Brand von Oben – Hausberg Mottakopf

Der Mottakopf (2.176m) ist der Hausberg von Brand im Brandnertal. Der Gipfel des Mottakopfes bietet einen herrlichen Blick auf den Urlaubsort Brand, aber auch den Lünersee, sowie die umliegenden Gipfel. Allen voran die Schesaplana, der Wildberg und die Brandner Mittagsspitze. Der Wildberg an dessen Flanke der Mottakopf ausläuft gehört zur Schesaplana und beheimatet an seinem Fuße die bekannte Mannheimer Hütte.

Ein herrlicher Morgen – Azur blauer Himmel, strahlende Sonne und angenehme Wärme – was will man mehr!

Heute soll es das Brandnertal sein. Saulakopf oder Schafgafall, aber bereits bei der Anfahrt wird mir klar, nein, das möchte ich nicht. Beide sind mit Schnee bedeckt und der Aufstieg liegt im Schatten! Heute muß es Sonne sein. Ein Blick zurück und mein Ziel ist klar – der Mottakopf. Hausberg von Brand. Der Aufstieg liegt an der Sonne und es sind nur einzelne Schneefelder auszumachen.

Unmittelbar bei der Gletscherbrücke stelle ich mein Auto ab und quere ich den wild tobenden Gletscherbach. Der Schnee und der Regen der letzten Tage machen sich bemerkbar. Aber es ist ein herrliches Schauspiel dieser reißende, kristallklare Bach.

Nach einem kurzen Stück auf einem Forstweg geht es über die herrlich blühende Wiese stet steigend hoch. Links und rechts hört man das rauschen der kleinen Bächlein, die ins Tal rauschen. Die Gletscherzungen reichen tiefer ins Tal, als in den letzten Jahren. Kein Wunder, einen richtigen Frühling gab es bis jetzt nicht.

Wild blühender Enzian, Schlüsselblumen, Huflattich und andere herrlich duftende Blumen säumen den Weg. Etwas weiter oben ist der Weg umgeben von Latschenkiefern. Kiefern, die angesichts der warmen Temperaturen und der Sonneneinstrahlung traumhaft duften. Selten zuvor habe ich den unteren Anstieg zum Mottakopf so herrlich erlebt wie heute! Es scheint, als wäre die Natur erst heute erwacht und hat auf meinen Besuch gewartet.

Die Obere Sonnlagantalpe ist bald erreicht. Murmeltiere pfeifen und machen sich ob meiner Schritte aus dem Staub. Immer häufiger muß ich kleine Schneefelder queren. Spätestens ab der Oberen Sonnlagantalpe wird es immer mühsamer und ganz ungefährlich sind diese Felder nicht. Über nassen, teilweise sehr tiefen Schnee quere ich die Felswand zum Mottakopf. Erst im oberen Drittel wird es wieder besser. Hier ist der Fels zu steil und der Schnee wurde von der Kraft der Sonne bereits in den letzten Tage zu Tale getragen.

Nach wie vor ist es sehr warm, aber der Wind wird immer kräftiger und das Wolkenspiel am Himmel ist beeindruckend. Die Gipfel um mich herum sind mit Schnee bedeckt. Brandner Mittagsspitze, Seekopf, Saulakopf und Schafgafall. Ich bin froh, daß ich auf der anderen Seite an der Sonne wandern darf.

Das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz ist schneebedeckt. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Die Fernsicht ist ein Traum und das beeindruckende Panorama entschädigt für den Kampf mit den Schneefeldern.

Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg. Allerdings gehe ich den Schneefeldern aus dem Wege und versuche mich an einem direkten, sehr steilen Pfad ins Tal. Ich weiß, nicht vorbildlich, aber heute gut begründbar. Ein „Donnern“ läßt mich zurückblicken. An der steilen Felswand auf dem Grad zum Wildberg hat sich eine gewaltige Naßschnee Lawine gelöst. Mit enormer Gewalt donnert sie ins Tal. Die Gewalt beeindruckt und schockiert mich zu gleich. Über fünf Minuten dauert das Spektakel. Gewaltige Massen, bei denen man chancenlos wäre. Die Natur und ihre Gewalt.

Eine herrliche Wanderung, die immer wieder beeindruckt!

Höhenmeter: 945hm

Wegstrecke: 8,7km

Höchster Punkt: 2.176m (Mottakopf)

Einkehrmöglichkeiten: auf dem Weg keine (-> Brand)

Ausgangspunkt: kleiner Parkplatz bei der Gletscherbrücke

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Ein Kommentar zu “Brand von Oben – Hausberg Mottakopf”

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