Trittkopf (2.720m) –Wanderung in die Einsamkeit …

Der Trittkopf ist vor allem Wintersportbegeisterten ein Begriff, denn im Winter führt die Trittkopfbahn hoch bis unterhalb des Nördlichen Trittkopf. In den Jahreszeiten außerhalb des Skibetriebes steht die Bahn still und deshalb ist es hier nicht nur etwas ruhig, sondern sehr ruhig. Die Wanderung zum Trittkopf ist zwar nicht unter meinen Top 10, aber sie hat sich zumindest ein paar Besucher verdient.

Ausgangspunkt

 

Der Wanderparkplatz unmittelbar vor Zürs ist der Ausgangspunkt für diese Tour. Eines gleich vorab: der Trittkopf wird nicht ohne Grund wenig begangen, die Wege sind nicht markiert und daher ist Orientierungssinn gefragt. Vom Parkplatz aus läuft man bis kurz vor den Flexenpass auf dem Wanderweg retour. Am besten orientiert man sich nun an der Abfahrtspiste der Trittkopfbahn und steigt nun hoch auf die Trasse der der Abfahrt. Wer keine Probleme mit der Orientierung hat, der geht über die Almwiesen und orientiert sich an der Bergstation der Trittkopfbahn.

Aufstieg ohne echte Highlights

 

Vielleicht hatte ich heute nur Pech und die Flora hatte mit dem schlechten Sommerwetter zu kämpfen. Aber außer Murmeltieren war heute wirklich wenig auszumachen. Ich habe mich dazu entschlossen über die Wiesen aufzusteigen. Das macht mehr Spaß und mir geht es leichter von der Hand. Auf etwa 2000m erreicht man die verfallene Ochsenbodenalpe. Idyllisch liegt sie am Fuß des Trittkopf. Von hier aus geht es weiter Richtung Nord-Osten. Die Bergstation der Trittkopfbahn liegt bereits vor meiner Nase und kann nicht verfehlt werden.

Hinter der Bergstation geht es in Serpentinen hoch zum Nördlichen Trittkopf (2.521m), der statt eines Gipfelkreuzes einen Sendemast innehat. Das ist nicht schön, muss aber wohl sein. Dafür ist die Sicht auf die umliegenden Gipfel des Lechquellengebirges und des Arlbergs atemberaubend. Alles was Rang und Namen hat ist hier vertreten.

Entlang des Kammes geht es nun bis zum letzten Anstieg auf den Trittkopf. Immer wieder muss ich Halt machen und das schöne Panorama bewundern. Darunter viele Gipfel, die zu meinen absoluten Lieblingen gehören. Mittlerweile hat sich die Sonne vom Acker gemacht und es ziehen immer dichtere Wolken auf. Aber so kurz vor dem Ziel macht man nicht schlapp. Die letzten Höhenmeter werden auf Schotter zurückgelegt. Da es steil bergab geht, ist vor allem an nassen Tagen Vorsicht geboten.

Rasch habe ich den Gipfel des Trittkopf erreicht – noch bevor die Wolken das Panorama komplett verschleiern können. Auch wenn der Blick nicht wirklich weit reicht, kann man sich ausmalen, welches Panorama sich hier einem an einem schönen Tage erschließt.

Eigentlich hätte ich östlich absteigen wollen und die Pazüelfernerspitze noch mitnehmen wollen, ehe ich via Ulmer Hütte in Richtung Flexenpass absteige. Dieses Unterfangen ist mir aber zu „heiß“, denn mittlerweile kann man nicht mehr von Sicht sprechen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Und so erfolgt der Abstieg auf der identen Route.

Eine schöne, rassige Tour. Landschaftlich gibt es mit Sicherheit schönere, aber der Gipfel des Trittkopfes hat etwas.

 

Wegstrecke 6,5km
Gehzeit 4-5 Stunden
Höhenmeter 973hm
Höchster Punkt 2.720m (Trittkopf)
Einkehrmöglichkeiten Zürs, unterwegs keine
Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz Zürs

 

trittkopf

„Jede starke Empfindung muss

in der Einsamkeit ausreifen.“

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5 Kommentare zu “Trittkopf (2.720m) –Wanderung in die Einsamkeit …”

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