Kaiserwetter in den Bergen – oft kommt es anders als man denkt ….

Aktuelle Schneelage (13.12.2013)

Im Rheintal liegt dichter Nebel, Temperaturen von -5° und keine Aussicht auf Besserung. Ein Grund die Feller und Skier in das Auto zu packen und das Glück in der Höhe zu versuchen. Einmal mehr habe ich als Tourenziele die Gerenspitz und die Hohe Matona (diese wollte meinen Besuch in der letzten Woche schon nicht) auserkoren. Kaum habe ich Batschuns erreicht, lichtet sich der Nebel und eines ist klar, das Wetter ist ein Traum. Allerdings sehen die Gipfel sehr aper aus, diese hatten wohl in den letzten Tagen etwas zu sehr mit der wärmenden Sonne zu kämpfen. Die Skilifte in Laterns haben zwar geöffnet, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es hier heute wirklich der „Burner“ ist. Auch das Furkajoch hat noch keine Wintersperre und so fahre ich weiter hoch, in der Hoffnung etwas mehr Schnee zu sehen zu bekommen. Noch ist nicht daran zu denken, die Tourenskier anzuschnallen. Bei der Portlaalpe parkiere ich mein Auto, die Sonne und die schöne Winterlandschaft sind einfach zu verlockend. Die Skier schnalle ich an den Rucksack und so geht es auf Skischuhen hoch zu meinen Gipfeln! Bergschuhe oder Schneeschuhe wären heute die bessere Alternative gewesen …

Die Tour

Bei der Portlaalpe steige ich auf in Richtung Sattel. Das Portlahorn sieht sehr aper aus und so wähle ich die Route zur linken Hand, den Stechweidweg, der bis zum Gehrenfalben führt. Das Wetter ist ein Traum, die Sonne entfaltet ihre volle Kraft und die Gipfel sind mit Schönem weiß angezuckert. Der Aufstieg in den Skischuhen ist zwar nicht wirklich nach meinem Geschmack, aber das Wetter hat einen Gipfel verdient. Bis zum Knie sinke ich immer wieder ein und die warme Sonne – oder ist es doch der mühsame Aufstieg – treiben mir den Schweiß ins Gesicht. Der Blick ins Rheintal ist heute besonders schön – im Tal liegt dichter Nebel und das läßt erahnen, dass ich es hier um einiges wärmer habe, als die Talgeister. Die Skier hätte ich im Auto lassen können, denn diese sind heute – auch in Hinblick auf die Abfahrt – nutzlos. Bald habe ich den namenlosen Gipfel (1.975m) – den Wächter des Gehrenfalben – erreicht. Ein herrliches Panorama und die warme Sonne laden zu einer Pause ein. Richtung Furkajoch geht es nun an den Abstieg. Immer wieder gibt es die Möglichkeit die Skier anzuschnallen und ein Stück durch den Schnee abzufahren. Aber mal ehrlich, bei diesem Schnee ist das nicht wirklich ein Vergnügen. Aber die strahlende Sonne entschädigt für Vieles. Eine kurze knackige Tour, die dank der Skischuhe doch auch etwas fordernd war, vor allem die Wächten am Grat hatten ihre Tücken J Achtung: bei diesen Verhältnissen schnallt der umsichtige Tourengeher nur bei wirklich guter Schneelage die Skier an – das Gebiet hier ist Naturschutzgebiet und die Kanten der Skier könnten erheblichen Schaden anrichten.

  • Höhenmeter: 479m
  • Wegstrecke: 4,2km
  • Höchster Punkt: Gipfel namenlos (1.975m)

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