Sonnwend in den Bergen

Sonnwend
Sonnwend

Die Anbetung/Verehrung der Sonne geht geschichtlich weit zurück – bis hin in die prähistorische Zeit. Die Sonne hatte immer schon eine wichtige Rolle für das Überleben. Die Sonnwende an sich hatte immer zwei Aspekte. Zum einen den des Todes, zum anderen den der Vergänglichkeit. Interessant ist, dass in den sogenannten abendländischen Kulturen die Sonne männlich gesehen wurde, im germanischen Sprachraum wird darin die Mutter gesehen. Die Sonnwendfeiern, die gerade in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen haben, können aus vielen verschiedenen Aspekten gesehen werden, denn beinahe für jeden Kulturkreis hatte diese eine tiefere Bedeutung. Heute dürfte das Sonnwendfeuer mehr Charakter eines Festes haben, als einem fixen Ritual dienen.

Die Sonnwende findet zwei mal jährlich statt – die Winter- und die Sommersonnwende. Seit jeher hat die Verehrung der Sonne einen hohen Stellenwert und so wundert es nicht, dass diese Tradition wieder mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Allerdings vermutlich nicht aus dem ursprünglichen Gedanken heraus, sondern vielmehr deshalb, da in Flammen gehüllte Gipfel einen ganz besonderen Reiz haben. Viele Regionen feiern dieses Jahr am 22. Juni deshalb die Sonnwend mit aufwendig angelegten Feuern auf den Gipfel. Über die Region Ehrwald habe ich bereits berichtet.

Aber auch im schönen Montafon gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die einen Besuch wert sind!

Natürlich lassen sich auch die Bregenzerwälder einen guten Anlass für ein Fest nicht nehmen:

Weitere Sonnwendfeiern im Ländle:

Übrigens das Sonnwendfeuer war ursprünglich eine heidnische Tradition – aber die katholische Kirche zeigte sich im Rahmen der Christianisierung flexibel und hat es in das sogenannte Johannisfeuer umfunktioniert. Das Johannisfest wird traditionell am 24. Juni gefeiert. Allerdings wurde die heidnische Tradition ursprünglich am Tag des höchsten Sonnenstandes gefeiert, das wäre dann eigentlich am 21. Juni. Heuer liegen fast in der Mitte dieser beiden Termine, nehmen wir es als gutes Omen. Oder hat das womöglich andere gute Gründe :)?

Wie dem auch sei, schön und sehenswert ist es allemal! Viel Spaß in den Bergen!

Bauernregel für den Johannistag:

Nach der Sonnenwend‘ gib acht, da wächst das Getreide auch in der Nacht.

…hoffentlich hat das keine anderen Gründe…

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3 Kommentare zu “Sonnwend in den Bergen”

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