Sumpfdotterblume

Heilkräuter: Was blüht denn da? Huflattich

Frühling ist die Zeit der Kräuter auf den Almwiesen. Huflattich ist einer der Ersten, der sich durch den noch kühlen Boden durchkämpft. Der Huflattich ist nicht ganz unumstritten, da er im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Allerdings nur in hohen Dosen und wer ihn als hervorragendes Husten-/Bronchialmittel einsetzt, muss sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Wie bei vielen Naturheilmitteln gilt auch hier: „Die Dosis macht das Gift.“.

Huflattich ist leicht erkennbar und kann eigentlich nicht verwechselt werden. Seine gelben Köpfchen sind in einem Husten-/Bronchialtee gern gesehene Gäste. Aber auch das etwas später aus der Erde ragende Kraut der Pflanze wird für Husten-/Bronchialtees verwendet. Wichtig bei der Anwendung ist, dass man Huflattich auch mit anderen Heilpflanzen mischt und wir haben Glück zumeist wachsen diese zur selben Zeit. Schlüsselblumen und Veilchen runden die Teemischung perfekt ab. Wie auch immer der Huflattich angewendet wird, er sollte nicht länger als über 3 Wochen eingenommen werden.

huflattich

Eigenschaften:

  •  Schleimlösend
  • Auswurf fördernd
  • Hustenreiz mildernd
  • Entzündungshemmend

Anwendung:

Huflattichtee

Huflattich wird gerne getrocknet und später als Tee verwendet. Am besten in einer Mischung aus Schlüsselblumen, Veilchen und Thymian. Mit Honig abgeschmeckt, schmeckt dieser Tee auch Kindern.

Der Tee wird 2-3 Mal täglich je eine Tasse getrunken. Die Anwendung erfolgt solange, bis die gewünschte Wirkung erzielt ist, jedoch nicht länger als 3 Wochen.

Wenn die Kräuterteemischung gut gemischt ist (mit anderen Kräutern), dann kann die Anwendung auch um 1-2 Wochen verlängert werden.

Huflattichhonig

Huflattichhonig

Beliebt und ein wirklich hervorragendes Hustenmittel ist der Huflattichhonig.  Auch hierfür verwende ich nicht nur Huflattich, sondern auch Schlüsselblumen und Veilchen. Die Kräuter werden geschnitten und in ein Einweck- bzw. Marmeladeglas gegeben. Danach wird das Glas mit Honig aufgefüllt. Das Glas wird anschließend verschlossen und an einen warmen Platz gestellt. Am besten lässt man den Hönig einige Wochen, besser Monate ziehen. Im Frühling sammeln und ansetzen, über Sommer ziehen lassen und im Herbst anwenden. Durch das Wasser in den Blüten wird der Honig zu einer Art Sirup. Nach dem Sommer das Gemisch durch ein Sieb lassen und die Kräuter entnehmen. Auch hier nimmt man täglich 2-3 Mal je einen Teelöffel voll.

Achtung auch hier gilt: keine Dauereinnahme! Am besten über einen Zeitraum von 2-3 Wochen.

Huflattichzigaretten

Klingt seltsam, schräg und doch wurde der Rauch vom Huflattich früher bei chronischer Bronchitis eingesetzt. Dazu werden die Blätter des Huflattich getrocknet und anschließend geraucht.

Brustteemischung

Mit folgender Mischung hatte ich bislang die besten Erfolge und zudem ist diese Mischung auch sehr schmackhaft:

  • ¼ Huflattichblüten
  • ¼ Spitzwegerichblätter
  • ¼ Thymiankraut
  • ¼ Veilchenblüten

Dazu noch ein paar Schlüsselblumenblüten – nicht zu viel, da diese intensiv nach „Heu“ schmecken, können J

Huflattichsalbe

Aus den Blüten lässt sich auch eine Hustensalbe herstellen. Da der Huflattich auch gute Eigenschaften für die Haut hat, ist diese in der Regel sehr gut verträglich.

Eine Hand voll Blüten wird mit ca. 450 Gramm Butter leicht andünsten und gut vermischen. Die abgekühlte Salbe in einem Glas oder Gefäß am besten an einem kühlen Ort aufbewahren. Vor allem bei Kleinkindern wirkt die Huflattichsalbe oft Wunder.

Persönliche Erfahrung

Ich persönlich schwöre auf Huflattich bei Husten-/Brusterkrankungen und habe immer beste Erfahrungen damit gemacht. Am besten sind natürlich die Kräuter von Bergwiesen J

Das Schöne am Huflattich: im Gegensatz zu manch anderem Kraut ist er ergiebig und rasch gesammelt.

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