Zafernhorn (2.107m) – Blick auf die Riesen in Vorarlberg

Der Wonnemonat Mai und ein freier Tag ziehen mich bei herrlichem Frühlingswetter in die Berge. Die Planung hätte mich auf das Karhorn bei Warth geführt, der Schnee auf den Gipfeln des Rätikon hat mich aber davon abgehalten. Vom Schnee habe ich eindeutig genug und daher geht es ab in Richtung Faschina. Die Berge hier sind – mit Ausnahme einzelner Schneefelder – im Frühlingsgewand, genau so wie es sein soll.

Schneelage

Auf der Ostseite des Zafernhorn muss man noch einzelne Schneefelder queren. Wie auch der Grat beim Aufstieg in Richtung Hochlicht noch teilweise mit Schnee bedeckt ist. Mit etwas Vorsicht stellen diese Schneefelder aber kein Problem für den Auf- und Abstieg dar. Wer es etwas vorsichtiger anlegen möchte, der wählt den Normalweg auf beide Gipfel und ist damit auf der sicheren Seite.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt für diese Tour ist Faschina. Direkt bei der Talstation der Liftanlagen kann man hier sein Auto parkieren oder aber auch gemütlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Der Bus verkehrt regelmäßig und direkt beim Ausgangspunkt befindet sich eine Haltestelle.

Strahlender Sonnenschein, blühende Wiesen

Von der Faschina aus wandert man Richtung Osten. Mit mäßigem Anstieg geht es auf einem Schotterweg hoch zur Bartholomäus Alpe. Die steil abfallende Nordflanke des Zafernhorn hat man dabei immer vor Augen. Bereits von der Bartholomäus Alpe aus hat man einen herrlichen Blick auf Damüls und das Bregenzerwald Gebirge.

Der mächtige Zitterklapfen
Der mächtige Zitterklapfen

Ab der Alpe wandert man endlich auf schönen alpinen Pfaden. Der Pfad schlängelt sich hoch zum Joch. Latschenkiefer, herrliche Wiesen, die bereits mit Enzian, Huflattich und Schlüsselblumen übersäht sind, und einzelne kleine Schneefelder wechseln sich ab. Bereits auf dem Joch lässt sich das Panorama auf dem Zafernhorn erahnen. Denn bereits hier blickt man auf den mächtigen Zitterklapfen, das Gräshorn und die anderen herrlichen Gipfel dieser Region.

Schneefelder auf der Ostflanke des Zitterklapfen
Schneefelder auf der Ostflanke des Zitterklapfen

Unterhalb der Ostseite des Zafernhorn geht es nun über Schneefelder hinüber zum anderen Sattel. Die Querung ist kein Problem. Allerdings sind hier Gamaschen von Vorteil. Immer wieder kann man erahnen, welche Schneemengen hier im Winter gelegen sind. Auf dem Sattel, den man über einen gesicherten Steig (unproblematisch, auch für weniger Geübte) erreicht, entscheide ich mich direkt von hier über die südliche Flanke entlang dem Grat aufzusteigen. Damit wird der Gipfelsturm etwas wild romantischer und abwechslungsreicher.

Blick ins Bregenzerwald Gebirge
Blick ins Bregenzerwald Gebirge

Entlang dem Grat blühen bereits die Alpenblumen und sattes gelb, blau und weiß wechseln sich im schönen Farbspiel ab. Der Gipfel des Zafernhorn ist bald erreicht. Das Panorama und die Fernsicht sind heute ein Traum! Die mächtige Nordseite der Roten Wand, der Zitterklapfen in seiner vollen Pracht, die Gipfel im Rätikon und im Großen Walsertal liegen hier direkt vor der Nase. Auf der anderen Seite blickt man beinahe (gefühlt) bis zum Bodensee und hat die schönen Gipfel des Bregenzerwald Gebirges vor sich.

Rote Wand
Rote Wand

Das schöne Wetter lässt mich hier etwas verweilen. Über den Normalweg steige ich ab zur kleinen Kapelle auf dem Sattel. Der Fahrweg zur Zafera Alpe wurde frei gefräßt und die Wände stehen noch mit 2 Metern Höhe links und rechts von mir.

Kapelle auf dem Sattel
Kapelle auf dem Sattel

Von hier aus steige ich entlang dem Kamm hoch in Richtung Hochlicht. Immer wieder muss ich am Grat Schneewehen und Schneefelder ausweichen und so bin ich dann doch irgendwie froh, dass ich bald den Normalweg erreicht habe und von hier den Gipfelsturm machen kann. Auch wenn das Hochlicht kaum begangen wird, da es umgeben ist von beeindruckenden Gipfeln, hat man von hier einen wunderschönen, lohnenden Blick auf die umliegende Gebirgswelt.

Blick zum mächtigen Zitterklapfen
Blick zum mächtigen Zitterklapfen

Der Rückweg zurück zur Faschina erfolgt auf gleichem Weg. Vielleicht auch deshalb, weil ich jetzt in Bezug auf die Schneefelder etwas auf den Geschmack gekommen bin J

 

Details:

 

 Wegstrecke 12,5km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ Stunden
Höhenmeter 877m
Höchster Punkt 2.109m Hochlicht
Einkehrmöglichkeiten Zu dieser Jahreszeit keine!
Parkmöglichkeiten Faschina

 

Karte/Höhenprofil:

 

Wegstrecke
Quelle: Outdooractive.com
Höhenprofil
Quelle: outdooractive.com

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3 Kommentare zu “Zafernhorn (2.107m) – Blick auf die Riesen in Vorarlberg”

    1. Hallo Conny, ja der Zipferklapfen ist ein Traum … egal von welcher Seite 😉
      Vom Panorama auf dem Zafernhorn war ich auch überrascht … lohnt sich wirklich …
      Wünsche Dir noch einen schönen Tag
      Michael

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