kassen wieder gefüllt werden.

Zugegeben mit vielen verschiedenen Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, der längsten Sommerrodelbahn in Kärnten, 950 Kilometer Rad- und Mountainbikewege und dem Sportbogenpark bietet das Nassfeld dem nach Action hungrigen Besucher viele Möglichkeiten. Der neue „Black-Spider“ Klettersteig und das Basejump sind auf der Tressdorfer Alm beheimatet. Wie viel ursprüngliche Alm noch bleibt, gilt es abzuwarten.

Der Klettersteig ist wie ein Spinnennetz aufgebaut und bietet verschiedene Varianten um das Ziel zu erreichen. Das Basejump befindet sich in einem Felsenlabyrinth und soll die ganz Mutigen ansprechen. Mit Sicherung geht es 15 Meter von einem Baum hinab und unten wird gebremst. Ein Feeling, das heute bei den Gästen Anklang findet und in dieser Form wohl kein natürlicher Gipfel bietet. Ein Flying-Fox für den Tarzan im Manne oder der Frau gibt es bereits.

Bleibt zu hoffen, dass die Gipfel im Nassfeld nicht komplett mit Stahl, Netz und Seil überzogen werden, denn dann darf man sich Europapark der Alpen nennen. Stolz nennt man sich in der Region bereits Erlebnisregion Nassfeld.

Es ist unbestritten, dass der moderne Tourist nach Action verlangt. Wandern und Bergsteigen haben den Charakter von gestern, wenngleich es nichts Schöneres gibt, als mit eigenen Händen und eigener Kraft einen Gipfel zu erklimmen und so manch Gipfel kann für schöne Adrenalinschübe sorgen. Aber gehen wir mit der Zeit und schwingen uns mit Seil von Gipfel zu Gipfel und segeln im Superman-Outfit zu Tale. Was gibt es Schöneres?

Mountain Wilderness ist die Partei der Berge und hat es verdient unterstützt zu werden. Nein, hier gibt es kein Generelles nein zu Attraktionen und Ausbau von Klettersteigen in den Bergen – aber die Forderung nach Maß und Ziel wird mit gutem Recht gestellt.

Weiterführender Artikel in der Kleinen Zeitung: „Der Berg ruft zum Klettern!“

Weitere Informationen zum Thema:

Mountain Wilderness – die Partei der Berge

Mountain Wilderness
Mountain Wilderness

Mountain Wilderness ist eine international tätige Naturschutzorganisation, die ihre Hauptaufgabe im Schutze der ursprünglichen Lebensräume der Erde sieht. 1987 wurde Mountain Wilderness gegründet von vielen bekannten Alpinistinnen und Alpinisten.

Die Organisation finanziert sich ausschließlich über private Spenden und die Mitgliedschaften.

Aktuell macht Mountain Wilderness mobil gegen die Verdrahtung unserer Berge. Nicht zu unrecht, denn wie so vieles, ist nun auch die Kraxelei entlang dem Stahl zu einem echten Boom geworden. Damit das so bleibt, lassen sich die Initiatoren von solchen Klettersteigen häufig ganz besondere Dinge einfallen, die weniger mit Berg, dafür aber mehr mit Action zu tun haben. Schade eigentlich. In Deutschland, Schweiz und Österreich wurden in den letzten 5 Jahren mehr als 100 Klettersteige eröffnet.

Das Hauptproblem liegt aber häufig die Sicherheit. Nicht selten führen diese Steige auch durch Steinschlaggebiet.

Moutain Wilderness ist eine Organisation, die man unterstützen sollte, wenn man für die Erhaltung der Ursprünglichkeit der Berge ist.

Wer sich dafür interessiert, der kann sich hier von der Arbeit ein Bild machen – Mountain Wilderness.

Für nur € 25,– pro Jahr kann man unterstützendes Mitglied werden.

Mountain Wilderness nennt sich selbst die Partei der Berge. Im Gegensatz zu vielen anderen Parteien nimmt sie ihre Aufgabe sehr ernst.

Ich oute mich nur ungern, aber bei Mountain Wilderness mache ich das gerne! images (1)

 

Tolle Kamera zu sensationellem Preis – Olympus SP-810UZ

Schutzhütten und Bergwege in Gefahr! Jede Hilfe zählt!

Ohne Förderung keine Sicherheit
Ohne Förderung keine Sicherheit

Auf meinem Blog berichte ich über Schutzhütten, Wanderungen, Touren und Klettereien. Auf meinen vielen sportlichen Aktivitäten in den Bergen habe ich mich in sie verliebt. Was wäre eine schöne Wanderung ohne schöne Rast an einem schönen Ort mit liebevoller Versorgung, die man einem zu Teil werden läßt? Aber Bergfreunde, das ist längst nicht ALLES, die Hüttenwirte kümmern sich um die Erhaltung der Schutzwege. Nur durch ihre Arbeit ist die Sicherheit in den Bergen gewährleistet!

Die Hüttenwirte machen dies mit Liebe und Begeisterung. Sie machen das für uns, für die Natur und unsere Nachkommen. Und mal ehrlich: Millionäre werden sie dadurch nicht!

Damit wir ALLE die Berge und unsere Hütten weiter genießen können, sind Mittel notwendig. Mittel, die nicht zuletzt in die Erhaltung dieser Einrichtungen, die Erhaltung und Pflege der Wege und auch einen ökologisch sinnvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen fließen!

Details könnt ihr direkt auf der Homepage des österreichischen Alpenvereines abrufen:

Schutzhütten und Bergwege am Rande des Abgrunds

Freunde der Berge setzt Eure Unterschrift auf die Petition.

Diese ist unter petition.prohuettenwege.at abrufbar.

Vielen Dank!

Schutzhütten in den westlichen Alpen