Maiensee – eine Tour ohne Gipfel, aber eine Tour für die Seele

 

Viele meinen, dass nur eine Wanderung mit einem Gipfelsturm begeistern und verzaubern kann. Dass dem nicht so ist, beweist die Maiensee Runde, die auf einem Teil des Jakobsweges führt und vor allem landschaftlich zu verzaubern weiß. Eine Tour im Herzen des Arlbergs, die schöner und eindrucksvoller nicht sein könnte. Eine Tour, die auch für Kinder bestens geeignet ist!

 

Ausgangspunkt – St. Christoph am Arlberg

St. Christoph am Arlberg ist ein Ort mit Geschichte. Hier befindet man sich in Mitten der Wiege des Skisports. Aber St. Christoph am Arlberg und die Arlbergregion können auch in den anderen Jahreszeiten begeistern. Ausgangspunkt für diese schöne Tour ist der Wanderparkplatz in St. Christoph.

Entlang dem Jakobsweg, der durch St. Christoph am Arlberg durchführt, wandert man hoch in Richtung Maiensee und Maienköpfe (1.905m). Wie bereits eingangs geschrieben kommt diese Tour gut ohne Gipfel aus, wer darauf aber nicht verzichten kann und will, der kann entweder einen Abstecher auf den Maienköpfe oder später dann auf den Wirth machen. Ich bin der Meinung, dass es dies bei dieser Wanderung nicht benötigt, sie ist vielmehr eine Wanderung für die Seele.

Anfänglich läuft man auf einem Güterweg hoch, der später in einen wunderschönen alpinen Wanderweg übergeht und direkt zum wunderschönen Maiensee führt. Ein herrlich gelegener See, der zum Träumen und Verweilen einlädt. Landschaftlich wunderschön im Hochgebirge gelegen und doch sanft eingebettet in die schöne Natur hier am Arlberg.

Entlang dem Jakobsweg geht es nun talwärts. Lichter Wald und ein schöner Waldweg sind die Begleiter durch das Latschenkiefer und die anderen alpinen Pflanzen. Nachdem man etwa 400 Höhenmeter abgegeben hat, quert man die Arlbergpassstraße und wechselt die Talseite. Erneut geht es durch schönen Wald, nun jedoch wieder leicht steigend, etwas bergwärts. Ehe man die schöne, alte Stiegeneck Kapelle oberhalb der Rosannaschlucht erreicht. Ein Ort der Ruhe, ein Ort der Einkehr und ein Ort der Stille, der es verdient hat, ein paar Minuten Pause einzulegen.

Oberhalb der Rosannaschlucht geht es nun weiter in Richtung Rasthaus Verwall. Allerdings auf einem etwas höher gelegenen Weg, als diese üblicherweise durchwandert wird und so kommt man auch nicht am Rasthaus Verwall vorbei, sondern wandert etwa 150 Höhenmeter darüber vorbei. Wer möchte beziehungsweise wer Hunger hat, der kann mit einem kleinen Umweg hier seinen Einkehrschwung anlegen.

Oberhalb des Verwallsee wandert man nun wieder deutlich steiler bergwärts durch das schöne Maroital. Der rauschende Maroibach ist dabei der stete Begleiter.

Auch bei der ersten Weggabelung wandert man weiter in Richtung Wirt, dem Hausberg von St. Christoph. Erst etwas später wandert man wieder ostwärts in Richtung Tobelhütte. Unterhalb des Peischelkopf und des Wirt wandert man zurück in Richtung St. Christoph am Arlberg. Ehe man auf der Ostseite des Wirt wieder absteigt nach St. Christoph.

Wer möchte, der kann bevor der Abstieg nach St. Christoph am Arlberg vorgenommen wird, noch aufsteigen auf den Wirt. Ein herrlicher Aussichtsgipfel, dessen Panorama immer einen Aufstieg wert ist. Wer jedoch mit Kindern unterwegs ist, sollte für heute genug haben und nach St. Christoph absteigen. Wer Kinder mit noch etwas Elan hat, für den empfiehlt sich hingegen ein kleiner Umweg bevor der Abstieg erfolgt. Wandern sie zu den kleinen Seen oberhalb von St. Christoph am Arlberg und legen sie in diesem kleinen Paradies eine kleine Pause ein. Sie werden sehen es ist mehr als nur lohnend! Und die Kinder werden es ihnen danken.

Eine wunderschöne Tour, die mit Sicherheit alle Teilnehmer begeistern wird, denn sie hat wirklich alles was das Herz begehrt.

Wegstrecke 12,2km
Gehzeit 4 ½ – 5 ½ h
Höhenmeter 729m
Höchster Punkt 2.024m
Einkehrmöglichkeiten St. Christoph am Arlberg
Parkmöglichkeiten St. Christoph (Wanderparkplatz)
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
Quelle: outdooractive.com
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5 Kommentare zu “Maiensee – eine Tour ohne Gipfel, aber eine Tour für die Seele”

  1. Hallo! Am 12.08.2015 bin ich die Tour gelaufen. Herrliche, abwechslungsreiche Landschaft, sehr zu empfehlen. Aber ab dem Güterweg ist der Wanderweg nicht markiert und teilweise schlecht zu finden. Die letzten 370 Meter in die Einmündung „Berggeistweg“ ist der Weg durch Sträucher so verwachsen, dass man nicht hindurchgehen kann. Man muss vorher – weglos – auf den Berggeistweg aufsteigen (ca. 100 HM). Schöne Grüße Ewald

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    1. Hallo Ewald, danke für das Feedback, das sicherlich vielen nützlich ist. Ich selbst bin immer wieder mal auf „keinen“ Wegen unterwegs 😉 von daher also kein Hindernis … Wünsche Dir noch einen wunderschönen Sonntag Michael

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  2. Lieber Michael! Sind heute 14.09.2016 wieder einmal unterwegs gewesen auf der Suche nach einem mit Kinder leicht begehbaren Weg!Meine Freundin hat den Weg ab Ende Güterweg Maroital schon 2 Mal vergeblich gesucht, darum hat sie mich als ortskundige Bergziege mitgenommen! Außer vielen Heidelbeeren, Preiselbeeren, Wacholderbeeren und Pfifferlingen habe auch ich keinen Kinderwanderweg gefunden. War jedoch mit Hilfe des Hirten der Tobelhütte (der auch nichts von einem Wanderweg wußte) für mich kein Problem weglos zum Berggeistweg zu gelangen. Super schöne Tour, aber nicht für jedermann und für Kinder auch kaum zu empfehlen! (Ewig langer Güterweg in brütender Hitze und steiler wegloser Anstieg zum Berggeistweg!) Das Schwimmen in den Seen war wohl der krönende Abschluss! Liebe Grüße Elisabeth

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