Unfreundlicher Empfang auf der Üntschenspitze (2.135m)

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Die Üntschenspitze ist der Hausberg von Schoppernau. Bei schönem Wetter bietet der Gipfel der Üntschenspitze eine herrliche Fernsicht über den Bregenzerwald. Woher der Name der Üntschenspitze kommt, ist unklar. Die Üntschenspitze ist keine echte Herausforderung was die Technik und Erfahrung angeht, hier ist man bei der Hinteren Üntschenspitze, die gerne mal einfach so mitgenommen wird, etwas mehr gefordert.

 

Ausgangspunkt

 

Als Ausgangspunkt für die Tour wurde bei dieser Variante Vorder Hopfreben gewählt. Ein kleines, verträumtes Nest ca. 3 km nach Schoppernau. Direkt bei der Bushaltestelle gibt es eine kleine Nische, bei der die Autos parkiert werden können. Noch besser natürlich – und vor allem aus Sicht der möglichen Varianten bei der Route – wäre natürlich die Anreise mit dem Bus. Tipp: Auto in Schoppernau stehen lassen und mit dem Bus nach Vorder Hopfreben. Dadurch kann der Abstieg entweder direkt über Hopfreben erfolgen oder auf der anderen Seite über zB die Güntlespitze direkt nach Schoppernau.

 

Wunderschönes Alpgebiet …

 

Vorder Hopfreben liegt in einem wunderschönen Alpgebiet. Herrliche Wiesen, sanfte Landschaften und ein Rahmen aus schroffen Bergen und schönem Wald. Über einen Forstweg führt der Weg hoch. Anfänglich über schöne Wiesen, später übergehend in den Wald. Nach den ersten Kehren durch den Wald erschließt sich bald der Blick auf das schöne Hinter Hopfreben. Spätestens jetzt wird dem Wanderer klar, hier, auf diesem Weg, geht es sofort zur Sache. Denn die Höhenmeter, die für die Erklimmung des Gipfels notwendig sind, müssen stet absolviert und gemeistert werden.

Noch habe ich Hoffnung, dass das Wetter umschlagen könnte, die Wolken lichten sich und träume bereits von einem sonnigen Platz auf der Spitze. Rasch geht es hoch über schönes Alpgebiet zur Üntschenvorsäß, die bereits auf 1.249m liegt. Verträumt liegt sie da und hat einen erhabenen Blick über das Tal und die umliegenden Gipfel. Glücklich darf sich schätzen, wer hier seine Arbeit verrichten kann.

Immer steiler wird der Güterweg. Kein Wunder, denn die Vordereüntschenalpe liegt auf 1.759m und sollte rasch erreicht sein. Kein Wunder, dass es also zur Sache geht. Wieder führt der Weg durch Wald und nur selten über Alpwiesen. Spätestens jetzt wird mir bewusst, dass ich mich im Wetter getäuscht hatte, denn Nieselregen setzt ein und es wird Zeit für meine Regenbekleidung.

Mit Erreichen der Vorderüntschenalpe erreicht man auch die Waldgrenze. Endlich. Über alpines bzw. älpisches Gelände führt der Bergweg hoch zum Höferjoch (1.979m). Durch den Regen ist der Weg rutschig und nass. Nicht jedermanns Sache und in einem Wanderführer würde ich wohl schreiben, nur bei trockenen Verhältnissen zu empfehlen.

Auf zum letzten Gipfelsturm

 

Das Häfnerjoch ist noch umgeben von einzelnen Schneefeldern und die Sicht wird immer schlechter. Über den Grat, der unschwierig ist und heute angesichts der Sichtverhältnisse 🙂 keine Schwindelfreiheit erfordert geht es hoch zum Gipfel der Üntschenspitze. Unfreundlich präsentiert sie sich heute. In tiefen Wolken gehüllt, Nebelschwaden, die vorbeiziehen und einsetzender Schneefall machen sie heute nicht zum sympathischen Tourenziel. Aber eine kurze Pause muss möglich sein. Normalerweise erschließt sich hier ein herrliches Panorama mit Sicht über den Bregenzerwald. Schade darum.

Beim Häfnerjoch entschließe ich mich über die Hintere Üntschenspitze abzusteigen! Achtung: spätestens jetzt erfordert der Weg Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und ja auch gute Verhältnisse. Nichts desto trotz steige ich über glitschigen Fels auf zu meinem nächsten Ziel. Vielleicht ist es heute ganz gut, dass man nicht ins Tal blicken kann und die Abgründe, die unter einem liegen nicht sieht.

Die Sicht wird leider immer schlechter. Das ist wirklich schade, denn auch hier auf dem Grat und der Hinteren Üntschenspitze hat man normalerweise eine traumhaft schöne Sicht. Auf eine Pause beim Gipfel verzichte ich. Es ist kalt, nebelig und der Schnee fällt mir mitten im Sommer auf die Nase.

Über den Üntschenpass und die Hintereüntschenalpe steige ich steige ich ab, bis ich mit der Üntschenbergvorsäß meinen ursprünglichen Weg wieder erreiche.

Eine Tour, die vor allem etwas Kondition, auf dem Grat zur Hinteren Üntschenspitze Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und beim Abstieg idealerweise trockene Verhältnisse erfordert, wenn man sie denn erwartet :). Der erste Teil der Strecke auf dem Güterweg ist etwas langatmig, dafür wird man im oberen Teil der Route mit herrlichen Bergwiesen, toller Fernsicht und herrlich alpiner Landschaft belohnt.

Ein lohnender Berg für den, der die Aussicht liebt und sucht (bitte dann aber wirklich bessere Verhältnisse abwarten 🙂 ).

 

  • Wegstrecke: 16,7km
  • Höhenmeter: ca. 1300m

Bilder zur Tour

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Route:

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