Blick zur Gärviser Alpe

Aufstieg hui, Abfahrt pfui – Skitour auf die Hohe Matona (1.997m)

Aktuelle Schneelage (17.01.2014)

Regen im Rheintal. 5° Plus und die Hoffnung, dass sich in den Bergen ein etwas anderes Bild eröffnet, als Grau in Grau, wie hier im Tal. Ich habe mich für das Laternsertal entschieden. Aber bereits bei der Hinfahrt schwindet meine Hoffnung auf eine schöne Skitour zusehends. Auch in Laterns regnet es und es hat nach wie vor 3° Plus. Erst in Höhe Bad Laterns geht der Regen in nassen Schnee über. Auch nicht schön, aber deutlich besser. Aber es liegen hier knapp 40cm Schnee, die das Tiefdruckgebiet der letzten Woche hier abgeladen hat. Richtig schöner Schneefall und gute Schneeverhältnisse eröffnen sich auf der Garnitza Alpe, die auf 1.272m liegt. Aber auch hier sind die vorhandenen 40cm noch nicht optimal, denn es ist schwerer, feuchter Schnee, der hier vielschichtig liegt. Erst auf Höhe der Unteren Saluver Alpe, die auf 1.565m liegt, geht der Schnee in echten Powder über! Daher meine Empfehlung an alle, die für das Wochenende eine Skitour planen: plant eine Tour oberhalb von 1.500m!

 

Die Tour

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Wanderparkplatz bei Bad Laterns. Mein Ziel ist die Hohe Matona, allerdings habe ich dieses Mal eine andere Aufstiegsroute geplant, die sich etwas mehr zieht und ja, vielleicht auch etwas mehr fordert, da mit einigen Spitzkehren gearbeitet werden muss. Entlang dem Garnitzenweg geht es hoch in Richtung Vorderer- und Hinterer Garnitza Alpe. Beide Alpen liegen auf einem wunderschönen Hochplateau, das von herrlichen Bergen umgeben ist. Ein Gebiet, das mir sowohl im Winter, als auch im Sommer immer sehr gut gefällt. Ab der Hinteren Garnitza Alpe geht es steil bergauf durch tiefen Schnee hoch in Richtung Untere Saluver Alpe und Lusbühel. Die immer wieder auftauchenden aperen Stellen machen mir etwas Sorgen in Hinblick auf die Abfahrt. Ab der Unteren Saluver Alpe spure ich nicht mehr auf dem üblichen Weg, denn mich reizt der Aufstieg entlang des felsigen Grat hoch zur Hohen Matona. Ein Fehler, wie sich aber leider erst weiter oben herausstellt, denn zwischen den Bäumen liegt kaum Schnee und so ist es kaum eine echte Genusstour, wie man sich das wünschen würde. Aber der Blick auf die umliegenden Gipfel entschädigt für einiges, aber nicht für alles. Mühsam geht es hoch in Richtung Hohe Matona. Allerdings wird es immer felsiger und so muss ich die Skier an den Nagel Rucksack hängen. Der Aufstieg durch die immer wieder bis zu den Knie reichenden Schneefeldern ist mühsam. Aber lohnend alle mal. Das Wetter ist zwar nicht optimal, aber die tief verschneite Landschaft ist einfach schön. Das erste Stück muss ich wieder mit den Skischuhen absteigen, es ist mir einfach zu schade um meine Skier. Aber ab dem Sattel kann ich bis zur Waldgrenze wunderschön abfahren. Aber bereits bei den ersten Kehren durch das bewaldete Gebiet ist klar, mit Skiern geht hier kaum mehr was und so schnalle ich die Skier wieder an den Rucksack und steige mühsam ab in Richtung Vordere Garnitzen Alpe. Eine mühsame Tour, die einen schönen Aufstieg bot, aber einen schrecklichen Abstieg. Erkenntnis: Touren geht im Moment erst ab 1.500 Höhenmeter wirklich gut!

  • Höhenmeter: `923m
  • Wegstrecke: 11,4km
  • Höchster Punkt: Hohe Matona (1.997m)

Fotos zur Tour gibt es wie immer auf Berge in Vorarlberg auf Facebook.

hohe matona

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