Eine aussichtsreiche Tour im Herzen des Arlberg

Auf dem Gipfel des Wirt
Auf dem Gipfel des Wirt

St. Christoph am Arlberg und Stuben sind vor allem im Winter als Eldorada für Skifans und Freerider bekannt. St. Christoph am Arlberg ist zudem bekannt für die „Vereinigung christlicher Nächstenlieben“ und mit 18.000 Mitgliedern eine große rein karitative Vereinigung. Klangvolle Namen wie Juan Carlos von Spanien, Beatrix aus Niederlande oder Mitglieder des Fürstenhauses in Liechtenstein gehören zu den Mitgliedern. Die Vereinigung wurde 1386 von Heinrich dem Findelkind gegründet, um Geld für den Bau des Hospiz auf dem Arlbergpass als Schutzhaus für in Not geratene Reisende zu sammeln. Heute unterstützt die Bruderschaft am Arlberg vornehmlich Kinder und Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Ausgangspunkt für diese herrliche Wanderung hoch über St. Christoph und Stuben ist St. Christoph. Von hier führt der schöne Gebirgsweg hoch zum Albonasee, der bereits nach wenigen Kehren erreicht ist. Idyllisch liegt er am Fuße des Hausberges von St. Christoph, dem Wirt. Ein Kleinod, das zum Träumen und Verweilen einlädt.

Entlang dem „Berggeistweg“ geht es unterhalb des Bergrückens des Wirt langsam hoch entlang dem Peischlmähder. Der Pfad hoch zum Wirt ist nicht leicht zu finden und nur ein kleiner Hinweis auf einem Stein weist den Weg hoch zum Gipfel. Ab hier ist Orientierungssinn gefragt. Am besten man orientiert sich am Gipfel und steigt über die Südflanke des Gipfels hoch. Der Wirt (2.339m) bietet einen herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt (Valluga, Trittkopf, Wildgrubenspitze, Kaltenberg und Pateriol). Der Blick auf St. Christoph ist beeindruckend. Der nächste Gipfel der Tour kann bereits erspäht werden und liegt scheinbar einen „Steinwurf“ entfernt.

Knapp hundert Höhenmeter müssen abgegeben werden, bevor man sich den Weg hoch zum Peischlkopf (2.412m) bahnen kann. Auch hier gibt es keine Markierungen, aber der Gipfel liegt vor der Nase und kann nicht verfehlt werden. Einmal mehr wird der Wanderer mit einem herrlichen Blick auf das Lechquellengebirge und den Verwall beschenkt.

Bevor man zum dritten Gipfel im Bunde aufsteigen kann, muss man erneut zweihundert Höhenmeter absteigen. Vom Knödelkopf (2.400m) blickt man bereits auf die Bergstation der Albonagratbahn und der Kaltenberg, die Maroiköpfe und der Stubener Albonakopf sind scheinbar zum Greifen nahe. Ab hier steigt man ab auf den „Berggeistweg“, der einige hundert Höhenmeter unter dem Gipfel zur Kaltenberghütte führt.

Entlang dem Albonagrat geht es zum Oberen Maroijoch (2.380m). Hier kann man sich entscheiden, ob man über die Kaltenberghütte absteigt (ca. 3 Stunden bis nach St. Christoph) oder ob man über den Berggeistweg zurückkehrt zum Ausgangspunkt. Da die Landschaft und das Panorama auf der südlichen Seite des Albonagrates einfach traumhaft sind, empfiehlt sich der Abstieg über den „Berggeistweg“, wer eine Rundtour mit einer gemütlichen Einkehr in einer ausgezeichneten Hütte bevorzugt, dem sei die Variante über die Kaltenberghütte ans Herz gelegt.

Eine wunderschöne Tour mit drei herrlichen Gipfeln, die vor allem durch landschaftliche Schönheit und traumhafte Panoramen beeindrucken kann. Eine Tour, die vor allem für Ruhe suchende ideal ist, denn diese Gipfel werden kaum begangen. Das scheinen auch „Ottern“ zu schätzen, denn diese sind hier immer wieder zu sehen. Eine Tour, die auch Kinder mit Kondition begeistern wird, denn auf dem Weg liegen viele kleine Seen und es gibt auch viele Tiere (Ottern, Gamsen, Kröten und mehr) zu entdecken!

Maroj See
Maroj See

Der Berggeistweg

Hoch über dem Klostertal – die Kaltenberghütte

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4 Kommentare zu “Eine aussichtsreiche Tour im Herzen des Arlberg”

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